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"Vatileaks"-Buch: Heimlichkeit und Kumpanei

DPADer Inhalt birgt Zündstoff: Das "Vatilekas"-Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi erscheint nun auch auf Deutsch - inklusive neuer, brisanter Dokumente. Sie offenbaren einen Dauerstreit zwischen deutschen Bischöfen, der Kurie und ihrem Papst.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,853247,00.html
  1. #1

    nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Inhalt birgt Zündstoff: Das "Vatilekas"-Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi erscheint nun auch auf Deutsch - inklusive neuer, brisanter Dokumente. Sie offenbaren einen Dauerstreit zwischen deutschen Bischöfen, der Kurie und ihrem Papst.

    "Vatileaks"-Buch: Heimlichkeit und Kumpanei - SPIEGEL ONLINE
    Zuvorderst wäre es nett wenn Spon auf solch unsinnige Begriffe wie Heilig oder Heiliger Vater verzichten könnte. Der Mann ist alles andere als heilig und Vater, wahrscheinlich, auch nicht.
    Zum Text: Wenn man ein Unternehmen führt das weltweit mit unsinnigen Heilsversprechungen naive Menschen hinters Licht führt ist es normal, dass einige Paten anderer Meinung sind. In D wird es anscheinend immer schwerer mit der "Grundlehre" auf bauernfängerei zu gehen. Je wissender die Menschen desto subtiler und cleverer muss man ein Geschäft mit abstrusen Versprechungen aufziehen. Das hat Ratzinger (noch) nicht begriffen.
    Aber schon toll wie man mit nichts Geld macht, dass schafft sonst nur Frau Katzenberger.
  2. #2

    Die Probleme der Kirche

    die hier geschildert werden, reichen noch nichtmal als Drehbuch für eine aufregende TV-Serie (sonst hätte HBO sich das schon längst nicht entgehen lassen ;)

    Im Ernst: ich hätte heftigeres erwartet.
    Vielleicht lese ich auch zuviel Illuminati ^^
  3. #3

    Das ist alte vatikanische Tradition

    Wobei es ja eigentlich keine Überraschung ist, wenn Ratzinger im Dauerstreit mit seinen Untergebenen, die in ihm eher einen primus inter pares sehen, außer es geht gegen Aufrührer, Kritiker und ehrlichere Naturen, dann ist Papa Ratzinger natürlich der Stellvertreter des himmlischen Vaters, liegt.

    Streit und Zwietracht sind alte vatikanische Sitten, ob nun mit der Kurie, verschiedenen Kaisern, mit Gegenpäpsten, mit römischen Republikanern, ... .

    Die Herren müssen sich ja gerade heute die Zeit vertreiben, immerhin sind Mätressen außer Mode, einen Harem gibt es auch schon lange nicht mehr im Vatikan.

    Natürlich gibt es da auch noch das große Problem mit starren Strukturen, die auch von Vetternwirtschaft und ähnlichen leben. Diese Strukturen sind extrem stabil, die wird man nicht so schnell wieder los. Zudem verzettelt sich ja Ratzinger, will er im Vatikan aufräumen, müßte er die Finger vom Aufruf zu Missionierung und anderen Dingen lassen. Die Geschichte lehrt das. Zudem sollte Ratzinger die Finger davon lassen den großen Bruder zu spielen, er kann nicht gegen die Moderne hetzen und dann die Moderne benutzen, um seine Herde an einen Pfahl zu binden.

    Ratzinger hat allerdings Glück, daß er Papst in modernen Zeiten ist, da ist die alte Sitte, daß man einen Papst, der einen nicht paßt, mal schnell mit einem Gegenpapst beschäftigt oder ihn gleich meucheln läßt, deutlich schwieriger umzusetzen und noch viel schädlicher als früher.

    Opfer eines Meuchelmords zu werden galt ja lange im Vatikan als natürliche Todesursache für einen Papst und elegante Methode seine Schwierigkeiten mit dem Chef zu lösen, sofern man nicht für einen der Päpste, die gerne anderen Männern Hörner aufsetzten, arbeitete, die dann meist Opfer von rachsüchtigen Ehegatten wurden.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Inhalt birgt Zündstoff: Das "Vatilekas"-Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi erscheint nun auch auf Deutsch - inklusive neuer, brisanter Dokumente. Sie offenbaren einen Dauerstreit zwischen deutschen Bischöfen, der Kurie und ihrem Papst.

    "Vatileaks"-Buch: Heimlichkeit und Kumpanei - SPIEGEL ONLINE
    So zündend ist das jetzt aber nicht. Dass Ratzinger ein Rechter ist und die katholische Kirche ein zentral gesteuertes gewinnorientiertes Unternehmen mit zweifelhaftem unchristlichen Geschäftsgebahren, das ist doch jetz wirklich nichts Neues.
    Wenn da nicht wenigstens was Neues über die Stricher und Kinderprostituierten steht, die im Vatikan ein und ausgehen oder zumindest gegangen sind, muss man das Buch nicht kaufen.
  5. #5

    "Vatilekas"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Inhalt birgt Zündstoff: Das "Vatilekas"-Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi erscheint nun auch auf Deutsch - inklusive neuer, brisanter Dokumente. Sie offenbaren einen Dauerstreit zwischen deutschen Bischöfen, der Kurie und ihrem Papst.

    "Vatileaks"-Buch: Heimlichkeit und Kumpanei - SPIEGEL ONLINE
    Als Erstatz für "Vatilekas"
    schlage ich "Vatilkaes" oder schlicht "Vatileaks" als Anagramm vor.
  6. #6

    Kirche - Glauben und Verwaltung

    Zunächst möchte ich feststellen, das die "Institution Kirche" mit "Glauben" wohl wenig gemein hat. Es ist eine gigantische "Verwaltungsorganisation", die den Begriff "Glauben" nur vor sich herträgt. Zudem ist Deutschland noch immer ein großer Kirchensteuerzahler und Alimentierer der Bischöfe etc. Deren Gehälter und Auslagen werden wohl allesamt vom Steuerzahler aufgebracht. Die "Kirchenverwaltung" lebt also nicht schlecht und das im verborgenen. Auch hier ist eine Entrümpelung dringend angesagt. Staat und Kirche müssen komplett abgetrennt werden. Das Vermögen der Kirche ist groß genug, um sich selbst zu ernähren. Beim Staat ist überall sparen angesagt, da darf es auch keine Tabus bei der Alimentierung der Kirche geben.
  7. #7

    xxx

    Zitat von N0 C@rrier Beitrag anzeigen
    die hier geschildert werden, reichen noch nichtmal als Drehbuch für eine aufregende TV-Serie (sonst hätte HBO sich das schon längst nicht entgehen lassen ;)

    Im Ernst: ich hätte heftigeres erwartet.
    Vielleicht lese ich auch zuviel Illuminati ^^
    Na ja, das Buch besteht ja sicher nicht nur aus der Beschreibung der schlechten Beziehungen des Papstes zum deutschen Klerus.

    Ausserdem liegt die Brisanz ganz woanders:
    nämlich in der Tatsache, dass selbst der Vatikan vor dem Enthüllungsjournalismus nicht mehr sicher sein kann.
    Das ist auch kein Zufall oder einem besonders gewitzten Journalisten zu verdanken, sondern es liegt vor allem daran, dass der RKK und insbesondere dem Vatikan nicht mehr die alles vernebelnde Ehrfurcht entgegengebracht wird, die ihr über Jahrhunderte zu ihren dunklen Geschäften verholfen hat.
    Die Neigung, einer abgewirtschafteten Institution, die sich millionenfach desavouiert hat, uneingeschränkten Respekt zu zollen,
    ist im digitalen Informationszeitalter doch erheblich gesunken.
  8. #8

    Friede sei mit Euch

    Wieso nennt man den Papst eigentlich "Heiliger Vater"?
    Wenn der Papst heilig wäre und ein wahrer Nachfolger von Jesus, könnte er andere heilien. Dann wäre er mit der göttlichen Heilkraft verbunden und bräuchte sich sicherlich keine Gedanken über Kirchenmitglieder zu machen. Das gleiche gilt für die Kardinäle und Bischöfe. Heil und Frieden sucht man in der Kirche aber meist vergebens. Zum Glück kann man mit Gott, Jesus, Maria und anderen Heiligen nicht nur in der Kirche Verbindung aufnehmen. Man findet sie auch außerhalb. Maria hat sich oft mitten in der Natur gezeigt. Von Marienerscheinungen in Kirchen habe ich bisher noch nie etwas gehört. Oft hat man den Eindruck, dass in Kirchen ohnehin ein anderer Geist herrscht. vielleicht sollte man Jesus und Maria inständig darum bitten, dass sie die Krichen davon reinigen.
  9. #9

    Nee Nee

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Zum Text: Wenn man ein Unternehmen führt das weltweit mit unsinnigen Heilsversprechungen naive Menschen hinters Licht führt ......
    Wenn Sie sich nicht für Kirchenpolitik interessieren, dann ist das zuvorderst erst mal Ihre Sache.

    Wenn Sie aber Million Gläubige pauschal als dumm und naiv verunglimpfen, nur weil diese nicht Ihre Glauben (welchen auch immer) teilen, dann ist das anmaßend.


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