41 Jahre nach seinem Ausbruch aus einem Gefängnis wurde der amerikanische Verbrecher George Wright in Portugal gefasst. Eine Auslieferung in die USA muss er vorerst aber nicht befürchten: Ein Gericht in Lissabon lehnte den Antrag aus Washington ab.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...798505,00.html
Das ist schön für Herrn Wright und seine Familie und nicht so schön für die Angehörigen des Mordopfers, aber eigentlich würde ich lieber über das Abkommen zur Weitergabe von Passagierdaten diskutieren, da m.E. die gesellschaftliche Relevanz geringfügig größer ist. Oh, geht nicht. Na, wird sich SPON schon was bei gedacht haben.
Unterstellen wir mal, dass das Urteil OK ist. Bei Nicht-Weißen bin ich mir da in den USA nicht so sicher.
Ich bin grundsätzlich dafür, dass ein Verbrecher seine Strafe erhält. Das ist das Eine.
Das Andere ist der Umstand, dass sich Portugal hier als souveräner Staat geriert. Man stelle sich das Gleiche mal in Deutschland vor. Konkretes Beispiel: Die drei us-amerikanischen Steinewerfer-Mörder (Darmstadt / B 3 / 2000) wurde zu geradezu lächerlichen Jugendstrafen (!) verurteilt und nach kurzer Haft klammheimlich in die USA überstellt, wo sie sofort freigelassen wurden.
Das nur mal so zum Nachdenken.