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US-Prozess: Gibt es ein Grundrecht auf "Gefällt mir"?

AFPEin falscher Klick kann schon mal den Job kosten. Mitarbeiter eines US-Sheriffs unterstützen bei einer Wahl dessen Gegenkandidaten via Facebook. Der Amtsinhaber gewinnt - und feuert die renitenten Angestellten. Nun muss ein Gericht entscheiden: Schützt die US-Verfassung Facebook-Likes?

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...849086,00.html
  1. #1

    Freie Meinungsäußerung war immer schon gefährlich

    Und wer so blöd ist, der Weltöffentlichkeit zu sagen, dass er seinen zukünftigen Chef nicht mag, ist selbst schuld. Das sollte man in einem hire and fire Land wie Amerika überhaupt nicht machen, und auch in Deutschland wäre das ein Todesurteil.
  2. #2

    Grundrecht auf Anonymität im Netz

    Es reicht, wenn es ein Grundrecht auf Anonymität im Netz gäbe.
    Aber es droht ja auch bei uns schon die Klarnamenspflicht, für die der Spiegel sich ja auch immer gerne wieder einsetzt, zusammen mit der Vorratsdatenspeicherung, die nachweislich keinen Nutzen bei der Kriminalitätsbekämpfung hat.
  3. #3

    Total falsche Frage...

    ...es geht doch nicht darum, ob die Verfassung "Facebook-Likes" schützt. Es geht darum, ob man inden USA seine Meinung sagen darf. Ob man das über Facebook-Likes, in Blogs oder im persönlichen Gespräch macht - das ist nur die Wahl des Mediums und spielt absolut keine Rolle.
  4. #4

    Hm...

    Was dort wohl voran gegangen sein muss, wenn die Mitarbeiter eines Sheriffs seinen Gegenkandidaten unterstützen? Und ich denke ein Like ist sehr wohl eine Meinungsäußerung. Wie die Richter bloß auf diese Absurde Begründung gekommen sind...
  5. #5

    Schmunzel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein falscher Klick kann schon mal den Job kosten. Mitarbeiter eines US-Sheriffs unterstützen bei einer Wahl dessen Gegenkandidaten via Facebook. Der Amtsinhaber gewinnt - und feuert die renitenten Angestellten. Nun muss ein Gericht entscheiden: Schützt die US-Verfassung Facebook-Likes?

    Facebook: Ist ein Like Meinungsäußerung? - SPIEGEL ONLINE
    Beim US-Justizsystem wäre mal das durchschnittsalter der Richter interessant gewesen. grins
    Könnte ja um die 80 gelegen haben. hehe
  6. #6

    Das ist doch hier keine Frage der...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein falscher Klick kann schon mal den Job kosten. Mitarbeiter eines US-Sheriffs unterstützen bei einer Wahl dessen Gegenkandidaten via Facebook. Der Amtsinhaber gewinnt - und feuert die renitenten Angestellten. Nun muss ein Gericht entscheiden: Schützt die US-Verfassung Facebook-Likes?

    Facebook: Ist ein Like Meinungsäußerung? - SPIEGEL ONLINE
    ...freien Meinungsäußerung. Der Mitarbeiter ist schlicht und ergreifend gegenüber seinen Vorgesetzten nicht loyal. So einen kann niemand im Team gebrauchen. Auf welcher Weise er diese Illoyalität zeigt, ist völlig zweitrangig.
  7. #7

    Armseelig ...

    Wie armseelig muss die Kultur und Gesellschaft sein in der einem nicht in die Augen geschaut und die Meinung gesagt wird. Man ( ~Frau ) versteckt sich hinter einer medialen Ausdrucksweise die zumeist der Einzelne nicht mal selber beherrscht. Wirklich armseelig !
    Je mehr ich von diesem FäisBuk-Mist höre umso klarer wird mein Urteil = " not like ".
  8. #8

    Prozess

    Man muss schon nicht gerade der hellste sein, wenn man bei facebook Stimmung gegen den eigenen Chef macht. Wenn ein Schüler einen Lehrer beim Direktor anschwärzt, wundert er sich vielleicht noch, dass er hinterher besonders oft an die Tafel muss und die Noten leiden. Als Erwachsener sollte man gewisse menschliche Reaktionen vorhersehen können. Natürlich ist die Entscheidung des Gerichts falsch (wahrscheinlich wissen die Richter gar nicht, was ein Like-Button ist), aber selbst wenn es die freie Meinungsäußerung anerkannt hätte: Dann hätte der Chef eben eine andere Begründung gefunden, um die Leute zu feuern, in den USA soll das ja nicht so schwierig sein.
    Firmen und Betriebe sind eben leider keine demokratisch geführten Unternehmungen. Freie Meinungsäußerung ist doch im Großen und Ganzen sowieso nur ein Witz. Darum brauchen wir mehr Schutz der Privatsphäre und Anonymität im Internet. Wenn jeder immer sagen würde, was er wirklich denkt, dann gäbe es hier deutlich mehr Mord und Totschlag, da bin ich mir sicher.
  9. #9

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...freien Meinungsäußerung. Der Mitarbeiter ist schlicht und ergreifend gegenüber seinen Vorgesetzten nicht loyal. So einen kann niemand im Team gebrauchen. Auf welcher Weise er diese Illoyalität zeigt, ist völlig zweitrangig.
    Finde ich ein wenig weit hergeholt: Die gefeuerten Polizisten haben anläßlich einer Wahl einen Gegenkandidaten unterstützt. Ich denke, bei einer Wahl ist es das gute Recht eines jeden(!) Bürgers, sich für einen Kandidaten auch öffentlich auszusprechen.

    Sicherlich nicht unproblematisch, wenn man bedenkt, dass der eigene Chef auch kandidiert, aber nicht "illoyal": Wie viele Mitarbeiter in den hiesigen Ministerien haben ein dem Chef entgegengesetzes Parteibuch? Der Vorsitzende der Piratenpartei ist z.B. Regierungsdirektor im Verteidigungsministerium.


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