US-Investor Wyser-Pratte: "Wir wollen bei TUI aufräumen"

Mit einem Paukenschlag ist Guy Wyser-Pratte beim Reisekonzern TUI eingestiegen. Seine Forderung: Vorstandschef Frenzel muss weg. Im Interview verrät der US-Investor, was er sonst noch vorhat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508560,00.html
  1. #1

    Tschüss und schönen Gruß!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Paukenschlag ist Guy Wyser-Pratte beim Reisekonzern TUI eingestiegen. Seine Forderung: Vorstandschef Frenzel muss weg. Im Interview verrät der US-Investor, was er sonst noch vorhat.

    Treten wir schonmal an, um den Großteil der Belegschaft zu verabschieden. Der Rest meldet sich am Besten schon mal bei der Arbeitsagentur, um aus der bevorstehenden Armut trotz Arbeit noch eine Sozialversicherung zu garantieren.

    Hello U.S. and A. - Goodbye Rente.
  2. #2

    gewissenlos

    Zitat von Roter Stern Beitrag anzeigen
    Treten wir schonmal an, um den Großteil der Belegschaft zu verabschieden. Der Rest meldet sich am Besten schon mal bei der Arbeitsagentur, um aus der bevorstehenden Armut trotz Arbeit noch eine Sozialversicherung zu garantieren.
    Hello U.S. and A. - Goodbye Rente.
    Er wird das tun, was er am besten kann - sich selbst maximal bereichern und dafür notfalls die TUI ruinieren. Schade, dass es keine Abgabe gibt, die ihn verpflichtet, die durch ihn entstandenen gesellschaftlichen Schäden wie z.B. Arbeitslosigkeit mit zu finanzieren. Das bleibt dann wieder an der dusseligen Bevölkerung hängen, die Steuern und Sozialabgaben dafür aufwenden muss.

    Ich erinnere mich noch gut an Berichte über die norddeutsche Firma Cewe Color (3000 Mitarbeiter), die einen Kredit aufnehmen sollte, nur um damit eine Sonderausschüttung von 120 Millionen Euro zu finanzieren - zugunsten US-amerikanischer Hedgefonds, unterstützt und vorangetrieben wurde dieser ruinöse Vorgang von Guy Wyser-Pratte. Seine Standardmasche. Dazu gehört natürlich auch der Austausch der Geschäftführung gegen ein leicht führbares Management.

    Wer verkauft diesem Typ eigentlich seine Aktien oder unterstützt ihn anderweitig? Kann man da eigentlich noch ruhig schlafen, wenn man so vielen Leuten aus reiner Geldgier das Leben zerstört?

    emma
  3. #3

    Man kann von Wyser-Pratte halten was man will aber eine Kehrtwende ist schon lange überfällig. Verständlich hat die Restbelegschaft von TUI Angst vor den Maßnahmen - aber mal ehrlich: wie viele Mitarbeiter musten in den vergangenen fünf Jahren unter Frenzel bereits gehen. Der Konzern musste sparen: erst verkauft man was man kann und als nächstes reduziert man mit aller Gewalt die Belegschaft. Wenn das nicht hilft dann eben noch ein Zusammenschluß in GB. Der Unternehmenswert wird immer weniger. Darüber mag auch der momentane Hype beim Börsenkurs nicht mehr hinwegtäuschen. Jede Zeit hat seinen Sonnenkönig (wie damals in Bayern - nur hatte der letzten Endes den Mut die Konsequenzen zu ziehen).

    Unter Frenzel wurden und werden im Zick-Zackkurs Ideen verfolgt und verworfen und dabei völlig schmerzfrei Millionen verbrannt. Gelder der Aktionäre - aber vielleicht bekommen die dann wenigstens im neuesten Projekt in der Toskana einen Altersruhesitz. Aber es ist zu befürchten es wird wieder nur für Frenzel reichen. Die einzigen die bei derartigen Aktionen verdienen sind die Vorstände ohne Mut das Zepter endlich in die Hand und Ihre Verantwortung wahrzunehmen.

    Die Zeche werden am Ende wieder die Kleinaktionäre und die Belegschaft zahlen müssen. Mit Geld das sie dann von der Arbeitsagentur unter viel Mühe bekommen.

    Es bleibt also spannend.