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Verfassungsklage gegen Testfahrten: Länder wollen Riesenlaster stoppen
DPADer Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...853535,00.html
- #1 03.09.2012 09:10 von
Super,
nur das Verfassungsgericht kann gegen die Gier der Wirtschaftsverbände und der bezahlten Politker noch etwas erreichen!
- #2 03.09.2012 09:23 von
Es geht doch darum...
...mehr Güter auf die Straße zu bringen und diese günstiger zu transportieren. Soweit, so gut.
Doch es kann nicht darum gehen, dass
a) pro eingesetzten Fahrer noch mehr transportiert wird, die Sicherheit aber außer acht gelassen wird.
b) die Wasserwege gar nicht mehr genutzt werden. Wir leisten uns ein großartiges Wasserwegenetz, dass kaum genutzt wird. Stattdessen sind die Straßen von Jahr zu Jahr voller.
Der einzige Vorteil der Gigaliner ist es, den Spediteuren Vorteile zu sichern.
Die Politik sollte eigentlich heißen, weg von der Straße hin zu den Wasserwegen. - #3 03.09.2012 09:23 von
Zwei Gigaliner pro beteiligtes Bundesland..
Insgesamt sollen derzeit in Deutschland 15 Gigaliner am "Grossversuch" teilnehmen..
Und selbst die natürlich z.T. erst seit einigen Wochen..
Da macht eine Auswertung natürlich Sinn...
In Kurzform berichtet das ZDF:
Feldversuch für Gigaliner - heute - in deutschland - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
Allerdings halte ich die Klagebegründung auch für relativ dämlich. - #4 03.09.2012 09:31 von
Gelddruck
Nicht die Vernunft und menschliches Maß, sondern der Druck des Geldes und die Gier nach Profit bestimmt die Entwicklung des Rechts.
- #5 03.09.2012 09:41 von
Das Problem sind nicht unbedingt die Autobahnen, das Problem sind die Stadt- und Landstraßen. Und da unter anderem die Bahnübergänge:
Bei der Bemessung von Bahnübergängen wird für die Einschaltzeiten ein normaler LKW angesetzt. Speziell bei der Berechnung der Zeiten, die ein Fahrzeug benötigt, um nach dem Einschalten (also dem Beginn des Blink- und Tonsignals) den Bahnübergang noch sicher zu verlassen, bis sich die Schranke schließt. Die Riesen-LKW sind da nicht berücksichtigt. Ebensowenig bei der Bemessung der anschließenden Straßenbereiche. Da müssen sich nämlich zwei Fahrzeuge gefahrlos begegnen können, ohne dass eines der Fahrzeuge auf den Schienen stehen bleiben muss.
Also müssten bei der Einführung dieser Riesenlaster sämtliche Bahnübergänge auf allen von diesen Monstern befahrenen Straßen überprüft und ggf umgebaut werden. - #6 03.09.2012 09:48 von
Es ist witzig
einerseits wettert die Politik darüber das immer mehr Güter auf die Strasse
verlagert werden.
Andererseits hat sie NICHTS dazu getan das mehr Güter auf die Schiene kommen.
Die Wirtschaft möchte einen flexiblen Güterverkehr, das kann und darf niemand in Frage stellen. (oder wollen sie ständig abgelaufene Joghurts im Kühlregal)(ok der Vergleich hinkt etwas)
Aber die verschiedenen Bahnunternehmen schaffen es auch nicht.
Im Gegenteil mehr und mehr Güterverladezentren haben geschlossen.
Bahnfracht lohnt nur wenn ich Güter gleich Containerweise verschieben kann.
In der Vergangenheit hat die Politik keinen Finger gerührt für die Bahnfracht und beschwert sich nun über die Geister die sie rief.
Und der gemeine Stammtischler (der eh kaum über den Rand seines Bierglases schaut) haut immer fein mit in die Kerbe, trotz Unverstand.
Ach ja, schon in den 90igern hat ein Stückgutversand per Bahn von Hannover in die Nähe von Frankfurt/Main 14 Tage gedauert. Per Spedition auf der Strasse ein, zwei Tage.
Das dürfte heute nicht viel anders sein. - #7 03.09.2012 09:53 von
- #8 03.09.2012 10:24 von
optional
Ich finde die Giga liner super. Mehr Achsen bedeutet bei gleicher maximallast weniger Belastung für die Straße. Mehr Achsen und mehr Bremsen bedeuten auch kürzere Bremswege. Natürlich wiederum vorrausgesetzt man bleibt bei den 44 Tonnen, was durchaus sinnvoll wäre.
Die Kritik, dass die Dinger auf kleinen Dorfstraßen hängen bleiben ist auch total schwachsinnig. Warum sollten man einen so großen LKW in ein Dorf schicken? Die sind ganz eindeutig für die Fahrt zwischen Knotenpunkten gedacht und kleine Fahrten werden weiterhin mit Sprinter und 7,5 Tonner gefahren.
Was mich außerdem wundert. Warum wird bei LKWs über die Länge geschimpft und es dauert Jahre bis Testfahrten erlaubt sind, in Hamburg fahren aber schon seit Jahren Buss mit zwei Gelenken und gleicher Länge rum. Komisch, dass es in Hamburg da keine Probleme gibt... - #9 03.09.2012 10:25 von
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