Vadim Glowna in "Bloch": Das Monster heißt Erinnerung
SWRAls Psychotherapeut "Bloch" muss Dieter Pfaff einem alten Musiker-Freund helfen, der mit ihm die Welt erobern wollte. Jetzt sucht ihn der Blues der Vergangenheit heim. Ein großartiger Generationenfilm - und ein würdiger Abschied vom jüngst verstorbenen Vadim Glowna.
Bloch... Diese Serie steht für mich für hochqualitatives Fernsehen. Mit intelligenten Drehbüchern und Geschichten von Menschen, die in ihren Dialogen an spitzfindiger Doppeldeutigkeit und Tiefgründigkeit ihresgleichen suchen.
Nicht jede Folge endet mit Happy End. Das macht sie so unberechenbar und spannend.
Für mich ist Bloch das Beste, das ich derzeit im Fernsehen erlebe.
Schade: Die Zickeleien zwischen Bloch und seiner Lebensabschnittsgefährtin lassen inzwischen nach, habe ich das Gefühl. Die beiden entfernen sich meiner Ansicht nach voneinander... Ich fand es schön (und es erinnert mich an meine eigene Beziehung) zu sehen, wie einer von beiden (meist Bloch) den anderen anfuhr, der andere aber nicht genervt reagierte, sondern die Situation erkannte (dass die Aggression sich nicht gegen den Partner, sondern gegen die aktuelle Lösungsunfähigkeit auf einen Fall richtete) und den Partner mit einem passenden Satz in die imaginären Arme nahm.
Ich schließe mich dem Vorposter an, dass Bloch eine der besten Serien im Fernsehen ist. Deswegen war ich von dieser Folge enttäuscht., da sie für mich erstens zu langgewalzt war, und das ständige Gitarrengedudel für mich irgendwann nervte...