Forum: Blogs
US-Republikaner: Amerikas gespaltene Rechte
Mitt Romney oder Newt Gingrich? In wenigen Stunden fällt*bei den Vorwahlen der Republikaner im "Sunshine State" Florida die Entscheidung. Romney liegt in Umfragen vorn, doch Gingrich will nicht aufgeben. Der Partei droht ein Kulturkampf, an dessen Ende die Spaltung stehen könnte.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...812342,00.html
- #10 31.01.2012 11:25 von
Hoffentlich bleibt Newt voll dabei
Das große Ziel lautet, Romney die 50% der Delegierten nicht erreichen zu lassen. Solange Romney beim großen R-Konvent im August in Tampa(FLA) unter 50% bleibt, wird er nicht der GOP-Nominierte werden, denn er hat keine Verbündete.
Ideal wäre folgendes bzgl der Delegiertenverteilung:
45% Romney
25% Ron Paul
20% Gingrich
10% Santorum, steigt aber vorher aus wegen Geldknappheit.
Dann hätte Romney keine Mehrheit. Gingrich und Paul schließen sich zusammen mit Paul als Präsidentschaftskandidat und Gingrich als Vice-P. Den kleinen Block der Santorum-Delegierten müssten sie zu >50% auf ihre Seite ziehen, was ihnen eher gelingen sollte als Romney. Entscheidend wären dann die Reden vor dem Konvent in Tampa, wo ich einen bärenstarken Auftritt von Ron Paul erwarte.
Ohne Zweifel hätte der wirtschaftsliberale R-Flügel eine dicke Kröte zu schlucken mit dem Team Paul/Gingrich, aber warum sollte es Ron Paul nicht gelingen, diesen Flügel dann ins Boot zu holen ?!
Wirtschaftspolitisch ist Ron Paul weniger umstritten bei den Republikanern. Einigen Falken liegt jedoch dessen radikaler Isolationismus sehr quer im Magen, weswegen die weltpolitische Lage im Juli/August eine gehörige Rolle spielen wird. Sollten Syrien und Iran dann in den Hintergrund gerückt oder im Gegenteil ultraheiss sein, könnten Paul beide Varianten zupass kommen.
Entscheidend ist jetzt, dass Newt am Ball bleibt, um Romney am Durchmarsch zu hindern. - #11 31.01.2012 11:25 von
- #12 31.01.2012 11:33 von
"Es könnte die Grand Old Party, die Partei Abraham Lincolns, spalten - dieses fragile Bündnis aus Hardcore-Christen, Konservativen, Marktliberalen, Realpolitikern. "
--------------
Also, die republikanische Partei der USA sieht für mich so aus, als würde man, hierzulande,.. den rechten Flügel der SPD, die ganzen FDP, CDU, CSU,.. die Partei der Bibeltreuen Christen, die deutsche republikanishe Partei und einen Teil der DVU, in eine Partei zusammen schmeißen. Also, eine ziemlich bunte Gesellschaft, mit großen Unterschieden innerhalb der Partei. - #13 31.01.2012 11:45 von
Doch..Ich schon..Aber sowas von haben sie sich bekämpft, damals vor ca, 4 Jahren..
Da gab es diese Affäre um den durchegknallten ex-Pastor von Obama, Wright, dann gab es die Affäre um diese alte ex-Sprecherin von Hillary, die etwas angeblich rasistisches über Obama bzw. die Schwarzen gesagt haben soll,...es gab Drohungen der Wähler in Ohio und Pennsylvania, den beiden Staaten, die für Hillary waren, dass sie bei der Wahl in November 08, aus Protest, McCain wählen würden..usw..und so fort..
Es gab jede Menge Theater..Man hat ja besonders die Hillary stark angegriffen..Hexe, zu eitel,.. kann die Niederlage nicht verkraften...dieses und jenes...Es gab diesen Streit um die Ergebnisse in Florida..weiß jetzt nicht genau mehr..worum es ging. jedenfalls, Obama hat Florida gewonnen, aber zuerst hat es eigentlich die Hillary gewonnen, aber weswegen auch immer wurde ihr der Sieg aberkannt..Und sie wollte das amtliche Ergebnis dann nicht anerkennen, sondern es anfechten..oder so ähnlich.. - #14 31.01.2012 11:46 von
- #15 31.01.2012 11:56 von
Unsere CDU ist im Grunde genommen ähnlich fragil
Auch in unserer CDU haben wir äußerst heterogene Strömungen, die jedoch von einer Angela Merkel derzeit maximal geschickt gebündelt werden. Man sieht das auch an den stoisch gleichbleibenden Umfragewerten, die seit Jahren nur minimal schwanken. Der Vorteil der Heterogenität ist eine Art "Diversifizierung", die gegen Schwankungen immun macht. Ohne Merkel würde es ganz anders aussehen.
Was den US-Rep fehlt, ist eine solche autoritäre Integrationsfigur. Weder Gingrich (nicht integrativ genug) noch Romney (nicht autoritär genug) sind das. Ron Paul hat im Prinzip beide Qualitäten, nur weiss das in Amerika noch niemand so richtig. Vielleicht kommt der Moment der Erhellung dann im August auf dem R-Konvent. - #16 31.01.2012 12:03 von
Doch..Ich schon..Aber sowas von haben sie sich bekämpft, damals vor ca, 4 Jahren..
Da gab es diese Affäre um den durchegknallten ex-Pastor von Obama, Wright, dann gab es die Affäre um diese alte ex-Sprecherin von Hillary, die etwas angeblich rasistisches über Obama bzw. die Schwarzen gesagt haben soll,...es gab Drohungen der Wähler in Ohio und Pennsylvania, den beiden Staaten, die für Hillary waren, dass sie bei der Wahl in November 08, aus Protest, McCain wählen würden..usw..und so fort..
Es gab jede Menge Theater..Man hat ja besonders die Hillary stark angegriffen..Hexe, zu eitel,.. kann die Niederlage nicht verkraften...dieses und jenes...Es gab diesen Streit um die Ergebnisse in Florida..weiß jetzt nicht genau mehr..worum es ging. Ich glaube Hillary hat zuerst Florida gewonnen, aber da war etwas nicht in Ordung weswegen auch immer, wurde ihr der Sieg aberkannt, dann hat Obama Florida gewonnen, dann hat sie es nicht anerkennen wollen und drohte das Ergebnis anzufechten..usw... - #17 31.01.2012 12:05 von
recht interessantes Szenario
Einer der wenigen lesenswuerdigen Beitraege auf diesem Forum, nur: Wer Ron Paul wirklich kennt weiss, dass der kaum zu Kompromissen bereit ist - der kaemmt nicht mit einem Hammer! Gingrich's Moralmassstaebe und sein breitspuriges "Washingtoner Auftreten" gehoeren nicht zu Paul's Gusto. Denkbar ist eher, dass das Saebelrasseln im Mittleren Osten (Iran) und der andauernde Zerfall des Dollars mit steigender Schuldenzunahme im Laufe der naechsten Wochen Wasser auf Ron Paul's Muehlen fuehrt. Hoffnung ist daher berechtigt; Hoffnung fuer Ron Paul.
- #18 31.01.2012 12:33 von
70 zu 30 für Obama
Wie kommen Sie darauf, dass Ron Paul das Rennen macht?
Dieser Radikalfundamentalist, der die USA zurück ins 19. Jahrhundert schicken will, ist doch nicht wirklich eine Alternative.
Es läuft zu 100% auf Obama zu, wenn Ron Paul wirklich nominiert würde. Und der Sieg Obamas würde 70 zu 30 ausfallen. - #19 31.01.2012 12:40 von
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


