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US-Internetgesetze: Die fünf Gründe für den Netz-Streik
Die englischsprachige Wikipedia streikt,*Tausende andere Web-Angebote machen mit. US-Poliker sind in Aufruhr, die Lobby der Unterhaltungsbranche schäumt. Doch warum sorgt das Sopa-Gesetz für solchen Aufruhr? Und betrifft es*die User in Deutschland? Fünf Antworten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...809842,00.html
- #20 18.01.2012 14:06 von
Wo denn bitte?
Können Sie mal bitte Beispiele/Beweise für Ihre Behauptungen liefern? Links auf solche Artikel? In der Regel ist es nämlich genau andersrum. Und es wird extremer Wert auf die Einhaltung von Urheberechten gelegt. Urheberrechtsverletzungen werden in der Regel sehr schnell erkannt und fliegen ohne Wenn und Aber sofort raus.
Aber Sie können Ihre Unterstellung sicherlich durch Beispielartikel belegen, oder? - #21 18.01.2012 14:06 von
- #22 18.01.2012 14:07 von
Diese Frage ist recht leicht zu beantworten: es wird wieder einmal einer ganzen Reihe von Menschen klar, was die USA wirklich sind, und zwar abseits der Selbstdarstellung.
Ein Land, das aktuell über ein Gesetz verfügt, seine Truppen in einem verbündeten Staat (Niederlande) einmarschieren zu lassen, falls vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, zuständig für die Verfolgung von Kriegsverbrechern, jemals ein amerikanischer Staatsbürger angeklagt werden sollte (vgl. Hague Invasion Act).
Eine aus Sicht der USA notwendige Maßnahme, da die "Wiege von Freiheit und Demokratie" seit Jahrzehnten der umtriebigste und skrupelloseste Kriegstreiber der Welt ist (vgl. z.B. School of the Americas). Und da der Internationale Gerichtshof die USA wegen ihrer Aktivitäten in Nicaragua dazu verurteilte eine happige Strafzahlung zu leisten (was die USA natürlich nie taten, sondern stattdessen noch mehr Geld in die Aufrüstung der faschistischen Contras steckten), bemerkten die Superimperialisten, dass nicht jeder nach ihrer Pfeife tanzt, was natürlich nicht hinnehmbar und ein hinreichender Kriegsgrund ist. Dies war natürlich nur eines von zahllosen Beispielen, die Liste ließe sich noch erheblich verlängern.
Und nun noch einmal: es wird weiteren Menschen klar, dass die USA ein faschistisches Regime mit Demokratieanstrich ist, das Anspruch auf alleinige Weltherrschaft hat und bereit ist, dafür jedes Prinzip zu brechen. In James Bond Filmen wären das die Superschurken, die am Ende eines besonders grausigen Todes sterben; bei Star Wars wären die USA das Imperium. Traurig aber wahr: die meisten Menschen sind so gehirngewaschen, die halten solche skrupellosen Wahnsinnigen für "die Guten".
Immerhin: jetzt, wo weitere Personengruppen eine Ahnung davon bekommen, wie die Verhältnisse abseits der Hollywood-Realität sind, bekommt der Protest wieder ein wenig Zulauf - ausgerechnet von solchen Leuten, die jegliche Kritik an den USA bislang immer als "Amerika-Bashing" oder "Antiamerikanismus" abgetan haben. - #23 18.01.2012 14:10 von
Streik
Ich denke, wenn ich als Urheber verhindern möchte, dass die Inhalte im Internet verbreiten will, darf ich sie nicht ins Internet stellen. Dass Risiko ist bekannt und gehört im Internet einfach dazu.
Also verkaufe ich meine Songs und Texte etc. auf Datenträgern, die kopiergeschützt sind. - #24 18.01.2012 14:11 von
Internetgesetze
Nach meiner Meinung wird doch im Hintergrund geplant, das ganze
Netz auszuschalten, wenn es zu einem Krieg kommt. In den arabischen
Staaten, so auch in China wurde das schon teilweise versucht. Nur bei
den Amis klappt es besser, weil sie besser vernetzt und kontrollierbarer sind.Dann können sie bei Unruhen die Absprachen über die Sozialdienste verhindern und die Sicherheitsdienste haben freie Bahn. Bin ich ein Schelm wenn ich so was Böses denke?
Wir werden sehen was kommt. - #25 18.01.2012 14:14 von
- #26 18.01.2012 14:16 von
Dieser Meinung möchte ich ausdrücklich zustimmen.
ABER:
Das große Problem der aktuellen Diskussion liegt ganz woanders. Nämlich in der Schaffung nicht kontrollierbarer Zensurmöglichkeiten. Ähnliches galt auch für die seinerzeit hierzulande geführte Diskussion um Kinderpornografie im Netz. Auch das will keiner, soviel ist unstrittig. Einfach sperren, und das auch noch ohne richterliche Kontrolle, ist aber eben keine Lösung, sondern u.U. der Einstieg in eine Zensurgesellschaft. Denn wenn man ehrlich ist wird man einräumen müssen, daß sich technische Möglichkeiten eben nicht in ihrer Anwendung begrenzen lassen. Wenn etwas geht, wird es auch gemacht. Es wäre also nur eine Frage der Zeit, bis man vom Urheberrecht zu anderen Auslegungen kommt. Wikileaks wurde schon angesprochen - eine aus meiner Sicht für die Demokratie äußerst wichtige Bewegung, ohne die viele untragbare Zustände nicht bekannt geworden wären. Das manche der Betroffenen so etwas nur zu gerne verhindert sähen, kann man sich vorstellen.
Die einzige mögliche Antwort auf solche Versuche der Zensur kann also nur lauten: Wehret den Anfängen! - #27 18.01.2012 14:16 von
für private ungehinderte Informationsbeschaffung
SOPA erlaubt es "irgendwelchen" staatlichen Organen ohne parlamentarische Kontrolle und ohne gerichtliche Prüfung praktisch beliebige Internetseiten auszuschalten.
Können wir das hinnehmen? "Aaach das macht doch nichts die paar Piratenseiten." Tja, plus die Macht für die (US) Regierung beliebige unliebige Informationsseiten kurzfristig auszuschalten.
Zur Information: Die "neuesten Nachrichten" weltweit kommen von einigen wenigen Nachrichtenagenturen - reuters, ap usw.. Darum findet sich dasselbe sogenannte "aktuelle" Thema auch wellenartig in allen Medien innerhalb von 48 Stunden fast identisch wieder. Inclusive natürlich der TV-Nachrichten (die am wenigsten aktuell sind). Das nennt man de facto gleichgeschaltet.
Sehr selten nur bringen einzelne Medien "eigene" Berichte, und dann auch oft nur der Reporter, der "vor Ort" dasselbe sagt wie alle anderen, nur mit irgendeinem Bild des Schauplatzes vor Ort.
Auf diese weise kann z.B. NATO Rasmussen in einem monatelangen Krieg ungestraft immer wieder das Märchen vom "Schutz der Zivilisten" und "feindlichen Kommandoanlagen" verbreiten, selbst wenn gerade mal wieder ein Krankenhaus, eine Friedensmission, ein Wasserleitungssystem, Privathäuser oder einfach Panzer der unliebsamen Regierungsarmee in die Luft gesprengt wurden.
Damals wurden z.B. unerwünschte Filmberichte (von mordenden "Rebellen") auf youtube wegzensiert ("vom Eigentümer zurückgezogen" ha, lächerlich). youtube ist unter Kontrolle. Der Rest des Webs, also alles was einem US-Unternehmen gehört (Cloud!) und was auf .com endet soll jetzt auch unter die Kontrolle von ein paar Beamten fallen.
Ein bischen später kommen Harmonisierungsbestrebungen, eine EU-Richtlinie und dann sind alle betroffen.
Mit Musik-Downloads, um den Gewinn Sony und Warner Brothers zu maximieren hat das gar nichts zu tun.
Wehret den Anfängen. Kein Orwell. Für private ungehinderte Informationsbeschaffung. - #28 18.01.2012 14:17 von
Lustig: obwohl Sie das wohl nicht wollten, haben Sie die Entstehung der Gesetzesvorlage(n) beschrieben. Einige Unternehmen (v.a. Film- und Musikindistrie) sehen ihre wirtschaftlichen Interessen gefährdet und wollen daher ein Gesetz, dass es erlaubt, bei jeder ANGEBLICHEN Urheberrechtsverletzung OHNE GERICHTSVERFAHREN einen Webseiten-Betreiber OHNE DESSEN BENACHRICHTIGUNG vom (amerikanischen) Internet auszusperren.
Das will ja auch niemand. Die aktuelle Gesetzeslage ist völlig klar. Sie müssen eine Urheberrechtsverletzung nur anzeigen, dann gibt es ein Verfahren, in dem auch der Beklagte sich äußern darf, und wenn er schuldig gesprochen wird, ist die Sache gegessen. Warum dies der Änderung bedarf, müssen Sie mir erklären.Mal ganz davon abgesehen, dass auch ich die Gesetzesvorlagen im Detail für verbesserungswürdig erachte und bezweifle, dass sie so jemals in Kraft treten, halte ich sie im Ansatz und in der Sache für richtig. Diebstahl kann nicht die Grundlage für ein Geschäftsmodell sein. - #29 18.01.2012 14:17 von
Die (deutschen) Verwertungsgesellschaften sind Vereine von Autoren, Künstlern, Urhebern, die ihre Interessen vertreten.
Diese Verwertungsgesellschaften nehmen lediglich die von den Urhebern direkt übertragenen Rechte war, die sie selbst gar nicht oder sehr echlecht einzeln wahrnehmen können.
Vielleicht verwechseln Sie aber die VGs mit den Verlagen der verschiedenen Branchen und bezeichnen diese fälschlicherweise als Verwerter. Dann stimme ich Ihnen zu. Die Verlage möchte zu gerne möglichst alle Rechte an sich binden und versuchen ständig das Urheberrecht auszuhebeln.
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