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Verbot von Gen-Honig: Keine Angst vor Mini-Monstern!

Der EuGH hat*entschieden: Honig mit Spuren von gentechnisch veränderten Pollen darf in der EU in bestimmten Fällen nicht mehr verkauft werden. Angst vor Mini-Monstern im Honig-Glas braucht aber niemand zu haben - ein bisschen Nachdenken vor dem nächsten Kauf ist jedoch dringend anzuraten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...784812,00.html
  1. #130

    Nicht wirklich...

    Zitat von TooLowFlaps Beitrag anzeigen
    Unfug. Pestizide werden nur benötigt, um Monokulturen zu schützen. Mit natürlicher Fruchtfolge und einem Mix aus "Schutzpflanzen" in Feldrainen benötigt man im günstigen Fall keine Pestizide.
    Na, dann versuchen sie mal Kartoffeln so weit auseinander zu pflanzen, dass den Kartoffelkäfern die Puste ausgeht :-D
    Die historischen [Hungersnöte] sind eher durch ...Mißernten begründet denn durch Mangel an Pestiziden.
    Aha. :-D
    Und Mißernten kommen woher?
    Die Kartoffel habe ich nicht zufällig erwähnt.
    Der 'Steckrübenwinter' während des 1. Weltkriegs und die Grosse Irische Hungersnot haben sehr eindringlich gezeigt, was in einer (damals noch zwangsläufig) 'biologischen' Landwirtschaft passieren kann.
    Heutzutage gibt es selbstverständlich eine ganze Reihe von Spritzmitteln, die die Krankheit kurieren.
  2. #131

    Eiferer

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    ...mutation erstmal einmalig ist, und sich dann in der natur bewähren müsste.
    in der gen-landwirtschaft wird diese veränderung massiv künstlich in die natur gebracht ohne dass sie sich selbst bewähren müsste.
    mal abgesehen davon, dass sich keine pflanzen mutation so verhält, dass diese auf einmal ganz plötzlich ein pflanzengift herstellt.
    "Mutationen müssen sich bewähren" "erstmal einmalige Mutation" "Mutationen verhalten sich" etc ...

    *g*

    Sie können mit Diskussionsstil und Ihren Ansichten zur Genetik und Evolution locker mit den Zeugen Jehovas oder den Kreationisten mithalten. Da hört man ähnlich Unverstandenes, Missverstandenes, Missionierendes.
  3. #132

    Falsch..

    Zitat von etheReal Beitrag anzeigen
    Aber jetzt wird sich wieder schön über ein paar genveränderte Pollen im Honig aufgeregt, Gesetze werden im Eilverfahren erlassen.
    Was heißt aufgeregt. Weil ein Bauer die Faxen dicke hatte, sich sein Naturprodukt von industriell erzeugten Genpflanzen versauen zu lassen.
    Völlig normale Reaktion.
    Er nu' wieder, unser Fortschrittstrunkener:
    Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
    Na, dann versuchen sie mal Kartoffeln so weit auseinander zu pflanzen, dass den Kartoffelkäfern die Puste ausgeht..
    Kein Problem - mit Gentechnik...:

    Was ist an dem Bt-Gift problematisch?
    Es wurde der Pflanze eingebaut, damit es Kartoffelkäfer abtötet, die in riesigen Monokulturen zur Plage werden können. Wie sich aber schon beim Bt-Mais gezeigt hat, sterben nicht nur sogenannte Schädlinge, sondern es werden auch andere Insekten getötet – beim Mais zum Beispiel der Monarch-Falter (siehe GPM 4/99). Bei Bt-Kartoffeln sind mir noch keine Untersuchungen zur Insektenverträglichkeit bekannt. Ich bin sicher, dass der Käfer bald schon gegen das Bt-Gift resistent sein wird, und dann müssen die Gentechniker neue Waffen entwickeln.


    Edgar, Edgar... :-D

    Der 'Steckrübenwinter' während des 1. Weltkriegs und die Grosse Irische Hungersnot haben sehr eindringlich gezeigt, was in einer (damals noch zwangsläufig) 'biologischen' Landwirtschaft passieren kann.
    Ach herrjeh, Edgarchen und seine Bio-Phobie:

    a.)Der Winter 1916/17 wird wegen der Krise der Nahrungsmittelversorgung als Steckrübenwinter bezeichnet. Angesichts der katastrophalen Lage wurden die Nahrungsmittelrationen noch einmal deutlich gekürzt.

    Ein Versorgungs- kein Nahrungsmittelproblem. Es konnte nicht geerntet und transportiert werden. Alles perdu, zerschossen und zerbombt.

    Nun? :-D

    b.) Der Nachteil der Abhängigkeit von der Kartoffel war, dass diese anfällig für Krankheiten war. Bereits vor 1845 hatte es in Irland immer wieder (häufig lokal begrenzte) Ernteausfälle und Hungersnöte gegeben, so etwa eine Hungersnot vergleichbaren Ausmaßes 1740–1741. Zwischen 1816 und 1842 gab es 14 Kartoffel-Missernten. Der Grund für diese Serie dürfte vor allem auf den Ausbruch des Vulkans Tambora zurückzuführen sein, der weltweit das Klima beeinflusste, so dass das Jahr 1816 sogar als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte einging.

    Monokulturen. Abhängigkeit. Nun, Edgar? :-D

    Machen Sie sich eigentlich vor einem Beitrag - in wissenschaftlichen Themen - so gar keine Gedanken? Recherche, ob das, was Sie behaupten, falsch sein könnte?
  4. #133

    Mutationen

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    mal abgesehen davon, dass sich keine pflanzen mutation so verhält, dass diese auf einmal ganz plötzlich ein pflanzengift herstellt.
    Wie glauben Sie, sind Pflanzengifte denn entstanden?
  5. #134

    -

    Zitat von TooLowFlaps Beitrag anzeigen
    Machen Sie sich eigentlich vor einem Beitrag - in wissenschaftlichen Themen - so gar keine Gedanken? Recherche, ob das, was Sie behaupten, falsch sein könnte?
    Wenn man sich Ihre Beiträge so anschaut ist diese Aussage an Ironie gar nicht mehr zu übertreffen....
  6. #135

    Die Große Hungersnot in Irland

    Zitat von TooLowFlaps;8669071
    b.) [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland#Kartoffelf.C3.A4ul e
    Der Nachteil der Abhängigkeit von der Kartoffel war, dass diese anfällig für Krankheiten war. Bereits vor 1845 hatte es in Irland immer wieder (häufig lokal begrenzte) Ernteausfälle und Hungersnöte gegeben, so etwa eine Hungersnot vergleichbaren Ausmaßes 1740–1741. Zwischen 1816 und 1842 gab es 14 Kartoffel-Missernten. Der Grund für diese Serie dürfte vor allem auf den Ausbruch des Vulkans Tambora zurückzuführen sein, der weltweit das Klima beeinflusste, so dass das Jahr 1816 sogar als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte einging.[/url]

    Monokulturen. Abhängigkeit.
    Im gleichen Wikipedia steht übrigens auch, dass es die Kartoffel war, die zu der vorhergegangenen Bevökerungsexplosion in Irland geführt hatte. Mit dem Anbau von Kartoffeln konnten auf dem vorhandenen Rauzm mehr Menschen ernährt werden.

    Ja, die Abhängigkeit von der Karoffen war katastrophal. Aber sie war vor der Katastrophe auch die einzige Möglichkeit, die wachsende Anzahl Menschen in Irland zu ernähren.

    Mit Fruchtwechsel, dem Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel und so weiter so effizient Nahrungsmittel zu produzieren ist nicht so einfach, wie Sie das vorzustellen scheinen.
  7. #136

    Ironiewettbewerb?

    Zitat von dongerdo Beitrag anzeigen
    Wenn man sich Ihre Beiträge so anschaut ist diese Aussage an Ironie gar nicht mehr zu übertreffen....
    Ehrlich? Na - da bin ich ja geradezu der Waisenknabe:
    Zitat von dongerdo Beitrag anzeigen

    Ich habe es schon einmal gesagt: die Schuld an der heutigen Patent-Misere liegt nicht bei der Methodik oder Monsanto: einzig und alleine die Anti-Gentechnik Lobby ist schuld daran.
    Diese Ironie ist nicht zu toppen.

    Es gibt unzählige sinnvolle und wichtige Anwendungen der grünen Gentechnik (Golden Rice ist nur die spietze des Eisbergs)..
    Diese erst recht nicht. Wem nutzt Golden Rice? Nicht denen, die ihn anbauen müssen. Sie können ihn zwar aussäen, aber die Pflanze ist unfruchtbar.

    Saatgut müssen sie jede Saison neu kaufen. Und zwar von Monsanto und anderen Dealern. Selber aussäen, züchten und ernten? Denkste, Puppe.

    Zitat von Rosmarinus Beitrag anzeigen
    Ja, die Abhängigkeit von der Karoffen war katastrophal. Aber sie war vor der Katastrophe auch die einzige Möglichkeit, die wachsende Anzahl Menschen in Irland zu ernähren.
    Genau DAS ist der Denkfehler, der heute so nicht mehr gemacht wird oder die Methodik, der Gedanke, der dahintersteht, in Frage stellt: Monokulturen sind anfällig, sogar so anfällig, daß Ernteausfälle drohen, die eine Ernährungskrise auslösen können, indem man Menschen von einem Nahrungsmittel abhängig macht.

    Davon rückt man - trotz großer Widerstände, auch aus der Bevölkerung mangels Wissen (billig ist nämlich nicht immer = gut) - allmählich ab.

    Mit Fruchtwechsel, dem Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel und so weiter so effizient Nahrungsmittel zu produzieren ist nicht so einfach, wie Sie das vorzustellen scheinen.
    Effizient heißt: Großer Gewinn, steigender Absatz, steigende Abhängigkeit von Saatgutmonopolisten, akzeptabler oder sogar niedriger Preis für die Verbraucher, denen Geld wichtiger ist als Nahrungsmittel.

    Die Qualität bleibt dabei häufig bis immer auf der Strecke.
  8. #137

    ...

    [
    Zitat von TooLowFlaps Beitrag anzeigen

    [url=http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4161]Was ist an dem
    Bt-Gift problematisch?
    Es ist natürlich immer schlau, eine Propaganda-Organisation zu zitieren,
    die ihr Geld mit der Verbreitung von falschen und veralteten
    Informationen zwecks Panikmache verdient. Da können Sie auch gleich
    Monsanto als neutrale Quelle betrachten.

    Die Realität sieht eher anders aus:
    "It appears that the initial study was flawed by faulty
    pollen-collection procedure; researchers fed non-toxic pollen mixed with
    anther walls containing Bt toxin. The weight of the evidence is that
    Bt crops do not pose a risk to the monarch butterfly. Monarch
    butterflies have no innate relationship to maize crops in the wild, and
    are not believed to consume maize pollen (or pollen of related plants)
    in either life stage."
    http://en.wikipedia.org/wiki/Bacillus_thuringiensis#Possible_problems

    Kurz gesagt, da wurde mit einem fehlerhaften Versuchsaufbau und einem
    unrealistischen Szenario ein irrelevantes Ergebnis erzeugt. Wieso und
    weshalb kann man sich wohl denken.

    Im übrigen sind auch die restlichen Einwände gegen Bt-Produkte nicht
    wirklich plausibel. Erstens sind ansonsten verwendete Insektizide immer
    noch weit unspezifischer, d.h. töten definitiv auch neutrale oder
    nützliche Insekten ab (wäre interessant wie der Monarchfalter so eine
    Intensivbehandlung mit handelsüblichem Insektizid übersteht..). Ebenso
    ist die Resistenzentwicklung hier gleichermassen gegeben, durch
    unspezifische Breitbandanwendung allerdings wohl in weit
    problematischerem Ausmass. Insofern ist auch der Wettlauf zwischen
    Pestizidentwicklung und Resistenzen ein altbekannter, das geschieht in
    der Natur als "evolutionäres Wettrüsten" seit je her.

    Alles in allem schreien Sie halt - wie so viele - Gentechnik! und meinen
    eigentlich nicht diese, sondern die generellen Auswüchse der Agrar- und
    Nahrungsmittelindustrie. Und solche - in dem Punkt bin ich an sich ganz
    bei Ihnen - lassen sich durchaus kritisieren. Die ganzen
    Produktionsprozesse und das Konsumverhalten der Menschen beinhalten
    unzählige problematische Bereiche, die sich verbessern liessen. Wobei
    hier Simplifizierung, wie Sie sie anstellen, leider auch nicht
    weiterhelfen, respektive an Realitäten scheitern. Extensive
    Landwirtschaft etwa bietet angesichts von Bevölkerungsexplosionen,
    Konsumwachstum und Landknappheit nur begrenzte Perspektiven, zumindest
    wenn man sich in romantischen Illusionen verirrt.

    Hier gälte es vielmehr, das Optimum durch Kombination von ökologischer
    Nachhaltigkeit und Agrartechnik zu erzielen. Oder anders gesagt: Es ist
    eigentlich irritierend, dass so wenige verstehen, dass beispielsweise
    Bio und Gentechnik, richtig angewendet, eine Kombination mit sehr viel
    Potential wären um Nahrungsversorgung und Ökologie in Zukunft halbwegs
    bewältigen zu können..
  9. #138

    Golden Rice

    Zitat von TooLowFlaps Beitrag anzeigen
    Wem nutzt Golden Rice? Nicht denen, die ihn anbauen müssen. Sie können ihn zwar aussäen, aber die Pflanze ist unfruchtbar.

    Saatgut müssen sie jede Saison neu kaufen. Und zwar von Monsanto und anderen Dealern. Selber aussäen, züchten und ernten? Denkste, Puppe.
    Diese Aussage ist nach meinem Wissenstand falsch. Golden Rice wurde hauptsächlich von der ETH Zürich und der Uni Freiburg entwickelt. Mehrere Firmen wie z.B. Syngenta oder Monsanto haben auf gültige Patente und finanzielle Entschädigung verzichtet, so dass der Reis kostenlos an die Bauern abgegeben werden soll. Und wenn ich mich nicht täusche ist die Pflanze auch nicht unfruchtbar und kann von den Bauern jedes Mal selber "gezüchtet und gesät" werden.
  10. #139

    Titel, Thesen, Temperamente

    Zitat von hausmeister hempel Beitrag anzeigen
    Und auch beim Honig gilt: Wer billig kauft, kauft minderwertigen Ramsch......
    Wer teuer kauft, mitunter auch.








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