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US-Republikaner: Europa? Zum Teufel!

"Europa funktioniert nicht mal in Europa": Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur knöpfen sich die Republikaner Romney, Santorum und Co. den alten Kontinent vor - und dessen vermeintlichen Freund Obama. Dabei mischt auch der kräftig mit beim Brüssel-Bashing.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...807937,00.html
  1. #40

    Bravo Romney & Santorum!

    Zitat von steinaug Beitrag anzeigen
    Europa funktioniert nicht mal in Europa. Treffender kann man es kaum formulieren. Europa schafft sich ab.
    Ich stimme Ihnen, lieber Teilnehmer, und auch den Herren Romney & Santorum 100% zu.
    "Europa", wie die Deutschen es sich in ihren naiven Wunschvorstellungen ausgemalt hatten, ist an der Realitaet gescheitert. Was jetzt in Europa passiert, ist lediglich den Bankrott zu verzoegern, um dann in eine 'controlled bankruptcy' rueber zu gleiten, um per Schadensbegranzung den Aufprall einigermassen weich zu gestalten. Das ist meiner Meinung nach die Realitaet.

    Europa kann nicht funktionieren, Menschen denken und handeln tribal und die Deutschen haben jahrzehntelang irrigerweise angenommen, dass alle anderen europaeischen Staaten die gleiche Begeisterung fuer ein geeintes Europa aufbringen wuerden wie sie selbst. Aber diese Sichtweise ist durch die eigene deutsche Geschichte gepraegt worden. Andere europaeische Staaten sind da doch etwas zoegerlicher, wenn es um die Eingrenzung der eigenen staatlichen Souveraenitaet geht.

    Und auch der Vorzeige-Juwel des deutschen Patriotismus, der "Sozialstaat", ist zum Scheitern verurteilt. Immer mehr Sozialleistungen, immer mehr Sozialabgaben mit immer hoeherer Steuerbelastung, das kann nicht gut gehen, und da braucht man kein Mathematiker zu sein.
    Und das haben die Republikaner richtigerweise zu ihrem Wahlkampfthema gemacht. Obama will mit Gewalt einen Sozialstaat nach europaeischem Vorbild bei uns einfuehren. Das funktioniert aber nicht. Seine Obamacare ist das schillerndste Beispiel, eine Reform, die schon konzeptionell zum Scheitern verurteilt ist und hoffentlich "repealed" wird.

    Also: weiter so, Mitt!
  2. #41

    Dr.

    Zitat von salamicus Beitrag anzeigen
    Und nun werden "Hinz und Kunz" sogar zwischen ihrem Euro-Bashing und ihrem Anti-Amerikanismus zerrieben. Kommt es zu einer Übersprungshandlung? Werden sie sich in eine Ecke kauern und einen Rubel streicheln?
    Entweder es entstehen 2 Persönlichkeiten oder man behauptet einfach, dass man ohnehin für die DM ist und das den Anti-Amerikanismus nicht ausschließt, so what.
  3. #42

    Zitat von zephyroz Beitrag anzeigen
    ... und das war schon immer so. Am besten geht es noch, wenn es einen scheinbar gar nicht berührt (und man, wie der Normalamerikaner, gar nicht weiß, was Europa eigentlich ist).
    Natürlich. Feindbilder funktionieren immer besser, je weniger man über den Feind weiß.
    Letztes Jahr wollte sich ein US-Politiker mit ungarischen Wurzeln profilieren, indem er einen vom Pferd erzählt hat, wie sein Großvater im Zweiten Weltkrieg dafür gesorgt hat, dass Ungarn seinen Alliierten-freundlichen Kurs beibehält...
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nein, Amerika dürfe "nicht ein weiterer Staat Europas werden".
    Das erinnert mich an den alten DDR-Witz:
    Frage: Könnte man auch in den USA den Sozialismus einführen?
    Antwort: Theoretisch schon, aber die DDR kann nur eine Supermacht gleichzeitig ernähren.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Abgrenzung von Deutschland, Frankreich und Co. war zwar noch in jedem Wahlkampf in den USA unverzichtbarer Bestandteil einer Kampagne.
    ...trotzdem müssen unsere Regierungschefs untereinander wie Schulmädchen herumbitchen, wer denn Obama zu Besuch bekommen darf.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Obama sei ein Sozialist, höhnt Newt Gingrich.
    Die weite Mehrheit der US-Amerikaner hat von Sozialismus, Kommunismus und verwandten Themen bestenfalls eine grobe Vorstellung. Gut, ist in Europa auch nicht sooo viel anders, aber hier kann man derartige Begriffe zumindest nicht als Reizwörter benutzen, um ganze Bevölkerungsschichten in Panik zu versetzen.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weil die amerikanischen Eliten den europäischen nacheifern würden, kritisiert Gingrich, breiteten sich "antireligiöse Werte an den Universitäten, in den Medien und unter den Richtern in Amerika aus". Das säkulare Europa als Bedrohung des christlichen Amerika.
    Habe selten etwas gelesen, was mich so froh über die bloße Tatsache macht, Europäer zu sein.
  4. #43

    dummes zeug...

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    was Europa angeht, so weh es mir auch tut einem Rep recht zu geben.
    Europa funktioniert nicht und das ist deutlich geworden. Wenn Europa funktinieren wuerde haette es keine Hass Triade gegen Irland/Griechenland/Italien/Portugal und Spanien gegeben.
    Solidaritaet fehlanzeige, es wird nur beschuldigt und mit dem Fingergezeigt (faule Suedlaender...etc) ne das Europa welches unsere Politiker gerne haetten gibt es nicht Europa ist keine Einheit. Und das hat der Romny gemeint wenn er sagte Europa funktioniert nicht.
    ...wird durch wiederholung nicht intelligenter. die amerikaner leben schon lange in griechenland, sie haben das nur noch nicht realisiert.

    leider wird das noch kommen...
  5. #44

    Zitat von karabas Beitrag anzeigen
    Nachdem Schröder die echte deutsch-amerikanische Verbundenheit in seinem Wahlkampf rücksichtslos opferte.
    Sie haben Recht: Bush hätte diesem rückgratlosen Kommunisten niemals diese Steilvorlage geben dürfen. Bush hätte wissen MÜSSEN, dass mit den Eurokommunisten kein Staat zu machen ist ;o)
    Zitat von karabas
    Und nachdem es wohl keinen Politiker in der EU gibt der sich nicht mit dem populären Anti-Bushismus (in Augen der Amis gleichzusetzen mit Anti-Amerikanismus) profilierte, sollten wir verschämt die Klappe halten, wenn es die Amerikaner uns mit gleicher Münze heim zahlen.
    Oh, ich schätze der Anti-Bushismus kam nicht aus heiterem Himmel, aber was weiss ich doofer Europäer schon? Ausserdem ist es meine angeborene Schuld als Europäer, dass die Post-Kolonisten nicht differenzieren können ("in Augen der Amis..."), nicht wahr?
    Zitat von karabas
    Häufig recht begründet. Meine Begeisterung für die griechische, italienische und-und-und Wirtschaftspolitik hält sich extrem in Grenzen.
    Meine auch, aber deswegen sollten wir uns gut überlegen, das amerikanische Modell (Komplette Auslagerung der Industrie nach Fernost) bis ins kleinste Detail zu übernehmen, damit kann man nämlich auch mächtig auf die Schauze fallen.
  6. #45

    aber von der amerikanischen...

    Zitat von karabas Beitrag anzeigen
    Nachdem Schröder die echte deutsch-amerikanische Verbundenheit in seinem Wahlkampf rücksichtslos opferte. Und nachdem es wohl keinen Politiker in der EU gibt der sich nicht mit dem populären Anti-Bushismus (in Augen der Amis gleichzusetzen mit Anti-Amerikanismus) profilierte, sollten wir verschämt die Klappe halten, wenn es die Amerikaner uns mit gleicher Münze heim zahlen. Häufig recht begründet. Meine Begeisterung für die griechische, italienische und-und-und Wirtschaftspolitik hält sich extrem in Grenzen.
    ..., nennen wir es einmal wirtschaftspolitik, sind sie überzeugt, was? bush war und ist ein verbrecher. das zu sagen ist das gegenteil von antiamerikanismus.
    durch die gleichgeschaltete presse in den staaten, kommt das leider beim überarbeiteten normalbürger nicht an.
    der träumt lieber.... den leider real nicht vorhandenen amerikanischen traum.
  7. #46

    Sozialistisches Deutschland

    So wie ich das mitbekommen habe, hat Deutschland für den "Schutz" durch US- Truppen im Jahr 6 Mrd. € zu zahlen und die Infrastruktur bereit zu halten - Beispiel die ziemlich breiten und nur wenig genutzten Straßen rund um Ramstein, in dessen Nähe ich groß wurde, als Notlandebahnen.
    Bisher macht man keine Anstalten, diese Geschichte zu beenden und Deutschland kommt dem entgegen, Bsp. in Stuttgart, wo komischerweise das Afrika- Kommando errichtet wurde. Gingrich meinte dazu, es wäre völliger Quatsch, "I used to teach geography"...

    Dafür hat man große Teile des stärksten Heers im Land, mit Atomwaffen und allem drum und dran - natürlich heisst dies, dass Deutschland selbst sehr geringe Militärausgaben fahren kann - und wahrscheinlich selbst auch gar nicht groß aufrüsten soll.

    Dass aber die Grundsteine für unseren "Sozialstaat" schon weit vor der Zeit des US- Militärs hierzulande gelegt wurden, steht auf einem anderen Blatt. Und dass wir uns den Sozialstaat nicht leisten könnten, weil unsere Bundeswehr zu teuer wäre, falls wir keine US Army hier hätten, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
  8. #47

    Komisch

    Zitat von WillausD Beitrag anzeigen
    ... Naja aber Sie kommen gerne nach „good old Europe“ wenn Sie Krieg fuehren wollen.
    Geschichte scheint nicht so Ihre Staerke zu sein. Das letzte Mal, dass unsere Soldaten in Europa gekaempft haben, war vor ueber 60 Jahren (und die Deutschen vom Nationalsozialismus befreiten). Wenn ich mir so die Kommentare hier so anschaue, dann denke ich, wir haetten es sein lassen sollen.
  9. #48

    Das hat einmal die Welt regiert...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Europa funktioniert nicht mal in Europa": Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur knöpfen sich die Republikaner Romney, Santorum und Co. den alten Kontinent vor - und dessen vermeintlichen Freund Obama. Dabei mischt auch der kräftig mit beim Brüssel-Bashing.

    US-Republikaner: Europa? Zum Teufel! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    .....das IIMPERIUM der Fast-Food-Junkies,der Waffennarren,der Kriegstreiber und Rassisten. Ein Koloss,der sich selbst völlig überschätzt,feige Kriege schon seit Vietnam nicht mehr gewinnen kann ! Warum in den Medien noch immer soviel Aufmerksamkeit für das Kürlaufen homophober Dumpfbacken,sprich republikanischer Vorwahlkampf ?
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Europa funktioniert nicht mal in Europa": Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur knöpfen sich die Republikaner Romney, Santorum und Co. den alten Kontinent vor - und dessen vermeintlichen Freund Obama. Dabei mischt auch der kräftig mit beim Brüssel-Bashing.

    US-Republikaner: Europa? Zum Teufel! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ganz schön großkotzig für ein abgewirtschaftetes Land, das auf Kosten der produktiven und innovativen Volkswirtschaften dieser Erde schmarotzt, indem es grenzenlos letztlich wertlose Dollars in die Welt bläst und dafür hochwertige Anlagegüter und Konsumgüter erhält.
    Warten wir darauf, bis beispielsweise China in guter alter Thatcher-Manier sagt: "I want my money back !"
    Wahrscheinlich werden dann die Chinesen, wahlweise Saudis oder Japaner umgehend zu Schurkenstaaten erklärt und erleiden das gleiche Schicksal wie der Irak, dessen Schurkerei darin bestanden hat, seine Öllieferungen nicht mehr auf Dollar-Basis bezahlen zu wollen.
    Diese Auflehnung gegen das "exorbitant privilege", in der übrigen Welt seine durch nichts gedeckten Dollars gegen handfeste Handelsgüter einzutauschen hat Saddam den Kopf gekostet und nicht etwa irgendwelche lässlichen Verstösse gegen Menschenrechte, die nur dann für den Hegemon eine Rolle spielen, wenn sie strategisch in den Kram passen.


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