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US-Studie: 2010 droht Infarkt des Internets

Video-Streaming, Daten-Tauschbörsen, mobile Dienste: Das Internet wird einer Studie von US-Marktforschern zufolge schon bald an Innovationen ersticken. Denn die Nachfrage nach Bandbreite steigt schneller, als die Netze ausgebaut werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...518640,00.html
  1. #10

    ach was...

    Naja, doch eher unwahrscheinlich. Vor allem in Anbetracht dessen, dass Versorgungsengpässe zwischen Provider und User befürchtet werden - diese Kosten tragen ohnehin die User. Viel dramatischer währen Engpässe zwischen Rechenzentren selber. Außerdem scheint es sich ja eh hauptsächlich um die rückschrittliche US-amerikanische Infrastruktur zu drehen...
    Abgesehen davon, wie im Artikel schon angedeutet wird, aber merkwürdig interpretiert, war das Internet früher viel langsamer. Insbesondere die Geschwindigkeit der Anwendungen. Heute gibt es ausgefeiltere Anwendungen mit höherer Geschwindigkeit - Computeroberflächen sind ungefähr genau so schnell wie vor 15 Jahren.
  2. #11

    Naja...

    Guten Tag,

    ich finde nicht, dass dieses Thema unwichtig ist. Wir lesen und diskutieren liebend gern über das Internet und ich bin nicht scharf auf ellenlange Ladezeiten.
    Ich stimme mit euch überein, dass es genug Weltuntergangsszenarien gibt und dass diese in den wenigsten Fällen weiterhelfen. Aber so ist der Artikel ja auch nicht gemeint. Klar, er ist wieder typisch Spiegel ein wenig überstärkt formuliert, aber ich finde es dennoch gut, dass auf die Problematik aufmerksam gemacht wird.
    Wenn man so etwas weiß, kann sich die Wirtschaft auch entsprechend wappnen, um dem Problem entgegen zu kommen.

    Vielleicht wird in ein paar Jahren auch in den USA der DSL-Anschluss was kosten. Würde auch mal Zeit... MfG, Ravens&Blackbirds
  3. #12

    Netneutralität ist wichtig, doch die User werden schon jetzt nicht gleich behandelt

    Vorab: Die Netzneutralität muss gewahrt bleiben. Dennoch, scheinen hier nur Menschen zu schreiben, die in Großstädten wohnen und mit Bandbreite bestens versorgt sind.
    Vor zwei Jahren, damals arbeitete ich noch als Web-Entwicklerin, zog ich aus der Großstadt aufs Land. Schlappe 40 km entfernt von eben jener Großstadt.
    Wenn 2010 der Infarkt des Internets droht, leidet es hier schon aufs heftigste an Arteriosklerose.
    Als Web-Entwicklerin arbeite ich nicht mehr, das macht hier keinen Spaß. Sind in der Großstadt mittlerweile Bandbreiten von bis zu 16 Mb möglich, in der nächst größeren Stadt sind immerhin noch 6 Mb, so gibt es hier für wenige DSL 3000, der Nachbar daneben kriegt aber gar kein DSL mehr, weil das Netz ausgereizt ist, oder wie ich nur 1024 Mbit/s maximal. Die Kabel, die hier in der Erde liegen, sind total marode und geben nicht mehr her. Doch getan wird nichts. Die Netzneutralität wird hier zur Farce, der Kunde selbst schon lange nicht mehr gleich behandelt. You Tube Videos gestreamt anzusehen, ist nur gestückelt möglich mit minutenlangen Unterbrechungen, gleiches gilt auch für die hübschen Flashvideos hier in Spiegel Online. Für weniger Leistung zahle ich aber genauso viel wie mein mit DSL 3000 „verwöhnter“ Nachbar. Und die Flatrate kostet trotzdem satte 3 Euro mehr als in der Stadt. Ich fühle mich diskriminiert. Mehr noch, das Ganze hat für mich auch eine soziale Komponente: Kinder die hier aufwachsen, können das Bildungsangebot im Internet nicht so nutzen wie Stadtkinder, Heimarbeitsplätze, für die der Datentransfer übers Internet notwendig ist, lassen sich, wie ich selbst leidvoll erfahren musste, schlecht etablieren, Firmen siedeln sich erst gar nicht an, keine Chance für mehr Arbeitsplätze.
    Schade, dass der Spiegel sich dieses Themas nicht annimmt.
  4. #13

    DSL kostenlos???

    Zitat von ravensandblackbirds Beitrag anzeigen

    Vielleicht wird in ein paar Jahren auch in den USA der DSL-Anschluss was kosten. Würde auch mal Zeit... MfG, Ravens&Blackbirds
    Das würde mich doch sehr interessieren, wo ich hier in den USA kostenlos DSL bekommen kann!
    Bitte um baldige Antwort, damit ich mir meine $46 mtl. für den DSL-Anschluss endlich sparen kann ;-)
  5. #14

    Spekulationsgewinnler ...

    Hier sind ja wirklich die reinsten Weltunterganspropheten unterwegs!
    Der hohe Ölpreis hat mehr mit Spekulation zu tun als damit, dass uns die Rohstoffe ausgehen.

    Wenn man den Aussagen hier Glauben schenken darf, dann bricht schon morgen die Weltwirtschaft zusammen, da sowohl Wirtschaftsführer als auch Politiker nicht aufgepasst haben, dass die Tankstelle leer ist.

    Das glaubt doch nun wirklich keiner!
    Hier werden Weltuntergangsszenarien beschrieben, aber dennoch wollen alle so weitermachen wie bisher, nur mit ein bißchen Energiesparen und erneuerbare Energien.
    Das ist doch der Widerspruch in sich!
    Was stimmt denn nun? Geht morgen das Rohöl aus, das unsere Weltwirtschaft schmiert oder nicht?

    Wenn man das alles glaubt, was hier geschrieben wird, dann sollte man sich schnell ein neues Fahrrad kaufen, seinen Ziergarten in einen Gemüsegarten verwandeln, denn bald werden wir alle dank nicht mehr vorhandener Energie Hungern und wieder an unseren Wohnort gebunden werden.
    Ich sehe schon die Dampfloks wieder fahren für die wir das Knüppelholz an den noch vorhandenen Bahnhöfen abliefern müssen.

    Da verdienen sich einige wenige Leute eine goldene Nase.

    Vor 50 oder 100 Jahren hätte man von so mancher technischen Errungenschaft nicht einmal geträumt, die heute real ist. Vor 50 Jahren hätte alle gesagt, das schaffen wir nie, da ist nicht genug Energie oder Kupfer oder wer weiß was.

    Und? Die Welt dreht sich weiter!

    Wären die Weltfinanzmärkte schon vor 50, 70 Jahren so offen gewesen wie heute, dann hätten wir auch da schon dasselbe Phenomen erlebt.
    Die Spekulation hätte den Preis ins Unermessliche getrieben!
  6. #15

    schrüberift

    Zitat von hottentot Beitrag anzeigen
    ...für mich genauso wie vor dem Jahre 2000, als es hieß, die Welt würde ins Chaos stürzen, weil die Rechner nicht mit dem Datum 1. 1. 2000 zurechtkämen.

    Das war ein schöner Reibach für die Systemhäuser, die haufenweise völlig nutzlose 2000er-Patches gegen gutes Geld installiert haben...
    ganz genau das war mein erster gedanke.
    das netz wird fleissig weiterfunktionieren.
    dafür steckt da vielzuviel geld drin und was geld bringt wird gemacht.
  7. #16

    ... eiskalter Lobbyist am Werk

    Das ist das Entscheidende!

    Herr Miegel ist durch und durch Interessenvertreter der neoliberalen Propagandamaschine und damit relativieren sich seine Aussagen von alleine.

    Warum sollte er sich für die Realität im Lande interessieren!?
  8. #17

    dsl

    Zitat von spiderwoman_007 Beitrag anzeigen
    Vorab: Die Netzneutralität muss gewahrt bleiben. Dennoch, scheinen hier nur Menschen zu schreiben, die in Großstädten wohnen und mit Bandbreite bestens versorgt sind.
    Vor zwei Jahren, damals arbeitete ich noch als Web-Entwicklerin, zog ich aus der Großstadt aufs Land. Schlappe 40 km entfernt von eben jener Großstadt.
    Wenn 2010 der Infarkt des Internets droht, leidet es hier schon aufs heftigste an Arteriosklerose.
    Als Web-Entwicklerin arbeite ich nicht mehr, das macht hier keinen Spaß. Sind in der Großstadt mittlerweile Bandbreiten von bis zu 16 Mb möglich, in der nächst größeren Stadt sind immerhin noch 6 Mb, so gibt es hier für wenige DSL 3000, der Nachbar daneben kriegt aber gar kein DSL mehr, weil das Netz ausgereizt ist, oder wie ich nur 1024 Mbit/s maximal. Die Kabel, die hier in der Erde liegen, sind total marode und geben nicht mehr her. Doch getan wird nichts. Die Netzneutralität wird hier zur Farce, der Kunde selbst schon lange nicht mehr gleich behandelt. You Tube Videos gestreamt anzusehen, ist nur gestückelt möglich mit minutenlangen Unterbrechungen, gleiches gilt auch für die hübschen Flashvideos hier in Spiegel Online. Für weniger Leistung zahle ich aber genauso viel wie mein mit DSL 3000 „verwöhnter“ Nachbar. Und die Flatrate kostet trotzdem satte 3 Euro mehr als in der Stadt. Ich fühle mich diskriminiert. Mehr noch, das Ganze hat für mich auch eine soziale Komponente: Kinder die hier aufwachsen, können das Bildungsangebot im Internet nicht so nutzen wie Stadtkinder, Heimarbeitsplätze, für die der Datentransfer übers Internet notwendig ist, lassen sich, wie ich selbst leidvoll erfahren musste, schlecht etablieren, Firmen siedeln sich erst gar nicht an, keine Chance für mehr Arbeitsplätze.
    Schade, dass der Spiegel sich dieses Themas nicht annimmt.
    ok ich wohne mitten in der stadt, aber es gibt doch Alternativen zu dsl, etwas umständlich aber machbar ist z.b.
    das Handy als modem zu benutzen, kabel oder satellit...
  9. #18

    Verkehrsinfarkt

    Zitat von pcm Beitrag anzeigen
    In den 70ern wurde vor dem Verkehrsinfarkt gewarnt. Von Interessenverbänden.
    Der ja wohl auch eindeutig eingetreten ist. Fahr mal hier auf dem Mittelren Ring zur Stoßzeit...

    Zum Internet: Hat dies nicht Bill Gates bereits für vorausgesagt? ("The Internet's just a hype!")
  10. #19

    Endlich!

    Endlich! Eigentlich sollte das doch schon 2000 passieren, oder? Gut, besser spät als nie!


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