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Vegetarische Lückenbüßer: Wenn das Eiweiß Weißwurst spielt

APHackfleisch aus Soja, Gulasch aus Saitan, Schnitzel aus Milch. Es spricht wirklich nichts gegen eine fleischlose, sogar vegane Ernährung. Aber warum muss das Ersatzprodukt unbedingt so aussehen, wie das tierische Original? Dann lieber Erbsen!

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...838618,00.html
  1. #180

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen

    [...]

    Nehmen Sie ein Stück Fleisch ungekocht und ungebraten und ungesalzen und ungepökelt, z.B. Schweinefleisch und kauen Sie es durch. Oder waschen Sie ein Stück Rindfleisch aus und kauen Sie es roh.
    Achten Sie mal darauf, wie Ihr Geschmackssystem darauf reagiert.
    Wenn wir dazu konstruiert wären, hätten Sie eine andere Reaktion.

    [...]
    Welche Reaktion möchten Sie denn, daß man sie hat? Ich persönlich mag es sehr gerne, ein Stück rohes, gut abgehangenes Rinderfilet zu futtern.
  2. #181

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Die Menschen haben sich durch das Braten, externe enzymatische Zersetzen (Einlegen und trocknen) sowie Kochen von Fleisch eine zusätzliche Nahrungsquelle erobert, die aber eine grosse Anzahl von Nachteilen bietet.
    Blöderweise gilt das eigentlich für nahezu das gesamte Spektrum der heute relevanten Nahrung. Was der Mensch aus "ursprünglicher" Quelle und in unbearbeitetem Zustand sinnvoll verwerten könnte beschränkt sich effektiv weitgehend auf Beeren, Früchte, Nüsse und Wirbellose.

    Alles andere wurde eigentlich erst durch Prozessierung oder in weiterer Stufe durch landwirtschaftliche Modifikation der Ausgangsorganismen zu grundlegenden Nahrungsquellen. Das meiste davon natürlich auch mit potentiellen "Nachteilen".

    Allerdings macht das ja auch klar, dass der Ansatz in der Diskussion ziemlich absurd ist. Die heute sinnvolle Ernährung irgendwie aus dem Nebel ferner stammesgeschichtlicher Ursprünge herleiten zu wollen ist schlicht abwegig. Schon nur, weil die Kultur letztlich auch Teil unserer Biologie ist und damit auch die sich daraus entwickelten Ernährungsweisen. Der Blick zurück ist da schlicht nutzlos. Wenn schon müsste man nach vorne schauen und sich überlegen, wie die menschliche Ernährung in Zukunft gestaltet sein sollte um etwa gesundheitlich und ökologisch, aber auch kulinarisch das beste Ergebnis zu erzielen.

    PS: Die "Immunreaktion" gegenüber tierischem Eiweiss haben Sie aber vermutlich ganz tief aus der Mottenkiste der obskuren Vegetarier-Mythen ausgegraben..
  3. #182

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Welche Reaktion möchten Sie denn, daß man sie hat? Ich persönlich mag es sehr gerne, ein Stück rohes, gut abgehangenes Rinderfilet zu futtern.
    "gut abgehangen".

    Was Sie dort haben, ist die externe Verwesungs- und Autolysefunktion die den Geschmack produziert.
    Auch ich esse zeitweise rohes Rindfleisch in geringen Mengen.

    Wenn es Spass macht.

    Ich bin nicht dogmatischer Vegetarier. An Familienfesten oder Weihnachten esse ich auch mal ein Stücke Entenbraten und erinnere mich an die Weihnachtsfeiern der Jugendzeit.
    Am nächsten Tag geht es mir dann meist schlecht, aber das ist halt der Preis.

    Rohes Fleisch (und auch zubereitetes) ist wie ein Würzmittel. Nur nicht unser Hauptnahrungsmittel.

    Deswegen funktioniert ja auch die Atkins Diät. Sie können das in beliebigen Mengen essen ohne zuzunehmen.
    Weil Ihr Körper das in der Form gar nicht verdauen kann.
  4. #183

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Ja, dass habe ich.

    Der Körper stellt die essentiellen Aminosäuren über die Mikroorganismen in der Darmflora problemlos her.

    Zu dem "selbstverständlich ist der reglemässige Fleischkonsum eine urmenschliche Tatsache".

    Was sind wir denn?

    Haben wir ein Raubtiergebiss?
    Haben wir den Magenaufbau der Carnivoren?
    Haben wir den robusten Kurzdarm der Carnivoren?

    Haben wir Wiederkäuermägen wie die Grasfresser?

    Oder gehören wir entwicklungsgeschichtlich nicht eher zu den Frugivoren?

    Dazu ist unser gesamter Ernährungs- und Verdauungstrakt gebaut.

    Nach Ihrer Argumentation müsste unser Vedauungssystem Fleischkompatibel sein.

    Machen Sie einfach mal den Test.

    Nehmen Sie ein Stück Fleisch ungekocht und ungebraten und ungesalzen und ungepökelt, z.B. Schweinefleisch und kauen Sie es durch. Oder waschen Sie ein Stück Rindfleisch aus und kauen Sie es roh.
    Achten Sie mal darauf, wie Ihr Geschmackssystem darauf reagiert.
    Wenn wir dazu konstruiert wären, hätten Sie eine andere Reaktion.

    Die Menschen haben sich durch das Braten, externe enzymatische Zersetzen (Einlegen und trocknen) sowie Kochen von Fleisch eine zusätzliche Nahrungsquelle erobert, die aber eine grosse Anzahl von Nachteilen bietet.

    In dem Moment wo Sie dem Körper tierisches Eiweiss als Nahrungsmittel zuführen reagiert er sofort mit einer Immunreaktion, der Ausschüttung von Stresshormonen und der Bildung von zusätzlichem Antikörpern im Blut (Blutverdickung).
    Dies sind nicht die typischen ernährungsbedingten Reaktionen sondern eher Vergiftungsreaktionen.

    Sie können die Messungen im universitären Umfeld nachsehen.
    Vielleicht können Sie mir ja erklären, warum ich nach 49 Jahren Fleischkonsum noch lebe und gesund bin?
    Warum mein fleischfressender Vater 78 Jahre alt wurde, mein Nachbar gar 97 Jahre alt?

    Ich habe nichts dagegen, wenn Sie kein Fleisch essen mögen, aus welchem Grund auch immer. Aber verbreiten Sie bitte keine Märchen.

    Ich ernähre mich bewußt und gesund. Das geht auch mit Fleisch.
    Man muss ja nicht jeden Tag ein Schwein fressen!
  5. #184

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    PS: Die "Immunreaktion" gegenüber tierischem Eiweiss haben Sie aber vermutlich ganz tief aus der Mottenkiste der obskuren Vegetarier-Mythen ausgegraben..
    Diese wurden im Rahmen der Raumfahrtprogramme und der Ernährung der Astronauten untersucht.
    Sie brauchen dazu nicht einmal irgendwelche Mythen, sondern nehmen Sie Mittags einfach mal ein vegetarisches Mahl sättigend zu sich und eines mit grossem Fleischanteil und achten Sie mal auf ihre Form am Nachmittag.
  6. #185

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Blöderweise gilt das eigentlich für nahezu das gesamte Spektrum der heute relevanten Nahrung. Was der Mensch aus "ursprünglicher" Quelle und in unbearbeitetem Zustand sinnvoll verwerten könnte beschränkt sich effektiv weitgehend auf Beeren, Früchte, Nüsse und Wirbellose.
    Sie vergessen Gemüse, Steckfrüchte.

    Nun stellt sich die Frage, was Sie als "relevante Nahrung" sich vorstellen. Die Eltern eines Freundes gehen nun fit auf die Hundert zu und die Hauptanteile der Nahrung sind Beeren, Früchte und Nüsse, neben einigen Getreiden und gepresstem Gemüsesäften.
    Geistig und körperlich fit.
    Er hat gerade erst das Dach am Haus neu decken lassen und eine Fotovoltaik installiert (wegen der Rendite).

    Was verstehen Sie unter Wirbellosen und warum denken Sie, dass diese mit unserem Verdauungssystem kompatibel sind?
    Es gibt meines Erachtens nach keinen Unterschied zwischen Würmern und Rindern.
  7. #186

    Warum um alles in der Welt müssen Fleischgerichte imitiert werden? Wer ohne Fleisch leben kann, kann doch auch ohne Imitate leben, oder nicht?
    GENAU DAS frage ich mich als überzeugter Vegetarier schon seit Jahren! Ich verzichte absichtlich auf Fleisch und brauche daher keinen Ersatz in Form von Tofu"würsten" - wenn ich Fleischgeschmack haben wollte, würde ich Fleisch essen.
  8. #187

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Diese wurden im Rahmen der Raumfahrtprogramme und der Ernährung der Astronauten untersucht.
    Sie brauchen dazu nicht einmal irgendwelche Mythen, sondern nehmen Sie Mittags einfach mal ein vegetarisches Mahl sättigend zu sich und eines mit grossem Fleischanteil und achten Sie mal auf ihre Form am Nachmittag.
    Wenn ich das mit Fleischanteil mit äußerst schlechtem Gewissen zu mir nehme, wird meine Form möglicherweise schlechter sein, als wenn ich frohgemut und mit dem Gefühl, ein besserer Mensch zu sein, reine Pflanzenkost zu mir nähme.
  9. #188

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Was Sie dort haben, ist die externe Verwesungs- und Autolysefunktion die den Geschmack produziert.
    Trotzdem untergräbt es halt Ihre These. Ausserhalb von Säugetieren und Vögeln ist es übrigens auch anders, Fische oder Wirbellose konsumiert man roh lieber möglichst frisch. Und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung, im Gegenteil.

    Nur nicht unser Hauptnahrungsmittel.
    Ein "Hauptnahrungsmittel" ist für den Menschen weder notwendig noch wünschenswert, entsprechend eine Nullaussage.

    Deswegen funktioniert ja auch die Atkins Diät. Sie können das in beliebigen Mengen essen ohne zuzunehmen.
    Weil Ihr Körper das in der Form gar nicht verdauen kann.
    Das ist gelinde gesagt ziemlicher Unsinn. Schon alleine, weil die "Atkins Diät" nicht wirklich funktioniert, zumindest in der absoluten Form ohne rigorose Kalorienbeschränkung. Der ungezügelte Konsum von tierischem Fett und Proteinen führt jedenfalls zum absoluten Gegenteil von Gewichtsabnahme. Verdaut wird das nämlich exzellent.

    Da sind etliche pflanzliche Produkte wenn schon heikler. Etwa das hier thematisierte Soja wie auch Bohnen und diverses Gemüse enthält u.a. für den Menschen nicht verwertbare Raffinose, was gemeinhin durch entsprechende Gerüche ziemlich deutlich wahrnehmbar ist. Die Verwertungsproblematik findet sich darum definitiv eher auf pflanzlicher Seite.
  10. #189

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Vielleicht können Sie mir ja erklären, warum ich nach 49 Jahren Fleischkonsum noch lebe und gesund bin?
    49 ist kein Alter.

    Warum mein fleischfressender Vater 78 Jahre alt wurde, mein Nachbar gar 97 Jahre alt?
    78 ist auch nicht besonders alt, sondern eher im statistischen Feld.

    Ich habe nichts dagegen, wenn Sie kein Fleisch essen mögen, aus welchem Grund auch immer. Aber verbreiten Sie bitte keine Märchen.
    Ich mag von Zeit zu Zeit Fleisch, vertrage es nur nicht.

    Ich ernähre mich bewußt und gesund. Das geht auch mit Fleisch.
    Man muss ja nicht jeden Tag ein Schwein fressen!
    Sie können und werden das für sich selber beurteilen müssen. Es gibt keine allgemeingültige Situation oder Beurteilung.








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