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Verfassungsklage gegen Testfahrten: Länder wollen Riesenlaster stoppen

DPADer Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...853535,00.html
  1. #30

    Man darf bei all dem Hin- und Her, Für- und Wider nicht vergessen, daß die deutsche Industrie, insbesondere die Automobilindustrie, die Lagerhaltung auf die Strassen verlegt hat. Öffentlicher Verkehr ist für die Hersteller halt billiger als teure Lagerhallen mit Kommissionierungssystemen. Ein großer Teil des Schwerverkehrs könnte schlagartig wegfallen, wenn dies unterbunden würde. Gigaliner ersetzen nur den Lagerhallenbau, nicht irgendwelchen Verkehr. Auch hier gilt das eherne Gesetz: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren. Und mit der aktuellen Regierung geht dies halt ganz besonders gut.
    Daß es rot/grün besser könnte, bezweifle ich allerdings.......
  2. #31

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Die Stückgutverladung zwischen Schiene und Strasse ist aufwendig, langwierig und teuer.
    Eine höfliche, aber bestimmte Frage:

    In welchem Jahrhundert leben Sie? Im 19., 20., - oder schon im 21.?

    Stückguttransport über die Bahn ist Schnee von gestern.

    Stückgut-Schnellverkehr: In den 1970er Jahren konnte das Konzept des Stückgut-Schnellverkehrs nicht mehr mit dem immer flexibler werdenden Lkw-Verkehr und kombiniertem Verkehr mithalten und wurde schrittweise aufgegeben.

    Der innerdeutsche Containertransport ist in den allermeisten Fällen absolut blödsinng und unwirtschaftlich.
    Ja? Was schlagen Sie denn dann vor? Stückguttransport über die Straße?

    Ohne Container? Mit dem Lastwagen und der Sackkarre von Haus zu Haus?

    Da fehlen wohl ein paar Latten am Zaun... .
  3. #32

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um diese Strecke, sondern um den allgemeinen Trend der Bahn, auch Güterverkehrsstrecken stillzulegen.

    Sie scheinen nicht zu verstehen:

    Die Menge der Güte, die früher relativ kleinräumig in der Fläche verteilt wurde, konzentriert sich jetzt auf wenige Hauptmagistralen und wenige Verteilknotenpunkte Bahn - Straße.

    Was "in der Fläche" stillgelegt wurde, müssen jetzt solche Magistralen zusätzlich transportieren.

    Abgesehen davon, daß die Bahn es bei den Güterwaggons sträflich vernachlässigt, auf leisere Radlager bzw. Bremsen umzurüsten.
    Aber sicher ging es um die Rheintalstrecke.

    Außerdem: Die Bahn (DB AG) darf von sich aus gar keine Strecken stilllegen.
    Eisenbahn-Bundesamt - Stilllegung

    Und ein Großteil der Güterwagen gehört der Bahn gar nicht.
  4. #33

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    ...
    Daß es rot/grün besser könnte, bezweifle ich allerdings.......
    Bei der Bahn mit Sicherheit nicht, das haben die unter Schröder eindrucksvoll bewiesen. Mehdorn wurde unter Rot/Grün eingesetzt.

    Die Jahre unter Rot/Grün waren abgesehen von den Kriegen die schlimmsten Jahre der deutschen Eisenbahngeschichte.
  5. #34

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Eine höfliche, aber bestimmte Frage:

    In welchem Jahrhundert leben Sie? Im 19., 20., - oder schon im 21.?

    Stückguttransport über die Bahn ist Schnee von gestern.

    Stückgut-Schnellverkehr: In den 1970er Jahren konnte das Konzept des Stückgut-Schnellverkehrs nicht mehr mit dem immer flexibler werdenden Lkw-Verkehr und kombiniertem Verkehr mithalten und wurde schrittweise aufgegeben.
    Selbstverständlich wird auch heute jede menge Stückgut auf der Schiene transportiert.
    Wo ist da der Widerspruch?
    Der Stückgut-Schnellverkehr ist eine spezielle Geschichte.

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    Ja? Was schlagen Sie denn dann vor? Stückguttransport über die Straße?

    Ohne Container? Mit dem Lastwagen und der Sackkarre von Haus zu Haus?

    Da fehlen wohl ein paar Latten am Zaun... .
    Selbstverständlich ohne Container.
    Ausgehend von Europaletten passen in einen 40"-Container 1/3 weniger rein, als in einen normalen Sattelzug.
    Volumenmässig das gleiche.
    Desweiteren ist ein Container unnötiger Ballast und lässt sich lediglich durch ein Ende be- und entladen.
    Ein Meganachteil gegenüber dem typischen Tautliner, der auch von beiden Seiten zugänglich ist, insbesondere wenn mehrere Be- und Entladestationen anzufahren sind.
  6. #35

    Schon jetzt zerdeppern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um die sogenannten Gigaliner geht weiter: Zwei Bundesländer haben vor dem Verfassungsgericht Klage gegen die Testfahrten der Riesenlaster eingereicht. Sie wollen die übergroßen Lkw von den Autobahnen verbannen.

    Verfassungsklage gegen Gigaliner - SPIEGEL ONLINE
    ein 40-Tonner unsere Straßen in gleicher Weise wie es tausende von PKW nicht können.
    Aber durch just-in-time kommt es ja die Unternehmen billiger, ihre Kosten zu sozialisieren. Der Bund/die Länder werdens schon richten.
    Von dem ab.
    Es ist das falsche Signal: Noch mehr Güter auf der Staße zu transportieren.
    Ich glaube jedenfalls nicht, dass zwei Gigaliner eingesetzt werden, um 3 Vierzigtonner zu ersetzen. (Sollte das so sein, wäre das keine schlechte Idee. Anderenseits fielen wieder einmal Arbeitsplätze weg und der Stress auf der Autobahn -> Elefantenrennen und vielmehr noch auf den Landstraßen würde zunehmen und die Verkehrssicherheit nicht erhöhen.)
    Wir sind eben ein kleinteilig strukturiertes Land und nicht Australien.
    Und Kreisverkehr hin oder her. Wieviele Straßen in D müssten eigentlich gesperrt werden für diese Monster, weil sie kurven- oder belastungstechnisch nicht weiterkommen würden.
    Fragen über Fragen.
    Leid tun mir vor allem die "Brummifahrer", die sich werden einiges gefallen lassen müssen. (Anhupen, Effe, Vogel bis hin zu längeren Entladezeiten mit entsprechendem Arbeitseinsatz und nervösen Dispatchern).
    Oder ist das Ganze nur der Lobbyarbeit der Fahrlehrervereinigung geschuldet.
    Bestimmt ist doch für das Führen eines solchen Gigaliners ein besonderer Lehrgang und Nachweis erforderlich.
    Naja, sollen sie machen.
    An Unsinn in Deutschland bin ich ja gewöhnt.
  7. #36

    Korrektur

    Zitat von Listerholm Beitrag anzeigen
    ...Ich glaube jedenfalls nicht, dass zwei Gigaliner eingesetzt werden, um 3 Vierzigtonner zu ersetzen.
    ...
    In D werden derzeit im Feldversuch 44-Tonner eingesetzt.
    Meine Kritik bleibt trotzdem.

    sh. auch: EuroCombi
  8. #37

    Zitat von Listerholm Beitrag anzeigen
    Schon jetzt zerdeppern...
    ...ein 40-Tonner unsere Straßen in gleicher Weise wie es tausende von PKW nicht können.
    Aber durch just-in-time kommt es ja die Unternehmen billiger, ihre Kosten zu sozialisieren. Der Bund/die Länder werdens schon richten.
    Von dem ab.
    Es ist das falsche Signal: Noch mehr Güter auf der Staße zu transportieren.
    Ich glaube jedenfalls nicht, dass zwei Gigaliner eingesetzt werden, um 3 Vierzigtonner zu ersetzen. (Sollte das so sein, wäre das keine schlechte Idee.
    ---------
    In D werden derzeit im Feldversuch 44-Tonner eingesetzt.
    Meine Kritik bleibt trotzdem.

    sh. auch: EuroCombi
    Selbstverständlich sorgen LKW für bedeutend höhere Schäden an den Fahrbahnbelägen und auch Brückenbauwerken, als PKW.
    Nur sollte man auch sehen, was von wem bezahlt wird und was passieren würde, wenn diese Einnahmen wegfallen.

    Seit Jahren schon zahlt der Schwerverkehr über Maut, Fahrzeug- und auf auf BAB und Bundesstrassen gefahrenen Strecken bezogene Energiesteuer einiges mehr, als der Bund dort insgesamt für Neubau, Reparatur, Sanierung, Lärmschutz und Unterhalt (Reinigung, Schneeräumung, etc.) ausgibt, wobei die Ausgaben für Reparatur und Sanierung unterhalb eines Drittels der Gesamtausgaben liegen und diese wiederum lediglich um 50% den LKWs anzulasten sind.
    Gerade die Natur sorgt mit Pflanzenwuchs, Frost, Hitze, etc. für vielfältige Schäden, auch ohne LKW.
    Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass diese Fahrzeuge diese Strassen zu vielen Zeiten nicht einmal nutzen dürfen.

    Natürlich zahlt auch der private PKW-Fahrer bedeutend mehr, als was ihm anteilig für seine Fahrleistung geboten wird.
    Am allermeisten profitieren gewerbliche Fahrzeuge bis 12 Tonnen!
    Und gerade daran etwas zu ändern und die Regeln an das übrige Europa (mit Maut) anzupassen, haben Ramsauer & Co kein Interesse. :(

    Unterhalb von 12t können Fahrzeuge mit 2 Achsen unterwegs sein, also mit Achslasten bis zu 6t.
    Ein heutiger 40-Tonner hat mindestens 5 Achsen, meist 6, wodurch sich maximale Achslasten von 6,6-8t ergeben.
    Allerdings haben diese auch bedeutend grössere und breitere Reifen, wodurch deren Flächenbelastung erheblich niedriger ist.
    Ein 44t-Gigaliner kommt nicht unter 8 Achsen klar und hat damit maximal ein durchschnittliches Achsgewicht von 5,5t.
    Prinzipiell kann man da also von einer niedrigeren Belagsschädigung, als bei bisherigen Lastzügen pro transportierter Gewichtseinheit rechnen.
  9. #38

    optional

    " Seit Anfang 2012 werden die 25,25 Meter langen Lkw auf deutschen Autobahnen getestet. [...] Hermann hatte den Schritt Ende Juni angekündigt."
    Und warum hat das Gutachten so lange gedauert? Erst Fakten schaffen lassen, und dann auf Waehlerstimmenfang gehen?
  10. #39

    2 Gelenk in HH?

    Zitat von spendeblut Beitrag anzeigen
    Ich finde die Giga liner super. Mehr Achsen bedeutet bei gleicher maximallast weniger Belastung für die Straße. Mehr Achsen und mehr Bremsen bedeuten auch kürzere Bremswege. Natürlich wiederum vorrausgesetzt man bleibt bei den 44 Tonnen, was durchaus sinnvoll wäre. [..]
    Was mich außerdem wundert. Warum wird bei LKWs über die Länge geschimpft und es dauert Jahre bis Testfahrten erlaubt sind, in Hamburg fahren aber schon seit Jahren Buss mit zwei Gelenken und gleicher Länge rum. Komisch, dass es in Hamburg da keine Probleme gibt...
    60 Tonnen sind keine 44.
    Die '2'Gelenk-Busse (gibt es die in Hamburg?) werden nur auf geeigneten Verbindungen eingesetzt. Breite Strassen, grosszuegige Kreuzungen.
    Wieviel Verbindungen mit den Ueberlangen Bussen hat Hamburg?
    Ich kannte bisher nur die 1Gelenk-Busse in Hamburg, die nicht laenger sind, als ein normaler Sattelschlepper.


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