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Verbraucherschutz: Deutschland verklagt EU wegen Schadstoffen im Spielzeug
Getty ImagesDie EU will ab kommendem Jahr die Grenzwerte für den Anteil von Arsen, Blei und Quecksilber absenken. Dagegen will die Bundesregierung nun klagen. Verbraucherschutzministerin Aigner nennt die geplanten EU-Richtlinien "absurd" und pocht auf die Einhaltung der strengen deutschen Standards.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832565,00.html
- #1 11.05.2012 07:57 von
...
Der Artikel widerspricht sich, da die Schranken von der EU ja angehoben werden sollen und nicht gesenkt, gesenkte Schranken wären mit Hinblick auf die Schadstoffe ja etwas Gutes.
Ansonsten ist das wohl das erste Mal, das Frau Aigner im Sinne der Verbraucher agiert, vielleicht können wir sie ja jetzt gleich noch zur Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln bewegen, die sie ja so vehement ablehnt. - #2 11.05.2012 07:59 von
Klarstellung
Wenn der Gehalt eines bestimmten Stoffes in einem Kunststoff per Richtlinie der EU höher werden darf, dann wird der Grenzwert "erhöht", nicht "abgesenkt".
- #3 11.05.2012 07:59 von
anheben, absenken ... ist doch egal
"Die Europäische Union plant, die Grenzwerte gesundheitsgefährdender Stoffe in Spielsachen a b z u s e n k e n. Demnach dürften ab Juli 2013 h ö h e r e Belastungen von Blei, Arsen und Quecksilber im Spielzeug auftreten als derzeit in Deutschland erlaubt."
was denn nu? - #4 11.05.2012 07:59 von
Intention ungleich Inhalt?
Ich vermute, genau das Gegenteil des folgenden Satzes soll eigentlich ausgesagt werden "Die EU will ab kommendem Jahr die Grenzwerte für den Anteil von Arsen, Blei und Quecksilber in Spielsachen absenken. "
Also will die EU nur noch 150mg statt 500mg eines Schadstoffes erlauben und Deutschland erwägt eine Klage? Das nämlich wäre eine Absenkung des Grenzwertes. - #5 11.05.2012 08:00 von
die EU..
ist wirklich ein so absurder und überflüssiger Verein. Allen Bürgern per Dekret hässliche Energiesparlampen verordnen, aber gleichzeitig dafür sorgen, dass Kinderspielzeug höher belasete (und damit sicher preiswerter herzustellen) sein darf. Lobbykratie in seiner Reinform.
- #6 11.05.2012 08:11 von
Besserwisserei
Auch wenn es Wortklauberei sein mag: Die Einleitung des Artikels ist irreführend, die EU will offenbar die Grenzwerte nicht absenken, sondern erhöhen. Ist das Prinzip Limbostange, je höher, umso leichter kommt man unten drunter...
- #7 11.05.2012 08:14 von
Frau Aigner....
...für die Verbraucher, hat man so was schon gehört? Da will wohl jemand auf meiner Symphatieleiter nach oben klettern.... Bleibt zu hoffen, dass in nächster Zeit mehr positive Nachrichten aus Ihrem Büro kommen!
- #8 11.05.2012 08:14 von
Es ist absurd
dass solches Dreckszeug wie Quecksilber in Spielzeug reduziert wird, dank Bestandteil von Amalgamfüllungen in Zähnen unsere Körper weiterhin schleichend vergiften darf. Amalgam wird noch heute verwendet. Und wenn man das Zeug raushaben will, darf man dies unter Umständen auf eigene Kosten vornehmen lassen.
Welche Lobby wird hier eigentlich bedient? - #9 11.05.2012 08:15 von
So kompliziert ist das doch nicht!
Also, wenn die Grenzwerte abgesenkt werden heißt das, dass die maximal erlaube Menge an Giftstoffen niedriger wird. Wenn ich den Artikel richtig verstehe ist aber das Gegenteil geplant, es sollen größere Mengen an Gifstoffen enthalten sein dürfen. Der korrekte sprachliche Ausdruck dafür ist "die Grenzwerte lockern". Dass viele Journalisten glauben auf Mathematik könnte man verzichten ist ja bekannt, aber Deutsch sollte man schon können.
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