Forum


 

US-Wahlkampf: Geld regiert die Politik

SPIEGEL ONLINEDer US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 wird der teuerste und brutalste aller Zeiten. Mit normalen Parteispenden ist die PR-Schlacht nicht mehr zu finanzieren - milliardenschwere Lobbygruppen stoßen in die Lücke. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer hinter der Schwemme schmutzigen Geldes steckt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...817926,00.html
  1. #20

    Sehen Sie

    Zitat von sonnenthau Beitrag anzeigen
    Man, wo leben Sie denn? Was ist denn das für ein merkwürdiger Begriff? Das, die Wahlkampfunterstützung von verschiedenen Kandidaten. wurde schon im alten Rom gemacht.
    und die sind ja auch untergegangen.
  2. #21

    Ich sage es weil es so ist.

    Die Bosse haben sich gegen Obama entschieden und sie wissen auch was eine Unze Blei kostet und wem man sie gegen muß.

    Das weiße Amerika wird Obama keine 2. Amtszeit dulden.
  3. #22

    Verbranntes Geld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 wird der teuerste und brutalste aller Zeiten. Mit normalen Parteispenden ist die PR-Schlacht nicht mehr zu finanzieren - milliardenschwere Lobbygruppen stoßen in die Lücke. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer hinter der Schwemme schmutzigen Geldes steckt.

    US-Wahlkampf: Geld regiert die Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist erschütternd wie im us-amerikanischnen Wahlkampf Finanzmittel sinnlos verpulvert und verbrannt werden. 1Mrd. $ für die Republikaner, 1Mrd $ für die Demokraten, plus Vorwahlkampf der Reps...
    Und dieses Geld erbringt so gar keinen volkswirtschaftlichen Nutzen. 2Mrd $ zum Fenster raus geworfen, die das Land kein Stück voran bringen. Auch im Wahlkampf sollte es Mindestansprüche an Nachhaltigkeit geben oder eine Höchstgrenze.
    Ich rege mich auch schon in Deutschland immer über diese nichtssagenden Wahlplakate auf. Beeinflussen die wirklich irgendwelche Wähler?
    Aber der us-amerikanische Wahlkampf ist die Krönung spätpupertierender politischer Dekadenz. Die Herausforderer zerfleischen sich in einer Schlammschlach gegenseitig. So dass nicht der Beste gegen den amtierenden Präsidenten ins Rennen geht, sondern nur noch der am wenigsten Schlechte/Skandalöse. Und da geht das Geld hin, das in Infrastruktur, Bildung und sozialen Sicherungssystemen besser aufgehoben wäre...

    Aber vielleicht bewirken Twitter, Facebook und Co ja doch ein Mindestmaß an unabhänginger, nicht von lobbyistischen Medien gelenkter Meinungsbildung der Wähler. Andereseits, wen soll man denn wählen, wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholerea hat? Vermutlich doch lieber das, was man schon kennt?....
  4. #23

    aaaaa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 wird der teuerste und brutalste aller Zeiten. Mit normalen Parteispenden ist die PR-Schlacht nicht mehr zu finanzieren - milliardenschwere Lobbygruppen stoßen in die Lücke. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer hinter der Schwemme schmutzigen Geldes steckt.

    US-Wahlkampf: Geld regiert die Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Und 100 tausende Amerikaner sind Obdachlos...14 Billionen Schulden aber Wahlkapmf für eine Milliarde dollar führen...das ist die Demokratie die wir überall sehen wollen...da wird einem schlecht.
  5. #24

    Filmwelt

    Hinter Obama gleich zwei Größen aus Hollywood?
    DreamWorks (SKG) hat nicht umbedingt wirtschaftliche Intressen an Obama, viel eher geht es da um soziales Interesse, was in Californien ziemlich hohen Stellenwert hat.
    Obama erfüllt das aber genauso wenig wie Schröder oder Fischer sich für ihre Wähler einsetzten...
  6. #25

    Glückwusch SPON, auch sie habe es gemerkt...

    Boah... Welch tiefgreifende neue Erkenntnis!
    Ist das denn in irgendeinem demokratischen- oder pseudodemokratischen Land anders als in den USA?
    Fragen sie doch mal deutsche Politiker (natürlich hinter vorgehaltener Hand) wär ihre Wahlkämpfe finanziert...

    Oder finden sie mal heraus wie viel Geld die Protegés von Putin in seine Kampagne gesteckt hat.
    Anschließend betreiben die so gesponserten die übliche Lobby-Politik.
    Also, was ist daran neu?
    Gibt es denn nichts wichtigeres zu berichten? Haben ihre Redakteure Langeweile?
  7. #26

    Bei Hunger - verfällt das Wahlrecht!

    Zitat von Barath Beitrag anzeigen
    Selbst wenn man davon ausgeht, daß sich die Kandidaten ihren Spendern später nicht "verpflichtet" fühlen, ist dies Praxis extrem antidemokratisch. Wenn man davon ausgeht, daß die Spenden auch nur das geringste bisschen an Einfluß darauf haben wer die Wahl gewinnt, hat die Interessengruppe, die über größer finanzielle Mittel verfügt, eine bessere Chance ihren Kandidaten ......
    Solange die Mehrheiten satt sind, kann man das Theater ruhig aufführen, die Gesellschaft ist gespalten und lässt sich vortrefflich führen.

    Erst wenn der Hunger überhand nimmt, bedarf es der nackten Gewalt.
    Der Mensch ist ein entsozialisiertes, entsolidarisiertes Herdentier!
    Das kann wohl kaum auf Dauer funktionieren!
  8. #27

    "Die Banken wirken an der Willensbildung des Parlaments mit",

    sollte in der nächsten renovierten Ausgabe des Grundgesetzes stehen. Dann würde das GG mehr der Realität bei uns entsprechen.
    "Ein mit Gold beladener Esel überwindet jede Burg", sagt ein altes Sprichwort. "Wer zahlt, schafft an": Vielleicht sollte man die Regierung gleich an die Banken verhökern, gegen günstige "Genußscheine" natürlich.
    Wenn alles käuflich ist, warum nicht das? Nur, junge Männer sollten diesen Staat nicht verteidigen, er gehört anderen.
  9. #28

    Das falsche Bewusstsein prägt das Sein

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Eine Demokratie soll den Volkswillen verwirklichen, wenn jedoch dieses Volk der Propaganda von Interessengruppen bis ins Wohnzimmer oder auf dem Klo ausgesetzt ist, dann handelt es sich hier nicht mehr um den "gelebten" Volkswillen sondern um einen manipulierten Willen. Das Resultat dieses Willens hat nur noch formal Legitimation für die Politik. Real ist es ein gekaufter Willen durch gekaufte Politiker um gekaufte Politik zu machen.
    Gut auf den Punkt gebracht, @mauskeu, doch die Erschütterung, die aus den Zeilen Ihrer Erkenntnis schwingt, kommt von einem Enttäuschten, der sich der selbst verschuldeten Täuschung über den wahren Charakter einer bürgerlichen Demokratie abendländischer Provenienz - also basierend auf den Zielsetzungen der Aufklärung vor 200 Jahren - langsam aber sicher auch bewusst wird.

    Ich finde, dass man spätestens mit dem Kommunistischen Manifest von Marx und Engels aus dem Jahre 1848 die Möglichkeit gehabt hat, das idealistische Blendwerk des nominalistischen Verständnisses von Demokratie als "Volksherrschaft" durchschaut zu haben, mangelt es doch bei dieser Metapher am Gegenstand des Begriffs, am "Volk" nämlich.

    Jeder weiß doch, wenn er überhaupt etwas weiß, dass es in der Politik das Volk nur als Phrase, nicht aber in Wirklichkeit gibt. Er / sie weiß also auch, dass die Inschrift über dem Reichstag "Dem deutschen Volke" nichts weiter als eine Goodwill-Ansage darstellt, weil die sogenannten Volksvertreter nicht den von Ihnen beschworenen "Volkswillen", sondern ganz krude ihre Geschäftsinteressen vertreten, die in der Regel in der Sicherung ihres Arbeitsplatzes bestehen, einem Ziel, das mit größter Wahrscheinlichkeit dann erreicht wird, wenn man - den Artikel 38 missachtend - seine Meinung dem Fraktionszwang unterordnet.

    Die Erfindung der Volkspartei ist im Übrigen das Werk der Hitleristen, die mit der Auflösung der klassenkämpferischen Interessenvertretungsorganisationen der Weimarer Republik den Grundstein für das heutige Parteienverständnis gelegt haben.

    Vom "Volkswillen" zu sprechen, auf die Idee kommen in erster Linie totalitär herrschende "Parteien", die sich dann auch direkt "Bewegung" nennen (lassen) und die politisch-ökonomische Gegensätzlichkeit der "Volksgenossen" im Slogan "Ein Volk - Ein Reich - Ein Führer" verschwinden lassen.

    Dass sich die Parteien allein deshalb schon nicht mehr unterscheiden, weil sie innerhalb eines Budgets nichts mehr zu entscheiden haben, wird dieses doch durch den Schuldendienst geknebelt, den verursacht zu haben sich nicht zuletzt die Profiteure der "Staatsverschuldung" rühmen können, die daraus genug Profit ziehen, um auch einen Super-Pac in Höhe von 1 Mrd. Dollar zu finanzieren.
    Nein: neu ist nicht, dass Geld die Welt regiert, sondern neu ist, dass das jetzt auch nicht mehr als linke Boshaftigkeit abgetan werden kann, sondern - zähneknirschend - anerkannt werden muss.
    Genau dadurch aber kann die Ohnmacht der Ausgebeuteten vertieft und verewigt werden, dass die Medien zugeben, was nicht mehr zu leugnen ist - um jede Alternative als größeres Übel verteufeln zu können.
  10. #29

    Ich

    Zitat von Barath Beitrag anzeigen
    Ich weiß das klingt theatralisch aber ich meine es bitter ernst: Ich habe das Gefühl wir stehen kurz vor dem Ende der abendländischen Demokratie.
    fürchte, Sie sind da einem Missverständnis zum Opfer gefallen: Die sogen. abendländische Demokratie steht erst am Beginn iher Karriere. Sie muss nämlich überall da praktiziert werden, wo das Volk ohne grössere Unruhen die gewünschte Wirtschaftsleistung erbringen und den Staat alimentieren soll. Die Demokratie ist nämlich die ausgereifte und optimierte Form der Diktatur. Wenn Sie in einer Diktatur mit dessen Führern nicht einverstanden sind, so nimmt der Staat Sie ernst. Sie werden bespitzelt, bedroht, eingesperrt, gefoltert und ggf sogar umgebracht. Dies bedingt natürlich einen gewaltigen, kostspieligen und unproduktiven Aufwand, und anstatt Unruhen zu verhindern schafft diese Methode dauernd neue. Die Bürger sind frustriert, Kreativität und Arbeitsleistung sind stark suboptimal. In einer Demokratie hingegen nimmt der Staat die Bürger nicht ernst; er darf gegen den Staat und seine Repräsentanten die gröbsten Beleidignungen ausstossen und auch sonst sagen was er will (siehe politische Kabaretts in D - Diktaturen würden hier knietief in Blut waten). Solange er nur brav arbeitet und seine Steuern zahlt hat er nichts zu befürchten. UND AUCH HIER TUT DIE STAATSFÜHRUNG WAS SIE WILL ohne dass die oe Kosten anfallen. Man müsste noch ein Missverständnis aufklären: Die gewählten (Wahlen bedeuten gar nichts) Politiker haben absolut nichts mit den wirklichen Machthabern zu tun; sie werden von diesen dafür bezahlt, die Aggressionen der Bürger auf sich zu lenken und wirkungslos verpuffen zu lassen. Von ZzZ müssen sie auch mal einen Sündenbock liefern, hierfür gibt es für den Betroffenen idR jedoch Extraprämien. Wenn einem Politiker durch die Justiz tatsächlich einmal persönliche Nachteile erwachsen, so hat das nichts mit Gerechtigkeit zu tun, er hat es sich nur mit den Machthabern aus irgend einem Grund verdorben - rein geschäftlich natürlich, nicht persönlich.....








TOP



TOP