US-Staatsdefizit: Im Schuldenpoker wird die Zeit knapp

Etwas mehr als eine Woche ist noch Zeit - dann sind die USA pleite, falls sich Regierung in Kongress nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen. Von einem Kompromiss sind Präsident Obama und seine republikanischen Gegenspieler aber weit entfernt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...776337,00.html
  1. #30

    Money Money Money

    An Politiker wie Obama und seinem Widersacher hätte ich gerne nur eine Frage.

    Wie kann man sich erdreisten angesichts dem Untergang der eigenen Nation noch parteipolitische Interessen, vor die des Landes zu stellen.
    Politiker, ob hierzulande, oder dort in den USA sind schon sonderbare Menschen, die offensichtlich der Sucht sich selbst darzustellen- koste es was es wolle- vollkommen erliegen sind.

    Gleiches gilt für Banker, die wohl direkt danach kommen.

    Schon klasse!!
    Die Hochfinanz reitet ganze Länder in den Abgrund und die Weltweite Politik steigt mit ein in dieses Lied und setzt dem keine Grenzen, weder hier- noch in den USA.

    Tja gegen Banken kann man halt nicht vorgehen wenn man sich, wie bei Obama, von denen den Wahlkampf hat bezahlen lassen.

    Das Grundübel liegt in den westlichen Demokratien darin, das Wirtschaft und Politik zu eng miteinander verflochten sind. Um Land und Leute geht es da schon lange nicht mehr.

    Echte Politik ist das nicht mehr, dann ging es ums Tauschen von Argumenten.
    Dann würde man auch schnell einen Kompromiss finden, hier geht's viel mehr darum die Interessen seiner Spender zu stützen.

    Es müsste, so wie es eine Trennung zwischen Politik und Kirche gibt, auch eine strikte Trennung zwischen Politik und Wirtschaft geben.
  2. #31

    Ende des Mittelalters oder das Ende

    "Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

    Jesus von Nazareth (nicht in der Bibel zu finden)

    "Euer Wille sage: der Übermensch sei der Sinn der Erde! Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht."

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra

    "Steht der in Gütergemeinschaft lebende Kommunist am äußersten rechten Flügel, am Ausgangstor der gesellschaftlichen Entwicklung, bedeutet darum die kommunistische Forderung den letzten reaktionären Schritt, so muss die Natürliche Wirtschaftsordnung als Programm der Aktion, des Fortschritts des äußersten linken Flügelmannes angesehen werden. Alles, was dazwischen liegt, sind nur Entwicklungsstationen."

    Silvio Gesell

    "Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren."

    Arthur C. Clarke

    Damit die "Finanzkrise" (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon), die unweigerlich den endgültigen Zusammenbruch des noch bestehenden, kapitalistischen Systems herbeiführen wird,…

    http://opium-des-volkes.blogspot.com...nde-crash.html

    …nicht das Ende, sondern den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedeutet, bedarf es rechtzeitig der allgemeinen "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion". Unabhängig von "Glaube" oder "Unglaube" ist religiös verblendet, wer nicht zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus unterscheiden kann – die Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft.

    Willkommen im Cargo-Kult der Realität:
    http://opium-des-volkes.blogspot.com...-paradies.html
  3. #32

    Also wenn ich das richtig sehe....

    ...dann geht es den Republikanern doch darum, sich im kommenden Wahlkampf als die großen Haushaltssanierer zu präsentieren und Obama in der Öffentlichkeit als "Schuldenpräsident" dastehen zu lassen, der "nicht mit Geld umgehen kann".

    Hierzu wurde doch vor einer Woche schon eine elegante Lösung präsentiert, nach der der Regierung vom Kongress das Recht eingeräumt bekommt, schrittweise die Schuldenobergrenze bis Ende nächsten Jahres selbst anheben zu können ohne Zustimmung der Republikaner.

    Damit können letztere sich im Wahlkampf optimal positionieren und permanent mit dem Finger auf die "Schuldenregierung" zeigen. Warum wird da jetzt von den Republikanern noch groß rumdiskutiert und nicht diese Lösung umgesetzt?
  4. #33

    Selbst wenn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Etwas mehr als eine Woche ist noch Zeit - dann sind die USA pleite, falls sich Regierung in Kongress nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen. Von einem Kompromiss sind Präsident Obama und seine republikanischen Gegenspieler aber weit entfernt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...776337,00.html
    die Parteien in den USA sich in letzter Minute einigen werden, wovon ich immer noch ausgehe, wird die Auswirkung diese wochenlangen Streits groß sein, weil die Verunsicherung an den Bondmärkten wächst.
  5. #34

    Schwerer Fehler im Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA werden am 2. August ihre finanziellen Reserven zur Bedienung ihrer Schulden aufgebraucht haben - falls der Kongress nicht neue Kredite bewilligt.
    Das ist voellig falsch. Die Aussetzung von Zins- und Tilgungszahlungen auf die bestehenden Schulden steht aber ausser Frage.

    Richtig ist: Die USA werden ab dem 2. August ihre laufenden Ausgaben nicht mehr aus den laufenden Einnahmen bestreiten koennen.

    Was eingestellt wird, sind alle "nicht unbedingt notwendigen" Ausgaben. Dazu gehoert die Bedienung der Staatsschuld nicht.
  6. #35

    Legenden

    Zitat von Rodelkoenig Beitrag anzeigen
    Ja, das sind tatsächlich 14,3 Billionen ... also 14.300 Milliarden. Und das ist nur der Bund. Bei den einzelnen Bundesstaaten kommen insgesamt nochmal insgesamt 50 Billionen dazu ... also 50.000 Milliarden.
    Die 50 Billionen ueber die Sie da schreiben, sind aber keine echten Schulden sondern theoretische Berechnungen ueber zukuenftige Pensionsleistungen.

    Tatsaechlich sind die USA und ihre Gliedstaaten weniger verschuldet als die BRD und ihre Bundeslaender.

    Das Problem der USA ist die Luecke zwischen laufenden Einnahmen und Ausgaben, die jeden Rahmen sprengt. Im Vergleich zu uns zahlen die Leute ja auch praktisch keine Steuern und Abgaben.
  7. #36

    Einfach falsch

    Zitat von Rodelkoenig Beitrag anzeigen
    Sagen die Rating-Agenturen nicht immer, sie bewerten nicht wie stark eine Wirtschaft aufgestellt ist und ob die Industrie gesund ist, sondern lediglich wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Staatsanleihen nicht mehr zurückgezahlt werden.
    Und wenn die USA ab 2. August - wenn auch nur aus juristischen Gründen - Schulden aus Staatsanleihen nicht mehr zurückzahlen, ist die Wahrscheinlichkeit genau dafür erstmal 100%.
    Das entspricht einem Zahlungsausfall, weshalb die USA erstmal auf D heruntergestuft werden müsste, wenn auch erstmal nur zeitweise.
    Das ist genau das Argument, mit dem die Rating-Agenturen in den letzten Wochen und Monaten die massive Herabstufung von beispielsweise Italien oder Irland begründet haben, obwohl auch diese über gesunde und weltweite konkurrenzfähige Realwirtschaften verfügen.
    Also: Der Autor hat hier einen kapitalen Bock geschossen als er behauptete, die Bedienung der Staatschuld stuende in Frage. Das tut sie nicht. Die USA koennen und werden die Staatsschulden problemlos aus den laufeneden Einnahmen bedienen. Ein Zahlungsausfall gegenueber den Kreditgebern steht ueberhaupt nicht in Frage.

    Bei Irland und Italien sieht das ganz anders aus. Beide sind weitaus hoeher verschuldet und haben auch nicht mehr viele Moeglichkeiten, an der Steuerschraube oder bei den Ausgaben zu drehen.

    Die USA haben laecherlich geringe Steuern und gigantische Militaerausgaben. Eine Mehrwertsteuer von 8% oder eine Mineraloelsteuer von 0,30 Cent/Liter wuerden die Staatsfinanzen mit einem Schlag sanieren.
  8. #37

    China

    Zitat von tomtom11 Beitrag anzeigen
    Das Geld zur Verfügung steht ist natürlich Quatsch. Die USA leihen sich nun mal 40 Cent von jedem Dollar den sie ausgeben. Die US gehen aber trozdem nicht pleite, weil China im Moment kein Interesse daran hat (Die USA sind nun mal für China das, was die Griechen für uns sind). Mit der immer weiter zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit der USA wird sich das vermutlich bald ändern.
    Total verquer! Die USA haben in der Tat eine kapitale Luecke zwischen Einnahmen und Ausgaben. 60% der Ausgaben werden aber trotzdem aus den laufeneden Einnahmen bestritten. Die Bedienung der Staatsschulden gehoert aber nicht zu den "Luxusausgaben" , die ab dem 2. August eingestellt werden.

    China hat erstmal gar nicht damit zu tun. Natuerlich will China den USA weiter Geld leihen, kann es aber nicht, wenn der Kongress nicht zustimmt. Verschenken tut China gar nichts.
  9. #38

    Hochfinanz

    Zitat von andreasoberholz Beitrag anzeigen
    Schon klasse!!
    Die Hochfinanz reitet ganze Länder in den Abgrund und die Weltweite Politik steigt mit ein in dieses Lied und setzt dem keine Grenzen, weder hier- noch in den USA.
    Nur, was das mit der aktuellen Situation in den USA zu tun?

    Die Situation in den USA ist ein rein politisches Problem. Man will die Steuern nicht erhoehen und nicht beim Militaer sparen. Das ist alles.

    Die US-Wirtschaft koennte durchaus mit beidem leben; die Angst vor dem Waehler ist es, die die US-Politik in dieses Affentheater gebracht hat.
  10. #39

    Sieg der Bonesman

    Der böse Bill Clinton genoß Fellatio und erzeugte nebenbei einen Haushaltsüberschuss.

    Dann kam Dabbel-Ju, machte einen auf John Wayne und erzeugte ein künstliches Bedürfnis beim amerikanischen Volk: er gab ihnen Krieg und der Rüstungslobby Aufträge.

    Jetzt trottelt der arme Obama mit den Sorgen von gestern im Gepäck auf die Katastrophe zu. Die Bonesman geben dem Volk den ersten schwarzen Präsidenten, er darf das Land in den bakrott führen.

    Mit Bonesman wird es niemals eine Steuererhöhung geben. NIE!

    Gute Nacht, Marie!