Beamte haben kein Streikrecht, aber das Bundesverfassungsgericht zum Überprüfen ihrer Besoldung. Es keimt Hoffnung auf, Ungemach bei den Politikern die gern nach Haushaltslage Gesetze erlassen.
DPADeutsche Professoren verdienen zu wenig, urteilt das Verfassungsgericht. Bisher sollten Leistungszulagen über ein moderates Grundgehalt hinwegtrösten. Doch viele Gelehrte bemängeln die Vergabe der Boni als unfair. Nun müssen klarere Kriterien her.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...815267,00.html
Beamte haben kein Streikrecht, aber das Bundesverfassungsgericht zum Überprüfen ihrer Besoldung. Es keimt Hoffnung auf, Ungemach bei den Politikern die gern nach Haushaltslage Gesetze erlassen.
Eine HartzIV-Familie mit zwei Kindern hat gut 2000 Euro netto im Monat. Der klagende Prof kommt auf gut 2700 Euro netto pro Monat. Das ist ein Witz! Wie will sowas bitte rechtfertigen? Und das nach Studium, Promotion und Habitilation.
Deutschland bestraft systematische seine Leistungsträger. Eine Schande!
Dieses Ausbeutermodell basiert darauf, dass es massig habilitierte Wissenschaftler gibt, die keine Prof Stelle bekommen oder sogar als Privatdozent auftreten.
Da sind viele froh, wenn sie 3800 wie der Kläger bekommen. Ob die Forschung und Lehre davon besser wird, wenn Profs ihre Zeit damit verbringen um Drittmittel zu betteln oder Gutachtenaufträge zu ergattern, bezweifle ich mal.
Die ersten Verfahren wg. Bestechlichkeit sind ja bereits rechtskräftig. Und dass der Prof mit Familie mal auf die Jacht der Eltern eingeladen wird oder die Sonderleasingraten bekommt, hat man auch schon gehört. Wer wills ihnen übelnehmen ?
Wollen wir hoffen, dass wir den einzigen wirtschaftlich breit verwertbaren Rohstoff Deutschlands nicht schon an der Quelle austrocknen. Die Folgen des "Sparens" haben wir in voller Härte erst in ein paar Generationen, den "Genuss" der geringeren Ausgaben schon jetzt.
An die ganzen Neider, die auf das "unverschämte" Professorengehalt schielen: Das Einkommen von so gut wie jedem in Deutschland fußt unmittelbar oder mittelbar auf dem Wissensfundament, das die Wissenschaft auch und gerade in Deutschland geschaffen hat. Um das zu sichern, muss man mindestens das bezahlen, was die entsprechenden Personen in der Wirtschaft bekommen würden. Nur um einen Maßstab zu geben: Die diskutierten Gehälter sind nicht einmal annähernd in der Größenordnung, die ein Abteilungsleiter in der Automobilindustrie verdient.
Geplagter
Das schwierige im öffentlichen Dienst ist bei der überwiegenden Zahl der Stellen die Messbarkeit der Leistung: Es gibt keine Umsatzzahlen, eine Ausschuss/Fehlerquote etc. kann nicht bestimmt werden und der sparsame Umgang mit Mitteln ist eine Medallie mit zwei Seiten.
Man kann also nur zwei Dinge machen: Die Standarderhaltung über globale Zahlen prämieren ... was zu ähnlich kranken Auswüchsen, wie den Manager-Bonis in der freien Wirtschaft führt. Oder man verschwurbelt sich im Unkonkreten ... und bewertet subjektiv. Wozu es hier ja anscheinend kommt.
Maßstab kann letztendlich nur die Erfüllung der Arbeitsaufgabe sein. Was dem nicht entspricht, muss mit den vorhandenen Mitteln sanktioniert werden. Leistungsgerechte Bezahlung ist (abgesehen von den Bereichen, deren Arbeitsqualität sich genau messen lässt) einfach nur Humbug.
Wenn ein forschender Universitätsprofessor nicht mindestens 100000 Euro im Jahr verdient, steht er in Deutschland schlechter da, als Ingenieure im internationalen tätigen Vertrieb. Wenn er sich im Ausland umschaut, gibt es für Wissenschaftler problemlos Verträge in der Forschung, bei denen er insgesamt deutlich besser, als mit 100K€ dasteht.
Wenn man hier die besten Leute haben will, dann muss man dafür bezahlen.