AFPIn seltener Eintracht stimmte das US-Repräsentantenhaus für eine Erhöhung der Schuldenobergrenze, der Senat soll nun nachziehen. Zeichnet sich ein Ende des Haushaltsstreits ab? Nein, die Krise könnte noch Monate dauern, schon im März droht die "Sparbombe" hochzugehen - Antworten auf die wichtigsten Fragen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-879992.html
Endlich mal ein sehr informativer und auch gut geschriebener Beitrag dieses Korrepsondenten.
Nunja, die Staatsschuldenquote wird in diesem Jahr den Höchststand erreichen und selbst ohne weitere Maßnahmen die kommenden Jahre sinken. Sollte das Parlament noch weitere Einsparungen und/oder Steuererhögungen i.H.v 1% des BIPs beschließen, wäre das Defizitproblem nachhaltig gelöst.
Seit Erstellung des Spiegelbeitrages sind die Schulden um rund 85 Mio. gestiegen und dabei wurden noch nicht mal die Gesamtverschuldung in´s Auge gefasst.
Sehr schöne übersichtliche Schuldenuhr ist hier zu sehen:
U.S. National Debt Clock : Real Time
genausolange, wie der Rest der Welt sich Güter in Dollar bezahlen lässt. Wenn die Fed weiter fleissig druckt, werden Opec und China irgendwann Gold als Zahlungsmittel verlangen. Das haben die USA aber nicht mehr, folglich wirds krachen.
"Weil die Folgen eines Zahlungsausfalls für die USA und die gesamte Weltwirtschaft unabsehbar wären. Und Obama hatte bereits klargemacht, dass er in dieser Frage nicht zu Verhandlungen bereit ist."
Also ist Obama bereit er will nicht verhandeln ist aber bereit die ganze wirtschaft zerfallen zu lassen.
Es ist eben bei Obama, mein weg oder kein weg!
Die Schulden werden nie (vollständig) zurückgezahlt werden. Das Geld würde dann nicht mehr existieren (da Schuldgeldsystem). Ausserdem steht es nicht im Interesse der Gläubigen (Eliten) die Sklaven (Bürge(r)n) Schuldenfreiheit zu garantieren. Darüberhinaus werden die Zinsbelastungen bald die gesamte Wirtschaftskraft übersteigen (da die Geldmenge samt Zins/Zinsenszins (nahezu) exponentiel wächst und die Wirtschaft hingegen niemals exponentiell wachsen kann).
Ich frage mich, ob insbesondere die Tea-Party-Abgeordneten soweit gehen, die gesamte seit 1788 bewilligte und freilich ziemlich undemokratisch-zentralistische Verfassung der USA zu riskieren. Denn der rapide Ansehensverlust des US-Parlaments könnte zur Abschaffung der zwangsweise (weil spalterisch und ochlokratisch) gewählten Parlaments-Oligarchie führen, so dass dem gleichfalls zwangsweise gewählten Volkswahlkaiser (namens US-Präsident) zunehmend diktatorische Befugnisse zuwachsen. G.W.Bush hat bekanntlich von diktatorischen Befugnissen schon ausgiebig Gebrauch gemacht mittels der von ihm sogar inflatorisch genutzten präsidentialen Direktive. Die erst nach 1945 gesetzlich geltende Begrenzung der Amtszeit der US-Präsidenten auf maximal 8 Jahre lässt sich übrigens wieder abschaffen.
Ich fände sehr schade, wenn die berufspolitische Klasse der USA nicht mehr die Kraft hätte, ihr damals nicht ausreichend durchdachtes System einer Scheindemokratie jetzt endlich echt zu demokratisieren. Die Möglichkeiten dazu sind da und ließen sich auch noch ganz einfach realisieren. Auch die Französische Revolution wurde hauptsächlich durch einen künstlich unauflöslichen Haushaltsstreit bewirkt. Wenn es etwa in den USA zu einer gewaltsamen Revolution käme, dann wäre freilich auch zu bedenken, dass große Teile des Volkes dort bewaffnet sind und sich wohl kaum irgendeiner bevormundenden Staatsmacht kampflos ergeben würden. Freiheit und Demokratie würde ein solcher zweiter US-Bürgerkrieg gewiss nicht bewirken, stattdessen aber schreckliches Chaos, eine Schreckensherrschaft ähnlich der im damaligen Paris, nur noch viel schlimmer. Der derzeitige "Lincoln"-Film über den ersten Bürgerkrieg der USA, der die Sklaverei abschaffte, scheint ein fürchterliches Menetekel zu sein für das, was uns die USA künftig zumuten mögen.