Und wer so blöd ist, der Weltöffentlichkeit zu sagen, dass er seinen zukünftigen Chef nicht mag, ist selbst schuld. Das sollte man in einem hire and fire Land wie Amerika überhaupt nicht machen, und auch in Deutschland wäre das ein Todesurteil.
AFPEin falscher Klick kann schon mal den Job kosten. Mitarbeiter eines US-Sheriffs unterstützen bei einer Wahl dessen Gegenkandidaten via Facebook. Der Amtsinhaber gewinnt - und feuert die renitenten Angestellten. Nun muss ein Gericht entscheiden: Schützt die US-Verfassung Facebook-Likes?
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...849086,00.html
Und wer so blöd ist, der Weltöffentlichkeit zu sagen, dass er seinen zukünftigen Chef nicht mag, ist selbst schuld. Das sollte man in einem hire and fire Land wie Amerika überhaupt nicht machen, und auch in Deutschland wäre das ein Todesurteil.
Es reicht, wenn es ein Grundrecht auf Anonymität im Netz gäbe.
Aber es droht ja auch bei uns schon die Klarnamenspflicht, für die der Spiegel sich ja auch immer gerne wieder einsetzt, zusammen mit der Vorratsdatenspeicherung, die nachweislich keinen Nutzen bei der Kriminalitätsbekämpfung hat.
...es geht doch nicht darum, ob die Verfassung "Facebook-Likes" schützt. Es geht darum, ob man inden USA seine Meinung sagen darf. Ob man das über Facebook-Likes, in Blogs oder im persönlichen Gespräch macht - das ist nur die Wahl des Mediums und spielt absolut keine Rolle.
Was dort wohl voran gegangen sein muss, wenn die Mitarbeiter eines Sheriffs seinen Gegenkandidaten unterstützen? Und ich denke ein Like ist sehr wohl eine Meinungsäußerung. Wie die Richter bloß auf diese Absurde Begründung gekommen sind...
Wie armseelig muss die Kultur und Gesellschaft sein in der einem nicht in die Augen geschaut und die Meinung gesagt wird. Man ( ~Frau ) versteckt sich hinter einer medialen Ausdrucksweise die zumeist der Einzelne nicht mal selber beherrscht. Wirklich armseelig !
Je mehr ich von diesem FäisBuk-Mist höre umso klarer wird mein Urteil = " not like ".
Man muss schon nicht gerade der hellste sein, wenn man bei facebook Stimmung gegen den eigenen Chef macht. Wenn ein Schüler einen Lehrer beim Direktor anschwärzt, wundert er sich vielleicht noch, dass er hinterher besonders oft an die Tafel muss und die Noten leiden. Als Erwachsener sollte man gewisse menschliche Reaktionen vorhersehen können. Natürlich ist die Entscheidung des Gerichts falsch (wahrscheinlich wissen die Richter gar nicht, was ein Like-Button ist), aber selbst wenn es die freie Meinungsäußerung anerkannt hätte: Dann hätte der Chef eben eine andere Begründung gefunden, um die Leute zu feuern, in den USA soll das ja nicht so schwierig sein.
Firmen und Betriebe sind eben leider keine demokratisch geführten Unternehmungen. Freie Meinungsäußerung ist doch im Großen und Ganzen sowieso nur ein Witz. Darum brauchen wir mehr Schutz der Privatsphäre und Anonymität im Internet. Wenn jeder immer sagen würde, was er wirklich denkt, dann gäbe es hier deutlich mehr Mord und Totschlag, da bin ich mir sicher.
Finde ich ein wenig weit hergeholt: Die gefeuerten Polizisten haben anläßlich einer Wahl einen Gegenkandidaten unterstützt. Ich denke, bei einer Wahl ist es das gute Recht eines jeden(!) Bürgers, sich für einen Kandidaten auch öffentlich auszusprechen.
Sicherlich nicht unproblematisch, wenn man bedenkt, dass der eigene Chef auch kandidiert, aber nicht "illoyal": Wie viele Mitarbeiter in den hiesigen Ministerien haben ein dem Chef entgegengesetzes Parteibuch? Der Vorsitzende der Piratenpartei ist z.B. Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium.