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Verdacht auf verschacherte Doktortitel: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen hundert Pr

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen rund hundert Hochschullehrer eingeleitet. Ein Sprecher bestätigte Medienberichte, wonach die Professoren ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen haben sollen - und sich ihre Nachsicht offenbar teuer bezahlen ließen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...644397,00.html
  1. #1

    Nicht neu

    Freut mich, dass endlich mal ermittelt wird. In den Medien hat man ja schon oft genug von gekauften Doktortiteln gehört, und seit Jahren schon. Vermutlich gibt es dafür auch mehr als die eine Firma? Und gibt es nicht auch Dienste, die den Kanditaten gleich noch die Dissertation schreiben?
  2. #2

    Professoren?

    Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft handelt es sich allerdings überwiegend nicht um Professoren.
    Man fragt sich, was man vom Spiegel halten soll, wenn schon die Überschrift nicht stimmt...
  3. #3

    Wundert es einen noch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen rund hundert Hochschullehrer eingeleitet. Ein Sprecher bestätigte Medienberichte, wonach die Professoren ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen haben sollen - und sich ihre Nachsicht offenbar teuer bezahlen ließen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...644397,00.html
    Korruption wohin man sieht.Ob Wirtschaft,Justiz,Politik, Verwaltung,kein Bereich in dem nicht Klüngel und Vetternwirtschaft das Maß aller Dinge ist.Man könnte den ganzen Tag nur noch kotzen.

    Auch das, was wir hier Demokratie nennen wird letzlich an diesem Phänomen scheitern.Irgendwann wird sich der Zorn der Betrogenen entladen.Was macht eigentlich die RAF?
  4. #4

    Titelhandel ein alter Hut

    Hallo,

    der Titelhandel ist in Deutschland schon seit langer Zeit ein lukratives Business. Erinnere mich noch gern an die Zeit des smarten "Konsul" Weyer, der so ziemlich alles an Titel verschachert hat, was gewünscht wurde. Egal ob Baron, Dr. oder Prof. Empfänger waren damals eher Wirtschaftsbosse und Politiker. Einige bekamen den Titel Dr.h.c. verkauft, vergaßen dann aber z.B. im Ausweis, Visitenkarten oder Briefköpfen absichtlich das h.c. Die Verleihung von Ehrendoktorwürden an die politische Klasse sollte ohnehin stark eingeschränkt werden.

    Grüße aus Berlin
  5. #5

    Die nächsten Dienstleister stehen schon bereit....

    Ich persönlich finde es eine Unverschämtheit, dass sich Professoren - sofern die Anschuldigungen zutreffen sollten - an einem inflationären Ausverkauf von akademischen Titeln beteiligen. Einerseits stellen Sie damit Ihren eigenen akademischen Titel - sollten sie ihn rechtmäßig erworben haben - sehr grundsätzlich in Frage. Andererseits ist es eine Herabwürdigung all derjenigen, die ihren Doktortitel redlich erworben haben.

    Ich hoffe, dass nicht nur die Professoren, sondern auch die "falschen" Doktoren zur Rechenschaft gezogen werden, indem ihnen der Doktortitel nachträglich aberkannt werden. Dies dürfte gerade dieses Klientel besonders treffen, auf einmal ihrem Umfeld erklären zu müssen, warum sie denn doch keinen Doktortitel besitzen, mit dem sie noch letzte Woche so auf die Sahne gehauen haben !!!

    Aber die nächsten Dienstleister stehen schon bereit.
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  6. #6

    Kölner Doktorentitel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen rund hundert Hochschullehrer eingeleitet. Ein Sprecher bestätigte Medienberichte, wonach die Professoren ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen haben sollen - und sich ihre Nachsicht offenbar teuer bezahlen ließen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...644397,00.html
    In einem renommierten Privatbankhaus eine ganze Abteilung nur Doktoren und alle haben den Doktor in Köln erworben. Diese ahnungslosen Doktoren, fern der Bankpraxis, sind auch zusätzlich Direktoren. Sogar Sportleher sind in einem Tochterunternehmen bereits im Vorstand. Wie gut, daß zum Ende die Wahrheit siegt.
  7. #7

    Steht doch schon drüber.... TITEL :-)

    ... mal ganz abgesehen von all den
    "Ehrendoktortiteln" die den dubiosesten Politikern verliehen worden sind.

    Es gibt so unendlich viele Titelträger, bei denen man sich nur noch wundert, wann und woher sie eine derartige Auszeichnung mal erworben haben könnten.

    Nö, um das alles zu relativieren sollte halt nur noch das zählen, was wirklich geleistet wird und nicht mehr, was vielleicht mal geleistet worden sein könnte.

    Schaffen wir den Müll ab. Dann is endlich Schluss mit Herrn und Frau Hochnäsig die wegen so Papierkram gebauchpinselt werden.


    Grüsse
    Steff (ohne Titel :-) )
  8. #8

    Ohne Professor geht es nicht

    Zitat von Dwimbor Beitrag anzeigen
    Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft handelt es sich allerdings überwiegend nicht um Professoren.
    Man fragt sich, was man vom Spiegel halten soll, wenn schon die Überschrift nicht stimmt...
    Nach dem Spiegelartikel haben sich ungeeignete Kandidaten bei ihrem Doktorvater eingekauft. Das geht nicht bei einem Pedel. Da muss man schon an den Lehrstuhlinhaber rantreten.
  9. #9

    Dipl.-Ing. und Dipl.-Ing. (FH)

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Hallo,

    der Titelhandel ist in Deutschland schon seit langer Zeit ein lukratives Business. Erinnere mich noch gern an die Zeit des smarten "Konsul" Weyer, der so ziemlich alles an Titel verschachert hat, was gewünscht wurde. Egal ob Baron, Dr. oder Prof. Empfänger waren damals eher Wirtschaftsbosse und Politiker. Einige bekamen den Titel Dr.h.c. verkauft, vergaßen dann aber z.B. im Ausweis, Visitenkarten oder Briefköpfen absichtlich das h.c. Die Verleihung von Ehrendoktorwürden an die politische Klasse sollte ohnehin stark eingeschränkt werden.

    Grüße aus Berlin
    Dem kann ich nur beipflichten... ist genau das Gleiche wie mit dem "Dipl.-Ing." und dem "Dipl.-Ing.(FH)". Das "(FH)" wird hinterher ebenfalls gerne mal weggelassen obgleich das Schmalspur FH Studium hinsichtlich der inhaltlichen Anforderungen kaum mit einem Uni Studium verglichen werden kann. Abgesehen davon handelt es sich auch hier um Titelmissbrauch, der nach § 132a StGB strafbar ist.


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