Deswegen fiordert Paul McCartney die Inder zum Fleischverzicht auf.
Paul McCartney Urges India To Declare Vegetarian Day
So wird man erfolgreich....
APHackfleisch aus Soja, Gulasch aus Saitan, Schnitzel aus Milch. Es spricht wirklich nichts gegen eine fleischlose, sogar vegane Ernährung. Aber warum muss das Ersatzprodukt unbedingt so aussehen, wie das tierische Original? Dann lieber Erbsen!
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...838618,00.html
Deswegen fiordert Paul McCartney die Inder zum Fleischverzicht auf.
Paul McCartney Urges India To Declare Vegetarian Day
So wird man erfolgreich....
Die Motive, warum sich immer mehr Menschen bewusst fleischfrei ernähren, sind sehr vielfältig. Für die einen sind vor allem ethische oder gesundheitliche Gründe ausschlaggebend, für andere Klima- und Umweltschutz und für wieder andere die Welthungerproblematik. Nur die wenigsten Menschen meiden Fleisch und Fisch, weil es ihnen grundsätzlich nicht schmeckt. Im Gegenteil: Die meisten haben an sich nichts gegen den Geschmack und die Konsistenz von Fleisch, nur eben bitte nicht von Tieren, die dafür extra auf die Schlachtbank müssen. Das Angebot an pflanzlichen Alternativen ist so groß wie nie – weshalb also als Vegetarier/Veganer oder Fleischesser nicht mal in eine gute Veggie-Wurst beißen und gleichzeitig Tiere, Klima und die eigene Gesundheit schonen?
Schnitzel und Burger aus Soja, Tofu oder Seitan sind umwelt- und klimafreundlicher als Fleisch, tierleidfrei und mindestens genauso lecker. Aussagen wie „dann kannst du ja gleich Fleisch essen“ sind folglich völlig fehl am Platz, da das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Das wäre ungefähr so, wie wenn man einem Menschen, der Süßstoff isst, sagte, er könne ja gleich Zucker nehmen. Und davon abgesehen: Wie sollte eine vegetarische Wurst denn sonst aussehen?
Schade nur, dass Imitate bei einem Vergleich mit tierischen Produkten z.B. auf der Basis der Nährstoffkonzentration oder unter Zu-Hilfe-Nahme der Ökoeffizienzbewertung u.U. schlechter abschneiden als ihr tierisches Pendant? (http://www.foodandnutritionresearch.net/index.php/fnr/article/viewArticle/5170)
Mal abgesehen davon, dass bei Demter Tierhaltung zwingend vorgeschrieben ist - wegen des Kreislaufgedankens: Veredlung für den Menschen nicht verfügbarer Pflanzen durch Fleisch und Milch, Nutzung der nährstoffkonzentrierten Hinterlassenschaften als Dünger für die Pflanzen. Da die Phosphorquellen nahezu erschöpft sind, wird Tierdung vermutlich bald mit Gold aufgewogen!?
Schade nur, dass Imitate bei einem Vergleich mit tierischen Produkten z.B. auf der Basis der Nährstoffkonzentration oder unter Zu-Hilfe-Nahme der Ökoeffizienzbewertung u.U. schlechter abschneiden als ihr tierisches Pendant? (http://www.foodandnutritionresearch.net/index.php/fnr/article/viewArticle/5170)
Mal abgesehen davon, dass bei Demter Tierhaltung zwingend vorgeschrieben ist - wegen des Kreislaufgedankens: Veredlung für den Menschen nicht verfügbarer Pflanzen durch Fleisch und Milch, Nutzung der nährstoffkonzentrierten Hinterlassenschaften als Dünger für die Pflanzen. Da die Phosphorquellen nahezu erschöpft sind, wird Tierdung vermutlich bald mit Gold aufgewogen!?
Weit ab vom Mainstream habe ich folgende Untersuchungen gefunden:
Krebs durch Fleischverzicht?
http://www.animal-health-online.de/gross/2009/03/26/englische-epic-studie-findet-hoheres-darmkrebsrisiko-bei-fleischverzicht/10715/#more-10715
und
http://cancerres.aacrjournals.org/content/71/13/4484
Interessant auch die Studie, wonach Vegetarier öfter an Darmkrebs erkranken: http://www.animal-health-online.de/gross/2009/03/17/wissenschaftler-finden-mehr-dramkrebs-bei-vegetariern/10694/
Das würde wahrscheinlich durch diese Studie gestützt: http://gut.bmj.com/content/60/12/1695
Warum man bei Krebs immer mehr auf Fleischverzehr setzt findet man hier: http://www.nutritionandmetabolism.com/content/8/1/75/abstract
Auch die aktuellen Ergebnisse einer europäischen Studie zu Ernährungsgewohnheiten und zum Lebensstil von Jugendlichen stimmen nachdenklich: Bei rund 17 Prozent der untersuchten Jugendlichen wurden verringerte Eisenvorräte festgestellt. Dabei wissen viele Verbraucher vermutlich nicht einmal, dass der Mensch im Laufe der Evolution einen Darmrezeptor entwickelt, der die Aufnahme von Eisen aus Fleisch (sog. HÄM-Eisen) besonders begünstigt.
Menschen, die ganz auf tierische Erzeugnisse verzichten, haben lt. einer rel. aktuellen Studie ein höheres Risiko für Blutgerinnsel und Arteriosklerose oder Arterienverkalkung. Alles Risikofaktoren für das Auftreten von Schlaganfällen oder gar Herzinfarkten. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass eine ausgewogene Ernährung extrem wichtig sei.
Quelle: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jf103846u
Ich frage mich nach caligus' Beitrag, wie man aus Tierliebe Vergetarier sein kann, wo doch die Tiere, die wir essen nur zu diesem Zweck gezüchtet werden, also ins Leben kommen. Ohne Fleischesser gäbe es also die zu liebenden Tiere gar nicht! Tierliebe sollte sich freilich darin manifestieren, dass man darauf achtet, das diese (einschl. des Schlachtens) gut leben konnten.
Die Anmerkung zu "Fleischersatzprodukte" kommentiere ich nicht; denn das Wort spricht für sich: "ERSATZ..."!
„Wir stellen die Unversehrtheit in unseren verstümmelten Beziehungen zueinander und zu den anderen Tieren wieder her.“ – Carol J. Adams, The Sexual Politics of Meat.
Das deutsche „Leitmedium“ aus dem Hause Augstein war auch schon mal fortschrittlicher – unter der Überschrift „Gemüse ist mein Fleisch“ kam Spiegel-Autorin Pia-Luisa Lenz schon vor zwei Jahren zum Schluss: „Der optisch fast identische Fleischersatz bedient karnivore Gelüste, ist gut für die Umwelt – und könnte Ernährungsprobleme der Zukunft lösen.“ Sie wusste auch: In Asien haben Fleischalternativprodukte auf der Basis von Weizen und Soja bereits eine jahrhundertelange Tradition (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/food-imitate-fuer-vegetarier-gemuese-ist-mein-fleisch-a-712335.html).
Jan Spielhagen dagegen, dem das Magazin am Montag, aus welchen Gründen auch immer, Platz für eine Kolumne einräumte, in der er die hierzulande seit Jahren gleichen Vorurteile gegenüber den angeblichen „Lückenbüßern“ genüsslich wiederkäut (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/fleisch-aus-tofu-vegetarische-ersatzprodukte-ahmen-weisswurst-nach-a-838618.html) – dabei darf natürlich die Frage, die allen Vegetariern und Veganern, die nicht aufgrund des Geschmacks auf Fleisch verzichten, schon zum Hals heraushängt, nicht fehlen: „Wer ohne Fleisch leben kann, kann doch auch ohne Imitate leben, oder nicht?“ –, scheint dieses Wissen vollkommen abzugehen. Er weiß nicht einmal, dass das Lebensmittel aus Weizeneiweiß, das in China und Japan schon seit mehr als 1000 Jahren von Buddhisten anstelle von Fleisch oder Fisch verwendet wird, Seitan heißt, sondern schreibt „Saitan“. Und das, obwohl er Chefredakteur eines – sogenannten – Kochmagazins ist – peinlich! Dieses Magazin heißt allerdings auch Beef!, und ist, wenn man so will, so etwas wie ein Pornomagazin für Fleischliebhaber. Samt Leporello-Poster zum Entblättern in der Heftmitte. Darauf aber keine nackte Frau – obwohl davon im Heft ebenfalls einige Exemplare zu finden sind –, sondern das Menü für den nächsten Herrenabend. „Auf zehn Seiten zum Ausklappen.“ Die aktuelle Ausgabe titelt DICKE DINGER – es geht um Burger, Ribs, Steaks. Schon klar.
Mit der Wahl dieses Autors zu diesem Thema hat das Nachrichtenmagazin nicht gerade einen Volltreffer erzielt. Eher einen Bock geschossen. Beziehungsweise selbigen zum Gärtner gemacht. Spielhagen kam zwar direkt von der „Grünen Wiese“ – so lautete die Bezeichnung des hauseigenen Ideenwettbewerbs im Verlag Gruner Jahr, aus dem neben Beef! noch zwei weitere Magazine namens Business Punk und Gala Men hervorgingen – ins Hochglanz-Fleischfachgeschäft, was Geschlechterrollen angeht, argumentiert er aber lieber hinterwäldlerisch: „Wir zeigen zum Beispiel, wie man ein Kaninchen abbalgt und zerlegt. Männer interessiert das, die sagen nicht: Och, das arme Kaninchen.“ Beef! macht Werbung mit Sprüchen wie: „Rosa ist für Mädchen. Blutrot für Männer.“ Oder, vor dem Foto eines Rodeo-Bullenreiters: „So intensiv beschäftigen sich nur echte Geniesser mit ihrem Essen.“ Und natürlich: „Das Schönste hat Gott schon immer aus Rippen erschaffen.“
Hier wird also nicht nur das Fleisch von Tieren zum Objekt männlicher Begierde stilisiert, sondern auch die Frau unverhohlen zum „Stück Fleisch“ degradiert – in einer so platten Art und Weise, wie man sie im 21. Jahrhundert kaum mehr erwartet hätte. Jan Spielhagen ist übrigens der Überzeugung: „Frauen kochen, weil sie müssen“ – Männer, weil sie wollen (http://www.weinhaus-waldsee.de/Spezial/Syriacus/Kracher/Alles_uber_Wein/Mascarello/jan_spielhagen.html). Und wenn sie das tun, so heißt es schon in er ersten Ausgabe des Magazins, „muss Blut fließen, müssen Tiere sterben“. Da gibt es dann „Käse-Wurst-Torte“ aus „vier vergessenen Zutaten im Kühlschrank“: Käse, Ei, Würstchen und Speck, und: „Dazu eine kühle Blonde“.
Dabei weiß Spielhagen: „Wir sollten alle Vegetarier werden.“ Denn: „Die Massentierhaltung ist widerlich, die ökologischen Folgen sind verheerend. Und jetzt fangen auch noch Hunderte Millionen Inder und Chinesen an, es uns gleichzutun. Die Welt steckt in der Fleisch-Sackgasse.“ Sein einziges „Argument“ ist: „Allein: Ich will nicht vegetarisch leben. Mir schmeckt Fleisch“ (http://www.beef.de/ein-plaetzchen-fuer-maenner-40).
Applaus an Spielhagen und Spiegel für diese Sternstunde des Journalismus. Immerhin demonstrieren Spielhagen und sein absurdes Magazin eingänglich die Tatsache, dass die Ausbeutung von Tieren (Speziesismus) und die Unterdrückung von Frauen (Sexismus) durch zahlreiche Momente miteinander verbunden sind. Die US-amerikanische Autorin Carol J. Adams schreibt in ihrem Buch zum Thema, in dem sie die Überlappung kultureller Vorstellungen von sexueller Gewalt gegen Frauen und der Fragmentierung und Zerstückelung von Natur und Körper in der westlichen Kultur behandelt: „Der Vegetarismus strebt nach Bedeutung in einer patriarchalen Kultur. Im Wesentlichen setzt unsere Gesellschaft Vegetarismus mit Verweichlichung und Weiblichkeit gleich. So wie die feministische Theorie vegetarische Erkenntnisse braucht, so muss eine Tierrechtstheorie feministische Grundsätze miteinbeziehen. Die Hierarchie des Fleischproteins untermauert eine Hierarchie von Rasse, Klasse und Geschlecht. Rassismus und Sexismus hielten gemeinsam Fleisch als das Essen des weißen Mannes aufrecht. Fleisch als Nahrungsmittel abzuschaffen, stellt eine Bedrohung für die Struktur der weitgehenderen patriarchalen Kultur dar“. – Und bedroht fühlt sich Spielhagen allem Anschein nach bereits, sonst würde er nicht so um sich schlagen.