Naja, ein bißchen einfach machen Sie es sich ja schon. Okay, die Obergleichmacher haben in den meisten Fällen KZs und Stacheldrähte produziert. Das lag allerdings in den meisten Fällen neben der systemischen Konsequenz an der Eigenschaft des Menschen, sich von Macht korrumpieren zu lassen und ging vom "Führer"/Parteisekretär bis zum Ortsgruppen"führer"/Kreisparteisekretär. Eine Eigenschaft, die nicht auszurotten, sondern allenfalls zu kontrollieren ist. Daher der bisher beste Ausweg demokratische Kontrolle durch Gewaltenteilung und Wahlen.
Wohlgemerkt: Der Mensch ist dadurch nicht besser, aber das "System". Das heißt aber nicht, dass das "System" vom korrumpierbaren Menschen nicht deformiert werden könnte, indem er z.B. seine wirtschaftliche Macht als Unternehmer zu eigennützigen Zwecken überstrapaziert.
Nun zur Gerechtigkeit: eine völlig subjektive Kategorie, die aber m.E. auch für Parteien und Politiker völlig in Ordnung ist, schließlich müssen sie von Leuten gewählt werden, die ihre Art von "Gerechtigkeit" befürworten. Demokratien und Politik sind nicht "gerecht" im Sinne von richtig oder falsch, sondern politische Parteien entscheiden in Demokratien (theoretisch) das, was die sie wählende Mehrheit für "gerecht" (=richtig) hält. Das kann dann beim nächsten Mal schon ganz anders aussehen.

Antworten / Zitieren

