Der EuGH hat*entschieden: Honig mit Spuren von gentechnisch veränderten Pollen darf in der EU in bestimmten Fällen nicht mehr verkauft werden. Angst vor Mini-Monstern im Honig-Glas braucht aber niemand zu haben - ein bisschen Nachdenken vor dem nächsten Kauf ist jedoch dringend anzuraten.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...784812,00.html
Ich lehne den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) im offenen Gelände ab, aber zumindest besteht kein gesundheitliches Risiko durch Verzehr dieser Agrarprodukte an sich! (bedenklich ist es eher, im zusammenhang mit Monsanlos Roundup - dann aber des Giftes wegen)
Ein Problem besteht in der starken komerziellen Abhängigkeit des Landwirts (Lizenzen des Saatgutherstellers), worunter aber auch benachbarte Landwirte unfreiwillig leiden können: wenn der Konzern bei einem dritten Landwirt seine "Genveränderung" nachweist/findet, kann er den Landwirt verklagen - auch wenn die "Verunreinigung" per Pollen über die Luft daherkam..
Dann sind da noch einige ökologische schwierigkeiten: Bei vielen GVOs besteht die Veränderung in einer Resistenz gegen richtig üble Herbizide, die man dan massenweise über den Acker verteilt um ALLES andere abzutöten (ich weiß jetzt aber nicht, ob sowas in Deutschland erlaubt sind). Unzweifelhaft wird dadurch die ganze Landschaft enorm belastet. In anderen Ländern spritzen die "Bauern" ohne jede Schutzkleidung die Gewächse per Hand bekommen natülich die Hälfte von dem Zeug selber ab..
Abgesehen davon können wilde Pflanzen auch (per Pollenflug) genetisch kontaminiert werden - mit ungewissem Ausgang...
Ich weiß trotdem nicht, ob ich den im Artikel thematisierten Gerichtsentschluss begutheißen kann: Ich fürchte dass im Endeffekt die Imker die alleinigen gelackmeierten sind - auch wenn sie ihre Bienenkörbe nicht direkt neben ein GVO-Feld stellen, kann sich da was "einschleichen" (Bienen fliegen ja nicht nur 10 m weit) - dann dürfen die ihren Honig nicht mehr verkaufen, ohne was dafür zu können, und die "schuldigen" werden in keiner weise belangt (wenn man letztere überhaupt auszumachen im Stande ist).
das dürfte wohl äußerst selten passieren, dass heutzutage irgendwer bienen'körbe' aufstellt. produziert überhaupt noch wer sowas? wären die überhaupt - aus hygienischen oder sonstwelchen gründen - zulässig?
das dürfte wohl äußerst selten passieren, dass heutzutage irgendwer bienen'körbe' aufstellt. produziert überhaupt noch wer sowas? wären die überhaupt - aus hygienischen oder sonstwelchen gründen - zulässig?
finde ich, daß so ein Artikel ausgerechnet jetzt lanciert wird. Zufall? Ich glaub nicht an Zufälle!
Das zeug ist natürlich und schon seit Jahrtausenden im Honig. Man muß sich einfach von der Vorstellung verabschieden, daß Essen entweder gesund oder schädlich ist. Es ist immer beides.
Man muß nur das Risiko minimieren, egal ob es natürliche oder künstliche Gifte sind. Wobei eben künstliche erst gar nicht verwendet werden sollten.
die Diskussion ist zu eng gefasst. Ich denke, das hübsche Wort Technologiefolgenabschätzung muss mit Leben gefüllt werden. Nehmen wir Asbest als Beispiel. Diese (natürliche) Faser hat ihren begründeten Siegeszug aufgrund ihrer vorteilhaften chemischen und physikalischen Eigenschaften antreten können. Leider hat diese Faser auch einen Nachteil, mit der Konsequenz, dass diese berechtigterweise heute in vielen Ländern verboten ist, für uns aber nach wie vor ein schweres Erbe darstellt. Ich denke, dass zu Beginn diese Gefahr nicht erkannt werden konnte. Derlei Beispiele gibt es genügend in der Geschichte. Die Gentechnik, vor allem als Züchtungswerkzeug im Tier- und Pflanzenbereich fällt für mich in die gleiche Kategorie. Der Verzehr von Honig oder anderen Produkten, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten ist sicher unproblematisch. Problematisch ist vielmehr, wie der gentechnisch veränderte Organismus sich auf Dauer entwickelt, welche Eigenschaften sich daraus ergeben. Man kann dies nach dem heutigen Stand der Kenntnis beantworten und zu dem Schluss kommen, dass eine Gefahr (welche?) allenfalls gering ist. Aber wissen werden wir es erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten.
Ich finde den Beitrag echt unterirdisch. Da werden die Ängste von Menschen aufs übelste ins Lächerliche gezogen.
Die Betreiber dieser einen Bohrplattform wollten auch nur Benzin an Tankstellen verkaufen und nicht die Karribik verpesten. Aber es kam anders ...
Fakt ist das wir in einer Zeit leben in der Konzerne bereit sind Risiken einzugehen wenn der Profit stimmt.
Es gibt auch längst irgendwelche sinnleeren Rituale wie das feuern irgendwelcher Spartenchefs, die als Buhman herhalten müssen im Fall der Fälle. Die großen Bosse und die Investoren solcher Konzere trifft es nie.
Ich habe mir das Verfahren mit dem Monsanto seine genetisch veränderten Pflanzen erzeugt mal genauer angeschaut und kann jedem nur empfehlen das auch mal selber zu tun. Was bleibt ist der Eindruck das da brachial per Zufallsprinzip irgendwelche Mutationen erzeugt werden und die Erzeuger keine Ahnung haben was sie da eigentlich machen.
Langzeitstudien, Erkenntnisse über Spätfolgen ect. gibt es nicht. Das ganze erinnert bißchen an die Windows Betatests. Monsanto bringt das ganze mal auf den Markt, die Leute sollen es fressen und dann schauen was passiert.
Für den Fall das was schief geht hat Monsanto schon ein Herr von Rechtsanwälten, Lobbyisten, Lebensmittelchemikern, Instituten usw. für die juristische und mediale Abwehrschlacht.
Wenn das alles so sicher ist, warum verpflichten sich Monsanto und der Autor dieses Artikels nicht zur Vollhaftung für alle möglichen Schäden, anstatt solche polemischen Artikel in die Welt zu setzen?
Was um alles in der Welt ist "genetischer Honig"?? Honig ist ein stark zuckerhaltiges Naturprodukt von Bienen, welches minimal mit denjenigen Pollen kontaminiert ist, deren Pflanzen die Bienen bestäubt haben und von deren Nektar der Honig produziert wird. Honig selbst hat keine "Gene"
Was glauben Sie nun, was passiert, wenn diese kleine Kontamination in Ihr Verdauungssystem kommt? Nichts!!! Die "gentechnischen" DNA-Schnipsel werden genauso verdaut wie alles, was Sie sich mündlich zuführen, angefangen mit den Enzymen im Mund, der Säure im Magen und der weiterführenden Verdauung im Darm, genauso wie die "nichtgentechnischen" DNA-Schnipsel aus allen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen (Und das überwiegend in milliardenfacher Multiplikation gegenüber Honig).
Die von Ihnen propagierte "Kontrolle über gentechnischen Honig", sei es durch Monsanto oder den Heiligen Geist, ist kompletter Unsinn. Aber das hindert Sie ja offensichtlich nicht daran, diesen Unsinn als wahre Münze zu verbreiten...
Doch genau darum geht es.
Es gibt keinen einzigen objektiv nachvollziehbaren Grund warum etwas Gentechnikfrei sein muss.
Jedes Naturprdukt enthält Spuren von Umwelteinflüsste, zu denen eben auch andere Pflanzen gehören. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob diese Pflanzen durch Zucht, Gentechnik oder natürlich verändert sind.
Es ist völlig irrational allein aus dem Umstand eine gentechnisch erreichten Veränderung eine Schädlichkeit oder mindere Qualität abzuleiten.