Ist doch schoen, wenn sich die jungen noch fuer sowas begeistern lassen.
Die muessen noch viel lernen.
William Atkins/ The George WashiTausende Studenten kämpfen in den USA für Mitt Romney und Barack Obama. Sie lassen sich auf der Straße beschimpfen und schwärmen für die Politiker wie für Popstars. Sechs junge Wahlkämpfer erzählen, was sie antreibt und was gerade ihren Kandidaten so sexy macht.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...838327,00.html
Ist doch schoen, wenn sich die jungen noch fuer sowas begeistern lassen.
Die muessen noch viel lernen.
Interessante Auswahl.. die 3 Obama-Unterstützer sagen genau, WARUM sie das tun. Von den 3 Romney-Unterstützer nennt nur einer seine Gründe, eine sagt nur sie warum Obama schlecht findet und eine Dritte erzählt nur was sie tut, aber nicht warum.
Ich mag Romney ja auch nicht, aber ich hätte einen etwas objektiveren Artikel erwartet.
Möchte ich jetzt erst mal nicht unterstellen, aber wie Post Nr.3 ansatzweise bemerkt, kommen die Romney-Unterstützer weniger gut an.
Für mich wirken diese nämlich deutlich unsympathischer und auch durch "Argumente" kann mich keiner davon überzeugen, dass Romney eine gute Wahl wäre (angenommen, ich hätte mich nicht schon längst entschieden, und angenommen ich hätte einen eher schlechten Überblick über die US-Politik)
Selbstverständlich verdient jeder dieser Studenten meinen Respekt, und das in diesem Fall "totale Ignoranz" herrscht, kann ich nicht nachvollziehen. Die angesprochenen Probleme in Post Nr.2 sind auf der einen Seite durch Halbwissen geprägte Vorurteile einer studentisch-bürgerlichen Schicht, und auf der anderen Seite wissen die Herrschaften in diesem Artikel, dass sich Veränderungen und Lösungen durch die Politiker finden lassen, die sie unterstützen...damit sind sie schon ein ganzes Stück weiter als der hippe Blogger, der sich Verschwörungen bastelt, an den realen Problemen der USA aber wenig ändern will/kann. Das zumindest ist meine Meinung...
Sig_Int
Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass diese Studenten vor allem deswegen „dabei“ sind, weil sie sich von ihrem Engagement einen persönlichen Vorteil erhoffen, z. B. ihr gesellschaftliches Ansehen (oder das ihrer Eltern) zu erhöhen, einem Abgeordneten, den sie kennen, zur Arbeitsplatzsicherung zu verhelfen, selbst einen job in der Politik oder bei einem Mäzen des Politikers zu erlangen - und was da der materiellen Interessen mehr sind.
Ich finde das nicht ehrenrührig, sondern insofern normal, als politische Betätigung - in den USA ja sowieso noch nie, aber jetzt eben auch in Deutschland nicht länger mehr - in zunehmendem Maße nicht mehr ehrenamtlich, sondern nur noch von denen betrieben wird, die dafür in dem Sinne "bezahlt" werden, den ich gerade illustriert habe.
Dieser Trend hat allerdings Folgen für das parlamentarische System in Deutschland, insofern unsere Parteiendemokratie eigentlich auf Parteien aufbauen soll, die sich als Mitgliederorganisationen definieren (sollten). Was hingegen zu beobachten ist, das sind Parteien, die - so sie länger bestehen als zehn Jahre - über einen Mitgliederschwund klagen, den ich für einen säkularen, d. h. unumkehrbaren Trend erachte.
Farbig formuliert: in weiteren zehn Jahren, wenn die Leitfossilien einer historischen Phase von "Politik zwecks Verwirklichung von Visionen“ - heißen diese Visionen "Sozialismus", "Europa", "Freiheit" - sich als die letzten noch aktiven Mitglieder - "AG 60+", "Senioren-Union" - aus der Parteiarbeit zurückgezogen haben werden, dann werden wir das us-amerikanische System von "Politik als Beruf" vollständig realisiert haben.
Die Studenten, die sich hier präsentieren, sind Prototypen der neuen Parteimitgliedschaft, einer Institution nämlich, die – wie schon in den Staaten – auch in Deutschland aus besoldeten bis "verbeamteten" Berufstätigen bestehen wird, die ihr Einkommen nicht mehr aus Mitgliedsbeiträgen, sondern dann voll und ganz aus Steuermitteln generieren werden.
Und eben auch aus "Super-Pacs" US-Wahlkampf: Kauft euch Amerika! | Politik | ZEIT ONLINE , denen die kleinen Leute dann erst recht nichts mehr entgegen zu setzen haben werden.
Die hier präsentierten US-Praktikanten des Trends "Politik als Job" wissen bereits, wohin der Hase läuft, und das, was sie in ihren Statements publicitykonform als ehrenamtliches "Engagement" verkaufen, ist auch und gerade für sie nichts anderes als networking zwecks persönlicher, privater Arbeitsplatzbeschaffung und -sicherung in den mehr als ungewissen und unruhigen Zeiten, die auf uns zukommen werden.
Das ist menschlich verständlich - und schon okay so, sollte nur mal ausgesprochen werden, denn ohne den Berufspolitiker wird es zukünftig auch das nicht geben, was mehr als Not tut: den Berufsrevolutionär neuen Typs.
auf der einen Seite rege Beteiligung im SPON Forum, wahrscheinlich mit etlichen Arbeitsstunden, aber sicher mit viel Herzblut...auf der anderen Seite totale Ignoranz was die politischen und wirtschaftlichen Probleme des Landes, die Einschränkung der Bürgerrechte, ... angeht.
Ja, vielleicht schon mal erlebt, dass Leute Ihre Meinung nicht teilen?
Man ist ja inzwischen einiges gewöhnt, Knochenbrüche, Klagen und Betrug.
Aber das der einzig weitere verbliebene GOP POTUS Kandidat mit nennenswerter Unterstützung, getragen durch eine neue Freiheitsbewegung, weiter ausgeblendet ist..naja :)
Wollen Sie es nicht wahr haben oder ist Ihnen entgangen, dass Ron Paul seine Bewerbung um das Amt des POTUS auf Eis gelegt hat?
Stattdessen will er "nur noch" ueber seine Delegierten die GOP-Konvention massgeblich beeinflussen.
Mich erstaunt, dass Ihr Beitrag frei geschaltet wurde, denn mit dem Thema hat er nichts zu tun!
Es sind nicht nur Studenten, die sich am Wahlkampf beteiligen, sondern auch andere junge Leute, die sich davon versprechen, dass es ihrer Berufskarriere gut tut.
Hier in Bristol/PA wurde vor einem Monat ein OFA-Buero eroeffnet. Organizing for America heisst die Kampagne, die Obamas Wiederwahl sichern soll. Geleitet wird das Buero von einer jungen Dame, die nicht mehr studiert, wohl aber schon ihre ersten politischen Sporen in Washington verdient hat.