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Verbraucherpreise: Inflation in China fällt auf niedrigsten Stand seit zwei Jahren

AFPEntlastung für chinesische Verbraucher: Die Inflation in der Volksrepublik ist im September leicht gesunken - dank langsamer steigender Lebensmittelpreise. Die Zentralbank erhält damit neuen Spielraum für eine mögliche geldpolitische Lockerung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-861254.html
  1. #1

    Inflationsrate

    Die Inflationsrate zu drosseln ist für die chinesische Regierung seit einiger Zeit das primäre Ziel. Auch auf Kosten von Wirtschaftswachstum. Wenn man bedenkt, dass Fleisch fast so teurer bzw. manches sogar teurer wie in Deutschland ist, das Durschschnittseinkommen eines Arbeiters aber weitaus geringer ist, dann kann es nur richtig sein, die Infaltionsrate zu senken. Zumal eine eine hohe Inflationsrate immer zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung führt, besonders bei den "unteren" 50%. Der Anstieg der Verbraucherpreise war in den letzten Jahren enorm. Die Einkommensentwicklung auch, aber eben nicht ganz so bei der unteren Schicht der Bevölkerung bzw. Landbevölkerung. Diese mit in den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg / des enorm steigenden Wachstums mit einzubeziehen, teilhaben zu lassen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben für die chinesische Regierung die nächsten Jahre.
  2. #2

    Kann doch gar nicht sein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Entlastung für chinesische Verbraucher: Die Inflation in der Volksrepublik ist im September leicht gesunken - dank langsamer steigender Lebensmittelpreise. Die Zentralbank erhält damit neuen Spielraum für eine mögliche geldpolitische Lockerung.

    China: Inflation fällt auf niedrigsten Stand seit zwei Jahren - SPIEGEL ONLINE
    Habe ich nicht erst vor einigen Tagen gelegen, dass die
    Inflation in China ins Unendliche steigt und dass China
    kurz vor einer Rezession steht, bzw. dass der Export
    im September ungeahnte Steigerungsraten erreichte.

    Bin gespannt, was ich morgen lese!
  3. #3

    Spon gibt hier die Meinung der Staatsmacht, via Nachrichtenorganisationen, wieder ...

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Habe ich nicht erst vor einigen Tagen gelegen, dass die Inflation in China ins Unendliche steigt und dass China kurz vor einer Rezession steht, bzw. dass der Export im September ungeahnte Steigerungsraten erreichte. Bin gespannt, was ich morgen lese!
    ... nicht jedoch die Auffassungen der unabhaengigen Markt-, bzw. Volkswirtschaftsanalysten.

    Fakt ist, die Wohnraummiet- und -immobilienpreise in den meisten Metropolen steigen, bzw. stehen gegen "utopisch", also fuer Normaleinkommensbezieher mit Loehnen und Gehaeltern zw. 80-250 Euro/Monat (Sie lesen richtig!) immer ferner von erreichbar/finanzierbar.

    Preise von zw. >3 bis >5 Tausend Euro/qm in Staedten wie Beijing, Shanghai und Shenzhen etwa, sind sicher nicht adaequat im "Warenkorb" erfasst.

    Die Steigerungsraten von Versicherungspolicen, z.Bsp. f.KfZ-Haftpflichten'13, stehen bei >13-15%.
    Auch Nahrungsmittel werden, bei jetzt schon extrem hohen Stand, definitiv bald -noch- teuerer werden, schon wg. sehr magerer lokaler wie insb. extrem schwachter US-Ernteergebnisse (hier insb. Auswirkungen wg.Soja-, Weizenernten) und sehr stark erhoehte Nahrungsmittelimportpreise (bis hin zu intern. Marktnachfrageerschoepfungen f.einige N.mittelprodukte!!) werden fuer viele Verbraucher hart zw. (mind.) Winter'12/Sommer'13 bitter ausfallen.
    Nur im Bereich Energiepreise/Transport liegen die Steigerungsraten derzeit im moderaten Bereich. Aber der Winter'12/'13, wie auch Energiebeschaffungsproblematiken, werden auch hier die Inflationsausschlaege deutlich erhoehen. Eine Dauersubvention ist auch f.d. Staatsmacht zu zehrend.

    China ist derzeit dazu verdammt, seinen Inlandskonsummarkt zu boosten. Schafft dies d.Politik, trotzt wahrer Inflationslage, nicht, wird die allg. Wirtschaftslage des Landes stark rezessiv ausfallen.
    Die Auslandsmaerkte, oder Auslandsabsichtsmaerkte werden so schnell jedenfalls nicht, bzw. nicht wieder in Schwung kommen, wenn ueberhaupt.

    Die Entwicklungen koennen unangenehm werden f.d. Macht. Die Anstrengungen gegen diese Gefahren jedenfalls wird die Macht an ihre administrativen wie monetaeren Grenzen zwingen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Entlastung für chinesische Verbraucher: Die Inflation in der Volksrepublik ist im September leicht gesunken - dank langsamer steigender Lebensmittelpreise. Die Zentralbank erhält damit neuen Spielraum für eine mögliche geldpolitische Lockerung.

    China: Inflation fällt auf niedrigsten Stand seit zwei Jahren - SPIEGEL ONLINE
    ain't going to happen.
    Die PBOC wartete jetzt darauf, dank der Bananenrepublik Geldpolitik der entsprechenden ZB, die Inflation aus Europa und den US zu importieren. Die werden einen Teufel tun und sich diesmal nicht an der Gelddruckerei beteiligen.
  5. #5

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    Spon gibt hier die Meinung der Staatsmacht, via Nachrichtenorganisationen, wieder nicht jedoch die Auffassungen der unabhaengigen Markt-, bzw. Volkswirtschaftsanalysten.
    Da sollte man fairerweis anmerken, das dies auf alle Inflationsdaten welche aus irgendwelchen Volkswirtschaften gemeldet werden ebenso zutrifft. Schon wenn ich die US Inflation auf Basis älterer Modelle durchnrechne, erhlate ich viel höhere Inflationsraten.

    Fakt ist, die Wohnraummiet- und -immobilienpreise in den meisten Metropolen steigen, bzw. stehen gegen "utopisch", also fuer Normaleinkommensbezieher mit Loehnen und Gehaeltern zw. 80-250 Euro/Monat (Sie lesen richtig!) immer ferner von erreichbar/finanzierbar.

    Preise von zw. >3 bis >5 Tausend Euro/qm in Staedten wie Beijing, Shanghai und Shenzhen etwa, sind sicher nicht adaequat im "Warenkorb" erfasst.

    Die Steigerungsraten von Versicherungspolicen, z.Bsp. f.KfZ-Haftpflichten'13, stehen bei >13-15%.
    [ .........]
    Eine Dauersubvention ist auch f.d. Staatsmacht zu zehrend.
    Der Warenkorb in China ist für einen Otto-Normal Chinesen sicher representativer als der Warenkorb für einen Otto-Normalamerikaner. Welchen Umrechnungskurs Eur/RMB sie zugrunde legen um einen Normalverdiener bei 80-250 Euro zu verorten, ist mir schleierhaft. Ich gehe mal davon aus, das Sie mit Daten aus einer Zeit rechnen wo 1 Euro noch 9 RMB waren und die Löhne tatsächlich diesem Niveau entsprochen haben. Mittlerweil importiert man Europäer weil diese günstiger als die eigenen Leute sind.
    Ich würde mal behaupten, das ein Normalverdiener locker dasselbe im Monat bekommt, wie ein H4ler in Deutschland den man fürs Nichtstun und stillhalten bezahlt.

    [........]

    Die Entwicklungen koennen unangenehm werden f.d. Macht. Die Anstrengungen gegen diese Gefahren jedenfalls wird die Macht an ihre administrativen wie monetaeren Grenzen zwingen.


    Nach vor einem Jahr haben die Schreiberling westlicher Qualitätsmedien die Inflation in China als eine Gefahr für die Weltwirtschaft gesehen. Das waren die selben Schreiberlinge die jetzt in jedem Beitrag die niedrige Inflation in China als eine Gefahr für die Wirtschaft sehen und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen, China möge doch das globale Gelddruckkarussel auch besteigen da es immer noch nicht reicht, um die Weltwirtschaft vor der Rezession zu bewahren. Nur diesmal sind die Voraussetzungen anders, solange der Westen auf Teufel komm raus Geld kreiiren muss, muss China gar nichts machen zudem Sie ja in absehbarer Zeit die daraus erzeugt Inflation importieren werden.
    Ihr letzter Satz ist schon fast witzig wenn es nicht so traurig wäre. Da haben praktisch alle westlichen Volkswirtschaften ihre Leitzinsen auf gegen 0 zurückgefahren und da dies immer noch nicht reicht um die Wirtschaft in Gang zu bringen, greift man auf massive Interventionen der Notenbanken zurück. Und da stellt sich tatsächlich jemand hin und spricht von monetären Grenzen in Bezug auf China. Welchen monetären Spielraum sehen sie eigentlich noch bei der FED SNB BOE oder EZB den sie bei der PBOC nicht sehen können?
  6. #6

    "Fair"

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Da sollte man fairerweis anmerken, das dies auf alle Inflationsdaten welche aus irgendwelchen Volkswirtschaften gemeldet werden ebenso zutrifft. Schon wenn ich die US Inflation auf Basis älterer Modelle durchnrechne, erhlate ich viel höhere Inflationsraten.
    Sehe ich auch so.

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Der Warenkorb in China ist für einen Otto-Normal Chinesen sicher representativer als der Warenkorb für einen Otto-Normalamerikaner.
    Alter Streit, aber ich moechte Ihnen dazu wohl folgen.

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Welchen Umrechnungskurs Eur/RMB sie zugrunde legen um einen Normalverdiener bei 80-250 Euro zu verorten, ist mir schleierhaft.
    S.'www.Oanda.com', Jahresdurchschnitt. - "Normalverdiener" auf Basis durchschnittlicher Einkommen v.abhaengig Beschaeftigten in Industrie/Dienstleistungsbranchen o.Kleingewerbetr., netto.

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal davon aus, das Sie mit Daten aus einer Zeit rechnen wo 1 Euro noch 9 RMB waren und die Löhne tatsächlich diesem Niveau entsprochen haben.
    Siehe zuvor.

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Mittlerweil importiert man Europäer weil diese günstiger als die eigenen Leute sind.
    Ich würde mal behaupten, das ein Normalverdiener locker dasselbe im Monat bekommt, wie ein H4ler in Deutschland den man fürs Nichtstun und stillhalten bezahlt.
    Nein. Da reden wir von Spitzeneinkommen.
    Es ist richtig, was Sie schrieben. Europaeer/US-Amerikaner, u.v.a. Nationalitaeten mehr, werden in Bereichen wie R&D, Forschung, Management, u.dergl., "importiert", und die Gehaltslevel liegen dazu entweder gleichauf oder teils sogar darueber.
    Die Einkommensscheren in China bilden sie jedoch nicht ab. Im Gegenteil.

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Nach vor einem Jahr haben die Schreiberling westlicher Qualitätsmedien die Inflation in China als eine Gefahr für die Weltwirtschaft gesehen. ....
    Die interessengesteuerten "Schreiberlinge" sind Legion. - Die Muehen, sich selbt ein realistischeres Bild zu machen, wollen aber nur wenige aus sich nehmen, oder plaerren lieber mit ihren Interessenvertetern im Bunde.

    Ihr letzter Satz ist schon fast witzig wenn es nicht so traurig wäre. ... Und da stellt sich tatsächlich jemand hin und spricht von monetären Grenzen in Bezug auf China. Welchen monetären Spielraum sehen sie eigentlich noch bei der FED SNB BOE oder EZB den sie bei der PBOC nicht sehen können? [/QUOTE]

    Ich schrieb zu China. Nicht ueber die anderen.
    Und, dieser "jemand" ist die Regierung, Staendiger Ausschuss und BoC selbst! Nur, im Spon, in den gaengigen Blaettern des heimischen/intern. Medienwaldes werden sie es auch nicht finden.
    Den anstehenden Regierungswechsel aber beschaeftigen solche monetaeren "Spielraum"-Fragen derzeit sehr.
    Mehr dazu, und zumind.teilweise veroeffentlicht, nachzulesen in der SCMP, RenminRibao und 'Weissbuch VRC'.
    Oder, bspw. Schriften der 'NSD', 'CEOK', 'NERI', u.v.m..
  7. #7

    Zitat von Worldwatch Beitrag anzeigen
    S.'www.Oanda.com', Jahresdurchschnitt. - "Normalverdiener" auf Basis durchschnittlicher Einkommen v.abhaengig Beschaeftigten in Industrie/Dienstleistungsbranchen o.Kleingewerbetr., netto.
    Schön, ändert aber nichts an der Frage worauf diese Daten basieren. China ist gross und regionla sehr unterschiedlich.

    Nein. Da reden wir von Spitzeneinkommen.
    Es ist richtig, was Sie schrieben. Europaeer/US-Amerikaner, u.v.a. Nationalitaeten mehr, werden in Bereichen wie R&D, Forschung, Management, u.dergl., "importiert", und die Gehaltslevel liegen dazu entweder gleichauf oder teils sogar darueber.
    Die Einkommensscheren in China bilden sie jedoch nicht ab. Im Gegenteil.
    Das ist nicht so einfach zu beurteilen. Ich habe schon europäische Fachkräfte für 5000 RMB im Monat beschäftigt nachdem chinesische nicht unter 10000 zu bekommen waren. Es mag sein, das sich in den Grosstädten der Eindruck aufdrängt, das europäer zu den Spitzenverdienern gehören. Ich sehe aber, das sich das durchaus ändert.

    Ich schrieb zu China. Nicht ueber die anderen.
    Und, dieser "jemand" ist die Regierung, Staendiger Ausschuss und BoC selbst! Nur, im Spon, in den gaengigen Blaettern des heimischen/intern. Medienwaldes werden sie es auch nicht finden.
    Den anstehenden Regierungswechsel aber beschaeftigen solche monetaeren "Spielraum"-Fragen derzeit sehr.
    Mehr dazu, und zumind.teilweise veroeffentlicht, nachzulesen in der SCMP, RenminRibao und 'Weissbuch VRC'.
    Oder, bspw. Schriften der 'NSD', 'CEOK', 'NERI', u.v.m..
    Sie mögen mir verzeihen, wenn ich das in Relation zum Rest der Welt sehe. Wenn Sie es regional sehen wollen, dann müssen sie sich sowieso ansehen, was die Provinzen machen und nicht was Beijing macht. Das man monetäre Poltik diskutiert, das ist nicht nur nicht verwunderlich sondern, angesichts dessen was in diesem Bereich auf der Welt vor sich geht, schlicht notwendig. Die chinesen scheinen mir dabei ein sehr viel klareres Verständinss was Notwendigkeiten und Risiken angeht zu haben, als dies im Rest der Welt der Fall ist. Fakt ist, aus meiner Sicht, das die auch hier imSPON geäusserte Hoffnung, China möge sich doch nun bei sinkender Inflation am Gelddrucken beteiligen, diesmal durch die PBoC (nicht BoC, die gibt es auch ist aber nicht die ZB) enttäuscht werden wird.
  8. #8

    Schwafeln für Anfänger?

    Zitat von JerryFletcher Beitrag anzeigen
    Zumal eine eine hohe Inflationsrate immer zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung führt, besonders bei den "unteren" 50%.
    So ein Quatsch! Oder sehen Sie vielleicht 40 Millionen Deutsche täglich auf den Straßen gegen den Kaufkraftverlust der letzten 20 Jahre demonstrieren?


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