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Verbindungen zwischen NSU und Kiesewetter: Das Rätsel des braunen Wirtshauses

Die Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter schien eine Zufallstat zu sein. Doch nun steht fest: Zwischen den Mitgliedern der*Zwickauer Terrorzelle*und der*jungen Frau*gab es*viele*Berührungspunkte*- vor allem eine Gastwirtschaft in ihrem Heimatort.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...799107,00.html
  1. #80

    So viele Zufälle

    Im Bericht steht: "Die Beamten gingen daher von einer vagabundierenden Schwerkriminellen aus, die sie "uwP" tauften."

    Die Beamten hätten nach ihrer Intuition gehen sollen: Das mit dem UW(E) stimmte, es waren evtl. sogar zwei UW(E)-Personen.

    Ansonsten waren die beiden Uwes daran gewöhnt, zu ihren Morden weiter weg zu fahren, weil sich die Polizei dann nicht so leicht einen Reim darauf macht. Ich glaube jedenfalls nicht an eine Zufallstat (genausowenig wie ich an einen Zufall bezüglich des V-Manns im Internetshop glaube).
  2. #81

    Bravo

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Es ist eben nicht die Ausnahme, dass bei Taten mit rechtsextremen und fremdenfeindlichen Hintergrund "geschlampt" wird. Es ist die Regel.
    Es ist offensichtlich, dass braunen Gewalttätern von staatlicher Seite geholfen wird.
    Massenhaft ......
    Und es ist lange überfällig, das sich nicht nur die Rechenmethode ändert. Auch die dahinter stehende braune Weltsicht in den diversen Diensten steht zur Debatte.
  3. #82

    Schade dass Kinski nicht mehr lebt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter schien eine Zufallstat zu sein. Doch nun steht fest: Zwischen den Mitgliedern der*Zwickauer Terrorzelle*und der*jungen Frau*gab es*viele*Berührungspunkte*- vor allem eine Gastwirtschaft in ihrem Heimatort.

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...799107,00.html
    der hätte so gut in die Verfilmnung dieses Edgar Wallace Abklatsches hineingepasst.
  4. #83

    ...

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Im Ausland spottet man darüber, dass solche Zustände in Deutschland polizeilich geduldet werden, und das in einem Land, wo man Radfahrer ohne Lampe sofort bestraft.
    In welchem Ausland spottet man darüber? Die Länder, die ich kenne, verfolgen überhaupt keinen Rechtsradikalismus, weil es diesen Ausdruck in anderen Ländern gar nicht gibt. Selbst in den viel demokratischeren Niederlanden sind Rechtsparteien normale Parteien, wie links oder Mitte.
  5. #84

    Titel

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Nein, das verschwindet nicht. Aber

    - es werden der Szene Hundertausende Euro im Jahr entzogen
    Dafür benötigt es nur die szeneeigenen V-Männer für deren abgesprochenen "Informationen" kein Geld mehr zu zahlen. Das sind die Haupteinnahmen die Parteienfinanzierung ist eher gering. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - es wird dem Gedankengut die demokratische Scheinlegitimierung entzogen
    Aber die Partei gab es seit den 1960er Jahren und war auch in BRD (Ba-Wü) bereits im Landtag, jetzt demokratische Scheinheiligkeit vor zuschieben ist doch arg fragwürdig.
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - es werden Strukturen zerschlagen, deren Wiederaufbau Zeit und Geld und Engagement kosten
    Diese Strukturen bestehen schon längst also wird dies keine Zeit und Geld kosten um diese weiter zu führen.
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - es werden hauptberufliche politische Karrieren zerstört
    Gut da gebe ich Ihnen Recht. Aber was macht dann nur NNN?
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - es wird die Verflechtung zwischen VS und Nazipartei beendet
    Also ich halte von VS und Polizei nicht viel aber ich glaube nicht an einer Verflechtung über die persönlichen Verflechtungen Einzelpersonen hinaus. Ich glaube eher es ist einfache Naivität oder Dummheit im VS zu glauben Leute aus der rechten Szene verkaufen Informationen weil sie dem VS helfen wollen.
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - es wird verhindert, daß eine nationalsozialistische Partei im Falle eskalierender sozialer Spannungen womöglich in den Bundestag einzieht
    Aber nach dem Verbot werden diese Leute in eine andere Partei abwandern (wie nach dem FAP Verbot) oder sehr schnell die gleiche Partei unter anderem Namen gründen.
    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    - nicht jeder, der bereit ist, einer Partei wie der NPD beizutreten, ist auch bereit, deren Nachfolgeorganisationen in den Untergrund zu folgen.
    Mittlerweile handelt es sich jedoch um eine eingeschworene Gruppe am rechten Rand.

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Das ist so gut wie sicher, aber auch diese Organisationen können strafverfolgt werden.
    Wird nur nicht getan.

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Zumindest, wenn es nach außen getragen wird, denn die Gedanken sind nun mal frei. Aber gerade Ihr Argument zwingt doch, die NPD zu verbieten.
    Aus emotionalem Gesichtspunkt sehe ich es ja genauso wie Sie, lieber früher als später. Aber rational betrachtet, wie die dargelegten Argumente oben, denke ich ist ein Verbot kontraproduktiv.
  6. #85

    Vielleicht wurde die Frau ausgenutzt

    Zitat von almabu! Beitrag anzeigen
    dann gab es damals bei der ersten Berichterstattung über den Polizistinnenmord Hinweise auf verdeckte Ermittlungen der Polizistin (Ich wunderte mich wegen ihres jungen Alters darüber und dachte damals in Richtung Rauschgiftszene). Diese Hinweise verschwanden allerdings schnell – wie durch Zauberhand – aus der Berichterstattung. Jetzt scheint dies auf einmal Sinn zu machen? Kann sich jemand an diese Hinweise erinnern oder hat gar einen Link parat?
    Die junge Beamtin hatte nach früheren Presseberichten Gefallen gefunden an der verdeckten Ermittlung und war diesbezüglich gelegentlich in der offenen Drogenszene eingesetzt.
    Der verdeckte Einsatz junger Beamter in der offenen Drogenszene ist nichts Besonderes, das wird betreut und ist m.E. weniger gefährlich als ein normaler abendlicher Streifendienst, solange es abseits der Heimat stattfindet. Die ziehen sich halt etwas verlottert an und fragen an typischen Plätzen herum „wo gibt’s was zum Paffen“ usw. während im Hintergrund Kripoleute lauern.

    Wenn nun aber in höheren Rängen einer größeren Überwachungsaktion bezogen auf eine militante Gruppe entdeckt wurde dass es im örtlichen/ herkunftsdorfbekanntschaftlichen Umfeld dieser Gruppe eben zufällig eine solche Polizistin gab und diese dann ausgenutzt wurde zur Informationsbeschaffung in ihrem Heimatdorf, dann wäre dies eine völlig andere Sache. So ein Einsatz ist schon unter Deckidentität extrem gefährlich weil sehr schnell Verdacht aufkommt, unter Klarnamen im eigenen persönlichen Umfeld ist dass dann ein Himmelfahrtskommando. Herauszufinden wo in BW die Frau gerade eingesetzt ist und wo sie gerade wohnt, wäre für die Militanten aus Thüringen etwa über dörfliche Freundinnen der Frau recht leicht, ebenso nach Heilbronn zu fahren und sie aufzuspüren / zu observieren und dann auszuschalten.

    Die Verantwortlichen hätten mit diesem Ausnutzen einer jungen Beamtin den Bestand der fahrlässige Tötung weit überschritten und die Vertuschungsgefahr ist sehr hoch weswegen diese Möglichkeit auf jeden Fall öffentlich erörtert werden muss.
  7. #86

    Sie haben Recht

    Zitat von stani Beitrag anzeigen
    Wenn nun aber in höheren Rängen einer größeren Überwachungsaktion bezogen auf eine militante Gruppe entdeckt wurde dass es im örtlichen/ herkunftsdorfbekanntschaftlichen Umfeld dieser Gruppe eben zufällig eine solche Polizistin gab und diese dann ausgenutzt wurde zur Informationsbeschaffung in ihrem Heimatdorf, dann wäre dies eine völlig andere Sache.
    So wie diese Gruppe ihre "Mordreisen" plante - mit Wohnmobil etc. macht das Sinn, was Sie schreiben.

    Die Kleine war quasi von ihren Mördern zuvor enttarnt worden. Diese haben dann den Mord geplant und durchgeführt.

    Das paßt auch zu der haarsträubenden Geschichte mit den Wattestäbchen. Die Ermittler wußten demnach sehr genau, wo die Mörder zu suchen waren - und haben aus Selbstschutz diese "Wattestäbchen-Legende" erfunden.
  8. #87

    Nun stellen Sie sich mal vor

    Zitat von pfeifffer Beitrag anzeigen
    Na, dann hat die Polizei ja noch genug zu tun, so viele Fahrradterroristen wie hier ohne Beleuchtung rumfahren...
    Mir kommt der Artikel auch reichlich konstruiert vor.

    Warum, wenn sie die Polizistin erkannt haben, haben sie sich nicht einfach unerkannt verpieselt und stattdessen ein derartiges Risiko an einem belebten Ort auf sich genommmen, um sich dann... unerkannt zu verpieseln?
    Da steckt kein Mehrwert dahinter, irgendwie.
    Aber weiß mann's heutzutage, was in den Köpfen der Menschen vor sich geht?
    die Polizistin hat die Burschen erkannt und löst per Handy eine Ringfahndung aus.
    Innerhalb von Minuten ist ein Raum mit einem Umkreis von 20 km hermetisch abgeriegelt.
    Da ja auch das Transportmittel nun bekannt ist, wären die Burschen ganz schnell im Knast.
    Wo sollen sie sich auch verstecken in einer Gegend, die sie offensichtlich nicht kennen.

    Ist aber die Person, die die Burschen erkannt hat tot, hift auch keine Ringfahndung, man weiss ja nicht wen und was man suchen soll.
  9. #88

    Wäre vielleicht auch nützlich

    Zitat von heiko1977 Beitrag anzeigen
    Was bringt ein NPD-Verbot? Verschwindet dadurch das rassistische und faschistische Gedankengut? Wohl eher nicht, es werden neu Organisationen gegründet oder man bedient sich bereits bestehenden Netzwerken der "Freien Kameradschaften" und der "Autonomen Nationalisten". Nazi-Gedankengut ist nicht von der Verfassung geschützt sondern wird vom Strafgesetzbuch verfolgt, denn "Nazi-Gedankengut" verwehrt anders aussehenden, denkenden und ausgerichteten Menschen die Menschenwürde damit ist es keine Meinung mehr sondern ein Verbrechen!
    Polizisten mit der Verfolgung von Straftaten zu beauftragen anstatt, wie Sie (vermutlich unabsichtlich) geschrieben haben, dem StGB die Verfolgung zu überlassen.

    ;=))
  10. #89

    Wäre doch möglich

    Zitat von hhismanic Beitrag anzeigen
    Hat etwa die Presse diesen Fall ans Licht gebracht? Sie überschätzen die Medien und unterschätzen die Polizei. Sich jetzt hinzustellen und reflexartig auf jene einzuprügeln, deren Aufgabe es war und ist, diese Taten aufzudecken, ist billig. Viel interessanter ist doch die Frage: Warum stellte sich Beate Z.? Erst damit kam doch der Stein ins Rollen.
    dass sie, da sie ja gesucht wurde, keine Möglichkeit mehr hatte an Geld zum Leben zu kommen. Auch ganz normales Einkaufen wird schwierig.
    Wenn man sich in einem solchen Fall nicht selbst umbringen will kommt doch eine garantierte staatliche Versorgung sehr gelegen.








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