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"Vatileaks"-Prozess: Um Gottes willen kein Skandal

AFPEs geht um Geldwäsche, Verrat und Intrigen - "Vatileaks"-Affäre beschert dem Machtzentrum der Katholischen Kirche eine der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte. Jetzt wird dem Kammerdiener des Papstes der Prozess gemacht - möglichst kurz und diskret, hoffen die Kirchenoberen.

http://www.spiegel.de/panorama/vatil...-a-858353.html
  1. #1

    Der Vatikan

    erinnert stark an eine Geheimgesellschaft mit mafiösen Strukturen. Ich erinnere an die mysteriösen Todesfälle von Roberto Calvi, dem Chef der Banco Ambrosiano, und seiner Sekretärin, an Erzbischof Marcincus und die Geschäfte mit der Mafia. Anscheinend hat sich seit dieser Zeit nicht viel geändert im Gottesstaat. Mit Christentum hat dies absolut nichts zu tun!
  2. #2

    Haha, auserwählte Journalisten. Das erweckt Vertrauen und wird auf jeden Fall dazu führen das Kirche weiterhin große Zuwanderung erfahren wird. Ich kann einfach nicht verstehen, das all diese Leute die in gehobenen Positionen stehen, sei es Kirche oder Politik immer noch nicht verstanden haben das das Kleinhalten von Fakten, Tatsachen und Wahrheiten genau das Gegenteil bewirkt als sich diese Personen erhoffen. Interessant das sich die Kirche den Weg zur Hölle selbst ebnet. Ich erspare mir jetzt das Zitieren diverser 10-Gebots-Passagen.
  3. #3

    kein Medienpektakel

    Die ganze Angelegenheit hat für mich doch mehr disziplinarischen Charakter. Disziplinarverfahren finden beispelsweise in Deutschland unter Ausschluß jeglicher Öffentlichkeit statt. Auch halten große Organisationen strafbare Fehltritte von Mitarbeitern üblicherweise geheim, bringen sie insbesondere nicht zur Anzeige bei Strafverfolgungsbehörden, um einen Vertrauensverlust in der Öffentichkeit zu vermeiden.
    Ich finde es durchaus angemessen, wenn der Vatikan den Beschuldigten nicht zum Mittelpunkt eines weltweiten Medienspektakels machen will.
  4. #4

    Zitat von cuora Beitrag anzeigen
    Mit Christentum hat dies absolut nichts zu tun!
    Doch, genau das ist Christentum, seit 2000 Jahren. Das ganze "Nächstenliebe"-Gedusel ist doch nur für's Image.
  5. #5

    kein Medienspektakel!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es geht um Geldwäsche, Verrat und Intrigen - "Vatileaks"-Affäre beschert dem Machtzentrum der Katholischen Kirche eine der schwersten Krisen seiner jüngeren Geschichte. Jetzt wird dem Kammerdiener des Papstes der Prozess gemacht - möglichst kurz und diskret, hoffen die Kirchenoberen.

    "Vatileaks"-Prozess: Rom versucht Verfahren klein zu halten - SPIEGEL ONLINE
    Die ganze Angelegenheit hat für mich mehr disziplinarischen Charakter. Disziplinarverfahren finden beispielsweise in Deutschland unter Ausschluß jeglicher Öffentlichkeit statt. Auch große Firmen und andere Organisation zeigen strafbare Fehltritte von Mitarbeiter üblicherweise nicht an, um eine Ansehenschädigung zu vermeiden
    Ich finde es angemessen, wenn der Vatikan die Angelegenheit - auch zum Schutze des Beschuldigten, nicht zu einem großen Medienspektakel machen will.
  6. #6

    Auch nach der Buchveröffentlichungen fragt man sich verwundert, wo denn jetzt eigentlich die breit angekündigten, brisanten Enthüllungen sein sollen.
    Dass sich ein paar Kardinäle nicht grün sind und die Vatikanbank unkontrollierbare Geschäfte machen soll: Geschenkt!
    Was hat man von einer großen Organisation, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft und Charakters zusammenarbeiten und diein einigen Teilen der Welt wie etwa in China oder Nordkorea verfolgt wird und im Untergrund arbeiten muss, eigentlich anderes erwartet?

    Mit christlicher Nächstenliebe alleine lässt sich heutzutage nicht einmal ein Handwerksbetrieb führen, geschweige denn eine weltweite Organisation wie die katholische Kirche.
  7. #7

    Gott schonen?

    "Vatileaks"-Prozess: Um Gottes willen kein Skandal (Titel)


    Das wäre ja das erste Mal, dass die römisch-katholische Kirche Rücksicht auf den Willen Gottes nehmen würde.
    Nun, man soll ja bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben.

    Gott hatte bisher ja großzügigerweise unendliche Geduld mit seinen Stellvertretern und deren Organisation. Er verdient es wirklich, dass man ihn bezüglich eines zusätzlichen Skandals schont, da ja die RKK für ihn an sich schon Skandal genug ist.
  8. #8

    Zitat von Sokrates1939 Beitrag anzeigen
    Die ganze Angelegenheit hat für mich doch mehr disziplinarischen Charakter. Disziplinarverfahren finden beispelsweise in Deutschland unter Ausschluß jeglicher Öffentlichkeit statt. Auch halten große Organisationen strafbare Fehltritte von Mitarbeitern üblicherweise geheim, bringen sie insbesondere nicht zur Anzeige bei Strafverfolgungsbehörden, um einen Vertrauensverlust in der Öffentichkeit zu vermeiden.
    Ich finde es durchaus angemessen, wenn der Vatikan den Beschuldigten nicht zum Mittelpunkt eines weltweiten Medienspektakels machen will.
    Sie vergessen hierbei allerdings, dass der Vatikan nicht irgendeine "Organisation" ist, was auch immer man darunter verstehen soll, sondern ein Staat. Einer der letzten absolutistischen Staaten Europas, der hier einen Angeklagten, der vielleicht Aussagen zu fragwürdigen Praktiken des Staates machen könnte, schnell und ohne viel Aufsehen aburteilen will.
    Ganz so harmlos, wie viele das scheinbar sehen ist ein solcher Vorgang in einem Mitgliedstaat der EU nun doch nicht.
  9. #9

    Schickt Matussek!

    In Fragen der Servilität gegenüber einer der Hauptpersonen wäre Matthias Matussek sicher ein recht qualifizierter Kandidat. Und Der Spiegel käme in den Genuss, einen seiner Hauptintellektuellen ganz nah an die Nachrichtenfront zu bringen. Viel Erfolg!








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