USA: Uno fordert Rückgabe von Gebieten an Indianer

DPADie Nachfahren der Ureinwohner sollen ihre heiligen Stätten zurückbekommen: Ein Uno-Bericht fordert die US-Regierung auf, mehr für indigene Gruppen zu tun. Laut einem Sonderberichterstatter steht die Aussöhnung mit den jahrhundertelang benachteiligten Indianern noch immer aus.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831527,00.html
  1. #60

    Die Indianer sind Reich.

    Zitat von onkelbenz,derechte Beitrag anzeigen
    Ohne das Alkoholproblem kleinreden zu wollen, wären die meisten jedenfalls nicht auf die Idee gekommen, ganze Büffelherden und Walsippen lediglich aus Spaß oder kurzfristiger Gewinnsucht zu erlegen?!
    Vorurteile über Vorurteile
    Die weisen Pelzhändler haben zunächst die Indianer für die Beschaffung von Pelzen und Rohstoffen bezahlt. Nur der kleinste Teil der Tiere wurde von weißen Jägern getötet. Die Weisen haben meist nur die Handelsstationen betrieben wo sich die Indianer aus der Umgebung getroffen haben und mit den Weißen gehandelt haben. Sie wurden nicht gezwungen, sondern bezahlt. (Die Prärie-Büffel waren später die große Ausnahme) Die sehr primitive Gewinnsucht der Indianer war also für die Ausrottung der meisten Tiere mitverantwortlich.

    Auch hatten die Weisen genügend Indianische Verbündete die ihnen im Krieg geholfen haben. Manches Massaker, das man den Weisen unterschob, war auch eine Abrechnung zwischen den Stämmen oder sogar dem Machtkampf innerhalb eines Stammes geschuldet. Stämme die mit den Weisen Handel trieben, konnten mit den Waffen andere Stämme vernichten und verjagen.

    Bevor die Weisen Einwanderer kamen, ernährte das Land gerade mal 4 Millionen Indianer, mehr schlecht als recht, da die Steinzeitkultur, kein Metall, keine Pferde, nicht in der Lage war eine effektive Vorratswirtschaft zu betreiben.

    Heute leben in den USA ca. 2,5 Millionen Indianer und besitzen 225.000 qkm Land. Zum Vergleich. In Israel leben ca.8 Millionen Menschen auf rund 21000 qkm. vergleichbaren Landes. Bei den heutigen Rohstoffpreisen sind die Indianer unendlich Reich, nur zu dumm um es zu bemerken. Naturschutz? das gleiche Argument bringen auch die europäischen Adligen und Großgrundbesitzer vor, wenn sie argumentieren, dass ihr Grundbesitz mehr kostet als er einbringt.

    Wer indianische Kultur respektiert, sollte gleiche Traditionen auch in Deutschland achten! Deutsche Jäger fühlen das gleiche wie ihre primitiven Vettern im Urwald und in der Prärie.
  2. #61

    Zitat von jayjayjayjay Beitrag anzeigen
    suchen siesie sich selbst, ich bin nicht ihr bibliothekar, es ist langläufig bekannt das ureinwohner amerikas aufgrund ihrer ewigen abstinenz eine andere physis haben als die europäer die dieses land unrechtmäßig nahmen, anders als bei den japanern wo das alkoholproblem reine stereotype ist.
    Sie behaupten Dinge , koennen oder wollen Sie aber nicht beweisen !

    Nun ja ... soviel zu ihrer Objektivitaet!

    und nein es ist gewiss nicht meine Aufgabe "Argumente" fuer ihre Luegen zu Suchen , dass waere IHR Job ...

    dass koennenn aber offensichtlich nichtmal Sie!
  3. #62

    Amerikaner

    Wer sind sie, aus Europa ausgewanderte Menschen, die hier nicht mehr überleben konnten. Das Land war groß und weit, man hätte sich engagieren können. Aber nein, die "Europäer" hatten nur ein Ziel - Mein Land. Völkervertreibung nennt man das heute, aber das darf man ja wohl nicht sagen.
  4. #63

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Warum?


    Juristisch gesehen mag das zutreffen, aber praktisch gibt es ethnische und territoriale Traditionen, auch wenn Staatsgebilde formal neu geschaffen wurden. Warum also nicht Italien heute als Nachfolger des Römischen Reiches betrachten? Ist das absurder oder unlogischer als unbescholtene Menschen für die Taten ihrer Vorfahren haftbar zu machen?

    Geldzahlungen sind eine elegante Lösung, die viele Probleme erspart. Aber von heute lebenden Menschen zu verlangen, dass sie ihre Hütte räumen...
    Die einzigen, die regelmäßig immer noch ihre "Hütten räumen" müssen, sind Western Shoshone Farmer, die so lange schikaniert und bedroht werden, bis sie "freiwillig" ihre Länderereien an staatliche Stellen oder das im Gebiet goldfördernde Unternehmen verkaufen. Die Farmen sind aufgrund der Bodenschätze oft mehrere Millionen Dollar wert, dennoch gibt es zahlreiche Farmer, die ihr Land nicht aufgeben möchten, die lieber Zyankalivergiftungen und die Gefahr durch hohe radioaktive Strahlung auf sich nehmen. Das muss man respektieren bzw. gegen die Menschenrechtsverletzungen vorgehen (es gibt übrigens auch zahlreiche weiße Sympathisanten). In Wahrheit werden also bis heute Menschenrechtsverletzungen v.a. an den Western Shoshone begangen. Man kann also nicht davon sprechen, dass weiße Farmer von ihrer "Scholle" vertrieben würden - es ist in Wahrheit genau umgekehrt.
  5. #64

    Nanana

    Zitat von hokie Beitrag anzeigen
    Sie behaupten Dinge , koennen oder wollen Sie aber nicht beweisen !

    Nun ja ... soviel zu ihrer Objektivitaet!

    und nein es ist gewiss nicht meine Aufgabe "Argumente" fuer ihre Luegen zu Suchen , dass waere IHR Job ...

    dass koennenn aber offensichtlich nichtmal Sie!
    Da sie nicht glauben wollen das es unter den Ureinwohnern Amerikas ein Alkoholproblem gibt, lesen sie sich das doch mal durch.
    Sioux-Stamm in Reservat verklagt Brauereien wegen Alkoholismus - SPIEGEL ONLINE

    Außerdem gibts es auch unter den Aborigines ein Alkoholproblem, was für ein Zufall!
    Und wer hat bisher von dem Alkoholproblem profitiert? Die Siedler
  6. #65

    Zitat von redebrecht Beitrag anzeigen
    Vorurteile über Vorurteile
    Die weisen Pelzhändler haben zunächst die Indianer für die Beschaffung von Pelzen und Rohstoffen bezahlt. Nur der kleinste Teil der Tiere wurde von weißen Jägern getötet. Die Weisen haben meist nur die Handelsstationen betrieben wo sich die Indianer aus der Umgebung getroffen haben und mit den Weißen gehandelt haben. Sie wurden nicht gezwungen, sondern bezahlt. (Die Prärie-Büffel waren später die große Ausnahme) Die sehr primitive Gewinnsucht der Indianer war also für die Ausrottung der meisten Tiere mitverantwortlich.

    Auch hatten die Weisen genügend Indianische Verbündete die ihnen im Krieg geholfen haben. Manches Massaker, das man den Weisen unterschob, war auch eine Abrechnung zwischen den Stämmen oder sogar dem Machtkampf innerhalb eines Stammes geschuldet. Stämme die mit den Weisen Handel trieben, konnten mit den Waffen andere Stämme vernichten und verjagen.

    Bevor die Weisen Einwanderer kamen, ernährte das Land gerade mal 4 Millionen Indianer, mehr schlecht als recht, da die Steinzeitkultur, kein Metall, keine Pferde, nicht in der Lage war eine effektive Vorratswirtschaft zu betreiben.

    Heute leben in den USA ca. 2,5 Millionen Indianer und besitzen 225.000 qkm Land. Zum Vergleich. In Israel leben ca.8 Millionen Menschen auf rund 21000 qkm. vergleichbaren Landes. Bei den heutigen Rohstoffpreisen sind die Indianer unendlich Reich, nur zu dumm um es zu bemerken. Naturschutz? das gleiche Argument bringen auch die europäischen Adligen und Großgrundbesitzer vor, wenn sie argumentieren, dass ihr Grundbesitz mehr kostet als er einbringt.

    Wer indianische Kultur respektiert, sollte gleiche Traditionen auch in Deutschland achten! Deutsche Jäger fühlen das gleiche wie ihre primitiven Vettern im Urwald und in der Prärie.
    Selbst wenn dem so wäre, haben Sie nur leider unter anderem, die vielen Toten unterschlagen die auch absichtlich mit Krankheiten wie die Pocken angesteckt wurden.

    Und das Argument es leben jetzt viel mehr Leute in den Stämmen, weil die Lebensbedingungen jetzt soviel besser sind, dann sollten Sie sich mal das durchschnittliche Reservat ansehen. Kasinos sind da immer noch die Aussnahme. Und was Bodenschätze angeht geht es ja jetzt um Gebiete, die ihnen zustehen würden, aber wo die USA die Verträge gebrochen hat. Ein Reservat dürfte, was Bodenschätze angeht, nicht besonders ergiebig sein. Ansonsten hätte man Sie auch da wieder vertrieben.
  7. #66

    Interessenkonflikt des Berichterstatters?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Nachfahren der Ureinwohner sollen ihre heiligen Stätten zurückbekommen: Ein Uno-Bericht fordert die US-Regierung auf, mehr für indigene Gruppen zu tun. Laut einem Sonderberichterstatter steht die Aussöhnung mit den jahrhundertelang benachteiligten Indianern noch immer aus.

    Indianer: Uno fordert Rückgabe von Gebieten - SPIEGEL ONLINE
    Schade, dass Uno-Sonderberichterstatter James Anaya selbst indianischer Abstammung ist. So kann man die Objektivität des Berichts nicht einschätzen.
  8. #67

    Vorurteile und Rassismus

    Zitat von redebrecht Beitrag anzeigen
    Vorurteile über Vorurteile
    Das war wohl als Ueberschrift zu Ihrem Beitrag gemeint...

    Die sehr primitive Gewinnsucht der Indianer war also für die Ausrottung der meisten Tiere mitverantwortlich.
    Geht's vielleicht noch ein bisschen platter?

    Ach ja, natuerlich, hier:
    Bevor die Weisen Einwanderer kamen, ernährte das Land gerade mal 4 Millionen Indianer, mehr schlecht als recht, da die Steinzeitkultur, kein Metall, keine Pferde, nicht in der Lage war eine effektive Vorratswirtschaft zu betreiben.
    Klar, Sie waren ja schliesslich dabei, und haben das alles so miterlebt, nicht wahr? Das viele der Natives Landwirtschaft betrieben ist Ihnen dabei wohl entgangen... Naja, wenn man das Bild des Mustang-reitenden und Bueffel-jagenden Great Plain Indian als Leitbild sieht, ist das wohl verstaendlich. Vielleicht mal so etwas wie M. K. Bennett, "The Food Economy of the New England Indians, 1605-75," Journal of Political Economy 63 (October 1955) lesen. Oder aehnliche nicht Karl-May Quellen.

    Heute leben in den USA ca. 2,5 Millionen Indianer und besitzen 225.000 qkm Land. Zum Vergleich. In Israel leben ca.8 Millionen Menschen auf rund 21000 qkm. vergleichbaren Landes. Bei den heutigen Rohstoffpreisen sind die Indianer unendlich Reich
    Darum geht es nun aber ueberhaupt nicht. Es geht darum, dass den Natives Millionen acres Land illegal weggenommen wurden. Ohne Krieg, ohne Unterwerfung oder Annexion, ohne legale Grundlage. Ob denen nun noch 200 km2 oder 2M km2 bleiben oder wieviel das pro Kopf ist im Vergleich zu anderen Nationen steht doch ueberhaupt nicht zur Debatte. Es geht darum, dass ihnen rechtmaessig wesentlich mehr zusteht als sie im Moment besitzen. Das Land und die Resourcen sind ihnen schlicht gestohlen worden. Durch die absichtliche Verletzung von Vertraegen, die bis heute in Kraft sind. Und deshalb steht ihnen, nach rechtsstaatlichem Prinzip eine Entschaedigung oder eben eine Rueckgabe des Landes zu.

    nur zu dumm um es zu bemerken.
    Die Natives wissen sehr wohl, was ihnen gehoert und was ihnen zusteht. Zum Glueck verschiebt sich die politische Balance derzeit stark in ihre Richtung, und es finden immer mehr gut ausgebildete Juristen ihren Weg auf die Seite der First Nations, sowohl aus den eigenen Reihen als auch aus denen der Europa-staemmigen Einwanderer. Der "Bildungsvorsprung" der white supremacists von Ihrem Kaliber ist gluecklicherweise mittlerweile so nicht mehr als Basis fuer eine laengere Vorenthaltung von Menschenrechten tragfaehig.

    Deutsche Jäger fühlen das gleiche wie ihre primitiven Vettern im Urwald und in der Prärie.
    Jaja, da ist es wieder, das ewige Vorurteil des Bueffeljagenden Wilden.
  9. #68

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Unsinn.
    Tatsache ist, dass bei ausnahmslos jedem Land der Welt das Territorium letztendlich auf nicht rechtstaatliche Weise zustande kam. Raub, Verrat, Krieg, Betrug ....
    Krieg, und die abschliessend vereinbarten Friedensabkommen, sind absolut legitime voelkerrechtliche Mittel, die Verteilung von Grund und Boden zwischen Staaten zu regeln. Es geht bei den Gebieten wie den Black Hills aber nicht um First Nations, die in Kriegen besiegt wurden, sondern um Gebiete, die den Natives von den USA vertraglich zugesichert wurden, dann aber illegal von den USA verreinnahmt wurden.

    Das Unrecht an den Indianern ist inzwischen längst verjährt. Entschädigung in solchen Fällen sollte es nur zu Lebzeiten der Täter und Opfer geben (oder höchstens für die Kinder), nicht aber für Unrecht das von/an den VorVorVor Vätern begangen wurde.
    Die Vertraege, zum Beispiel, die Fort Laramie Treaties, sind bis heute in Kraft. Weder die US Regierung noch das US Supreme Court bestreitet, dass die Enteignung der Sioux Nation im Bezug auf die Black Hills illegal war. Die Tatsache, dass heute die Black Hills nicht im Besitz der Sioux sind, ist ein Unrecht, dass heute geltendes Recht verletzt, basiert auf einem heute geltenden Vertrag, veruebt von heute lebenden Menschen an heute lebenden Menschen. Da ist nichts mit Verjaehrung...

    Die Indianer sind letztendlich normale Bürger der USA. Es darf keine Diskriminierung geben, aber auch keine Sonderrechte. Alles andere ist Rassismus.
    Es ist nicht klar, was genau der Status der Natives in den USA ist. Marshal hat in Worcester v. Georgia den Begriff der "domestic dependent Nations" gepraegt, wobei bis heute nicht geklaert ist, was das bedeuten soll. Viele sind mittlerweile der Auffassung, dass etliche First Nations nie ihre Souveraenitaet aufgegeben haben, weil sie weder militaerisch unterworfen wurden, noch per Vertrag oder Kongressbeschluss diese effektiv beschnitten wurde. Und mir ist keine First Nation bekannt, die der Foederation beigetreten waere. Es ist anzunehmen, dass im Zuge der zunehmenden Anerkennung der Rechte der Natives, diese in nicht allzu ferner Zukunft als eigene, unabhaengige Souveraene gesehen werden muessen, die legal in die Staatengemeinschaft eingegliedert werden muessen. Die UN Konvention von 2008 war ein gewaltiger Schritt in diese Richtung. Bis das in den einzelnen Nationen ankommt, dauert es erfahrungsgemaess zwischen 10-50 Jahre. Es koennte also durchaus sein, dass es in 10, 20 Jahren ein paar Sterne mehr auf der US Flagge geben wird. :-)

    Das ist uebrigens kein Rassismus. Die Sonderstellung der Natives beruht darauf, dass sie eben zuerst das Land besessen haben. Die Kolonialisten haben es versaeumt, viele der Natives legal zu enteignen. Sie haetten die Gelegenheit dazu gehabt, haben dies aber nicht bei allen getan. Die Sonderstellung der "treaty tribes" beruht also nicht auf Rassenideologie, sondern darauf, dass sie legal verbindliche Abkommen mit den USA in der Hand haben, die Besitzansprueche und Souveraenitaet verbriefen.

    Niemand hat die USA dazu gezwungen, diese Art von Zugestaendnissen zu machen. Aber nachdem sie einmal gemacht wurden, kann man von den USA verlangen, sich daran zu halten. Wie USSC Justice Hugo Black in 1960 schrieb: "Great nations, like great men, should keep their word.''

    MFG
    TMH
  10. #69

    Zitat von Onkel_Karl Beitrag anzeigen
    In den jetzigen Gebieten der Indianer wollen mehrere grosse Öl Konzerne nach Öl fördern und zwar mit fracking(wodurch das grundwasser versaut wird und,um schweres Öl zu bergen,es heisst für ein liter öl,braucht man 4 Liter Wasser,da kann man sich vorstellen was da mit der Natur passiert.)
    Eigentlich müssten all die grossen Konzerne,die mehrere Milliarden Dollar auf dem Land der Indianer verdient haben,jeden Stamm entschädigen und zwar so,dass keiner mehr sich wie das letzte fühlen soll und in Alkoholismus versinken.
    Ich wundere mich,dass es hier dieses Thema angesprochen wird,denn UNO wird ja von USA zum grossen Teil von USA finanziert.
    Deswegen wird es gemeldet..ein edler Gedanke die Indianer zu entschädigen...und am Ende wird ihr Land durch Öl Firmen versaut.

    Da werden die Indianer schon vorsichtig darauf vorbereitet,dass sie umziehen werden und dafür entschädigt....mit anderen Worten "ihr hatten ein Gebiet das wir euch überlassen haben,jetzt wollen wir diesen gebiet mit ÖL vetrsauen und ihr werden entschädigt..
    erdoel foerdern sie ganz sicher nicht mit "fracking"... eher wohl erdgas... und nein, fracking hat nix mit grossem wasserverbrauch zu tun....