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USA gegen al-Qaida: Jemen wird zur neuen Front im Terrorkampf

DPA/EPA/Yemeni Defense Ministry Handout Fast hundert Menschen kamen bei einem verheerenden Anschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa ums Leben. Die USA kämpfen in dem Land bereits gegen die Ableger von al-Qaida. Experten fürchten, dass in dem Golfstaat die nächste Generation von weltweit agierenden Terroristen entsteht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...834227,00.html
  1. #1

    optional

    Der Jemen ist kein Golfstaat...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Experten fürchten, dass in dem Golfstaat die nächste Generation von weltweit agierenden Terroristen entsteht.
    Ich erinnere mich noch an Tawakkul Karman aus Jemen, die anlässlich ihres Friedensnobelpreises 2011 der Welt versprach, diese würde sich noch über die Entwicklung des Landes wundern. Der Jubel war grenzenlos.
  3. #3

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast hundert Menschen kamen bei einem verheerenden Anschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa ums Leben. Die USA kämpfen in dem Land bereits gegen die Ableger von al-Qaida. Experten fürchten, dass in dem Golfstaat die nächste Generation von weltweit agierenden Terroristen entsteht.

    Jemen wird im Kampf gegen Al-Qaida zur neuen Front - SPIEGEL ONLINE
    Kann in den Medien auch mal die Fragen gestellt werden, warum die Terroristen so handeln? Die machen das ja nicht nur, weil Sie keinen Arbeitsplatz haben. Ein Großteil der Argumente für ihren unheiligen Krieg liefern wir denen doch frei Haus. Drohnenangriffe, Foltergefägnisse, Zusammenarbeit mit Nordafrikanischen Despoten etc. etc. etc.

    Ich gehe jede Wette ein das wir sofort aus dem Fadenkreuz der Terroristen verschwinden würden, wenn wir denen nicht länger auf die Nerven gehen. Ein fairer und offener Welthandel und das nicht einmischen in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten wäre das beste Anti-Terror-Mittel, dass man für kein Geld der Welt kaufen kann. Aber es verdienen ja auch einige an diesem Terrorismus und die Rüstungskonzerne freuen sich auch schon auf die nächsten Aufträge. Die für die Terristen entwickelten Drohnen wird man sicherlich demnächst auch optimal im inneren Einstätzen wiedersehen. Man braucht nur den passenden Grund.

    Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass mit Afghanisten das Fehlverhalten des Westens aufhört aber da scheine ich mich selber im naiven Denken erwischt zu haben. Unsere "Sicherheitspolitiker" brauchen halt weiterhin eine Grundlage für ihr Handeln und das wird zur Not künstlich und klandestin erzeugt.
  4. #4

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Kann in den Medien auch mal die Fragen gestellt werden, warum die Terroristen so handeln? Die machen das ja nicht nur, weil Sie keinen Arbeitsplatz haben. Ein Großteil der Argumente für ihren unheiligen Krieg liefern wir denen doch frei Haus. Drohnenangriffe, Foltergefägnisse, Zusammenarbeit mit Nordafrikanischen Despoten etc. etc. etc.

    Ich gehe jede Wette ein das wir.....
    Ich stimme mit ihnen überein, glaube jedoch, das sie es sich zu einfach machen und die Schuld alleine den Westen geben. Auf der anderen Seite gibt es auch Verbrecher, nicht alle Moslems sind Kuschelhasen. Der Hass einiger ist sehr alt, weil eben die Religion dies fördert. Auch bei uns gab es früher religiöse Morde, schade das sie diesen Aspekt ausklammern.
  5. #5

    Weiß man inzwischen, warum der Westen so verhaßt ist?

    Zumindest das ließe sich doch leicht vom Mann auf der Straße erfragen, ganz ohne "Think tank" und sogenannte Experten. Ich vermute, er würde sagen, daß der Westen diese Länder oft genug über'n Tisch gezogen hat und nachteilige Geschäfte mit der Herrscherschicht treibt und sie sogar mit Geld und Waffen unterstützt, die Umwelt und Familien zerstört. Ausbeutung in vielerlei Hinsicht und Doppelzüngigkeit des Westens: noch Fragen?
    Eher die Frage: warum so wenige Terroristen?
  6. #6

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    (...)Ich vermute, er würde sagen, daß der Westen diese Länder oft genug über'n Tisch gezogen hat und nachteilige Geschäfte mit der Herrscherschicht treibt und sie sogar mit Geld und Waffen unterstützt, die Umwelt und Familien zerstört. Ausbeutung in vielerlei Hinsicht und Doppelzüngigkeit des Westens: noch Fragen?
    Eher die Frage: warum so wenige Terroristen?
    Saudi-Arabien ist doch vielleicht ein Beispiel dafür, dass der Westen ein Land mit Geld geradezu überfluten kann, ohne dass innere strukturelle Probleme gelöst werden und so Terrornachwuchs verhindert wird. Religion, Überbevölkerung, sexuelle Frustration junger Männer, Perspektivlosigkeit. Mit irgendwelchen Welthandelsprozessen hat das allles nur recht sekundär zu tun.
  7. #7

    Danke für Ihren guten Kommentar!

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Kann in den Medien auch mal die Fragen gestellt werden, warum die Terroristen so handeln? Die machen das ja nicht nur, weil Sie keinen Arbeitsplatz haben. Ein Großteil der Argumente für ihren unheiligen Krieg liefern wir denen doch frei Haus. Drohnenangriffe, Foltergefägnisse, Zusammenarbeit mit Nordafrikanischen Despoten etc. etc. etc.

    Ich gehe jede Wette ein das wir sofort aus dem Fadenkreuz der Terroristen verschwinden würden, wenn wir denen nicht länger auf die Nerven gehen. Ein fairer und offener Welthandel und das nicht einmischen in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten wäre das beste Anti-Terror-Mittel, dass man für kein Geld der Welt kaufen kann. Aber es verdienen ja auch einige an diesem Terrorismus und die Rüstungskonzerne freuen sich auch schon auf die nächsten Aufträge. Die für die Terristen entwickelten Drohnen wird man sicherlich demnächst auch optimal im inneren Einstätzen wiedersehen. Man braucht nur den passenden Grund.

    Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass mit Afghanisten das Fehlverhalten des Westens aufhört aber da scheine ich mich selber im naiven Denken erwischt zu haben. Unsere "Sicherheitspolitiker" brauchen halt weiterhin eine Grundlage für ihr Handeln und das wird zur Not künstlich und klandestin erzeugt.
    Besonders der letzte Absatz spricht mir aus der Seele.
    Allzu oft liest man hier im Forum Worte wie "immer feste druff, der Kampf der Amerikaner gegen den Terror ist notwendig, wo gehobelt wird..., usw."

    auf Ihre Frage, warum die Terroristen das tun, kann ich bezüglich des Jemen ergänzend Auskunft geben, da meine Freunde die Jemenitische Opposition im Europäischen Exil vertreten. Die Terroristen sind nichts als von Saudi-Arabien ausgebildete Söldner. Die Puppenspieler in Washington und Riyadh sagen:"Macht das Ding", und es läuft.

    Warum haben denn die USA dafür gesorgt, daß der Diktator Saleh nicht nach denHaag vor den internationalen Gerichtshof kommt, sondern IMMUNITÄT genießt?

    Außerdem ist Saleh gar nicht "weg", wie suggeriert wird. Er ist nach wie vor Parteichef der Mutamar- Partei und lebt in Sanaa. Man könnte sagen, der neue Präsident Hadi Mansur ist ein Medwedew, der für Putin den Stuhl warmhält.

    Aber wir sollen ja gar nicht wissen, was Kohl, Schröder, Fischer, Merkel, Westerwelle so alles mit dem Saleh zu lachen gehabt haben.

    Und die Panzer, die wir kürzlich nach Saudi-Arabien verkauft haben, sind natürlich ganz klar für Bahrain und Jemen bestimmt.

    Das Thema Jemen wird uns noch lange beschäftigen. Daher möchte ich hier einen Buchtipp äußern, der den Blick vertieft (Mit Interviews der jem. Oppsition!).

    "Wüstenkrieg. Jemen, Somalia, Sudan in der Geostrategie der U.S.A.", erschienen 2010.
  8. #8

    Mal so als Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast hundert Menschen kamen bei einem verheerenden Anschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa ums Leben. Die USA kämpfen in dem Land bereits gegen die Ableger von al-Qaida. Experten fürchten, dass in dem Golfstaat die nächste Generation von weltweit agierenden Terroristen entsteht.

    Jemen wird im Kampf gegen Al-Qaida zur neuen Front - SPIEGEL ONLINE
    wann endlich gewinnt SPON alte Klasse und Kompetenz zurück?

    Und wann stellt man endlich das blindwütige Abschreiben vorgeschriebener Artikel ein?

    Es gab doch bereits erhebliche Konflikte zwischen dem Norden und dem Süden des Landes - ja es existierten sogar zwei Staaten. Die religiösen und die Stammeskonflikte in diesem Land sind mehrere Jahrzehnte alt und haben nichts mit AQ zu tun. Deren Festnisten erfolgt immer da, wo sich allmachtsgeile Krieger des Westens einmischen. Dann und vorallem dann tauchen dieselben Knaben auf, denen man gerne Waffen reicht, um missliebige Potentaten zu beseitigen.

    Gerade der völkerrechtswidrige, unerklärte Luftangriffskrieg mit Drohnen ist es, der beständig Nachschub für fanatische Gotteskrieger schafft. Das sollte in den ThinkTanks des Westens langsam mal ankommen - schliesslich steht die Vorhut dieser Terroristen bereits in Europa Gewehr bei Fuss.

    Islamistische Terrorfinanziers jedoch lässt man unbehelligt, ja man liefert ihnen sogar modernste Waffen, die sich anschliessend gegen einen selbst richten werden, wenn die lokalen Ziele erreicht sind.

    Und so zum Überlegen - für einen Sieg benötigt es auch einen Plan für den Frieden, den man bisher immer vermisste. Und dummerweise hat die USA samt angeschlossener Nato-Vasallen bisher keinen Frieden gewonnen.
  9. #9

    Mal so als Frage -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast hundert Menschen kamen bei einem verheerenden Anschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa ums Leben. Die USA kämpfen in dem Land bereits gegen die Ableger von al-Qaida. Experten fürchten, dass in dem Golfstaat die nächste Generation von weltweit agierenden Terroristen entsteht.

    Jemen wird im Kampf gegen Al-Qaida zur neuen Front - SPIEGEL ONLINE
    Es gab doch bereits erhebliche Konflikte zwischen dem Norden und dem Süden des Landes - ja es existierten sogar zwei Staaten. Die religiösen und die Stammeskonflikte in diesem Land sind mehrere Jahrzehnte alt und haben nichts mit AQ zu tun. Deren Festnisten erfolgt immer da, wo sich allmachtsgeile Krieger des Westens einmischen. Dann und vorallem dann tauchen dieselben Knaben auf, denen man gerne Waffen reicht, um missliebige Potentaten zu beseitigen.

    Gerade der völkerrechtswidrige, unerklärte Luftangriffskrieg mit Drohnen ist es, der beständig Nachschub für fanatische Gotteskrieger schafft. Das sollte in den ThinkTanks des Westens langsam mal ankommen - schliesslich steht die Vorhut dieser Terroristen bereits in Europa Gewehr bei Fuss.

    Islamistische Terrorfinanziers jedoch lässt man unbehelligt, ja man liefert ihnen sogar modernste Waffen, die sich anschliessend gegen einen selbst richten werden, wenn die lokalen Ziele erreicht sind.

    Und so zum Überlegen - für einen Sieg benötigt es auch einen Plan für den Frieden, den man bisher immer vermisste. Und dummerweise hat die USA samt angeschlossener Nato-Vasallen bisher keinen Frieden gewonnen.


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