Mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit lassen sich nun einmal nicht die Anzahl an Wählerstimmen generieren, die notwendig sind, um politische Macht zu erhalten. Ron Paul hat keine unerfüllbaren Wahlversprechungen gemacht, er hat sich nicht an die Mechanismen in einer Demokratie gehalten, wie man Macht über Menschen bekommt, die Roland Baader so punktgenau beschrieben hat:
"1) Man verspreche den Leuten Sicherheit und nehme ihnen die Angst vor der Zukunft (genauer: man tue so als könne man das)
2) Man verspreche und gewähre den machtstrategisch wichtigsten (und lautesten) Wählergruppen Sondervorteile und sage ihnen, dies und das sei für sie "kostenlos"
3) Man befriedige die Neidgefühle und Minderwertigkeitskomplexe der Menschen, am besten unter dem Vorwand der Sorge für "Gerechtigkeit"..."
Ron Paul ist außerordentlicher Respekt dafür zu zollen, dass er als einer der ganz wenigen westlichen Politiker überhaupt verstanden hat, was die allergrößte Gefahr für den Fortbestand unserer freiheitlichen westlichen Gesellschaft darstellt: eben nicht der "Clash of Civilizations" a la Huntington und schon gar nicht der Kapitalismus - nein, es ist unser zerstörerisches Geldsystem.
Lesen Sie z.B. einmal diese großartige Rede...
Paper Money and Tyranny
... und versuchen Sie sich dann zu erinnern, wann Ihnen ein Politiker das letzte Mal so offen solche Wahrheiten gesagt hat. In den Vereinigten Staaten muss man dazu wohl bis zu JFK zurückgehen...
Die Amerikaner werden nun auf schmerzliche Weise erfahren müssen, dass weder Obama noch Romney den (wirtschaftlichen und freiheitlichen) Niedergang ihres Landes werden stoppen können.
In 4 Jahren wird Ron Paul 80 sein. Konrad Adenauer war bei seiner Wahl zum deutschen Bundeskanzler immerhin schon 73 Jahre alt. Es wäre Amerika (und der Welt) zu wünschen, dass es - nachdem es durch Schaden hoffentlich klug geworden ist - dann einem "alten Mann" das Vertrauen ausspricht.

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