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Verdacht auf Untreue: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Anton Schlecker
dapdDie Schlecker-Pleite hat juristische Konsequenzen: Gegen Firmengründer Anton Schlecker hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Es geht um den Verdacht der Untreue und der Insolvenzverschleppung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...845057,00.html
- #90 18.07.2012 14:15 von
Keine Änderung der rechtlichen Frage
Auch wenn es Töchter sind, gehören diese zum Mutterkonzern (wahrscheinlich 100%) und ich gehe mal davon aus, dass A.Schlecker Geschäftsführer von den Töchtern war. Also müsste er als Geschäftsführer von Schlecker Tochter x untreu gegenüber dem Mutterkonzern geworden sein. Das macht für mich ja keinen Sinn...
- #91 18.07.2012 14:29 von
Was ein Glück, dass Sie und Ihresgleichen in diesem Lande nichts zu melden haben. Übrigens: Im Gegensatz zu den in von Ihnen bevorzugten Gesellschaftsmodellen wird hier niemand gezwungen, bei bestimmten Arbeitgebern zu arbeiAS ten. Was habene igentlich Ihre Gesinnungsgenossen, die Gewerkschaften, zu dem von Ihnen so beschimpften Sachverhalt beigetragen? Nichts? Ich würde mich nicht wundern, wenn die die Taschen vol haben - nur damit sie bei AS den Mund halten. Wenn man über Straftaten (hoffentlich auch eine Straftat) nichts weiss, sollte mans Maul halten - und nicht andere Menschen verunglimpfen.
- #92 18.07.2012 14:29 von
In diesem Land möchte ich kein Unternehmer sein.
Was bin ich froh, dass ich lebenslang abhängiger Arbeitnehmer war und bin.
Wenn ich sehe, wie dieser gescheiterte Unternehmer jetzt mit Häme, Unterstellungen bis hin zum offenen Hass überschüttet wird, bekomme ich Angst vor meinen Mitbürgern. Gerade auch in diesem Forum.
Jedem deutschen Unternehmer kann ich nur raten sein Vermögen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen und den Laden dicht zu machen.
Hätte der eher naive Anton Schlecker dies vor drei Jahren getan, wäre er jetzt vor dem erfolglosen, neidischen deutschen Michel in Sicherheit.
Wie ein Narr hat Schlecker um sein merkwürdiges Unternehmen gekämpft, sein Vermögen geopfert und letztendlich verloren.
Und dafür wollen viele saubere Deutsche Schlecker im Knast sehen. Vor solchen Leuten graut mir. - #93 18.07.2012 14:33 von
Ja.
Ja, allerdings schon seit März.
Zum einen hatte ich immer freundliches Personal, das sehr gerne dort gearbeitet hat. War für die Mitarbeiter nicht weit, man brauchte kein Auto, und in den kleinen Filialen konnte man "fast selbstständig" in Ruhe arbeiten und mit der Kollegin Schichten tauschen. Für mich war der Weg auch immer kurz. Auch beim letzten Umzug war Schlecker am nächsten.
Der Supermarkt (12 km) kann die Lücke nicht füllen (z.B. Waschmittel ohne Allergene, bestimmte Eigenmarken), Rossmann mag ich überhaupt nicht und ist zu weit weg, zu DM sind es 35 km.
Außerdem gibt es keinen anderen so breit gefächerten Drogerie-Onlineshop wie Schlecker. Was es noch gibt, kaufe ich weiterhin online bei Schlecker auf Rechnung, der Rest wird auf andere Onlineshops verlagert.
Es wäre fast dumm, den Online-Laden abwickeln zu lassen - zumal sehr viele Mütter sich die sperrigen Pamperspackungen gerne nach Hause liefern lassen. - #94 18.07.2012 14:33 von
Kampagne
Eine Bekannte von mir hat neben dem Studium in einer PR-Agentur gejobbt. Dort trudeln gelegentlich Aufträge von Leuten rein, gegen die gerade ermittelt wird oder die bereits angeklagt oder verurteilt sind. Der Ruf soll viral aufgepusht werden. Das läuft dann so ab, dass insbesondere Online-Foren der Leitmedien mit Postings geflutet werden, und zwar stets nach folgendem Schema:
1. Mitleid für den Auftraggeber wecken und für Ruhe sorgen, ganz gezielt mit Worten wie "Unschuldsvermutung" und "Man soll nicht nachtreten, wenn einer schon am Boden liegt"
2. ihn als mutigen und herausragenden Unternehmer, erfolgreichen dropingfreien Sportler, einfühlsamen und menschlichen Politiker oder verantwortungsvollen Arbeitgeber darstellen
3. ablenken und auf Verfehlungen anderer Leute verweisen
4. restliche Kritiker als linke und sozialneidische Meute diffamieren
Das Prinzip ist übrigens stark an Kommunikationsleitlinien einer bekannten Psychosekte angelehnt.
Ob hier ähnliche Aufträge gebucht wurden, weiss ich nicht, aber wenn ich mir die Postings der letzten Wochen durchsehe, fallen mir bestimmte Muster auf.
Zu Punkt 1: Schlecker verdient meiner Meinung nach nur wenig Mitleid. Sein Imperium basierte auf Ausbeutung. Wer Menschen feuert, um sie anschließend zum halben Lohn über die hauseigene Zeitarbeitsfirma wieder einzustellen, unterwandert das Tarifsystem. Bevor er auf diese schöne Idee kam, hat er Mitarbeiterinnen mehrfach belogen und ihnen gesagt, sie bekämen bereits Tarfiflohn. Er ist deshalb bereits wegen Betruges einschlägig vorbestraft.
Zu Punkt 2: Nur weil er keine GmbH für die normale Drogeriemarktkette angemeldet hat, ist er kein Held. Möglicherweise hätte er sonst überhaupt keine Ware in diesem Umfang erhalten. Persönliche Haftung gibt den Lieferanten ein Mindestmaß an Sicherheit. Wenn der Unternehmer dann aber Schulden in Millionenhöhe anhäuft und gleichzeitig erhebliche Vermögenswerte verschiebt und sich auch noch lebenslange Nutzungsrechte an der bewohnten Luxusimmobilie einräumen lässt, sieht das nach einer interessanten Exit-Strategie aus. Weiteres werden die Ermittlungen zeigen.
Zu Punkt 3: Bankpleiten und Staatsbankrotte tun hier nichts zur Sache. Auch das Bundesverdienstkreuz würde ich vorsichtig in der Schachtel lassen. Schlecker soll von manchen Schreibern wohl zum Held der Arbeit stilisiert werden. In Wahrheit hat er stets die schwächsten Marktteilnehmer eingestellt, z.B. ältere korpulente Frauen aus einfachen Bildungsschichten, um sie dann auszubeuten. Wer auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance mehr hatte, zeigte bei der Ausbeutung die geringste Gegenwehr. Nicht mal bei Lohnkürzungen von bis zu 50%.
Zu Punkt 4: Es ist kein Sozialneid, wenn der Staat und seine Bürger verlangen, Schlecker gründlich zu entreichern. Das komplette Geld steht den Gläubigern zu, deren Forderungen sich auf ein Vielfaches belaufen. Unter Brücken muss Anton Schlecker dennoch nicht schlafen, denn es gibt Regelleistungen in Deutschland. Wenn er auf diese nicht zurückgreifen muss, ist dies ein deutliches Indiz dafür, dass noch Vermögen vorhanden ist. Wir müssen uns also voraussichtlich keine Sorgen machen. Auch die von den Schlecker-Kindern wiederkehrend ausgegebene Parole, in Deutschland gäbe es keine Sippenhaft, kann nicht davon ablenken, dass die Angehörigen des Clans Grundstücke und Immobilien wieder rausrücken müssen, die zuletzt verschoben wurden. Sie sind der Insolvenzmasse zuzuführen. - #95 18.07.2012 14:34 von
Gegen wen ?
>>Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Es geht um den Verdacht der Untreue, des Bankrotts und der Insolvenzverschleppung. Ermittler durchsuchten Büros und Wohnungen im gesamten Bundesgebiet und Europa.<<
Gegen wen ?
Die EU ?
Die EZB ?
Die Bundesregierung ?
Das Parlament ?
Den Bundesrat ?
....och nö, nur gegen den ollen Schlecker. - #96 18.07.2012 14:35 von
Aha !!
Das alles natürlich auf Kosten 3ter...
Es ist ja nicht so das die Schlecker Kinder kein Geld verdienen mit den gekündigten Mitarbeiter von eben Schlecker Filialen.
Und dann ist es auch klar das genau diese Kinder dann als Gläubiger ihres Vaters auftauchen damit das Geld der Insolvenz auch schön Zuhause bleibt.
Verantwortungvoller Väter und Geschäftsmänner gehen bei Ihnen wohl über Leichen oder?.
Welch Mentalität - #97 18.07.2012 14:37 von
- #98 18.07.2012 14:39 von
- #99 18.07.2012 14:41 von
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