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USA: Uno fordert Rückgabe von Gebieten an Indianer
DPADie Nachfahren der Ureinwohner sollen ihre heiligen Stätten zurückbekommen: Ein Uno-Bericht fordert die US-Regierung auf, mehr für indigene Gruppen zu tun. Laut einem Sonderberichterstatter steht die Aussöhnung mit den jahrhundertelang benachteiligten Indianern noch immer aus.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831527,00.html
- #60 05.05.2012 21:12 von
Die Indianer sind Reich.
Vorurteile über Vorurteile
Die weisen Pelzhändler haben zunächst die Indianer für die Beschaffung von Pelzen und Rohstoffen bezahlt. Nur der kleinste Teil der Tiere wurde von weißen Jägern getötet. Die Weisen haben meist nur die Handelsstationen betrieben wo sich die Indianer aus der Umgebung getroffen haben und mit den Weißen gehandelt haben. Sie wurden nicht gezwungen, sondern bezahlt. (Die Prärie-Büffel waren später die große Ausnahme) Die sehr primitive Gewinnsucht der Indianer war also für die Ausrottung der meisten Tiere mitverantwortlich.
Auch hatten die Weisen genügend Indianische Verbündete die ihnen im Krieg geholfen haben. Manches Massaker, das man den Weisen unterschob, war auch eine Abrechnung zwischen den Stämmen oder sogar dem Machtkampf innerhalb eines Stammes geschuldet. Stämme die mit den Weisen Handel trieben, konnten mit den Waffen andere Stämme vernichten und verjagen.
Bevor die Weisen Einwanderer kamen, ernährte das Land gerade mal 4 Millionen Indianer, mehr schlecht als recht, da die Steinzeitkultur, kein Metall, keine Pferde, nicht in der Lage war eine effektive Vorratswirtschaft zu betreiben.
Heute leben in den USA ca. 2,5 Millionen Indianer und besitzen 225.000 qkm Land. Zum Vergleich. In Israel leben ca.8 Millionen Menschen auf rund 21000 qkm. vergleichbaren Landes. Bei den heutigen Rohstoffpreisen sind die Indianer unendlich Reich, nur zu dumm um es zu bemerken. Naturschutz? das gleiche Argument bringen auch die europäischen Adligen und Großgrundbesitzer vor, wenn sie argumentieren, dass ihr Grundbesitz mehr kostet als er einbringt.
Wer indianische Kultur respektiert, sollte gleiche Traditionen auch in Deutschland achten! Deutsche Jäger fühlen das gleiche wie ihre primitiven Vettern im Urwald und in der Prärie. - #61 05.05.2012 21:14 von
- #62 05.05.2012 21:29 von
Amerikaner
Wer sind sie, aus Europa ausgewanderte Menschen, die hier nicht mehr überleben konnten. Das Land war groß und weit, man hätte sich engagieren können. Aber nein, die "Europäer" hatten nur ein Ziel - Mein Land. Völkervertreibung nennt man das heute, aber das darf man ja wohl nicht sagen.
- #63 05.05.2012 21:50 von
Die einzigen, die regelmäßig immer noch ihre "Hütten räumen" müssen, sind Western Shoshone Farmer, die so lange schikaniert und bedroht werden, bis sie "freiwillig" ihre Länderereien an staatliche Stellen oder das im Gebiet goldfördernde Unternehmen verkaufen. Die Farmen sind aufgrund der Bodenschätze oft mehrere Millionen Dollar wert, dennoch gibt es zahlreiche Farmer, die ihr Land nicht aufgeben möchten, die lieber Zyankalivergiftungen und die Gefahr durch hohe radioaktive Strahlung auf sich nehmen. Das muss man respektieren bzw. gegen die Menschenrechtsverletzungen vorgehen (es gibt übrigens auch zahlreiche weiße Sympathisanten). In Wahrheit werden also bis heute Menschenrechtsverletzungen v.a. an den Western Shoshone begangen. Man kann also nicht davon sprechen, dass weiße Farmer von ihrer "Scholle" vertrieben würden - es ist in Wahrheit genau umgekehrt.
- #64 05.05.2012 22:12 von
Nanana
Da sie nicht glauben wollen das es unter den Ureinwohnern Amerikas ein Alkoholproblem gibt, lesen sie sich das doch mal durch.
Sioux-Stamm in Reservat verklagt Brauereien wegen Alkoholismus - SPIEGEL ONLINE
Außerdem gibts es auch unter den Aborigines ein Alkoholproblem, was für ein Zufall!
Und wer hat bisher von dem Alkoholproblem profitiert? Die Siedler - #65 05.05.2012 23:43 von
Selbst wenn dem so wäre, haben Sie nur leider unter anderem, die vielen Toten unterschlagen die auch absichtlich mit Krankheiten wie die Pocken angesteckt wurden.
Und das Argument es leben jetzt viel mehr Leute in den Stämmen, weil die Lebensbedingungen jetzt soviel besser sind, dann sollten Sie sich mal das durchschnittliche Reservat ansehen. Kasinos sind da immer noch die Aussnahme. Und was Bodenschätze angeht geht es ja jetzt um Gebiete, die ihnen zustehen würden, aber wo die USA die Verträge gebrochen hat. Ein Reservat dürfte, was Bodenschätze angeht, nicht besonders ergiebig sein. Ansonsten hätte man Sie auch da wieder vertrieben. - #66 06.05.2012 00:03 von
- #67 06.05.2012 00:10 von
Vorurteile und Rassismus
Das war wohl als Ueberschrift zu Ihrem Beitrag gemeint...
Geht's vielleicht noch ein bisschen platter?Die sehr primitive Gewinnsucht der Indianer war also für die Ausrottung der meisten Tiere mitverantwortlich.
Ach ja, natuerlich, hier:
Klar, Sie waren ja schliesslich dabei, und haben das alles so miterlebt, nicht wahr? Das viele der Natives Landwirtschaft betrieben ist Ihnen dabei wohl entgangen... Naja, wenn man das Bild des Mustang-reitenden und Bueffel-jagenden Great Plain Indian als Leitbild sieht, ist das wohl verstaendlich. Vielleicht mal so etwas wie M. K. Bennett, "The Food Economy of the New England Indians, 1605-75," Journal of Political Economy 63 (October 1955) lesen. Oder aehnliche nicht Karl-May Quellen.Bevor die Weisen Einwanderer kamen, ernährte das Land gerade mal 4 Millionen Indianer, mehr schlecht als recht, da die Steinzeitkultur, kein Metall, keine Pferde, nicht in der Lage war eine effektive Vorratswirtschaft zu betreiben.
Darum geht es nun aber ueberhaupt nicht. Es geht darum, dass den Natives Millionen acres Land illegal weggenommen wurden. Ohne Krieg, ohne Unterwerfung oder Annexion, ohne legale Grundlage. Ob denen nun noch 200 km2 oder 2M km2 bleiben oder wieviel das pro Kopf ist im Vergleich zu anderen Nationen steht doch ueberhaupt nicht zur Debatte. Es geht darum, dass ihnen rechtmaessig wesentlich mehr zusteht als sie im Moment besitzen. Das Land und die Resourcen sind ihnen schlicht gestohlen worden. Durch die absichtliche Verletzung von Vertraegen, die bis heute in Kraft sind. Und deshalb steht ihnen, nach rechtsstaatlichem Prinzip eine Entschaedigung oder eben eine Rueckgabe des Landes zu.Heute leben in den USA ca. 2,5 Millionen Indianer und besitzen 225.000 qkm Land. Zum Vergleich. In Israel leben ca.8 Millionen Menschen auf rund 21000 qkm. vergleichbaren Landes. Bei den heutigen Rohstoffpreisen sind die Indianer unendlich Reich
Die Natives wissen sehr wohl, was ihnen gehoert und was ihnen zusteht. Zum Glueck verschiebt sich die politische Balance derzeit stark in ihre Richtung, und es finden immer mehr gut ausgebildete Juristen ihren Weg auf die Seite der First Nations, sowohl aus den eigenen Reihen als auch aus denen der Europa-staemmigen Einwanderer. Der "Bildungsvorsprung" der white supremacists von Ihrem Kaliber ist gluecklicherweise mittlerweile so nicht mehr als Basis fuer eine laengere Vorenthaltung von Menschenrechten tragfaehig.nur zu dumm um es zu bemerken.
Jaja, da ist es wieder, das ewige Vorurteil des Bueffeljagenden Wilden.Deutsche Jäger fühlen das gleiche wie ihre primitiven Vettern im Urwald und in der Prärie. - #68 06.05.2012 01:18 von
Krieg, und die abschliessend vereinbarten Friedensabkommen, sind absolut legitime voelkerrechtliche Mittel, die Verteilung von Grund und Boden zwischen Staaten zu regeln. Es geht bei den Gebieten wie den Black Hills aber nicht um First Nations, die in Kriegen besiegt wurden, sondern um Gebiete, die den Natives von den USA vertraglich zugesichert wurden, dann aber illegal von den USA verreinnahmt wurden.
Die Vertraege, zum Beispiel, die Fort Laramie Treaties, sind bis heute in Kraft. Weder die US Regierung noch das US Supreme Court bestreitet, dass die Enteignung der Sioux Nation im Bezug auf die Black Hills illegal war. Die Tatsache, dass heute die Black Hills nicht im Besitz der Sioux sind, ist ein Unrecht, dass heute geltendes Recht verletzt, basiert auf einem heute geltenden Vertrag, veruebt von heute lebenden Menschen an heute lebenden Menschen. Da ist nichts mit Verjaehrung...Das Unrecht an den Indianern ist inzwischen längst verjährt. Entschädigung in solchen Fällen sollte es nur zu Lebzeiten der Täter und Opfer geben (oder höchstens für die Kinder), nicht aber für Unrecht das von/an den VorVorVor Vätern begangen wurde.
Es ist nicht klar, was genau der Status der Natives in den USA ist. Marshal hat in Worcester v. Georgia den Begriff der "domestic dependent Nations" gepraegt, wobei bis heute nicht geklaert ist, was das bedeuten soll. Viele sind mittlerweile der Auffassung, dass etliche First Nations nie ihre Souveraenitaet aufgegeben haben, weil sie weder militaerisch unterworfen wurden, noch per Vertrag oder Kongressbeschluss diese effektiv beschnitten wurde. Und mir ist keine First Nation bekannt, die der Foederation beigetreten waere. Es ist anzunehmen, dass im Zuge der zunehmenden Anerkennung der Rechte der Natives, diese in nicht allzu ferner Zukunft als eigene, unabhaengige Souveraene gesehen werden muessen, die legal in die Staatengemeinschaft eingegliedert werden muessen. Die UN Konvention von 2008 war ein gewaltiger Schritt in diese Richtung. Bis das in den einzelnen Nationen ankommt, dauert es erfahrungsgemaess zwischen 10-50 Jahre. Es koennte also durchaus sein, dass es in 10, 20 Jahren ein paar Sterne mehr auf der US Flagge geben wird. :-)Die Indianer sind letztendlich normale Bürger der USA. Es darf keine Diskriminierung geben, aber auch keine Sonderrechte. Alles andere ist Rassismus.
Das ist uebrigens kein Rassismus. Die Sonderstellung der Natives beruht darauf, dass sie eben zuerst das Land besessen haben. Die Kolonialisten haben es versaeumt, viele der Natives legal zu enteignen. Sie haetten die Gelegenheit dazu gehabt, haben dies aber nicht bei allen getan. Die Sonderstellung der "treaty tribes" beruht also nicht auf Rassenideologie, sondern darauf, dass sie legal verbindliche Abkommen mit den USA in der Hand haben, die Besitzansprueche und Souveraenitaet verbriefen.
Niemand hat die USA dazu gezwungen, diese Art von Zugestaendnissen zu machen. Aber nachdem sie einmal gemacht wurden, kann man von den USA verlangen, sich daran zu halten. Wie USSC Justice Hugo Black in 1960 schrieb: "Great nations, like great men, should keep their word.''
MFG
TMH - #69 06.05.2012 01:24 von
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