Vampir-Roman "Der Übergang": Der Virus-Stuss

Die Blutsauger haben sich festgebissen in den Bestsellerlisten. Jetzt kommt der nächste große Vampir-Hype: Justin Cronins Roman "Der Übergang". Doch das bereits für Millionensummen an Hollywood verkaufte Buch ist eine Mogelpackung: Statt einer komplexen Geschichte gibt es blutleere Effekte.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...712078,00.html
  1. #1

    ohne titel

    "Dracula" mit Bela Lugosi von 1991? Ich glaube nicht, Tim!
  2. #2

    empfehlenswert finde ich zumindest die ersten Teile von Hohlbeins Vampir-Epen, habe leider keinen Titel mehr parat (habe die Bände damals ausgeliehen bekommen).

    Interessanter Aspekt dabei: Vampir = Dämon im Menschen, d.h. es geht nicht um Biss = Vampir, sondern um den Kampf zwischen Menschlichkeit & animalischer Urkraft.

    Insgesamt gehobene Holbeinsche Durchschnittskost, liest sich recht flott...
  3. #3

    ...

    Das Interessante an den ganzen "Viren-machen-Menschen-zu-blutrünstigen-Zombies" Geschichten ist für mich immer der latente Grusel, daß es in der Realität tatsächlich seltsame Krankheiten gibt...an die denkt aber selten jemand...es ist doch im Grunde faszinierend, daß das Tollwut-Virus es durch Evolution geschafft hat, sich so effektiv zu verbreiten. Weil die Verbreitung über Speichel erfolgt, muß man den Wirt dazu bringen, jemand anderen anzufallen und möglichst zu beißen. Deshalb steigert das Virus in vielen Fällen die Aggresivität des Wirtes, es verhindert ferner, daß der infektiöse Speichel geschluckt wird (Hydrophobie) und führt bei Tieren dazu, daß sie umherwandern und ihre Scheu verlieren. Alles nur, um seine Vermehrungsstrategie zu optimieren. Und bei der Hälfte der Mechanismen hat keiner eine blasse Ahnung, wie sie auf molekularer Ebene funktionieren. Oder man nehme das Lesch-Nyhan Syndrom mit seiner Neigung die Betroffenen autoaggresiv zu machen. Also ich würde sagen, Viren, die in Gehirnprozesse eingreifen, die Stimmung und das Verhalten eines Menschen ändern können, insbesondere seine Aggressivität steigern, gibt es längst, und zwar ganz ohne Vampirgedöns.
  4. #4

    Meine Güte ....

    ... ist dieses Vampirzeug doch spannend ...
  5. #5

    titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Blutsauger haben sich festgebissen in den Bestsellerlisten. Jetzt kommt der nächste große Vampir-Hype: Justin Cronins Roman "Der Übergang". Doch das bereits für Millionensummen an Hollywood verkaufte Buch ist eine Mogelpackung: Statt einer komplexen Geschichte gibt es blutleere Effekte.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...712078,00.html
    ganz interessant in richtung vampire sind die bücher aus der sookie stackhouse reihe.
    japaner erfinden künstliches blut und die vampire haben es nicht mehr nötig auf menschliches blut zurückzugreifen. sie "outen" sich und fordern die gleichen bürgerlichen-; menschenrechte ein.
    das ganze spielt dann noch im sogenannten biblebealt in den südstaaten der usa.
    ganz amüsant und der bezug auf andere minderheiten ist unübersehbar.
  6. #6

    ...

    Zitat von Wuschelkopp Beitrag anzeigen
    empfehlenswert finde ich zumindest die ersten Teile von Hohlbeins Vampir-Epen, habe leider keinen Titel mehr parat (habe die ......
    ich glaube mich erinnern zu können, dass das die chronik der unsterblichen war. tatsächlich sehr gut, besitze die ersten 4 bücher.
  7. #7

    Nicht alle Vampirbücher sind schlecht

    Auch die Judasreihe von Markus Heitz ist sehr zu empfehlen, die im selben Universum wie seine Bestseller Ritus und Sanctum sowie Blutportale spielt. Kinder des Judas und Judassohn habe ich mit viel Begeisterung gelesen und habe Judastochter, das im Dezember erscheint, bereits vorbestellt. Es ist allerdings nichts für zarte Gemüter. Anders als bei den bekannten Liebesschnulzen von Frau Meyer sind die Vampire hier äußerst blutrüstig und der Autor ist gerade dabei sehr detailiert in seinen Beschrebungen.
  8. #8

    ahem ...

    Zitat von doublebass Beitrag anzeigen
    ganz interessant in richtung vampire sind die bücher aus der sookie stackhouse reihe.
    die es ja mittlerweile in der dritten staffel als durch und durch gelunge serie gibt, wenn ich das richtig sehe von ball, sprich vom autor von "six feet under". nicht nur wegen der für amerikanische verhältnisse geradezu revolutionär freizügigen darstellung nackter weiblicher körper (incl. sookie) mehr als sehenswert, auch wennich in der zweiten staffel diese erdgöttinnengeschichte ziemlich nervig fand.

    buffy für erwachsene ...
  9. #9

    auch wenn der autor ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Statt einer komplexen Geschichte gibt es blutleere Effekte.
    das jetzt anders sieht: ich fühlte mich ein wenig an "the stand" erinnert, sicher nicht so tiefgründig, aber in der geschichte - die im grunde nichts mit dem gerade aktuellen als vapirgeschichten getarnten lore romanen zu tun hat - gibt's schon ein paar nette überraschungsmomente, wenn etwa no 13, amy, einfach mal "bitte" sagt.

    daß hier jetzt über hohlbein geredet wird statt über cronin liegt wahrscheinlich nur daran, daß kaum jemand das buch gelesen oder gehört hat. die lesung von david nathan, die ich mir als teil meines monatlichen abos bei ... ahem ... nein, ich mach keine werbung ... gekauft habe, ist jedenfalls adäquat und süffig.

    dem autoren empfehle ich das interview mit Eric T. Hansen im dlf vom samstag: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/d...8_035de492.mp3

    bloß nicht am faden ziehen ;-)