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Venedig: Die Letzten ihrer Art

Getty ImagesVenedig, die Stadt der Künstler, der Touristen und der Geschäftemacher - wie lebt sie mit dem Erbe ihrer Geschichte? Kann sie für ihre Bewohner noch Heimat sein?

http://www.spiegel.degeschichte/0,1518,835337,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Venedig, die Stadt der Künstler, der Touristen und der Geschäftemacher - wie lebt sie mit dem Erbe ihrer Geschichte? Kann sie für ihre Bewohner noch Heimat sein?

    http://www.spiegel.degeschichte/0,1518,835337,00.html
    Ich bin Venezianer, in der Innenstadt geboren, deswegen gehöre ich zu einer aussterbenden Spezie. Die in dem Artikel genannte Zahlen über Venezianer sind illusorisch, sie beziehen sich vielleicht auf in Venedig lebenden Personen, die meisten aber sind auf dem Festland geboren. Venezianer "di terraferma", das ist ein Witz. Ob sie aus USA oder Mestre kommen, sie bleiben "di terraferma".

    Venedig hat über tausend Jahre davon gelebt, dass die Einwohner wussten, dass Ruderer nur dann arbeiten und leben können, wenn es Leute gibt, die sich rudern lassen wollen und das Geld dazu haben.
    Das ist inkompatibel mit dem heutigen Gerechtigkeitswahn, deswegen wird Venedig nie mehr lebendig sein.
  2. #11

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Das notorische Totschlagsargument: wirtschaftliche Einbußen, mehr Arbeitslosigkeit. Vor 15 Jaqhren besuchten noch deutlich weniger Touristen Venedig - da ging es doch auch, da konnte sich noch niemand vorstellen, wie hoffnungslos überlaufen die Stadt heute ist. Venedig steht auch symbolhaft für den ungezügelten Wachstumswahnsinn, der, wie man hier sieht, ins Chaos führt. Die Antwort kann nicht sein, einfach abzuwinken und mit dem Chaos zu leben.

    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als es in Venedig ......
    das hat nicht mit ungezüngelten Wachstum zu tun. Es sind nicht die Gäste, die ein Capuccino für 12€ (zu billig) bestellen, die den Chaos verursachen, sondern die zigtausenden, die jeden morgen mit dem Bus oder Zug hingekarrt werden, nicht konsumieren, aus der lunch Box leben und abends wieder gehen. Meine Familie hat immer noch eine Bleibe in Venedig: es ist besser der Nebel in Winter als die Invasoren in Sommer


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