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Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland
Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst mehr nicht nur unqualifizierte Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit*weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...806175,00.html
- #50 29.12.2011 10:47 von
Es gibt durchaus Branchen mit kräftigen Lohnzuwächsen:
NRW-Abgeordnete wollen 500 Euro mehr - NRW - Politik - Home - Westdeutsche Zeitung - #51 29.12.2011 10:48 von
...
Da haben Sie mich falsch verstanden.
Daß ich in einem Aushilfsjob vor fast 30 Jahren mehr bekommen habe, als heute jemand Festangestelltes, zeigt doch deutlcih, was in diesem Land mit dem Lohnnivieau passiert ist.
Ich finde, das ist eine Schande, vielleicht sehen Sie das ja anders. - #52 29.12.2011 10:48 von
Verantwortung lässt sich nicht auf Endverbraucher abwälzen
Es ist unfair allein dem Endverbraucher die Verantwortung zu lassen. Der Endverbraucher sieht die Ware und den Preis und kauft die Ware mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis. Ist der Endverbraucher selber arm, bleibt ihm nichts anderes übrig als das billigste Produkt zu kaufen, auch wenn das Preis- Leistungsverhältnis schlechter ist.
Der Endverbraucher weiss selten viel über die Herstellungsprozesse und die Löhne der daran beteiligten. Desweiteren verdient eine indische Näherin bei einer Hose für 100 Euro im Einzelhandel genausowenig wie für bei einer Hose für 10 Euro bei KiK. Der grösste Kostenanteil ist oft Marketing und Pacht.
Gerade die grossen Konzerne die diese Billigwaren anbieten, machen saftige Gewinne. Der mittelständische bzw. kleine Unternehmer ist selbst unter Druck weil er preislich mit dem Discounter nicht mithalten kann.
Desweiteren ist aufgrund der Agenda Politik häufig so, dass sich Subunternehmen dazwischenschalten. Der Reinemacher in einem Luxushotel verdient deshalb so wenig, weil das Hotel die Putzkräfte nicht direkt einstellt, sondern über Agenturen die wiederum auf Zeitarbeitsfirmen zugreifen. D.h. es sind häufig 3 Chefs die an der Putzkraft verdienen, und dieser wirft man dann vor sie sei nicht produktiv genug. Wenn man von einer gering qualifizierten Kraft verlangt gleich 3 Chefs zu ernähren mag das stimmen.
Denselben Trend sieht man bei den Paketausträgern. Diese sind zum grösstenteil extrem produktiv, arbeiten massive Überstunden und verdienen trotzdem kaum mehr als Hartz IV. Auch hier ist das Problem das eine Vielzahl von Subunternehmer sich dazwischenschalten.
Mit höheren Löhnen würden diese Pakete trotzdem ausgetragen werden, aber die Hierarchie von Subunternehmer ist nicht mehr wirtschaftlich. - #53 29.12.2011 10:49 von
Wirtschaftskrieg
Die Bankster in New York und London haben erst ihre eigenen Länder abgezockt, nun suchen sie neue Opfer und glauben sie im alten Europa zu finden. Das Mittel dazu ist ein Währungkrieg gegen den Euro. Sie zwingen Staaten, immer mehr Geld in hoffnungslose Vorhaben zu pumpen und schöpfen dieses ab. Auf der Strecke bleiben dabei zunächst die Bevölkerungsmehrheiten in USA und UK.
Die Besitzeliten Deutschlands -die übrigend 1945 mit Masse nicht auf der Anklagebank gesessen haben (wenn diese Bemerkung hier erlaubt ist) und demzufolge nicht abgeurteilt wurden- haben in Deutschland durchregiert. Solange sie Angst vor Enteigung und Schlimmerem durch Kommunisten hatten, waren sie handzahm. Die Zeiten sind vorbei. Seit dem Fall des Kommunismus ist alles alternativlos. Bei den wichtigen Themen Krieg, Zuwanderung, sozialer Sicherheit hat die Besitzelite die Parteien längst gleichgeschaltet und damit die Demokratie unterwandert. Die haben auch die Kontrolle über die Produktionsfaktoren, an denen die Bankster von London und New York gerne mitverdienen würden. Das möchten die deutschen Besitzeliten aber gar nicht. Die möchten die Erträge "ihrer" Arbeitsdrohnen in den eigenen Machterhalt stecken.
In der Regel geht so ein Krieg mit einer Einigung der Adeligen auf Kosten der Bevölkerungen aus. Soll heißen, ein Teil der deutschen Realwirtschaft wird der Gier der Bankster zum Fraß vorgeworfen, damit die deutschen Besitzleliten noch eine Weile von dem Rest profitieren können. Das bedeutet mehr Druck auf dem Arbeitsmarkt. Und weil die selbe Nummer auch in anderen Ländern ohne industrielle Struktur mit Hilfe von Ex EU Technokraten durchgezogen wird, bedeutet es auch mehr Wirtschaftsflüchtlinge, was wiederum geringere Löhne bedeutet.
Und während sich die LINKEN freuen, daß die Finanzkrise Teile ihrer Ideologie eindrucksvoll bestätigt hat, sind sie doch offensichtlich völlig unfähig, diesem Ablauf auch nur Sand ins Getriebe zu streuen. Oder unwillig. Es sitzt sich ja ganz gut in den Sesseln der Parlamente. - #54 29.12.2011 10:50 von
- #55 29.12.2011 10:50 von
Genau so sieht es aus! Ich musste vor kurzem an einer - von der Arbeitsagentur bezahlten (!) - Maßnahme teilnehmen, bei der es um "Zeitarbeit" ging. Es wurde 8 Stunden lang erklärt, dass diese Form der Arbeit doch "absolut klasse" für alle Beteiligten sei. Das Interessante dabei war, dass der Veranstalter der Maßnahme (tadaaaa!) eine Zeitarbeitsfirma war.
Vom Staat finanzierte Eigenwerbung mit Teilnahmepflicht. Besser könnten es so ein "Arbeitgeber" doch gar nicht haben.
So wird das ganze System auf Kosten der Arbeit suchenden ausgenommen. Und das ist das gleiche wie mit den Vermittlungsprämien.
Eine gängige Methode dieser Firmen ist auch die kurzzeitige (4-12 Wochen) Vermittlung von Jobs mit höhren Ansprüchen an die Qualifikation. Das heisst, es werden für diesen kurzen Zeitraum Jobs vermittelt für die eine Berufsausbildung (egal welche) nötig ist. Damit wird geködert, denn da sind die Tarife höher. Nach dieser kurzen Zeit gibt es nur noch Stellen die diese Qualifikation nicht mehr benötigen und man bekommt statt z.B. 9,50 nur noch 6,50 (Brutto!) pro Std.
Raus kommt man so leicht nicht mehr, da man bei Kündigung den Anspruch auf Arbeitslosengeld für 3 Monate verliert.
Den Arbeitsagenturen ist dieses Vorgehen zwar bekannt, doch kann man angeblich nichts dagegen unternehmen. - #56 29.12.2011 10:50 von
Waren Sie bescheiden
- #57 29.12.2011 10:50 von
- #58 29.12.2011 10:52 von
Eben, man kann nicht alles haben..
schließlich machen die Konzerne beste Gewinne, Maschmeyer kann den Bundespräsidenten in angemessene Umgebung einladen und Ackermann sein Konto füttern, können EU-Beamte mit 55 in Rente (Pardon: Pension und jetzt sollen es auch 58 Jahre werden) und Bundestagsabgeordnete in den nächsten beiden Jahren monatlich jeweils mehr erhalten als ein ausgemusterter Mehrwertheranschaffer qua H4 erhält. Da spielt so'n bißchen Lohnzurückhaltung doch keine Rolle, das Große, Ganze, Europa, die Wettbewerbsfähigkeit und so, muß uns doch erhalten bleiben.
- #59 29.12.2011 10:52 von
Gut so !
Jeder hat die Regierung, die er gewaehlt hat.
Bei der letzten Wahl wurde die FDP gewaehlt, die hatte auch den Slogan 'Arbeit muss sich wieder lohnen', und sie ist gegen Mindestlohn.
Und die CDU wurde gewaehlt, deren Chefin den rhetorischen Mindestlohn eingefuehrt: labern und nichts tun.
Fast Alle, inklusive der SPD, lassen sich erpressen von den Bossen der Industrie, die drohen: wir wandern ab, wenn wir zuviel Steuern und zu viel Lohn zahlen muessen.
Wenn der deutsche Waehler so dumm ist, und das mitmacht, hat er nichts besseres verdient. Hauptsache den Wulffs, Maschmeyers, Schaefflers, Piechs, ... geht es gut, die muessen ja auch die teuren Klamotten kaufen, dass die Fotos in den Boulevardsmagazinen gut werden.
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