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US-Notenbank : Fed will Zinsen weiter nach unten tricksen

Die US-Zentralbank hat sich zu einem sogenannten "Twist" entschieden: Sie will*bis Mitte 2012 für 400 Milliarden Dollar langfristige Staatsanleihen erwerben - zur Finanzierung will sie kurzfristige Bonds verkaufen. So sollen*die ohnehin niedrigen Zinsen in den USA noch weiter sinken.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...787687,00.html
  1. #1

    tricks und mauscheleien

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Zentralbank hat sich zu einem sogenannten "Twist" entschieden: Sie will*bis Mitte 2012 für 400 Milliarden Dollar langfristige Staatsanleihen erwerben - zur Finanzierung will sie kurzfristige Bonds verkaufen. So sollen*die ohnehin niedrigen Zinsen in den USA noch weiter sinken.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...787687,00.html
    klappt ja*super mit den tricks - dumm nur, dass die Hubschrauberpiloten kein Vertrauen mehr genießen...
  2. #2

    :{[

    Wenn es einen (scheinbareb) Vorteil gibt, so gibt es sicher auch einen Nachteil bei dieser Transaktion.
    Falls ja, könnte es jemand bitte schlüssig erklären.
  3. #3

    super,

    jetzt sollten die Zinsen noch bis zum Verbraucher durchschlagen:
    0,5 % Überziehungs-Zins am Giro-Konto, das wär es doch !
  4. #4

    Geldgeschenke

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Wenn es einen (scheinbareb) Vorteil gibt, so gibt es sicher auch einen Nachteil bei dieser Transaktion.
    Falls ja, könnte es jemand bitte schlüssig erklären.
    Ist doch offensichtlich die Staatsanleihen werden zuerst billig verkauft und dann wieder teurer zurückgekauft...

    Also im Prinzip Geld verschenken.
  5. #5

    Zinsrisiko liegt bei der FED

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Wenn es einen (scheinbareb) Vorteil gibt, so gibt es sicher auch einen Nachteil bei dieser Transaktion.
    Falls ja, könnte es jemand bitte schlüssig erklären.
    Die FED bürdet sich ein enormes Zinsrisiko auf. Die gibt kurzfristige Anleihen aus, um langfristige Anleihen zu kaufen. Das funktioniert nur so lange, wie die kurzfristigen Zinsen so niedrig, wie jetzt sind, Sobald die Zinsen insgesamt wieder steigen, hat die FED ein Problem. Dann muss die FED mehr Zinsen für die kurzfristigen Anleihen zahlen, als sie für die gekauften langfristigen Anleihen erhält. Sprich die FED macht damit Verlust. Bei den Summen wird das für die FED richtig teuer. Also muss die FED bis in alle Ewigkeit und mit allen Mitteln die Zinsen niedrig halten.
  6. #6

    Leitsins bleibt für immer nahe 0

    Zitat von beebo Beitrag anzeigen
    Die FED bürdet sich ein enormes Zinsrisiko auf. Die gibt kurzfristige Anleihen aus, um langfristige Anleihen zu kaufen. Das funktioniert nur so lange, wie die kurzfristigen Zinsen so niedrig, wie jetzt sind, Sobald die Zinsen insgesamt wieder steigen, hat die FED ein Problem. Dann muss die FED mehr Zinsen für die kurzfristigen Anleihen zahlen, als sie für die gekauften langfristigen Anleihen erhält. Sprich die FED macht damit Verlust. Bei den Summen wird das für die FED richtig teuer. Also muss die FED bis in alle Ewigkeit und mit allen Mitteln die Zinsen niedrig halten.
    Glaubt auch nur einer daran das der Leitzins in den nächsten 50 Jahren wieder angehoben wird? Ist doch lachhaft. Wo soll der Wirtschaftsaufschwung der dafür nötig wäre denn herkommen? Nein, der bleibt so niedrig bis zum bitteren Ende. Und solange wird eben noch Geld entwertet durch verschiedene erbärmliche "Tricks".
  7. #7

    Nicht ganz richtig.

    Zitat von beebo Beitrag anzeigen
    Die FED bürdet sich ein enormes Zinsrisiko auf. Die gibt kurzfristige Anleihen aus, um langfristige Anleihen zu kaufen. Das funktioniert nur so lange, wie die kurzfristigen Zinsen so niedrig, wie jetzt sind, Sobald die Zinsen insgesamt wieder steigen, hat die FED ein Problem. Dann muss die FED mehr Zinsen für die kurzfristigen Anleihen zahlen, als sie für die gekauften langfristigen Anleihen erhält. Sprich die FED macht damit Verlust. Bei den Summen wird das für die FED richtig teuer. Also muss die FED bis in alle Ewigkeit und mit allen Mitteln die Zinsen niedrig halten.
    Sie scheinen zu vergessen, dass die FED eine Zentralbank ist. Nichts ist teuer, wenn man Geld selber erschaffen kann. Damit ist sie auch anders strukturiert wie die EZB, wo das "Risiko" auf die Einlagen der Mitgliedsstaaten durschschlaegt.

    Um damit die urspruengliche Frage nach den Risiken korrekt zu beantworten: die Grundlegende Idee des Twists ist es, dass kurzfristige Staatsanleihen in der Regel guenstiger sind wie langfristige. Wenn das schief geht und deren Zinsen steigen, dann muss die FED Geld "erschaffen" um die Differenz zu bezahlen. Damit muss die FED nicht bis in alle Ewigkeit Zinsen niedrig halten. Nur die Idee, dass kein weiteres Geld in den Markt gepumpt wird funktioniert nicht mehr. Sie muss eben doch die Geldmenge vergroessern um die Differenz zu begleichen.

    Ist das so schlimm? Realistisch gesehen nein. Besser waere es, wenn die Idee klappt. Aber die FED hat auch schon direkt Staatsanleihen gekauft ohne diese durch eigene Verschreibungen abzusichern. Das nennt man dann die Notenpresse anwerfen. Zum Vergleich: kauft die FED Staatsanleigen fuer 100 USD, pumpt sie erstmal 100 USD in den Markt. Tauscht sie diese mit dem Twist, aber die Wette geht nicht auf und kurzfristige Anleihen haben 10% hoehere Zinsen als die langfristigen, so pumpt sie 10 USD in den Markt.

    Das ist nun alles etwas vereinfacht, aber es erklaert das Prinzip.
  8. #8

    Genau

    Zitat von alcowe Beitrag anzeigen
    Glaubt auch nur einer daran das der Leitzins in den nächsten 50 Jahren wieder angehoben wird? Ist doch lachhaft. Wo soll der Wirtschaftsaufschwung der dafür nötig wäre denn herkommen? Nein, der bleibt so niedrig bis zum bitteren Ende. Und solange wird eben noch Geld entwertet durch verschiedene erbärmliche "Tricks".
    Sehe ich genauso. Das wichtige Steuerungsinstrument "Höhe des Leitzinses" wird damit verkauft. Die FED wird es sich ganz einfach nicht mehr leisten können, an der Zinsschraube zu drehen.
  9. #9

    Die USA finanzierten bislang 40 % des Etats auf Pump

    Nun sind es 50 %.

    Zurückzahlen kann die Regierung die Schulden sowieso nie. Ist aber egal. Für mich ist alleine interessant, ob die Amerikaner die Stärke aufbringen, aus dieser Überschuldung herauszukommen. Mir würde dazu nur einfallen, dass die USA zu Schutzgelderpressung von Staaten übergeht. Entweder zahlen oder die Bombe.


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