für uns Europäer klingt das als ob Mitt Romney eigentlich schon verloren haben müsste.
Wer so denkt, kennt die Amerikaner nicht. In den USA haben sowohl die Religion als auch der Freiheitsgedanke einen höheren Stellenwert als bei uns. Die Gesundheitsreform Barack Obamas wurde von den Republikanern heftig angegriffen und auch viele Amerikaner sind nicht glücklich damit, dass sich nun jeder Amerikaner pflichtversichern muss. Der US-Bürger will selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt. Und für andere, sozial schwächere Menschen will der US-Durchschnittsbürger schon gar kein Geld ausgeben. Auch nicht, wenn er selbst einmal zu dieser Gruppe gehören könnte.
Was die Schwangerschaftsverhütung angeht: die Kirchen in den USA sehen die Pflicht der US-Krankenkassen, einer Frau in Zukunft auch die Verhütung zu bezahlen, als Verstoß gegen die Religionsfreiheit. Warum? Weil US-Unternehmen, auch kirchliche, in Zukunft diese Leistung nicht mehr aus ihrem Katalog nehmen können. Sie müssen sie anbieten. Obama wird als a-moralischer, nicht-religiöser, libertärer Mensch hingestellt. Ganz schlecht in Amerika, wo religiös=gut und liberal=verdorben, schlecht ist.
Aus diesen Gründen könnte Obamas neues Wahlkampfthema eher Romney helfen.

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