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USA: Uno fordert Rückgabe von Gebieten an Indianer

DPADie Nachfahren der Ureinwohner sollen ihre heiligen Stätten zurückbekommen: Ein Uno-Bericht fordert die US-Regierung auf, mehr für indigene Gruppen zu tun. Laut einem Sonderberichterstatter steht die Aussöhnung mit den jahrhundertelang benachteiligten Indianern noch immer aus.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831527,00.html
  1. #1

    Wenn

    die Gesetzeslage für die Indianer spricht,dann sollen sie Ihr Ländereien zurückgegeben werden.Aber gut ist,es wird immer noch U.S.A bleiben.
  2. #2

    Man sollte sich damit abfinden, dass Gebietsansprüche sich nach den heutigen Bewohnern zu richten haben. Andernfalls könnte man so manchen Staat auf der Welt für schlicht illegal erklären, weil die ethnische Zusammensetzung nicht der von vor 100, 1.000 oder 10.000 Jahren entspreche. Wobei die Festlegung des Referenz-Zeitpunktes auch noch völlig willkürlich ist...
  3. #3

    Nicht nur den Sioux

    v.a. auch den Western Shoshone wird im Zuge von Goldabbau sowie Atomwaffentests und Endlager für radioaktiven Müll immer noch extremes Unrecht angetan und ihr im "Treaty of Ruby Valley" verbrieftes Recht auf ihr eigenes Land mit Füßen getreten. Schade, dass nicht auch dieses Problem deutlich angesprochen wurde.
  4. #4

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Man sollte sich damit abfinden, dass Gebietsansprüche sich nach den heutigen Bewohnern zu richten haben. Andernfalls könnte man so manchen Staat auf der Welt für schlicht illegal erklären, weil die ethnische Zusammensetzung nicht der von vor 100, 1.000 oder 10.000 Jahren entspreche. Wobei die Festlegung des Referenz-Zeitpunktes auch noch völlig willkürlich ist...

    Es gibt einen immer noch gültigen Vertrag mit Western Shoshone und Sioux! Dieser wurde einfach für ungültig erklärt nach Goldfunden in der Gegend. Das ist Unrecht, das auch nach 100 oder 200 Jahren nicht "verjährt" - und etwas völlig anderes als Gebietsansprüche von vor 1000 oder 10.000 Jahren. Die Vertragsparteien bzw. deren Nachfolger existieren noch, insofern muss der Vertrag erfüllt werden, das haben US-Gerichte auch immer wieder festgestellt. Trotzdem werden immer noch Farmer schikaniert, um sie zum Verkauf ihrer Länderereien zu "überreden", Aktivisten zusammengeschlagen und unrechtmäßig inhaftiert, das sind Menschenrechtsverletzungen, von denen man hier in Europa kaum etwas hört. Zudem leben in den betroffenen Gebieten immer noch viele Angehörige der entsprechenden Stämme. Diese sind besonders betroffen von den Atomwaffentests in der Gegend und giftigem Zyankali, das zur Goldgewinnung eingesetzt wird.
  5. #5

    wenn man alle Gebiete, die durch Kriege ihre Hohheiten wechselten, zurueckgeben wuerde,dan entsteht ein komplet andere Staatenaufteilung und ein neues Weltbild, Indianer in Canada haben soviele Sonderrechte und Gebiete, aber sie wollen immer noch mehr. In den USA sieht es aehnlich aus, Ihr Artikel ist zu einseitig
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erhebliche Schwierigkeiten gebe es für viele Nachfahren der Ureinwohner in Alaska und im pazifischen Nordwesten der USA, wo viele auf Jagd und Fischfang angewiesen seien. Dort erschwerten es ihnen strenge Gesetze, den Lebensunterhalt zu bestreiten.
    Unter Laien auch als Naturschutz bekannt. Und warum sollten für die Indianer andere Gesetze gelten, als für die nicht indiansiche Bevölkerung des gleichen Bundesstaates?
  7. #7

    ...

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Unter Laien auch als Naturschutz bekannt. Und warum sollten für die Indianer andere Gesetze gelten, als für die nicht indiansiche Bevölkerung des gleichen Bundesstaates?
    Z.B. weil die Indianer mitunter nicht nur kulturhistorisch versuchen im Einklang mit der Natur zu leben, als sie nur auszubeuten, verbrannte Erde zu hinterlassen und weiterzuziehen?!

    Man könnte Vergleiche zu anderen Genoziden unserer Geschichte ziehen, wenn man nur wollte...
    Es ist einfach, in jede Fernsehserie einen dunkel- und einen gelbhäutigen Charakter einzubauen, aber auch political correctness hat ihre Grenzen...
  8. #8

    ...

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Und warum sollten für die Indianer andere Gesetze gelten, als für die nicht indiansiche Bevölkerung des gleichen Bundesstaates?
    Indianerreservate in den USA haben schon seit geraumer Zeit teilweise ganz andere Gesetze, da sie in gewisser Weise (teilweise) unabhaengig sind. Aber sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Reservate gelten fuer Indianer die gleichen Gesetze wie fuer alle anderen.
  9. #9

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Das ist Unrecht, das auch nach 100 oder 200 Jahren nicht "verjährt" - und etwas völlig anderes als Gebietsansprüche von vor 1000 oder 10.000 Jahren.
    Warum?

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Die Vertragsparteien bzw. deren Nachfolger existieren noch, insofern muss der Vertrag erfüllt werden, das haben US-Gerichte auch immer wieder festgestellt.
    Juristisch gesehen mag das zutreffen, aber praktisch gibt es ethnische und territoriale Traditionen, auch wenn Staatsgebilde formal neu geschaffen wurden. Warum also nicht Italien heute als Nachfolger des Römischen Reiches betrachten? Ist das absurder oder unlogischer als unbescholtene Menschen für die Taten ihrer Vorfahren haftbar zu machen?

    Geldzahlungen sind eine elegante Lösung, die viele Probleme erspart. Aber von heute lebenden Menschen zu verlangen, dass sie ihre Hütte räumen...


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