Verfassungsklage gegen Testfahrten: Länder wollen Riesenlaster stoppen

DPADer Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...853535,00.html
  1. #1

    Super,

    nur das Verfassungsgericht kann gegen die Gier der Wirtschaftsverbände und der bezahlten Politker noch etwas erreichen!
  2. #2

    Es geht doch darum...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

    Verfassungsklage gegen Gigaliner - SPIEGEL ONLINE
    ...mehr Güter auf die Straße zu bringen und diese günstiger zu transportieren. Soweit, so gut.

    Doch es kann nicht darum gehen, dass
    a) pro eingesetzten Fahrer noch mehr transportiert wird, die Sicherheit aber außer acht gelassen wird.
    b) die Wasserwege gar nicht mehr genutzt werden. Wir leisten uns ein großartiges Wasserwegenetz, dass kaum genutzt wird. Stattdessen sind die Straßen von Jahr zu Jahr voller.

    Der einzige Vorteil der Gigaliner ist es, den Spediteuren Vorteile zu sichern.
    Die Politik sollte eigentlich heißen, weg von der Straße hin zu den Wasserwegen.
  3. #3

    Zwei Gigaliner pro beteiligtes Bundesland..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dem widersprechen die Befürworter. Das Land Niedersachsen, das die Testfahrten bereits ausgewertet hat, zieht beispielsweise eine durchweg positive Bilanz: Die Gigaliner blieben nicht, wie befürchtet, an Kreisverkehren hängen und sie führten nirgends zu höheren Unfallzahlen.
    Insgesamt sollen derzeit in Deutschland 15 Gigaliner am "Grossversuch" teilnehmen..
    Und selbst die natürlich z.T. erst seit einigen Wochen..
    Da macht eine Auswertung natürlich Sinn...

    In Kurzform berichtet das ZDF:

    Feldversuch für Gigaliner - heute - in deutschland - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

    Allerdings halte ich die Klagebegründung auch für relativ dämlich.
  4. #4

    Gelddruck

    Nicht die Vernunft und menschliches Maß, sondern der Druck des Geldes und die Gier nach Profit bestimmt die Entwicklung des Rechts.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

    Verfassungsklage gegen Gigaliner - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem sind nicht unbedingt die Autobahnen, das Problem sind die Stadt- und Landstraßen. Und da unter anderem die Bahnübergänge:
    Bei der Bemessung von Bahnübergängen wird für die Einschaltzeiten ein normaler LKW angesetzt. Speziell bei der Berechnung der Zeiten, die ein Fahrzeug benötigt, um nach dem Einschalten (also dem Beginn des Blink- und Tonsignals) den Bahnübergang noch sicher zu verlassen, bis sich die Schranke schließt. Die Riesen-LKW sind da nicht berücksichtigt. Ebensowenig bei der Bemessung der anschließenden Straßenbereiche. Da müssen sich nämlich zwei Fahrzeuge gefahrlos begegnen können, ohne dass eines der Fahrzeuge auf den Schienen stehen bleiben muss.
    Also müssten bei der Einführung dieser Riesenlaster sämtliche Bahnübergänge auf allen von diesen Monstern befahrenen Straßen überprüft und ggf umgebaut werden.
  6. #6

    Es ist witzig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

    Verfassungsklage gegen Gigaliner - SPIEGEL ONLINE
    einerseits wettert die Politik darüber das immer mehr Güter auf die Strasse
    verlagert werden.
    Andererseits hat sie NICHTS dazu getan das mehr Güter auf die Schiene kommen.
    Die Wirtschaft möchte einen flexiblen Güterverkehr, das kann und darf niemand in Frage stellen. (oder wollen sie ständig abgelaufene Joghurts im Kühlregal)(ok der Vergleich hinkt etwas)
    Aber die verschiedenen Bahnunternehmen schaffen es auch nicht.
    Im Gegenteil mehr und mehr Güterverladezentren haben geschlossen.
    Bahnfracht lohnt nur wenn ich Güter gleich Containerweise verschieben kann.
    In der Vergangenheit hat die Politik keinen Finger gerührt für die Bahnfracht und beschwert sich nun über die Geister die sie rief.

    Und der gemeine Stammtischler (der eh kaum über den Rand seines Bierglases schaut) haut immer fein mit in die Kerbe, trotz Unverstand.

    Ach ja, schon in den 90igern hat ein Stückgutversand per Bahn von Hannover in die Nähe von Frankfurt/Main 14 Tage gedauert. Per Spedition auf der Strasse ein, zwei Tage.
    Das dürfte heute nicht viel anders sein.
  7. #7

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Das Problem sind nicht unbedingt die Autobahnen, das Problem sind die Stadt- und Landstraßen. Und da unter anderem die Bahnübergänge:
    Bei der Bemessung von Bahnübergängen wird für die Einschaltzeiten ein normaler LKW angesetzt. Speziell bei der Berechnung der Zeiten, die ein Fahrzeug benötigt, um nach dem Einschalten (also dem Beginn des Blink- und Tonsignals) den Bahnübergang noch sicher zu verlassen, bis sich die Schranke schließt. Die Riesen-LKW sind da nicht berücksichtigt. Ebensowenig bei der Bemessung der anschließenden Straßenbereiche. Da müssen sich nämlich zwei Fahrzeuge gefahrlos begegnen können, ohne dass eines der Fahrzeuge auf den Schienen stehen bleiben muss.
    Also müssten bei der Einführung dieser Riesenlaster sämtliche Bahnübergänge auf allen von diesen Monstern befahrenen Straßen überprüft und ggf umgebaut werden.
    Deshab wäre es doch sinnnvoll diese Fhrezuge nur auf Trasitstrecken zuzulassen. Also nur von Knotenpunkt zu Knotenpunkt, dort wird umgeladen
  8. #8

    optional

    Ich finde die Giga liner super. Mehr Achsen bedeutet bei gleicher maximallast weniger Belastung für die Straße. Mehr Achsen und mehr Bremsen bedeuten auch kürzere Bremswege. Natürlich wiederum vorrausgesetzt man bleibt bei den 44 Tonnen, was durchaus sinnvoll wäre.
    Die Kritik, dass die Dinger auf kleinen Dorfstraßen hängen bleiben ist auch total schwachsinnig. Warum sollten man einen so großen LKW in ein Dorf schicken? Die sind ganz eindeutig für die Fahrt zwischen Knotenpunkten gedacht und kleine Fahrten werden weiterhin mit Sprinter und 7,5 Tonner gefahren.
    Was mich außerdem wundert. Warum wird bei LKWs über die Länge geschimpft und es dauert Jahre bis Testfahrten erlaubt sind, in Hamburg fahren aber schon seit Jahren Buss mit zwei Gelenken und gleicher Länge rum. Komisch, dass es in Hamburg da keine Probleme gibt...
  9. #9

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Deshab wäre es doch sinnnvoll diese Fhrezuge nur auf Trasitstrecken zuzulassen. Also nur von Knotenpunkt zu Knotenpunkt, dort wird umgeladen
    Denkbar, aber kompliziert:

    - Wie überwachen?
    - Was tun, wenn auf diesen Transitstrecken Baustellen, Staus, unfallbedingte Sperrungen sind? Umleitungen auch ausbauen oder Riesenlaster stehenlassen?