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US-Wahlkampf: Ich oder Er

AFPVom Versöhner zum Spalter: Barack Obama sucht die Konfrontation mit Republikaner-Kandidat Mitt Romney. Der US-Präsident plant neue Steuern für Reiche und facht damit eine gewaltige Debatte an - aber kann er so von der Job-Misere ablenken?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...843469,00.html
  1. #10

    Menschlich ist er ok aber

    Frühere Präsidenten- bis auf Clinton der für eine größere Aufgabe (im FMI oder im deutschen Verfassungsschutz) geübt hat - haben sich zumindest nicht in die EU Politik so derartig eingemischt.
    Wenn ich mich recht erinnere haben wir die EU gegründet um ein Konkurrent zu sein und nicht als Wahlkampfhelfer für ihn.
  2. #11

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Obama hat drei Jahre gebraucht um zu vestehen daß mit den Republikanern keine Zusammenarbeit zum Wohle des Landes maschbar ist.
    ...
    Romney wird versuchen den Abstieg Amerikas noch ein paar Jahre hinauszuschieben, mit mehr Schulden, mehr Geld für die Oberschicht, die Wallstreet und das Militär. Es wird nichts nützen - China kann warten.
    Nehmen wir nur das mit dem Ablegen der sozialen Verantwortung. Der durchschnittliche US-Bürger spendet das 7x des durchschnittlichen Bundesbürgers, der seine soziale Verantwortung lieber beim Staat abgibt. Ist das in irgendeiner Weise "sozialer"?
  3. #12

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass Obama als Demokrat des linken Spektrums eigentlich immer schon auf Konfrontation gegangen ist.
    - dass Amerika auf $16.4 Bio. Schulden sitzt. Die sind einem Obama und seinen SPIEGEL cheerleaders natürlich egal. Man druckt einfach noch mehr davon.
    - dass in Amerika die Klassenkampf/Neidmasche noch nie gezogen hat.
    - dass man mit einer höheren Besteuerung der Leute mit mehr als $250k nicht nur "Reiche" trifft, sondern auch Kleinunternehmer, die ja nun auch die Jobs herschaffen sollen.
    - dass Obama einfach nicht von seinen hohen AL Zahlen runterkommt und diese Tatsache vor allem seine Wiederwahl gefährdet.
    - dass Romney sein Vermögen als exzellenter business man gemacht hat. Obama hat hingegen ausserhalb seiner Politikerexistenz eigentlich nichts vorzuweisen. In Deutschland sind reine Politikerexistenzen (Gabriel, Nahles, Westerwelle usw.) an der Tagesordnung: Politiker seit sie den Schnuller im Mund halten konnten! In den USA kommen die Typen in der Regel nicht so besonders gut an.
    Die Schulden interessieren in den USA keinen. Romneys Programme unterscheiden sich beim Schuldenabbau nicht groß von denen Obamas... beide sind kaum erfolgversprechend. Der eine spart ein bisschen beim Militär und der andere ein bisschen bei Sozialleistungen und beide tun nichts dagegen, dass die Schuldenlast unter 100% des BIPs bleibt.

    Das die Konsolidierung des US-Haushalts nicht ohne mehr Steuern möglich ist, ist ein zumindest bei den meisten Personen außerhalb der Politik recht anerkannter Fakt. Sie sind einfach zu niedrig, als das die Wachstumsimpulse hinreichend viele weitere Steuern erzeugen um damit Geld für den Staat zu verdienen.

    Die die Arbeitslosenzahlen bei ca. 8% verharren liegt teilweise auch an zwei Problemen, die in den USA seit Jahren bestehen. Einerseits hat man immer mehr schlicht unqualifizierte Arbeitskräfte und andererseits lässt auch die Infrastruktur in den USA zunehmenst zu wünschen übrig. Allein das Menschen ewig ohne Strom auskommen müssen, wenn mal ein bisschen mehr Wind weht oder es etwas heftiger regnet ist doch arg bedenklich. Im übrigen noch viel dramatischer als die Lage des Bundes ist die finanzielle Situation einiger Bundesstaaten.

    Romney ist vor allem ein Wendehals. Während er in den USA Steuererhöhungen zur Konsolidierung ablehnt, lobt er, dass in Europa damit die Schuldenkrise bekämpft wird? Muss man nicht unbedingt verstehen. Romney ist auch sicher kein Mesias. Allein dass er bei der aktuellen Situation nicht deutlich vor Obama liegt zeigt das.
  4. #13

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass Obama als Demokrat des linken Spektrums eigentlich immer schon auf Konfrontation gegangen ist.
    Sie haben keine Ahnung, was "links" ist.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass Amerika auf $16.4 Bio. Schulden sitzt.
    die von Bush und seiner neokon Regierung "erwirtschaftet" wurden.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass in Amerika die Klassenkampf/Neidmasche noch nie gezogen hat.
    weil der Klassenkampf von der $$ Oligarchie abgelenkt wurde und der Focus auf Abtreibung, Homoverfolgung etc gelenkt wurde.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass man mit einer höheren Besteuerung der Leute mit mehr als $250k nicht nur "Reiche" trifft, sondern auch Kleinunternehmer, die ja nun auch die Jobs herschaffen sollen.
    wobei die Kleinunternehmer wiederum von Steuervorteilen fuer Unternehmer profitieren.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass Obama einfach nicht von seinen hohen AL Zahlen runterkommt und diese Tatsache vor allem seine Wiederwahl gefährdet.
    Glauben sie im Ernst McCain haette es geschafft oder Romney wird es schaffen? Die Republikaner unter Bush leider mit Vorarbeit von Clinton haben eine Weltwirtschaftskrise verursacht, die man nicht in kurzer Zeit rueckgaengig machen kann.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    - dass Romney sein Vermögen als exzellenter business man gemacht hat. Obama hat hingegen ausserhalb seiner Politikerexistenz eigentlich nichts vorzuweisen.
    Romney hat sein Vermoegen mit dem Rauswurf von Angestellten gemacht, wenn Firmen gekauft wurden (und hier noch etwas: Romney was on the board of directors of Damon Corporation, a medical testing company later found guilty of defrauding the government; Bain Capital tripled its investment before selling off the company, and the fraud was discovered by the new owners). Wollen die Amerikaner einen potentiellen Kriminellen zum Praesidenten?

    Will man so einen als Praesidenten? Der wird doch die Arbeitslosenzahl nur noch erhoehen. Obama hingegen hat einen ausgezeichneten Lebenslauf als Universitaetsprofessor.
  5. #14

    Zumindest wünsche ich Obama den Sieg. Konfrontation finde ich ebenso besser als ständig faule Kompromisse. Die meisten müssen wohl erstmal gravierende und leidvolle Erfahrungen machen, bis sie bereit sind, Änderungen anzustreben.
  6. #15

    Immer die selbe alte Leier!

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Wenn die Amerikaner ueber das oekonomische Geschick des Ex-Community Organizers abstimmen wuerden und nicht ueber Neidkomplexe, kann man den Namen Obama in Kuerze getrost vergessen.

    Economic Report Card - Fail | ZeroHedge
    Sagt man etwas gegen Verwerfungen - Neid!
    Sagt man etwas gegen Benachteiligungen - Neid!
    Sagt man etwas gegen unhaltbare Zustände - Neid!
    Sagt man etwas gegen rücksichtslose Lobbyisten - Neid!
    Sagt man etwas gegen unterschiedliche Chancen - Neid!

    Ich kann das "beflügelte" Wort aller, die manchmal nur "1 Meter" mehr haben als die dahinter nicht mehr hören. Jeder braucht ein Feindbild, einen, auf den man seine ganze eigene Unzulänglichkeit und sein eigenes Scheitern, drauf dreschen kann, einen, den man erniedrigen kann um sich dann besser gestellt vorzukommen, einen, den man schön unten halten muss um ja seine eigene Stellung nicht zu gefährden.

    Ja, man kann z.B. in einem System neidisch sein, wenn man nicht genug hat um eine angemessene Gesundheitsversorgung zu zahlen. Man kann dann sogar wütend und böse werden!

    Was sie als Neid unterstellen stimmt meistens nicht zu. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch!
    Die meistens missgönnen niemanden etwas, meistens würden sie gar nicht das haben wollen was ein anderer hat. Die meisten hätten nur gerne trotz Arbeit etwas mehr (oder überhaupt Arbeit), damit angefangen sich eine menschenwürdigen Grundversorgung leisten zu können.

    Wie ich immer sage:
    "Nicht die Produkte sind zu teuer, der Lohn ist zu niedrig! ;-)"

    Was interessiert mich da was sich andere leisten können!
  7. #16

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Wenn die Amerikaner ueber das oekonomische Geschick des Ex-Community Organizers abstimmen wuerden und nicht ueber Neidkomplexe, kann man den Namen Obama in Kuerze getrost vergessen.

    Economic Report Card - Fail | ZeroHedge
    1. Wenn sich die Analysten, die den Chart zur Auswirkung der Krise auf die Arbeitslosenzahlen mit und ohne Stimulus, bei Letzterem verrechnet haben, so haben sie es auch bei Erstem. Beides waren Voraussagen für eine zukünftige Entwicklung. Warum sollte da eine genau richtig sein und eine andere falsch?

    2. Der Rückgang der Workforce kann zum Teil auch demografische Ursachen haben.

    3. Zum Chart mit den Federal Loans: Studenten sollen sich also keine Studiendarlehen mehr nehmen und lieber nicht aufs College gehen, da man mit weniger Bildung bestimmt weiter kommt.

    4. Zu den Staatsschulden: Wenn Obama Bushs Kriege für mehrere hundert Milliarden Dollar (zumindest einige Zeit) weiterführen muss, dessen Tax Cuts für Reiche, die wie mehrere Analysen des CBO zeigen nur zu den Schulden beigetragen haben, aufgrund der Verweigerungshaltung der Republikaner nicht rückgängig machen kann und dann auch noch eine Krise erbt, die wie jeder logisch denkende Mensch weiß, in jedem Fall zu einem Steuereinkommen des Staates führt, das einige hundert Milliarden Dollar unter dem der vorherigen Zeit ist, bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitslosengeldzahlungen, dann erhöhen sich die Staatsschulden enorm. Und das auch ohne den Stimulus, der nicht nur aus klassischen Ausgaben bestand, sondern zu 37% aus Tax Cuts.

    5. Food Stamps: Was war da noch mal... ach ja das war glaube ich die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Soetwas führt leider zu mehr Foodstamp-Empfängern.

    6. "Disability Ranks Reach New Highs". Auch unter Bush hatten diese ein hoch für damalige Verhältnisse. Obama im Bezug darauf eine besondere Schuld zuzuschreiben ist also falsch. Das Verhältnis zu den geschaffenen Stellen lässt sich jedoch durch die nicht verbesserte Gesundheit von Arbeitnehmern verbunden mit der Anzahl der Stellen erklären, die angesichts der schlechten Umstände, die Obama geerbt hat, nicht wirklich schlecht ist.

    7. Defense: Die Republikaner sind der Meinung, dass die Verteidigungsausgaben eigentlich zu niedrig sind und wollen sie daher noch erhöhen.

    Das ist auch Teil des Romney/Ryan Plan, der zudem noch mehr Tax Cuts für Reiche vorsieht. So müssten Haushalte mit einem Einkommen von 1.000.000 Dollar, 250.000 weniger Zahlen. Der offizielle Steuersatz würde also von 35 auf 10 fallen. Das Tax Policy Center (das weder demokratisch noch republikanisch ist) hat schon errechnet, das das nur zu mehr Schulden führt. Gleichzeitig soll Medicare gekürzt werden. Was war nochmal besser an dem Plan?

    Und was war das nochmal mit Neidkomplexen? Ich würde es eher Menschenverstand nennen.
  8. #17

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass Obama als Demokrat des linken Spektrums eigentlich immer schon auf Konfrontation gegangen ist.
    Ich erinnere mich da an diese Verhandlungen im August 2011. Das war auf jeden Fall sehr konfrontativ, was sich da abgespielt hat.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass Amerika auf $16.4 Bio. Schulden sitzt. Die sind einem Obama und seinen SPIEGEL cheerleaders natürlich egal. Man druckt einfach noch mehr davon.
    Was war nochmal der Romney/Ryan Plan? Tax Cuts für Reiche, die wie Analysen des Tax Policy Center zeigen, nur zu mehreren Billionen mehr an Schulden führen würden in den nächsten zehn Jahren. Genauso lässt sich das auch indirekt aus den CBO Analysen zu den Bush Tax Cuts für Reiche entnehmen, die ja auch nur zum Defizit beigetragen haben.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass in Amerika die Klassenkampf/Neidmasche noch nie gezogen hat.
    Deswegen wendet sie Obama auch nicht an.


    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass man mit einer höheren Besteuerung der Leute mit mehr als $250k nicht nur "Reiche" trifft, sondern auch Kleinunternehmer, die ja nun auch die Jobs herschaffen sollen.
    ... und in einer sehr geringen Minderheit sind unter den von den Steuererhöhungen Betroffenen.


    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass Obama einfach nicht von seinen hohen AL Zahlen runterkommt und diese Tatsache vor allem seine Wiederwahl gefährdet.
    Das liest man eigentlich recht oft.


    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    dass Romney sein Vermögen als exzellenter business man gemacht hat. Obama hat hingegen ausserhalb seiner Politikerexistenz eigentlich nichts vorzuweisen...
    Romney hat Unternehmen ge- und verkauft und damit ein Vermögen von 250.000.000 Dollar gemacht. Wie qualifiziert ihn genau diese mit Mikroökonomie verbundene Tätigkeit dazu makroökonomische Probleme zu lösen. Wenn Romney qualifiziert ist, ist er es nicht wegen seiner Tätigkeit als "exzellenter Business Man", die in mehr als 20% der Deals darin bestand sich selbst zu bezahlen über Schuldenaufnahme im Namen des aufgekauften Unternehmens.
  9. #18

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Versöhner zum Spalter: Barack Obama sucht die Konfrontation mit Republikaner-Kandidat Mitt Romney. Der US-Präsident plant neue Steuern für Reiche und facht damit eine gewaltige Debatte an - aber kann er so von der Job-Misere ablenken?

    US-Präsident Obama zieht gegen Republikaner Romney in den Steuer-Kampf - SPIEGEL ONLINE
    Präsident Obama war nie ein Spalter. Die GOP ist aber zu einer rechtsextremen Bewegung verkommen, deren einziges Ziel darin bestand, den ersten schwarzen Präsidenten nur eine Amtszeit zu gönnen, weil man eben keinen schwarzen Präsidenten dulden kann. Der GOP war es auch egal, welche Opfer das Land für ihre Obstruktionspolitik erbringen muss - die Debt Limit Debatte hat das ja deutlich gezeigt. Das Ansehen des republikanisch geführten Kongresses ist tiefer gesunken als das Ansehen von BP während des Oil Spills im Golf.

    Präsident Obama tut das einzig richtige: er zeigt auf, wofür er steht und wohin die extremen Republikaner wollen. Wollte Romney im November eine Chance haben, dann müsste er in Umfragen heute deutlich führen. Kerry führte zu diesem Zeitpunkt in seinem erfolglosen Versuch gegen Bush mit einigen Prozentpunkten und verlor auf den letzten Metern trotzdem.

    Man darf auch nicht vergessen, dass niemand Romney tatsächlich mag. Romney's Charakter ist besetnfalls zweifelhaft: er ist der grösste Wendehals, der sich je um dieses Amt beworben hat. Ausserdem ist er hinterhältig und unmoralisch, was seine Eskapaden bei Bain Capitals und seinem Umgang mit Mitschülern und seinem eigenen Hund zeigen.
  10. #19

    Ja!

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    Nehmen wir nur das mit dem Ablegen der sozialen Verantwortung. Der durchschnittliche US-Bürger spendet das 7x des durchschnittlichen Bundesbürgers, der seine soziale Verantwortung lieber beim Staat abgibt. Ist das in irgendeiner Weise "sozialer"?
    1. Ob ich mehr Steuern erhebe oder mehr für den "gleichen" Zweck gespendet wird, ist die Summe annähernd gleich - so what!
    2. Bei Spenden mache ich mich abhängig von dem der spendet, wie viel er spendet und ich kann nicht beeinflussen wofür er spendet.
    3. Spenden sind keine reine Wohltätigkeit, die Spender sparen Steuern!!! Also, ein Teil Selbstzweck wo durch dem Staat quasi 2x Steuergelder verloren gehen.
    4. Wenn dieses System so gut funktionieren würde, warum ist dann die USA mit den schlimmsten Gegensätzen was die Anzahl der Extreme angeht?
    5. Das reichste Land der Welt lässt Millionen seit Jahrhunderten im Regen stehen was eine minimale gesundheitliche Grundversorgung angeht. Und kommen sie mir jetzt bitte nicht mit der "kostenlosen" Behandlung. Abgesehen davon, das die "kostenlose" Versorgung in Krankenhäusern meistens mit Stunden an Wartezeit verbunden ist, quasi nur eine minimale Notbehandlung erfolgt, wenn sie überhaupt dran kommen, wichtige Untersuchungen, weiterführende Behandlungen, Laborarbeiten, Diagnosen, Operationen kaum oder gar nicht erfolgen, werden viele auch einfach, manchmal nach Tagen der Wartezeit einfach nach Hause geschickt. Europäisches Mittelalter oder davor!








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