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Verdeckte Ermittler: Finanzberater wehren sich gegen Kontrollen

Bei Bankberatern formiert sich Widerstand gegen die geplanten Besuche von staatlichen Testern. Laut einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" hat die Gewerkschaft Ver.di bereits Tausende Protest-Unterschriften gesammelt. Branchenvertreter warnen vor einer "Wirtschafts-Stasi".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...740268,00.html
  1. #130

    Banken unnütz

    Zitat von Rannag Beitrag anzeigen
    Hört endlich auf, pauschal auf alle Banker einzuschlagen, die wenigsten haben das verdient. Sicher gibt es bei den Bankberatern schwarze Schafe. Aber nicht so viel, dass eine ganze Berufsgruppe unter Generalverdacht gestellt werden kann.
    Das sehe ich diametral anders. Auch die Sparkassen sind keine Insel der Glückseligen mehr, auch hier sind weitgehend unrealistsische Vertriebsziele mittlerweile Standard, der Druck enorm, die Ausgrenzung von Mitarbeitern mit Gewissen täglicher Standard. Sie malen hier ein Bild, dass es im deutschen Bankgewerbe überhaupt nicht mehr gibt, schon agr nicht jetzt, wo die Kunden im Prinzip überhaupt nichts mehr aufgeschwatzt haben wollen und von vornherein extrem kritisch sind.
  2. #131

    Unser schönes (Steuer)geld...

    Zitat von stiller_genießer Beitrag anzeigen
    Dagegen fällt es den Bänkern offenbar noch immer schwer, daß sie sich nach den vielen Fehlgriffen der vergangenen Jahre nun einer Kontrolle stellen müssen. Daß die Gewerkschaften da mitmachen, kann dagegen nicht verwundern, deren Vertreter sitzen ja in den Aufsichtsräten der Banken und haben abgenickt.
    Daß es Steuerzahler und Kunden waren, die den Finanzberatern die fetten Prämien gerettet haben, wird da lieber verdrängt.
    Erinnere ich mich recht, daß die Gewerkschaften schon wieder nach höheren Löhnen bei Banken und im öffentlichen Dienst rufen. Der Staat (resp. Steuerzahler) hats ja...
  3. #132

    Finanzberater_Qualität

    Die Lösung für alle Finanzberater ist es doch ganz einfach. Sie müssen ihre Kunden nur seriös und kompetent beraten. Und alle sind glücklich-die Kunden, die gute Finanzprodukte bekommen, die Berater, die ehrlich ihr Geld verdienen und die "Verdeckten Ermittler", die nur gutes über die Finanzberater und die Branche berichten können.
  4. #133

    Nach deren....

    Zitat von Abraksara Beitrag anzeigen
    Wenn die Bankster nichts zu verbergen hätten, wäre ihre Aufgeregtheit doch lächerlich.
    Sie formieren ihren künstlichen Widerstand doch nur, weil sie ihre unsauberen Machenschaften wie bisher vertuschen wollen, nichts anderes.
    Die gleichen Herrschaften die unser Finanzsystem in den Abgrund gefahren haben warnen nun vor Stasi-Methoden. Welch verlogene Mafia-Bande!
    Verständnis sind alle Instanzen, die aufklären wollen, Stasimitglieder. Wann sterben diese Idioten endlich aus.
  5. #134

    Todschlagargument

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Auch Bankmitarbeiter sind Menschen und wo gearbeitet wird, passieren auch Fehler.
    Mit diesem Argument kann man gegen sämtliche Kontrollen anreden. Der Imbissbudenbesitzer um die Ecke z.B. ist auch ein Mensch, der den Fehler machen kann, das Fleisch zu warm zu lagern oder seine Küche nicht sauber zu halten. Würden Sie deshalb gegen Lebensmittelkontrollen argumentieren?

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Ansonsten sind die Kunden keine Säuglinge, sie wissen, je höher die Rendite, je höher das Risiko.
    Es geht nicht nur um Risiko, sondern auch um versteckte Gebühren etc.
  6. #135

    Titel sind Schall und Rauch

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Es kann in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat nicht die Aufgabe des Staates sein, Dienstleistungen mit Stasimethoden zu überwachen. Es reicht vollkommen aus, wenn Wirtschaftsmagazine und die Stiftung Warentest Finanzinstitute u.ä. checken!
    Es ist seine Aufgabe, wenn bei einem epic fail der Banken der freiheitlich-demokratische Rechststaat - und damit wir Steuerzahler - dafür gerade stehen muss, dass "Bankberater" mit Schrottpapieren handeln, deren Wirkungsweise sie nicht verstehen, deren Verkaufs-Provision sie aber gerne auf dem eigenen Konto verbuchen möchten.
  7. #136

    Verdeckte Ermittler: Finanzberater wehren sich gegen Kontrollen

    Zitat von Rannag Beitrag anzeigen
    Ich bin seit 20 Jahren Berater in einer Sparkasse. Ich habe Jahre in meine Ausbildung investiert, um das notwendige Wissen für die Kundenberatung zu erhalten. Auf mich sollen jetzt verdeckte Ermittler angesetzt .....
    Wenn Sie seriös beraten können Sie ja jeder Überprüfung standhalten.
    Wozu die Aufregung, es träfe im Zweifeldie die unsauberen Berater, oder habe ich das falsch verstanden
  8. #137

    ich bin für gleichberechtigung

    - keine kontrolle der bankster
    - keine kontrolle der autofahrer an 50 km/h-schildern
    - keine kontrolle der politiker nach wahlversprechen
  9. #138

    Natürlich nicht

    Zitat von Rannag Beitrag anzeigen
    ...Ich bin jedoch fassungslos, dass ich von verdeckten Ermittlern überwacht werden soll, genauso wie Zuhälter oder Drogendealer. Ich bin über Nacht mit Kriminellen auf eine Stufe gesetzt worden. ... Keiner meiner..... ...
    Ihnen persönlich oder Ihren KollegInnen macht ja niemand einen Vorwurf. Sie sind ja auch nur Teil des Systems und tuen, wozu Sie von Ihrem Arbeitgeber verpflichtet wurden. Da das Verkaufen von Bankprodukten zum Vorteil der Bank nicht unter Strafe steht, müssen Sie allein schon arbeitsrechtlich die Vorgaben befolgen.

    Aber da man bei Ihnen keine Gehirnwäsche vorgenommen hat, werden Sie doch sagen können, dass Ihr Job nicht ist, Kunden über die besten Geldanlagen zu beraten, sondern bestenfalls für sie das Optimum im Rahmen des Angebotportfolios Ihres Arbeitgebers herauszuholen. Und das ist eben nicht das Optimum, es sei denn gerade Ihre Bank bietet die besten Produkte an.

    Sie sind kein Berater, sondern Verkäufer. Das ist ja nichts Ehrenrühriges. Niemand käme auf die Idee (außer vielleicht die Marketingabteilungen der Hersteller) einen Autoverkäufer als Mobilitätsberater zu bezeichnen und an ihn mit der Frage heranzutreten, welche Verkehrsmittel für einen die besten wären.
  10. #139

    Was soll denn geprüft werden ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Bankberatern formiert sich Widerstand gegen die geplanten Besuche von staatlichen Testern. Laut einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" hat die Gewerkschaft Ver.di bereits Tausende Protest-Unterschriften gesammelt. Branchenvertreter warnen vor einer "Wirtschafts-Stasi".

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...740268,00.html
    Der Widerstand ist verständlich, wenn geprüft werden soll, ob dem Kunden wirklich das für ihn optimale Produkt angeboten bekommt. Keine Heizungsfirma bietet bei Neuinstallation oder grundlegender Erneuerung das am meisten preiswerte Produkt an, sondern das Produkt seiner Herstellerfirma und fängt bei seinen Vorschlägen auch mit den teuren Ausführungen an. Im Reisebüro ist es genauso, wenn man nur Reiseziel und Termin und keine Preisobergrenze nennt, und wer die am meisten preiswerte Reise oder Unterkunft haben will, muss schon selbst im Internet suchen.
    Warum soll ein Anlagenberater bei der Suche nach einer guten festverzinslichen Anlage die günstigste Unternehmensanleihe nennen, die kann sich der Kunde (wenn für ihn 0,2% mehr Zinsen von Bedeutung sind) selbst im Internet suchen, beim Kauf ist ihm dann sicher sein Bankberater behilflich.
    Etwas gänzlich anderes ist es natürlich, wenn einem unerfahrenen Kunden, der eigentlich nur festverzinsliche Anleihen wünscht, Aktien oder Aktienfonsanrteile aufgeschwatzt werden, weil die mögliche Rendite dort beträchtlich höher ist. Aber davor wird sich der Bankberater sicherlich hüten, wenn im angelegten Kundenprofil (Kopie beim Kunden) Aktien als Anlagewusch ausgeschlossen sind. Bei Verlusten kann es dann viel Ärger geben und die Chance auf Schadensersatz wegen einer nachweislich falsche Beratung (im Widerspruch zum Kundenprofil) sind dann recht gut.








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