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Verbraucherschutz: Deutschland verklagt EU wegen Schadstoffen im Spielzeug

Getty ImagesDie EU will ab kommendem Jahr die Grenzwerte für den Anteil von Arsen, Blei und Quecksilber absenken. Dagegen will die Bundesregierung nun klagen. Verbraucherschutzministerin Aigner nennt die geplanten EU-Richtlinien "absurd" und pocht auf die Einhaltung der strengen deutschen Standards.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832565,00.html
  1. #10

    Kein Titel

    "Die Europäische Union plant, die Grenzwerte gesundheitsgefährdender Stoffe in Spielsachen abzusenken."


    Wenn die EU die Grenzwerte absenken, also verschärfen wollte, wäre wohl alles in Butter. Tatsächlich plant sie aber, die Grenzwerte anzuheben und damit den Verbraucherschutz zu schwächen. Die Formulierung paßt also vom Sprachbild nicht wirklich...
  2. #11

    ----------

    Ich vermute der Marshallplan für Südeuropa enthält Ausbau bzw. Neuansiedlung der Spielwarenindustrie. damit diese mit den Chinesen konkurrenzfähig ist, müssen eben die Grenzwerte an chinesischen Standard angepasst werden.
  3. #12

    Es war zu erwarten

    dass auch hier im Forum jede Lockerung von Schadstoffgrenzwerten aus Prinzip verdammt und Frau Aigner gelobt wird, wenn sie in Künastscher Manier unter der Fahne des Verbraucherschutzes zu Felde zieht.

    Sonst wird immer über den Vorschriftenwahn der EU hergezogen, die bis zum Krümmungsgrad der Bananen alles bis ins kleinste regeln. Wenn aber mal etwas gelockert wird ist es auch wieder nicht recht. Wat denn nu?

    Auch bei der Grenzwertwestlegung von Schadstoffen (die zumindest in Spuren, die mit modernen Analysetechniken entdeckt werden können, in jedem uns umgebenden Stoff einschließlich Lebensmitteln enthalten sind) darf nicht das simple Prinzip "je weniger, desto besser" gelten. Man muss sich schon die Mühe machen zu ermitteln, ab welcher Schadstoffkonzentration signifikante Gesundheitsrisiken gegeben sind, und dann die Grenzwerte entsprechend festlegen. Nicht höher, aber auch nicht niedriger.

    Außerdem muss man sich die praktischen Folgen des hochgeloben Verbraucherschutzes mal ansehen: Jedes in den Handel gebrachte Spielzeug muss - natürlich auf Kosten des Herstellers - mit gewaltigem Aufwand geprüft und zertifiziert werden. Für Massenhersteller kein Problem, für eine kleine Firma oder gar einen einzelnen Bastler, der mit viel Liebe individuell gestaltetes Spielzeug herstellt, aber eine unüberwindliche Hürde.

    De facto wird durch den ganzen Kontroll- und Sicherheitszirkus die Herstellung von Massenware und Plastikschrott nicht verringert, sondern gefördert.
  4. #13

    Lobbypolitiker

    da sieht man wieder wer die Gesetze in der EU macht:
    Lobby politiker udn die Wirtschaft
    es geht nicht um die Bürger sonder nur wer mit dem geldkofer welche Politiker am besten überzeugt...

    schenheiliges Getue
  5. #14

    Das war auch mein Gedanke

    Zitat von tercerapodo@web.de Beitrag anzeigen
    Ich vermute der Marshallplan für Südeuropa enthält Ausbau bzw. Neuansiedlung der Spielwarenindustrie. damit diese mit den Chinesen konkurrenzfähig ist, müssen eben die Grenzwerte an chinesischen Standard angepasst werden.
    Man braucht nur auf der Packung zu lesen.fast alles made in China.Von daher bin ich fuer die Einhaltung von Richtlinien,die am wenigsten gesundheitsschaedlich sind,besonders,wenn es Kinder betrifft.
  6. #15

    Pro Glühbirne!

    Dann muß die EU aber auch wegen der leuchtenden Quecksilberbomben verklagt werden, die die EU-Untertan jetzt anstelle der gesundheitlich unbedenklichen Glühbirnen verwenden müssen.

    PS: Bin ich der einzige, der sich wundert, dass die sonst so schadstoffbewussten Grünen zu diesem Thema schweigen?
  7. #16

    Logik ?

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    ... Sonst wird immer über den Vorschriftenwahn der EU hergezogen, die bis zum Krümmungsgrad der Bananen alles bis ins kleinste regeln. Wenn aber mal etwas gelockert wird ist es auch wieder nicht recht. Wat denn nu?
    Worin liegt hier die Logik, ausgerechnet die Grenzwerte für Schadstoffe zu lockern, d.h. in diesem Fall u erhöhen, um damit mehr schadstoffbelastetes Spielzeug und, was nicht so sehr bekannt ist, weil per Eilverordnung Ende März zugelassen, auch mehr radioaktiv belastete Lebensmittel zugelassen werden und andererseits natürliche Lebensmittel, wie etwa alte Obstsorten, zu verbieten.
  8. #17

    optional

    Wenn man sich bei der Homepage der EU-Kommision umschaut findet man nur eine aktuelle Aktivität zur ABSENKUNG des Schadstoffanteils bei Spielzeugen:
    http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/toys/documents/index_de.htm

    Lügt die Aigner hier und versucht sie mit Scheinaktivitäten wieder einmal die Verbraucherschützerin vorzutäuschen?
  9. #18

    Zitat von petermüller2 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich bei der Homepage der EU-Kommision umschaut findet man nur eine aktuelle Aktivität zur ABSENKUNG des Schadstoffanteils bei Spielzeugen:
    Referenzdokumente - Spielzeug - Unternehmen und Industrie

    Lügt die Aigner hier und versucht sie mit Scheinaktivitäten wieder einmal die Verbraucherschützerin vorzutäuschen?
    Ich gehe mal davon aus, dass derzeit für die genannten Stoffe in Kinderspielzeugen keine gültige EU-Richtlinie existiert.
    Damit gelten die nationalen Gesetze, in D dann eben die "strengen" deutschen Vorschriften.

    Wenn aber Juli 2013 so eine EU-Richtlinie in Kraft tritt, die weniger streng ist, so hat das auch D zu akzeptieren und umzusetzen.
  10. #19

    Deutschland verklagt also die EU

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU will ab kommendem Jahr die Grenzwerte für den Anteil von Arsen, Blei und Quecksilber absenken. Dagegen will die Bundesregierung nun klagen. Verbraucherschutzministerin Aigner nennt die geplanten EU-Richtlinien "absurd" und pocht auf die Einhaltung der strengen deutschen Standards.

    Deutschland verklagt EU wegen Spielzeug-Schadstoffrichtlinie - SPIEGEL ONLINE
    Ist eigentlich den Deutschen immer noch nicht klar, wer hier in
    Deutschland befielt, das Sagen hat?

    Die Lobbyisten arbeiten zusammen mit den Eu-Kommissaren und diese
    Herrschaften bestimmen, was in Deutschland gemacht werden darf,
    bestimmen, ob die Kinder in Deutschland giftiges Spielzeug bekommen
    oder nicht!

    Dies ist aber nur der Anfang, denn wenn nun noch ESM kommt,
    de facto der Verlust des Budget-Rechts für Deutschland, was
    leider vielen Deutschen gar nicht klar ist, da sie nicht verstehen,
    was dies bedeutet, da ja die Politiker und die EU-Lobbyisten, alles
    in den schönsten Farben darstellen, die Kernpunkte einfach
    totschweigen, heißt das, dass Deutschland seine Souveränität
    mehr und mehr verliert, de facto nichts mehr in seinem eigenen
    Land zu sagen hat, denn das wird die EU-Regierung machen!!

    Anscheinend ist da aber den Deutschen egal; na dann!!


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