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Venedig: Die ganze Stadt ein Grab

CorbisMehr als 20 Mal wütete die Pest in Venedig. In ihrer Not entwickelte die Republik eine für Europa vorbildliche Gesundheitsbehörde.

http://www.spiegel.degeschichte/0,1518,835336,00.html
  1. #30

    Na sicher!

    Zitat von abominog Beitrag anzeigen
    Auch Brunnen wurden schon oft gezielt und systematisch vergiftet.

    Schon ein kleiner Flohbiss, Mückenstich, Zeckenbiss oder Kratzer auf der Haut reicht völlig aus, um anschliessend massive gesundheitliche Probleme zu bekommen.
    Brunnenvergiftung! Das war während der ersten Pestwelle 1348 - ich glaube in Neapel - der Vorwurf gegen die Juden und der Vorwand sie zu erschlagen und zu vertreiben. Ich bitte Sie! Wenngleich Yersinia pestis in (eher saueren) Flüssigkeiten eine Zeitlang überlebt, verträgt das Bakterium kein Sonnenlicht und stirbt schnell ab.

    Wir reden von der Pest! Was glauben Sie, warum die Armen die ersten Opfer waren? Ratten und Flöhe als erster Vektor der Verbreitung, Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch als zweiter. Die lebten unter jämmerlichen Bedingungen eng auf eng zusammen, mit Ratten als garnicht so heimlichen Untermietern. Da braucht es keine Brunnenvergiftung.
  2. #31

    Merkwürdig

    Zitat von RudolfHege Beitrag anzeigen
    Nach Ihrer Definition wäre die Humoralpathologie, die damals Stand der Wissenschaft war - und bis ins frühe 20. Jahrhundert als Basis der Medizin an den Universitäten gelehrt wurde - im Grund immer noch richtig, nur ergänzt um weiteres Wissen?
    Offenbar wurde meine ursprüngliche Antwort vom Forum verschluckt. Also noch mal in aller Kürze: Die wissenschaftliche Methode wurde erst im 17. Jahrhundert entwickelt. Im Mittelalter gab es noch keine Wissenschaft im heutigen Sinn. Dem zufolge gab es selbstverständlich auch keinen "Stand der Wissenschaft", den Sie diskreditieren könnten.

    Und ich bleibe dabei: 50% der heute gelehrten Verfahren sind in der Medizin nach den Goldstandards der EBM nicht überprüft.
    Ich beteilige mich nicht an wilden Spekulationen bei denen jeder eine beliebige, praktischerweise unüberprüfbare Zahl in den Raum wirft.
  3. #32

    Forschung

    Zitat von ton.reg Beitrag anzeigen
    Der Vorteil der klassischen Naturwissenschaften [Es gibt keinen Nobelpreis in Biologie, da dies zu damals einmal wissenschaftlich galt, Was steht im Duden ?] ist, das diese Experimente mit recht einheitlichen Objekten in hoher Anzahl durchführen können. Das ist die elementare Vorraussetzung für Statistik.
    Eben genau das nicht. Statistik ist das Werkzeug, um mit Unsicherheiten in den Daten umzugehen. Nur wenn sich alles stets gleich verhält (Beispiel Mathematik) können Sie bei Analysen auf Statistik verzichten. Der Umkehrschluss für Außenstehende gilt auch: Wenn eine wissenschaftliche Disziplin Statistik verwendet, hat sie Unsicherheiten und Varianzen in ihren zugrunde liegenden Daten.

    Medizin ist die direkte Konfrontation mit dem Opfer.
    Die Konfrontation mit dem "Opfer" findet im Medizinstudium nur am Rande statt. Was Sie vermutlich sagen möchten ist nicht, dass Medizin eine Geisteswissenschaft sei, sondern, dass praktizierende Ärzte i. d. R. keine naturwissenschaftliche Forschung betreiben. Und damit hätten Sie durchaus Recht.
  4. #33

    Pest ist keine Viruserkrankung

    Zitat von abominog Beitrag anzeigen
    Heutzutage wurden schon erfolgreich uralte Gräber geöffnet und die Leichen untersucht. Dabei ist es gelungen, extrem gefährliche Krankheitserreger zu entdecken, zu isolieren und zu vermehren.

    Derartige Viren eignen sich leider als Biowaffen und wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der kann sich eventuell noch daran erinnern, dass früher schon kranke Tiere über die Mauern von Festungen katapultiert wurden, um dort Krankheiten ausbrechen zu lassen, damit eine feindliche Armee dann hinterher leichtes Spiel mit der Eroberung hatte.
    ..
    Ideologie gut, Medizin schwach.
  5. #34

    Wer lesen kann

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Was hilft eigentlich gegen die Pest? Penicillin?
    schaut hier nach

    Pest

    Behandelt wird die Pest heutzutage mit Antibiotika und bei frühzeitiger Erkennung bestehen gute Chancen auf Heilung. Eingesetzte Wirkstoffe sind beispielsweise Streptomycin und Chloramphenicol sowie Kombinationen aus Tetracyclinen und Sulfonamiden. Streptomycin kann nur intramuskulär verabreicht werden. Chloramphenicol ist zwar hochwirksam, gilt aber wegen seiner Nebenwirkungen nur als Reservemedikament. Anzumerken bleibt, dass dies jedoch nur bei rechtzeitiger Diagnose der Fall ist. Die Letalität steigt exponentiell zum Fortschreiten der Erkrankung.
  6. #35

    Das stört die rothgrüne Möchtegernintelligenz doch nicht

    Zitat von Critik Beitrag anzeigen
    Ihr zweiter Satz ist etwas weit hergeholt, aber wenn wir schon bei geschichtliche merkwürdigen Vergleichen sind:

    Venedig liegt in Norditalien und gehört damit zum "reichen" und wirtschaftlich erfolgreichen Teils Italiens. Auch innerhalb Italiens herrschen Vorurteile zwischen den geordneten und vernünftigen Norditalienern und den laxen Süditalienern. Diese Vorurteile sind also keine deutsche Erfindung -- wie sie meinen -- man findet diese auch bei unseren südlichen Nachbarn.
    für die sind nur Andersdenkende dumm:
    Mely Kiyak
  7. #36

    Genau so sit es

    Zitat von minhen Beitrag anzeigen
    Der Begriff der Schulmedizin dagegen wurde von Homöopathen etabliert, dient der Abgrenzung und - reden wir nicht darum herum - der gezielten Diffamierung. Sie werden den Begriff praktisch nie in einem positiven Kontext antreffen. Der Begriff ist pure Propaganda und in keiner Weise so neutral, wie Sie es behaupten.

    Es ist letztlich trivial: Nur wenn man eine andere Medizin (Alternativmedizin) behaupten möchte, muss man für die eigentliche Medizin einen Kampfbegriff (Schulmedizin) finden, der als Feindbild dient. Ihrer Auffassung nach müsste es dagegen letztlich auch eine Schularchitektur, Schulbetriebswirtschaftslehre oder ein Schuljura geben. Das ist offensichtlich nicht der Fall.

    Zudem haben Sie eine falsche Vorstellung von Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit. Wissenschaft beschreibt eine Methode des Erkenntnisgewinns. Das mit ihr gewonne Wissen ist nicht endgültig, aber auch nicht falsch. Wissenschaftlichkeit ist daher nicht relativ und unterliegt erst recht nicht dem Zeitgeist.

    Das ist Wissenschaft: Der bisher einzige bekannte Schutz gegen Blödsinn. Und zwar zeitlos.
  8. #37

    Warum so extravagant?

    Ich finde es erstaunlich was einige Poster hier für tolle Krankheiten aus dem Hut ziehen und zu Monstern werdern lassen die sie, zumindest in Deutschland, nicht sind. HIV z.B. hat in Deutschland "nur noch" den Status als chronische Krankheit und ein sich in Therapie befindlicher infizierter kann ein ganz normales Leben führen bis ins hohe Alter, 2010 starben in Deutschland ca. 550 Menschen an den Folgen einer HIV Infektion.

    Aids-Statistik für Deutschland: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch - SPIEGEL ONLINE
    Im gleichen Jahr starben alleine in Deutschland an einer simplen Grippe laut der FAZ zwischen 13000 - 15000 Menschen und diese Zahlen sind für jedes Jahr fast stabil.
    Sollten wir nicht wirklich einmal darüber nachdenken?
  9. #38

    nicht zu vergessen:

    Zitat von meyerhth Beitrag anzeigen
    Ich finde es erstaunlich was einige Poster hier für tolle Krankheiten aus dem Hut ziehen und zu Monstern werdern lassen die sie, zumindest in Deutschland, nicht sind. HIV z.B. hat in Deutschland "nur noch" den Status als chronische Krankheit und ein sich in Therapie befindlicher infizierter kann ein ganz normales Leben führen bis ins hohe Alter, 2010 starben in Deutschland ca. 550 Menschen an den Folgen einer HIV Infektion.

    Aids-Statistik für Deutschland: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch - SPIEGEL ONLINE
    HiV ist wie auch Diabetes Deutschland · Home
    ein wahrer Segen für die Pharmaindustrie.

    Wenn es diese Krankheiten nicht gäbe dann müßte man sie erfinden !








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