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US-Wahlkampf: Vorhölle der Schattenmenschen

SPIEGEL ONLINEUS-Präsident Obama hat die strengen Einwanderungsregeln gelockert. Das soll vor allem Kindern illegaler Immigranten helfen. Carolina Canizales und ihre Freunde in der runtergekommenen Westside von San Antonio wissen jedoch, dass ihr Leidensweg noch längst nicht zu Ende ist.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845258,00.html
  1. #1

    Ein Kreuz

    Das Problem mit der Anweisung der Obamaadministration liegt darin, dass sie jederzeit wieder rueckgaengig gemacht werden kann. Der letzte echte Reformversuch wurde von der Bushadministration gestartet, scheiterte aber am Kongress.

    Jedoch ist auch dies nur ein Teilaspekt: Viele dieser Menschen finden gerade deswegen Arbeit, weil sie eben ihre Dienste fuer wenig Geld anbieten, den Mindestlohn der USA umgehen, und ausserhalb der Gesellschaft leben. Das weiss auch jeder, und es wird auch ganz offen geduldet.

    Leider bildet sich dadurch eine Parallelgesellschaft fuer eine Bevoelkerungsgruppe heraus, die an sich relativ leicht zu integrieren waere. Latinos der 2. und 3. Generation gehen leicht in der Gesamtbevoelkerung auf.
  2. #2

    na ja, der artikel ist EINE sicht auf das problem. leider ist es auch so, dass viele "illegale" eben NICHT englisch sprechen und auch wenig beduerfnis zeigen das zu aendern. der integrationswille ist oftmals auch eher bescheiden... in gewissen vororten von Dallas sehen sie fast gleichviel mexikanische wie amerikanische flaggen und es gibt spanisch sprechenende radio stationen/ fernsehsender und zeitungen.

    es erschliesst sich mir auch nicht, weshalb illegale einwanderer aus mexico und Co die dauerhafte aufenthaltsgenehmigung und eine amnestie bekommen sollen, waehrend z.b. qualifizierte inder/chinesen/taiwanesen und andere jahrelang (!) auf die green card warten muessen.

    das groesste problem ist aber das soziale netz in den USA (medicare, medicaid, foodstamps) auf welches die illegalen einwanderer anspruch haetten sobald sie permanent resident/ staatsbuerger sind. wenn sie jetzt nach einer amnestie zig millionen zusaetzliche hilfsempfaenger in das system reinnehmen welche allesamt wenig steuern zahlen aber ansprueche auf leistungen haben, dann haben sie ein problem...

    interessanterweise muessen einwanderer die LEGAL in die USA kommen erst ihre finanziellen mittel offen legen und erhalten nur dann ein visum wenn absehbar ist, dass sie dem staat nicht auf der tasche liegen werden..... dumm fuer die legalen einwanderer.

    ich jedenfalls finde es nicht gerecht, dass jemand der ueber die grenze marschiert besser behandelt werden soll wenn es um einwanderung geht als jemand der die gesetze beachtet.....
  3. #3

    texas_star

    Teilweise haben die illegal aliens Zugang zum sozialen Netz. Krankenhaeuser sind in Kalifornien pleite gegangen, da illegale via Emergency Aufnahme aerztliche Betreuung erhielten. Per Gesetz duerfen Personen nicht abgewiesen werden. Es wird auch oft uebersehen, dass Amerikaner und legale Bewohner oft hilflos zusehen muessen, wie ihre Social Security Nummern von illegalen benutzt werden. Was zu einem erheblichen zeitlichen und geldlichen Aufwand fuehrt, und teilweise Monate dauern kann, um die Situation zu klaeren. Um dann festzustellen, dass die Nummer wieder von jemanden benutzt wurde (da die Nummer in den entsprechenden Kreisen bekannt war) und der ganze Alptraum von vorne los geht.
  4. #4

    auf Teufel komm raus

    Die meisten Illegalen wollen einfach auf Teufel komm raus das bekommen, worauf sie gar keinen Anspruch haben, nämlich eine Aufenthaltsgenehmigung bzw. die US-Staatsbürgerschaft.
    Ich hab durchaus Verständnis für die Kinder die unter so schwierigen Bedingungen aufwachsen, aber eine Amnestie darf es nur für diejenigen geben, die sich gut integrieren, straffrei bleiben und sich um ihre Bildung kümmern.
    Das Problem ist, dass viele Illegale glauben sie könnten ihrer Armut entkommen indem sie Auswandern, anstatt Energie und Geld in Ihre Ausbildung bzw. die ihrer Kinder zu stecken.
    Und letztlich bleiben sie in einer Parallelgesellschaft am untersten Rand der US-Gesellschaft kleben.
    Ich frag mich ehrlich, ob das erstrebenswert ist.
    Vielleicht wärs besser die Einwanderungsgesetze konsequenter umzusetzen und die Leute schnell wieder nach Mexiko zu bringen, anstatt sie mit noch einem Aufschub und noch einem Aufschub ewig in der Schwebe und Unsicherheit zu lassen, obwohl es am Ende doch keine Aussicht auf einen legalen Aufenthalt gibt.
    Und was man bei der ganzen Herzschmerzdebatte gerne vergisst ist, dass von dieser Parallelgesellschaft auch massive Probleme ausgehen.
    Erhöhte Kriminalität, miese Bildung, Abhängigkeit von Transferleistungen und das ist gleichzeitig gerne noch mit mexikanischem Nationalismus verbunden.

    So was muss sich kein Land antun.
  5. #5

    Sehr interessant hier!

    Es ist schon sehr erstaunlich, wie hier gegen "illegale" Immigranten abgegiftet wird. Gehirne werden dabei, sofern vorhanden, offenbar nicht eingeschaltet.

    Erstens ist jeder US-Amerikaner ein Immigrant oder stammt von solchen ab, es sei denn, er ist "native american" (sogenannter Indianer).

    Zweitens würde die Struktur der USA nicht funktionieren oder zum Erliegen kommen ohne Immigranten, da die USA eine klassische Einwanderernation sind.

    Drittens würde wohl kein "gestandener" US-Amerikaner der 2. oder 3. Generation die Drecksarbeiten machen, die von den Immigranten täglich geleistet werden - vom Gärtner bis zum Kindermädchen.

    Es zeigt sich immer wieder, wie kurzsichtig und geistig flach die konservative Denkweise ist. Die Republikaner haben das fast zur Perfektion gebracht.
  6. #6

    @texas-star

    Dasselbe Problem der USA mit der illegalen Einwanderung haben wir ja auch in Europa. Die Verarmung von Staaten der suedlichen Hemisphaere durch Misswirtschaft , korrupte Regierungen, nicht vorhandener Rechtssicherheit, schlechte Erziehungssysteme, Klimaveraenderungen usw ist nicht aufzuhalten. Dadurch werden die Wanderungen von Sued nach Nord weiter ansteigen, solange, bis die Nordstaaten die Menschen nicht mehr aufnehmen koennen, weil sie a) keine Arbeit haben und b) die Sozialsyteme zusammenbrechen.

    Wenn Mexikaner und Mittelamerikaner jetzt spitz kriegen, dass die US-Regierung ( momentan) nicht mehr abschiebt, steigt die illegale Einwanderung sofort an..
  7. #7

    Zitat von tweet4fun Beitrag anzeigen
    Es ist schon sehr erstaunlich, wie hier gegen "illegale" Immigranten abgegiftet wird. Gehirne werden dabei, sofern vorhanden, offenbar nicht eingeschaltet.

    Erstens ist jeder US-Amerikaner ein Immigrant oder stammt von solchen ab, es sei denn, er ist "native american" (sogenannter Indianer).

    Zweitens würde die Struktur der USA nicht funktionieren oder zum Erliegen kommen ohne Immigranten, da die USA eine klassische Einwanderernation sind.

    Drittens würde wohl kein "gestandener" US-Amerikaner der 2. oder 3. Generation die Drecksarbeiten machen, die von den Immigranten täglich geleistet werden - vom Gärtner bis zum Kindermädchen.

    Es zeigt sich immer wieder, wie kurzsichtig und geistig flach die konservative Denkweise ist. Die Republikaner haben das fast zur Perfektion gebracht.
    na ja, klar sind wir in den USA irgendwie alle einwanderer.... nur haben sich einwanderer eben auch zu INTEGRIEREN. gerade in texas gibt es mittlerweile eine grosse subkultur wo alles in spanisch ablaeuft und es mit dem "zugehoerigkeitsgefuehl" zu den USA nicht weit her ist. mexikanische flaggen ueberall, konsequentes nur spanisch sprechen und einen sehr grossen nationalstolz (der nicht dem land gilt in dem man lebt, sondern dem herkunftsland). man lebt eben nur in den USA weil man dort mehr geld verdient und weil man im krankenhaus umsonst behandelt wird.... das wars aber auch schon.

    davon abgesehen: leiharbeiter/saisonarbeiter aus mexiko koennen heute schon LEGAL in den USA arbeiten. allerdings wird auch erwartet, dass man danach wieder zurueckgeht. die ganze sosse faengt naemlich dann mit dem "familiennachzug" an wenn der leiharbeiter ploetzlich auch seine frau und kinder in die USA bringt. dann haben sie das problem, dass auf sehr geringe steuereinnahmen eines sehr niedrigen gehaltes staatliche ausgaben fuer die bildung der kinder, social benefits usw kommen.

    es ist bekannt dass mexico den eigenen staatshaushalt schont in dem es einfach seine sozialfaelle mit geringer qualizifierung richtung USA schickt. das problem daran ist, dass aufgrund der hohen geburtenrate und wenig wert auf bildung, die naechste generation in unwesentlich besseren verhaeltnissen lebt. schauen sie sich mal im vergleich asiatische einwanderer und lateinamerikanische einwanderer in den USA an. schon in der zweiten generation tut sich da eine grosse schere auf....
  8. #8

    Erbillegale

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    US-Präsident Obama hat die strengen Einwanderungsregeln gelockert. Das soll vor allem Kindern illegaler Immigranten helfen. Carolina Canizales und ihre Freunde in der runtergekommenen Westside von San Antonio wissen jedoch, dass ihr Leidensweg noch längst nicht zu Ende ist.

    Roadtrip USA: Illegale Immigranten in Texas kämpfen um mehr Rechte - SPIEGEL ONLINE
    So wie christliche Kirchen mittels der Erbsuende versuchen, sich ihre Schaefchen gefuegsam zu machen (mit immer weniger Erfolg), so werden auch die Kinder illegaler Immigranten , nach dem Wunsch der Republikaner, zu Erbillegalen.

    Fuer manche derjenigen, die nicht gross denken wollen, sind nicht nur die Eltern sondern auch die Kinder Verbrecher (das muessen sie wohl sein, damit die 'Statistiken', die die ueberproportionale Zahl der kriminellen Latinos belegen, auch stimmen).

    Statt diesen unschuldigen Opfern einen Weg zur Staatsbuergerschaft zu oeffnen, wollen die GOP-Christen sie ausweisen, ausweisen in ein Land, das sie nicht kennen, das ihnen fremd ist.

    Auch diese Perversion von Christentum ist ein Grund, warum ich nicht in Versuchung gerate, meine Stimme einem Republikaner zu geben.
  9. #9

    @texas_star

    Ziemlicher Unfug was sie schreiben. Die Latinos sind sehr wohl willig englisch zu lernen und tun dies auch meist als
    illegale Haussklaven der Reps und Reichen.Geschätzte 5 Mill. illegale davon sollen sich die Gutsituierten davon wie ehemalige Sklaven in ihren Villen halten (Dunkelziffer wahrscheinlich höher) , für Dumpinglohn natürlich.
    Insofern ist Obamas scheinheiliges Gesülze nur Wahlkampftaktik, meinte er es wirklich ernst würde er ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringen wollen, dass den Menschen auch die US.Staatsbürgerschaft ermöglicht.
    So ist es nur warmes Luftgeblubber das keine Lösung verspricht,geschweige ein Rep gewinnt die Wahl.


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