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Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland

Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...806175,00.html
  1. #60

    Spiegellabyrinth?

    Wie Deutschland vom Euro profitiert : Kein Staat profitiert so von der europäischen Integration und der gemeinsamen Währung wie Deutschland.Mythos vom EU-Zahlmeister: Wie Deutschland vom Euro profitiert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Inflation : Euro schneidet besser ab als D-Mark ...die Statistik zeigt eindeutig: Die Inflationsrate der vergangenen Jahre liegt weit unter der zu D-Mark-Zeiten Zehn Jahre Euro-Einführung - SPIEGEL ONLINE - NachrichtenSPIEGEL ONLINE - 16.12.2011
    Die Teuro-Liste
    Was wie viel teurer geworden ist
    Nach einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist die gefühlte Inflation kein Hirngespinst.Zehn Jahre Euro-Einführung - SPIEGEL ONLINE - NachrichtenSPIEGEL ONLINE - 30.05.2002
    Also was denn nun: Profitieren wir? Gehts uns besser? Haben wir absolut keine Probleme? Sind wir die reichsten dieser Erde? Oder doch lieber nicht?

    Oder sind die Kommentatoren des Spiegel genau so ratlos wie wir alle, und wollen es sich aber nicht anmerken lassen, weil sie sonst im Dumpinglohnberich landen oder verarmt in Frührente gehen müssen?
    Könnte ich gut verstehen....
  2. #61

    Billiger Lohnvergleich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.

    Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ein Niedriglohn von 6,5 €/Stunde erschreckt zunächst. Bei durchschnittlich 180 Arbeitsstunden/Monat ergibt dies aber einen Monatslohn 1170 €. Bei dieser Höhe steuerfrei. Da kann mancher Rentner nur davon träumen. Natürlich kann man mit diesem Lohn keine mehrköpfige Familie ernähren. Dazu gibt es aber auch Kindergeld, Wohngeld und andere Sozialleistungen. Naturlich kannt der Arbeitgeber den Lohn nicht unter Berücksichtigung der familiären Verhältnisse des Arbeitnehmers zahlen. Dann wäre er schnell Pleite.
  3. #62

    Abwegig

    Zitat von El Plagiator Beitrag anzeigen
    ....Schwartz-Gelb hat sich mit Händen und Füßen gegen eine Hartz 4 Erhöhung gewehrt. Es besteht daher großes interesse daran, dass das Lohndumping fortgesetzt wird.
    Keine demokratisch gewählte Regierung möchte freiwillig Sozialleistungen kürzen, denn sie will ja gewählt werden.
    Die Kürzung, wenn sie schon erfolgt, entspricht purer Notwendigkeit, wenn nicht neues, wertloses Geld gedruckt werden sollte.

    Die Vorstellung, eine schwarzgelbe Regierung grübelt nächtelang, wie sie die Harz4-Empfänger ärgern könnte, ist abwegig!
  4. #63

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.

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    Und dann wird wieder geweint das die Fachkräfte fehlen.

    Was sind denn Bäcker, Fleischer etc. ? Wer eine entsprechende Berufsausbildung hat, ist doch wohl eine Fachkraft. Vielleicht sollte man diese dann auch entsprechend bezahlen.

    Warum überhaupt eine Ausbildung machen wenn der Lohn am ende so oder so nur noch auf Hilfsarbeiterniveau (und drunter) liegt?

    Und es ist ja nicht nur im Handwerk so.
    Ich in der IT Branche und anderen Berufgruppen die ja ansonsten gerne mal hervorgestellt werden, herscht fast nur noch Zeitarbeit und Löhne unter 8€ .
  5. #64

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.

    Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ach komm. ist ja eine brandneue nachricht. und so unvorhersehbar.
    wer hirn zum denken hat und die letzten jahre nicht im koma war, weiss dies schon lange.
    dass ein niedriger verdienst später zur altersarmuit führen wird, scheint ja einigen auch gerade erst aufzufallen. ist so wie mit den auszubildenden. wenn man keine leute ausbildet, braucht man sich einige jahre später nicht über fachkräftemangel zu wundern.
    aber wer nur von 12 bis es läutet denkt und nur auf schnellstmöglichen profit aus ist, kann eben nur jammern.
    dass sich die gewerkschaften von den arbeitgebern haben kaufen lassen, ist auch nix neues. die abschlüsse sprechen doch eine deutliche sprache.
  6. #65

    Tolle Strategie, China zu unterbieten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.

    Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    so lange wir mit Export punkten, mag das klappen, wenn das nicht mehr geht, und das sind ca. 5 Jahre, werden unsere "Aasgeier" merken, dass Sie keinen Verbrauchermarkt mehr haben. Den haben die dann kaputtgehartzt.
  7. #66

    Propaganda-Lügen

    Zitat von Hüsse Beitrag anzeigen
    Was mich wundert ist, dass die meisten der im Artikel genannten Arbeiten dem Dienstleistungssektor angehören.

    Ist dies auch in der Industrie so?
    Nein, Industriearbeiter verdienen (teilweise) noch recht gut. Das liegt daran, dass die deutsche Indistrie mit ihren Produkten oft Alleinstellungscharakter auf dem Weltmarkt hat -- beispielsweise bei Spezialmaschinen oder Luxusautos -- und entsprechend höhere Preise durchdrücken kann.

    Zitat von Hüsse Beitrag anzeigen
    Ich frage deshalb weil oftmals ja das Argument mit den Billigprodukten aus China kommt. ("Wir müssen billiger produzieren, damit wir konkurrenzfähig bleiben.")
    Quatsch. Dinge, die China in Massen produziert, produzieren wir ja deswegen schon gar nicht mehr (Kunsstoffspielzeug) oder zunehmend weniger (Halbleiter, Solarzellen). Und der Verfall des Euros im Zuge der Finanzkrise (rund 20% in 3 Jahren) hat den Exporteuren mehr gebracht als jedes Kostenkürzungsprogramm. Sie sollten nicht jede Propaganda-Lüge der Kapitalbesitzer glauben.

    Zitat von Hüsse Beitrag anzeigen
    Eine weitere Frage, die sich mir stellt ist folgende: Müssen die Waren so teuer produziert werden, weil das Lohnniveau so hoch ist, oder weil der Qualitäts- und Sicherheitsstandart, so hoch ist? Trägt hier die europäische Union nicht eine gewisse Mitschuld, wenn für jedes Produkt zigtausend Tests bezgl. Sicherheit verlangt wird?

    Mit anderen Worten: Sind deutsche Waren deswegen so teuer weil die ISO Normen so enrome Kosten verursachenoder weil der deutsche Normalbürger "so viel" verdient?
    1. Die Tests mussten großteils auch für die DIN-Norm schon durchgeführt werden, es wurden nur die Standards vereinheitlicht.
    2. Gerade diese Harmonisierung spart den Unternehmen eine Menge Geld, denn sie müssen dann nicht mehr 27 verschiedene Normen für jedes Produkt erfüllen, sondern nur noch eine.

    Fazit: Unsere Arbeitsmarktsituation hat nichts, aber auch gar nichts, mit dem Euro, dem EU-Apparat oder den Chinesen zu tun. Im Gegenteil: Der Euro schafft den Unternehmen Planungssicherheit, die EU harmonisiert die Normen, die Chinesen sind ein Riesenabsatzmarkt.

    Schauen Sie sich dagegen dieses Schaubild mal an:

    Statistisches Bundesamt Deutschland - Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit

    Das Arbeitskräftereservoir ist seit den 90er Jahren sowohl relativ als auch absolut stärker angestiegen als die Gesamtbevölkerung. Das drückt die Löhne! Ein großer Teil dieser Entwicklung geht auf den freien Zuzug von EU-Mitbürgern zurück, ein weiterer Teil auf die stärkere Erwerbsneigung der Frauen, auf den Arbeitszwang für altegdiente Arbeitnehmer zu schlechten Löhnen (Hartz-IV-Keule) und ein früheres Eintreten in den Beruf bei Jugendlichen (kürzere Schul-, Uni- und Ausbildungszeiten, Wegfall der Wehrpflicht).

    ALLE diese Effekte waren von der Politik gewünscht, um die Arbeitskosten für die Unternehmer niedrig zu halten. Sprich: Wenige Kapitalbesitzer profitieren, viele Arbeitnehmer bluten.

    Was galuben Sie denn, wer die verbliebenen 2% FDP-Wähler sind? Aha!
  8. #67

    Verantwortung?

    Zitat von SteveCrj Beitrag anzeigen
    ... mögen wir nicht alle:

    - Die billigen Brötchen vom Supermarktstand oder vom Selbstbedienungsbäcker?

    - Möglichst billige Hotelzimmer?

    - Freuen wir uns nicht über jede Behörde, die Gebühren/Kosten drückt (bei der Reinigung kann man herrlich sparen)?

    - Möglichst billigen Hausbau (Arbeiter aus Polen sind da sehr gut)?

    - Jeden Tag Fleisch, weil es einem im Supermarkt zu Schleuderpreisen nachgeschmissen wird?

    - Schön billige Unterhaltungselektronik, zusammengebaut von osteuropäischen oder asiatischen Niedriglohn-/Kinderhänden?

    - Schön billige Neuwagen aus Rumänien, wo Niedriglöhner französische Alttechnik zusammenschrauben?

    Auf die Politiker zu schimpfen ist nur die halbe Miete.
    Mit "Geiz ist geil" haben WIR die Entwicklung angestoßen...
    Bitte nicht schon wieder das Märchen von wegen die Leute seien Schuld, weil sie günstig einkaufen. Wäre das günstige Angebot erst gar nicht vorhanden, könnten die Leute es auch nicht kaufen! Man kann niemandem vorwerfen, aus dem bißchen Geld, das einem zur Verfügung steht, das Bestmögliche zu machen. "Geiz ist geil" ist im übrigen keine Erfindung der Kunden, sondern wurde ihnen von den Werbefatzken untergeschoben.

    Die Verantwortung für eine sozial gerechte Entlohnung tragen die Unternehmer und Politiker, niemand anderes! Sich einfach zurückzulehnen und zu behaupten: "Die Leute wollen es ja so!" ist ein dreistes und feiges aus der Verantwortung stehlen.
  9. #68

    Zitat von Trondesson Beitrag anzeigen
    Ist das so? Dann müssen die Bundesbeamten, mit denen ich hier zusammenarbeite, kollektiv irgendetwas verkehrt machen.
    Ehrlich gesagt bin ich froh, daß ich hier "nur" Angestellter bin; ich würde mit einem Beamten nicht tauschen wollen.
    Schade, dass Sie kein einziges sachliches Argument folgen lassen. Mich hätte auch mal interessiert warum es schlecht ist Alimenteempfänger zu sein. Nach meiner Ansicht bekommen Beamte mindestens das gleiche Geld wie Angestellte.
  10. #69

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    Ohne einen Niedriglohnsektor ist Vollbeschäftigung kaum möglich und wir hätten anstelle von "Aufstockern" ein noch viel größeres Heer an Arbeitslosen, das keine Aufgabe hat und zu 100 Prozent unterstützt werden muss. Sozial ist was Arbeit schafft. Nie war dieser Satz richtiger!
    Das ist in meinen Augen Quatsch, da durch die Verwaltung des Elends (ARGEN und so weiter) unendlich viel Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Den Hoehepunkt des Grauens bilden dann private skrupellose Arbeitsvermittler, die sich an den 'Arbeitslosen' eine Goldene Nase verdienen. Obendrauf kommen dann noch vollkommen Sinnlose (Zwangs-)'Massnahmen' wie der beruehmt beruechtigte 'Excel-fuer-einsteiger-Kurs' fuer diplomierte Informatiker.
    Hier wird derart viel Geld sinnlos verbrannt, das es einfach nur schmerzt.
    Dieses Geld waere viiiiiel besser in der Rentenversicherung und einer humanen Arbeitslosenversorgung aufgehoben. Wenn man schon nicht genuegend Arbeit fuer alle Buerger hat, dann muss man die unverschuldet Joblosen zumindest menschenwuerdig alimentieren.
    Aber es geht bei der utopischen 'Vollbeschaeftigung' ja, wie immer, nur um die Vergoldung der Nasen einiger weniger 'Leistungstraeger', die sich schamlos (Ma*****yer und Konsorten) in die Politik hineinkorrumpieren.
    Widerlich.








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