warum wurde er entlassen? er ist doch nur den vorbildern der deutschen gefolgt. guttenberg lässt grüßen
DPAMit offenbar gefälschten Forschungsergebnissen hat sich ein Salzburger Uni-Professor ins Aus gekickt. Die Hochschule hat den Biologen entlassen, weitere Arbeiten von ihm werden jetzt auf Daten-Manipulation hin untersucht.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826878,00.html
warum wurde er entlassen? er ist doch nur den vorbildern der deutschen gefolgt. guttenberg lässt grüßen
Gutenberg hat abgeschrieben, dieser Professor hat aber Daten gefälscht. Während der eine sich richtiger (wenn auch fremder Daten) bedient hat, verstieß der andere gegen das Selbstverständnis der Wissenschaft, nach neuen Erkenntnissen zu suchen und die Forschung voranzubringen. Die Forschungsergebnisse müssen nachprüfbar sein. Durch gefälschte Daten wird die Forschung fehlgeleitet.
Bevor jetzt alle wieder in die Kerbe schlagen, "Betrogen wird überall". Natürlich gibt es in jeder Branche Betrüger.
Nur sieht man wie an diesem Beispiel, dass die Forscher in Biologie/Physik Datenfälschung SELBER aufdecken innerhalb eines gewissen Zeitraumes (Keine Fälschung halt auf Dauer dem Fortschritt der Wahreit stand) und dafür keine Institutionen ausserhalb der scientific community wie Vroniplag in den Geisteswissenschaften brauchen, wo scheinbar nichtmal mehr die Dissertationen von Doktorvätern geprüft werden.
Dieser "Selbstreinigungsprozess" funktioniert in den Naturwissenschaften also, publish or perish Druck in der momentanen Pubkliationsflut stichelt scheinbar auch mehr Naturwissenschaftler an zu tricksen (grösstenteils wohl eher Verzweiflung, Jobangst, Geltungssucht als das Argument in den Geisteswissenschaften zu tricksen: Da merkt es sowieso keiner und Vroniplag deckt gerade mal die Spitze des Eisbergs von prominenten Fällen auf, die Dunkelziffer möcht ich lieber nicht wissen).
Wer dauerhaft in den Naturwissenschaften eine wiss. Karriere anstrebt sollte sich klar das jede Publikation die grössere Aufmerksamkeit auf sich zieht intensiv unter die Lupe genommen wird und versucht wird die Ergebnisse zu reproduzieren. Das ist mit der Hauptgrund, warum in Geisteswissenschaften Betrug so einfach ist, unterschiedliche Ergebnisse oder Schlussfolgerungen muss man aufgrund fehlender Reproduktion nicht fürchten
Gutenberg hat in seinem Buch nach Abzug aller abgeschrieben Stellen scheinbar nicht wirklich viel zur Sache beigetragen (ergo keine neuen Erkenntnisse).
Ich heiße es nicht gut, dass jemand Daten fälscht, aber man muss auch in gewisser Weise verstehen, warum er das macht: Nur so kommt er teilweise an die Gelder. In der Naturwissenschaft sind zwar auch negative Ergebnisse Ergebnisse, aber gut verkaufen kann man nur positive. Gepaart mit Geltungssucht und etwas Gier kommt dann sowas heraus. Es war nicht das erste mal - und es wird nicht das letzte mal sein.
Komisch ist wirklich nur, dass es die Naturwissenschaftler selber raus bekommen, wenn einer von Ihnen bescheißt, die Geisteswissenschaftler nicht.
Ein guter Forscher wird niemals Daten fälschen oder unterdrücken. Denn ihn interessiert die wissenschaftliche Wahrheit.
Ich frage mich immer, wie wissenschaftliche Betrüger mit ihrem Betrug klarkommen. Sie verraten alles, was die Wissenschaften ausmacht.
Finanzielle Vorteile oder wissenschaftlicher Ruhm basierend auf gefälschten oder unterdrückten Daten ist mindestens genauso schlimm wie Doping im Sport. Beim Sport gibt es mittlerweile sogar Gefängnisstrafen. Es wird Zeit, diese auch beim wissenschaftlichen Betrug einzuführen. Und Schadensersatzforderungen gegenüber dem Betrüger sollten obligatorisch sein.