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Vegetarische Lückenbüßer: Wenn das Eiweiß Weißwurst spielt

APHackfleisch aus Soja, Gulasch aus Saitan, Schnitzel aus Milch. Es spricht wirklich nichts gegen eine fleischlose, sogar vegane Ernährung. Aber warum muss das Ersatzprodukt unbedingt so aussehen, wie das tierische Original? Dann lieber Erbsen!

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...838618,00.html
  1. #10

    optional

    Wenn Sie Ihren Essenstest als kulinarische Grenzerfahrung bezeichnen, sollten Sie vielleicht erstmal lernen wie man richtig mit Tofu und Saitan kocht, bevor es auf diese Art und Weise in einem Artikel zu zerreissen.

    Und was genau spricht jetzt dagegen, dass man Tofu nicht in Würstchen- und Schnitzelform pressen sollte? Da kam kein einziges Argument dagegen von Ihrer Seite.
    Es gibt nunmal Vegetarier, die nicht gerne auf Fleisch verzichten, es aus ethischen Gründen dennoch tun, also warum sollten sie kein imitiertes Fleisch essen?

    Bleiben Sie lieber bei Ihrem "Kochmagazin für Männer" (hust), anstatt in einem pseudo-vegetarierfreundlichen Artikel Soja mit Katzenstreu zu vergleichen.
  2. #11

    Zustimmung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hackfleisch aus Soja, Gulasch aus Saitan, Schnitzel aus Milch. Es spricht wirklich nichts gegen eine fleischlose, sogar vegane Ernährung. Aber warum muss das Ersatzprodukt unbedingt so aussehen, wie das tierische Original? Dann lieber Erbsen!

    Fleisch aus Tofu: Vegetarische Ersatzprodukte ahmen Weißwurst nach - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann mich dem nur anschliessen.
    Die vernünftigen Vegetarier in meinem Bekanntenkreis grillen im übrigen Gemüse oder Pilze und wissen auch sonst, wie man fleischlos kocht, so dass es auch schmeckt.
    Diese Fleischersatz-Chemiepampe kaufen eigentlich nur Leute, die weder von Kochen noch von Essen eine Ahnung haben.
  3. #12

    Zitat von avril-süd Beitrag anzeigen
    Mit Ernährung den Planeten retten zu wollen, ist Unsinn.
    Wenn man mit einer Essensumstellung den Planeten nicht retten kann, mit was denn dann sonst?
    Abends immer das Standbylicht am Fernseher ausmachen? Nach dem Pipimachen immer nur auf den kleinen WC-Abzieh-Knopf drücken? Mit dem Fahrrad die 30km zur Arbeit pendeln?

    Ich verstehe nicht, was du mit diesem Kommentar sagen möchtest. Fleischproduktion (egal welche) bindet unglaubliche Mengen an Flächen im Vergleich zur rein Pflanzlichen Ernährung. Schonmal überlegt, warum man beim Spazierengehen immer an Maisfeldern vorbei kommt? Nur Mais! Sonst nix. Das essen doch nicht wir, das ist Futter für die Masttiere.


    Zitat von avril-süd Beitrag anzeigen
    Und Veganer schaden vielleicht dem Planeten nicht, wohl aber sich selbst.
    Woher weißt du das? Könntest du Belege für diese These liefern?
  4. #13

    Ersatzprodukte

    Zitat von caligus Beitrag anzeigen
    Der Auto spart nicht mit Häme, erklärt jedoch nicht, was eigentlich sachlich gegen "Fleischersatzprodukte" spricht. ... Und insofern ist es also völlig OK, wenn jemand sein Sojaschnitzel auf den Grill wirft, weil es eben die Lust auf Fleisch genau so gut zu befriedigen weiß.
    Natürlich erklärt der Autor, was gegen viele Fleischersatzprodukte spricht: Aussehen, Konsistenz, Geschmack.

    Sie befriedigen eben die Lust auf Fleisch nicht oder nur sehr bedingt. Abgesehen von Bratlingen, die man aus vielen Grundsubstanzen mit unterschiedlicher Konsistenz wunderbar am Besten gleich selbst macht, sind die meisten Ersatzprodukte wirklich eher Zumutung.

    Umgekehrt eröffnen sich einem aber kulinarisch ganz neue Welten, wenn man mal die Fleischschablone aus dem Kopf nimmt! Unsere Esskultur baut auf dem Prinzip auf: Fleisch, GemüseBEILAGE, SättigungsBEILAGE. Da sagt schon die Bezeichnung aus, wo der Stellenwert liegt. Ganz anders aber, wenn man von dieser Komponentengeschichte ganz abgeht, dann entsteht auch nicht das Bedürfnis, etwas ersetzen zu müssen, weil es im Bauplan des neuen Gerichtes gar keinen "Leerplatz" gibt, der ersetzt werden müsste.
  5. #14

    Eigentlich wäre es ja kein Problem...

    ...aber Ernährung ist so stark emotional überlagert, dass meiner Erfahrung nach jede Ernährungsberatung auf verlorenen Posten kämpft. Und die Wissenschaft hat ja auch eine Erklärung dafür: der Nutzen (der Geschack und die Sättigung) ist sofort da, der Schaden (Übergewicht, Herzinfarkt) kommt irgendwann mal vielleicht. Ursache und Wirkung sind nur rational zuzuordnen, aber gefühlt besteht kein Zusammenhang. Blöd was?
  6. #15

    Warum sehen Würste aus wie Würste?

    ...und Schnitzel aus wie Schnitzel? Das wäre doch wohl die richtige Frage. Richtig: damit das Tier möglichst nicht nach Tier aussieht. Bitte möglichst abstrakt, damit kein schlechtes Gewissen aufkommt und man nicht an das reale Tier denken muss. Die meisten Fleischesser finden Zunge im Original, Herzen (z. B. von Hühnern), gegrillten Darm o. ä. lustigerweise ekelhaft.
    Wenn man schon (noch) Fleisch essen sollte, dann bitte bewusst!
  7. #16

    Seitan

    Erstmal heisst es Seitan, nicht Saitan.. und weshalb die Sachen aussehen wie die "Originale" sollte doch nicht so schwer sein; 1. man hat ein Argument mehr, Liebhaber des Originals für die vegetarische/vegane Ernährung zu begeistern (da sie mit dem Fake weitestgehend Geschmack und Konsistenz des Originals bekommen); 2. Leute im Supermarkt angesprochen werden könnten, die Sachen auszuprobieren (wenn es aussieht wie das Original, aber für das Produkt keine Lebewesen gequält und getötet wurden - wieso sollte man es dann nicht mal versuchen?); 3. Da die meissten Vegetarier und Veganer nicht auf Fleisch verzichten, weil es Ihnen nicht schmeckt, sondern mit weitreichenden Folgen für die Tiere, die Umwelt und die Menschengesundheit verbunden ist - somit können sie weiterhin ihre Lieblingsgerichte geniessen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen..
  8. #17

    na was?

    Und was genau spricht jetzt dagegen, dass man Tofu nicht in Würstchen- und Schnitzelform pressen sollte? Da kam kein einziges Argument dagegen von Ihrer Seite.

    Dass Menschen, die keine tierischen Produkte essen wollen, ihre Ersatznahrung als genau das erscheinen lassen. Besser kann man die innere Spaltung nicht beschreiben. Wenns schon nicht schmeckt, muss es wenigstens aussehen wie lecker Fleisch.
  9. #18

    so ein Geschwafel

    Der Autor merkt, dass er auf ethischem Gebiet den Kampf gegen Vegetarismus/Veganismus verloren hat, also eröffnet er einen sinnlosen Nebenschauplatz, der vollkommen irrelevant ist. Als ob das nicht total egal wäre, wie ein Lebensmittel aussieht, wenn es in puncto Tierschutz, Umweltschutz und Gesundheit gravierende Vorteile mit sich bringt.
    ZUr Ergänzung ein nettes Video zu Sojagulasch: https://vebu.de/aktuelles/news/1156-29-milliarden-euro-einsparung-durch-soja-hack
  10. #19

    Zitat von avril-süd Beitrag anzeigen
    Und Veganer schaden vielleicht dem Planeten nicht, wohl aber sich selbst.
    Ist so nicht ganz richtig, wer fleischlos lebt, lebt wesentlich gesünder als Menschen, die viel Fleisch essen.
    Nur sinnvoll angebautes Fleisch zu essen behebt das Problem nicht, das Problem ist zu hoher Fleischkonsum an sich, und da helfen Vegetarier ungemein.

    Natürlich wäre es effektiv am sinnvollsten, wenn Menschen zwar Fleisch essen - aber nur einmal die Woche. Sowohl Gesundheitlich, als auch für die Umwelt an sich. Nur: Viele Fleischfans werden sich dazu kaum bereiterklären. Und da helfen dann statistisch Vegetarier durchaus.
    Warum das Essen dann aber nach Fleisch aussehen muss, verstehe ich auch nicht. Tofu ist lecker, sollte aber wie Tofu verwendet werden, und nicht wie Fleisch.
    So, und nun mach ich mir etwas Rinderfilet zu den japanischen Nudeln, für den wöchentlichen Fleischkonsum. Bin ja schließlich nicht vegetarisch. Tofu ist trotzdem dabei - neben dem Fleisch. Es soll das Fleisch ja auch nicht ersetzen.


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