Forum


 

Verfassung: Das Sudoku-Problem

tagesschauDas Parlament zofft sich, Merkel verliert die Kanzlermehrheit, in Griechenland brennen die Barrikaden, der Dax spielt verrückt - und der Finanzminister spielt Sudoku. Doch Regierung und Parlament sollten sich mehr zu sagen haben, gerade in Zeiten der Krise. So sieht es auch Karlsruhe. Zum Glück.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...818382,00.html
  1. #140

    Zitat von w.blankschein Beitrag anzeigen
    Sie wissen schon, dass der frühere CSU-Vorsitzende, Bundesverteidungs- und finanzminister sowie bayerische MP Franz-Josef Strauß ein studierter Lehrer war?! Später las er sich dann "ökonomisches Fachwissen" an, was ihm das Gespött Helmut Schmidts, aber auch des Komikers Loriot beibrachte. Hören Sie bitte auf mit diesem Schmarrn, dass die CDU/CSU und die FDP ökonomisches Fachwissen gepachtet habe, während in den von Ihnen genannten Parteien nur "wirtschaftsfeindliche Weltverbesserer" das Wort führten. So können Sie vielleicht am Biertisch punkten, wo die dümmsten Vorurteile im Wettstreit liegen.

    Wir erleben überschuldete Volkswirtschaften und sogar unter Fachökonomen höchst umstrittene Lösungsversuche und Sie kommentieren politischen Meinungsstreit auf diesem Niveau!
    Die Zeiten von Franz-Josef Strauß sind auch schon ein paar Jahrzehnte her. Ich könnte ihnen auch von einem Professor der VWL berichten, der auf regelmäßiger Basis die Fraktion der SPD "berät". Wieviel wirtschaftspolitischer Sachverstand da in der Breite vorhanden ist, überlasse ich lieber ihrer linksliberalen Phantasie. Nur soviel, selbst ein von den meisten für seine Kompetenz auf diesem Gebiet geschätzter Steinbrück vergleicht die Finanztransaktionssteuer mit der Mehrwertsteuer und führt die erhöhten Finanzströme als Argument für die Abkopplung von der Realwirtschaft. Beide Argumente sind übrigens falsch, nur um sicher zu gehen.

    Der durchschnittliche Politiker hat weniger wirtschaftliches Verständnis als ein Erstsemester der BWL. Aber ich habe in meinem vorherigen Post eigentlich unterstellen wollen, dass Schäuble seinen Koalitionskollegen zuhört und nicht dass diese im Schnitt mehr Sachverstand haben.
  2. #141

    Zitat von RobinB Beitrag anzeigen
    1) Warum soll ein "studierter Lehrer" nichts von Ökonomie verstehen? Und selbst wenn er kein Fachmann wäre, so hätte er als gewählter Volksvertreter jedenfalls das Recht, sich eine Meinung zu bilden und mit dieser von den Verantwortlichen Ministern gehört zu werden. Das nennt sich Demokratie. Oder werden Sie vielleicht lieber von einem "Sachverständigengremium" regiert? Wie wenig........
    Minister erhalten 12.800 Euro brutto, dazu kommt ein halbes Agbeordnetengehalt was insgesamt auf etwa 16.500 Euro hinausläuft. Das kommt dann in etwa auf das Gehalt eines Sparkassenvorstands hinaus, der sicher nicht unter 120.000 nach Hause geht, wenn er halbwegs vernünftig verhandelt. Was ich eigentlich deutlich machen wollte sind die Vergleichsregionen für einen Minister. Ich denke Schäuble übersteigt deutlich das Kompetenzniveau eines solchen Managers. Vergleichen sie mal die Gehälter eines CFOs eines durchschnittlichen DAX-Konzerns und sie sehen mit welchen Peanuts sich Schäuble abspeisen lässt. Daraus folgere ich, dass Schäuble den Job aus intrinsischer Motivation und nicht des Geldes wegen macht.
  3. #142

    Zitat von w.blankschein Beitrag anzeigen
    Sie wissen schon, dass der frühere CSU-Vorsitzende, Bundesverteidungs- und finanzminister sowie bayerische MP Franz-Josef Strauß ein studierter Lehrer war?! Später las er sich dann "ökonomisches Fachwissen" an, was ihm das Gespött Helmut Schmidts, aber auch des Komikers Loriot beibrachte. Hören Sie bitte auf mit diesem Schmarrn, dass die CDU/CSU und die FDP ökonomisches Fachwissen gepachtet habe, während in den von Ihnen genannten Parteien nur "wirtschaftsfeindliche Weltverbesserer" das Wort führten. So können Sie vielleicht am Biertisch punkten, wo die dümmsten Vorurteile im Wettstreit liegen.

    Wir erleben überschuldete Volkswirtschaften und sogar unter Fachökonomen höchst umstrittene Lösungsversuche und Sie kommentieren politischen Meinungsstreit auf diesem Niveau!
    ich wundere mich auch immer wieder über die ach so große wirtschaftskompetenz von cducsufdp.
    seit 1982 sitzt die cducsu am ruder, bis auf eine kurze unterbrechung durch schröder.
    was ihre kompetenz so gebracht hat, sieht man im moment recht eindrucksvoll.
    nun gut, konzerne und großbetriebe können sich wahrlich nicht beschweren, ich meine aber zu wissen, dass über dem bundestag "dem deutschen volke" steht (auch wenn vor einigen jahren einige aktivisten dies mit dem eigentlich richtigen spruch "der deutschen wirtschaft" abdeckten).
  4. #143

    (°_°)

    Zitat von Trondesson Beitrag anzeigen
    ..Schäuble muß allerdings aufpassen: Jetzt wo Wulff abgesägt wurde, ist der Lynchmob offensichtlich schon auf der Suche nach dem nächsten Opfer.
    jetzt habe ich - während meiner Arbeitszeit - diese 15 Seiten Thread durchgelesen und bin erschüttert darüber, dass es noch keine einzige Rücktrittforderung gegeben hat!
    Bin ich wirklich der einzige Gutmensch hier, der den Schneid hat, wegen dieses unglaublichen Skandals den Rücktritt dieses Ministers zu fordern?

    doch halt! ich habe noch die gebotene Steigerung meiner Forderung vergessen: den unverzüglichen Rücktritt ...
  5. #144

    Nicht Sudoku, Harakiri

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Parlament zofft sich, Merkel verliert die Kanzlermehrheit, in Griechenland brennen die Barrikaden, der Dax spielt verrückt - und der Finanzminister spielt Sudoku. Doch Regierung und Parlament sollten sich mehr zu sagen haben, gerade in Zeiten der Krise. So sieht es auch Karlsruhe. Zum Glück.

    Verfassung: Das Sudoku-Problem - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ... und nicht nur das finanzielle, nicht nur das demokratische, sondern auch das des bürgerlichen Vertrauens und Ehrgefühls ist das Problem.
    Schicksalsschwere Entscheidungen über die Zukunft und den Wohlstand der Nation zu Gunsten der Marktteilnehmer, aber zu Lasten und auch noch über die Köpfe der eigentlichen Finanziers, der Bürger, hinweg, ein verzichtbarer demokratischer Umstand ?

    Haben die Herren und Damen schlicht vergessen (oder verdrängt ?), dass jede Marktteilnahme nicht nur Gewinn, sondern auch Totalverlust bedeuten kann ? Haben sie vergessen (oder verdrängt ?), dass die Bürger die eigentlichen Finanziers und persönlich Haftenden sind ? Haben sie vergessen (oder verdrängt ?), dass die Bürger die eigentlichen Auftraggeber der Volksvertreter sind ?

    Bis dann in schöner Regelmäßigkeit wieder dieses nervenaufreibende Ereignis der Wahl kommt, dass die Herren und Damen in Berlin jäh und unvermittelt vom Raufen und Spielen abhält, um sie unschön daran zu erinnern, für wen und warum sie denn vor Ort sind und sie sich dann verpflichtet fühlen, einträchtig schönste Harmonie im Dienste des Volkes und dessen Wohles zu suggerieren.

    Leider hat dieses Ereignis keine besonders nachhaltige Wirkung, den Herren und Damen dauerhaft ins Gedächtnis zu rufen, dass sie nicht vor Ort sind, den Willen von Frau Merkel oder den Willen der Partei, sondern den Willen des Volkes zu vertreten.

    "Die meisten Parteipolitiker interessieren sich sehr wenig für die Gedanken und Gefühle der Leute, deren Geld sie ausgeben.“
    (Peter Sloterdijk, dt. Philosoph u. Hochschullehrer)
  6. #145

    .

    Zitat von studentischehilfskraft86 Beitrag anzeigen
    Minister erhalten 12.800 Euro brutto, dazu kommt ein halbes Agbeordnetengehalt was insgesamt auf etwa 16.500 Euro hinausläuft. Das kommt dann in etwa auf das Gehalt eines Sparkassenvorstands hinaus, der sicher nicht unter 120.000 nach Hause geht, wenn er halbwegs vernünftig verhandelt. Was ich eigentlich deutlich machen wollte sind die Vergleichsregionen für einen Minister. Ich denke Schäuble übersteigt deutlich das Kompetenzniveau eines solchen Managers. Vergleichen sie mal die Gehälter eines CFOs eines durchschnittlichen DAX-Konzerns und sie sehen mit welchen Peanuts sich Schäuble abspeisen lässt. Daraus folgere ich, dass Schäuble den Job aus intrinsischer Motivation und nicht des Geldes wegen macht.
    Sie vergessen die steuerfreie "Kostenpauschale" vom gut 4000,- EUR pro Monat, die jedem Abgeordneten zusteht! Dabei ist "steuerfrei" ein wichtiges Wort, weil ein einem Bruttogehalt entspricht, das um einiges hoeher liegt. So kam meine Rechnung zustande. Dabei habe ich noch die Kostenpauschale halbiert, wobei eher wahrscheinlich ist, dass er die voll bekommt (da kenne ich die Regelung nicht genau, aber ein Bundesminister bekommt eine Extrakostenpauschale von nochmal über 250 im Monat und da die der normalen Abgeordneten bei 4000 liegt, denke ich, dass sie nicht halbiert wird und er also 4250 bekommt statt 2250 - sonst läge seine Kostenpauschale ja unter der eines normalen Abgeordneten).

    Sie sehen also: meine Rechnung beruht auf den absoluten Minimalannahmen und liegen vermutlich um einige Tausend EUR pro Monat zu niedrig.

    Dagegen gibt es für die Sparkassen einen Tarifvertrag. Den können Sie gerne ergoogeln und meine Angaben verifizieren.

    Jetzt gehen Sie natürlich her und gehen vom Sparkassendirektor (weil der eben doch nur einen kleinen Bruchteil des Einkommens von Schäuble hat) zum CFO eines DAX-Unternehmens. Und siehe da: der hat endlich noch mehr! Fazit: Schäuble ganz klar unterbezahlt!

    Vorher dachten Sie also noch, der Schäuble sollte soviel bekommen wie ein Sparkassendirektor. Dann habe ich nachgewiesen, dass er tatsächlich schon ein vielfaches verdient. Jetzt verschieben Sie einfach mal so den Referenzrahmen um den geschätzten Faktor 50. Ich glaube, dass Sie von Geld einfach gar keine Vorstellung haben. Sie mögen einfach nur den Schäuble!

    Fazit: solange überhaupt noch irgendwer mehr verdient, als unser Sudoku- äh Finanzminister, ist dieser (der letztere) ganz klar unterbezahlt!
  7. #146

    sie haben es geblickt!

    Zitat von DerZitator Beitrag anzeigen
    Am Ende ist es völlig egal, was die Menschen, welche Guttenberg noch immer für einen Politiker halten und Wullf noch immer als Opfer bedauern, hier für Gründe einbringen, das Verhalten des Schäuble noch gerade so zu rechtfertigen.
    Solche Verteidiger der Charakterlosigkeit, sind genau die Art unbelehrbarer Untertanen, die es überhaupt ermöglichen, dass sich Politiker vom Schlage der genannten, an unserem Staat ihr Wohlstandsfett anfressen können.
    Was Schäuble hier zeigt, ist die Verachtung gegenüber seinem Amt, dem Plenum des Bundestages und den Bürgern, die mir und anderen häufig, als Politikverdrossenheit oder Politikerverachtung vorgeworfen wird.
    Durch nichts ist zu rechtfertigen, dass der deutsche Finanzminister, während über 130 000 000 000 € Volksvermögen verbürgt werden, sich nicht mit voller Konzentration auf die Debatte konzentriert.
    Ich wiederhole: Durch nichts, durch absolut gar nichts, kann dieses Verhalten eine Rechtfertigung erfahren.
    die ursache seiner menschenverachtung die er in aller offen und öffentlichkeit gegenüber seinen untergebenen zur schau stellte findet man oft bei den menschen die über ihre behinderung verbittert sind. fragen sie mal die behindertenverbände was er für mitbetroffene tut und ob er eine werbung für diesen personenkreis ist! die möglichkeiten hätte er zu genüge! stattdessen macht er werbung für IT produkte für besserverdiener während er sozialleistungen für behinderte zugunsten megareicher griechenlandgläubiger kürzt, die ohne das bedingungslose grundeinkommens eines politischen berufslügners mit gedächtnissstörungen (parteispendenaffaire) aufgrund eines erlittenen kopfschusses (attentat), behindert aber gutgelaunt auskommen müssen!
  8. #147

    yooh

    Wieder mal ein Peispiel über die überbezahlten Führungskräfte. Gerade eben versuchte mir jemand noch zu erklären warum Winterkorn so viel verdienen muss (Debatte um Rekordvergütung: IG-Metall-Chef will Winterkorns Gehalt kürzen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft), und jetzt das. Der Mann ist sein Geld wert. Was verdient er?
  9. #148

    yooh

    Zitat von Löber Beitrag anzeigen
    Wen interessiert Herr Schäuble? Wen interessiert Herr Schäuble beim SODOKU Spiel? Es gibt nun wirklich wichtigeres zu vermelden was auf dieser Welt geschieht. Es verhungern Tag für Tag Tausende Kinder. Das sind wichtigere Themen als einen alten Mann beim Sudoku Spiel zu beobachten. Doch hierüber wird wenig berichtet, Die Bilder der Kinder sind ja so grausam, das kann man niemanden zumuten! Armes Deutschland!
    Der Mann soll seine Arbeit machen für die er bezahlt wird. Wenn er keine Lust dazu hat, dann soll er in Rente gehen.
    Wenn ich bei meiner Arbeit mir solche Sachen erlaubt hätte, zum Glück bin ich heute mein eigener Chef. Aber ER nicht!

    Mit Kinderarmut haben Sie natürlich Recht, aber das ist hier das falsche Forum. Man muss sich natürlich dann auch Fragen, was man mit dem Geld alles hätte machen können, wenn dieser Mann vernünftig gearbeitet hätte und nicht alles Geld in das griechische Fass ohne Boden geworfen hätte.


TOP



TOP