Das sehe ich persönlich ganz anders. Eine Demokratie braucht nicht zwangsläufig mehr als zwei klar getrennt agierende Parteien. Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner haben an sich schon so viele Nebenarme und decken damit auch den politischen Willen des Großteils der Menschen in den USA ab. Desweiteren gehören Lobbygruppen zu einer funktionierenden Demokratie dazu. In Deutschland sind sie sogar im Grundgesetzt verankert. Lobbygruppen vertreten ja lediglich die Interessen ihrer jeweiligen Mitglieder. Bis auf wenige Ausnahmen sind auch die Lobbygruppen am mächtigsten die mit den meisten Mitgliedern aufwarten können. Dies ist ein vollkommen legitimer Ansatz von Demokratien. Natürlich gibt es auch hier leider Ausnahmen wie bspw. die Pharmalobby. Aber demgegenüber stehen der Lobbyverband der Rentner oder der Lobbyverband der Sportvereine die natürlich aufgrund ihrer Mitgliederstärke demokratiefördernd wirken.
Die USA ist mit Sicherheit eine funktionierende Demokratie.
Man muss hier ganz klar Theorien wie von Charles de Montesquieu von der Realität trennen.
Und was viele gerade in Europa vergessen ist die Tatsache das auf kommunaler Ebene in den USA viele Bürgerentscheide durchgeführt werden, das reicht dann hinunter bis zur Wahl des "Dorfsheriffs". Da könnte sich Europa (aussnahme Schweiz) durchaus was von abschauen. Aber wie so oft ist das Schimpfen über die USA die einfachere Wahl!

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