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US-Gewerkschaften: Vom Aussterben bedroht

APMitglieder weg, Einfluss weg: Amerikas Gewerkschaften schwächeln seit Jahrzehnten - und jetzt setzen Republikaner und Großindustrie zum Todesstoß an. Für Barack Obama bricht ein wichtiger Machtfaktor weg.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837792,00.html
  1. #40

    Zitat von korox Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an, wie eng man Allgemeinheit definiert. Ihre Aussage impliziert zugleich dass sich Reicheren unter ihnen das Geld selbst herstellen, was offensichtlich falsch ist. Das Geld, was dort angekommen ist, entstammt auch aus der Allgemeinheit, nur die Beziehungen sind eher indirekter Natur. Diese Menschen sind nicht vom restlichen Wirtschaftsgefüge abgekoppelt, wie Sie es gerade behaupten.
    Wenn man alle indirekten Beziehungen einbezieht, stammt alle Geld irgendwie aus der Allgemeinheit.
    Wenn jemand eine Firma gründet, über viele Jahre hinweg vielen Leuten Arbeit gibt und dabei reich wird - wo ist da das Verbrechen?
    Wem hat er etwas weggenommen? Was ist schlimm daran, wenn er das Geld an seine Kinder vererbt?
  2. #41

    1

    Zitat von blaudistel Beitrag anzeigen
    was es noch mit Demokratie zu tun hat wenn Angestellte von Kommunen und Sparkassen wieder mal 6 Prozent mehr bekommen - obwohl sie einen tatsächlich sicheren Job haben und nicht schlecht verdienen...?! Diese Leute haben doch gar keine Ahnung wie es in Teilen der Privatwirtschaft aussieht. Bei uns haben voriges Jahr die Lokkführer gestreikt. Ihr tarifliches Gehalt schwankt zwischen 2.200 und 2.800 Euro. Und das reicht immer noch nicht? Dafür erpressen sie regelrecht um noch mehr und immer mehr durchzusetzen? Wohlgemerkt - das Unternehmen in dem die Herrschaften bestätigt sind wird eh schon subventioniert! Folge dieser Maßlosigkeit: Die Ticketpreise sind schon wieder gestiegen.

    Danke an solche Gewerkschaftsvertreter, sie würgen alles ab. DAS ist das Resultat ihrer maßlosen Forderungen.
    Na da spricht aber den Neidhammel!
    Ich kenne genügend Leute die diesen "sicheren" Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst haben. Netto ca. 1100 Euro und befristet auf 2 Jahre ohne Aussicht das eine Übernahme erfolgt. Oder alternativ evtl. ein Job aber 40 km vom bisherigen Arbeitsplatz entfernt, natürlich ohne Fahrkostenzuschüssen oder einer Lohnerhöhung.
    Da sehe ich keinen Unterschied mehr zwischen der "freien" Wirtschaft und den "sicheren" Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst.
  3. #42

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Sie hatten behauptet, der BDI würde ca 100.000 Unternehmen mit seinen knapp 8 Millionen Beschäftigten vertreten und sei daher keine Splittergruppe.

    Da der BDI jedoch nur die 100.000 Unternehmer vertritt, muß man dann doch von einer Splittergruppe ausgehen.
    MFG
    jolip
    Viele Unternehmen sind im Streubesitz. Wenn Sie oder Ihre Versicherung auch nur eine Aktie besitzen, vertritt der BDI sogar Sie.
  4. #43

    Zitat von qvoice Beitrag anzeigen
    Wenn man alle indirekten Beziehungen einbezieht, stammt alle Geld irgendwie aus der Allgemeinheit.
    Wenn jemand eine Firma gründet, über viele Jahre hinweg vielen Leuten Arbeit gibt und dabei reich wird - wo ist da das Verbrechen?
    Wem hat er etwas weggenommen? Was ist schlimm daran, wenn er das Geld an seine Kinder vererbt?
    Ich hab weder von Verbrechen gesprochen noch von Wegnehmen. Aber offensichtlich denken Sie, dass was weggenommen wird. Oder warum werfen Sie das nun auf?
  5. #44

    Ihr seit ja schon in deren Augen Sklaven

    Zitat von Lemmi42 Beitrag anzeigen
    Wer die Gewerkschaften abschaffen will,will die Arbeiter nun völlig versklaven,ja das hätte das Kapital gern auch in Deutschland aber sie müßten mit den Klammerbeutel geputert worden sein,so dumm können doch nicht mal die Amia sein.
    Wenigstens fühlt sich die Schweiz freier und demokratischer und mit nur17% Gewerkschaftsmitgliedern bei den Arbeitnehmern gibt trotzdem tollere Gehälter, Mindestgehälter und Freiheiten .......

    als im verfilzten Knebel-Deutschland;-)


    Auch mit nur 11% Gewerkschaftsmitglieder fühlt sich der Amerikaner freier, fairer behandelt und ist froh um seine Mitgestaltung der Politik im Bundesstaat und Kommunen............... Da hinkt schon Deutschland einiges hinten nach mit ihrem Sklavenmarkt und ihren mundtot gemachten Bürgern.
  6. #45

    Erstaunlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mitglieder weg, Einfluss weg: Amerikas Gewerkschaften schwächeln seit Jahrzehnten - und jetzt setzen Republikaner und Großindustrie zum Todesstoß an. Für Barack Obama bricht ein wichtiger Machtfaktor weg.

    Niedergang der US-Gewerkschaften zeigt sich in Wisconsin - SPIEGEL ONLINE
    Erstaunlich, wie sich ein ganzes Volk freiwillig zu Arbeitssklaven ohne jegliche Sicherheit, Freiheit oder gar anständiger Bezahlung degradieren lässt.
    Das ist wahrlich der amerikanische Traum.
  7. #46

    Zitat von korox Beitrag anzeigen
    Ich hab weder von Verbrechen gesprochen noch von Wegnehmen. Aber offensichtlich denken Sie, dass was weggenommen wird. Oder warum werfen Sie das nun auf?
    Ja, Unmengen an Kaufkraft. Selbst hier, wo die Gewerkschaften zumindest noch nicht völlig machtlos sind, schaffen sie es - wenn überhaupt - grad mal, die Löhne unter Rücksichtnahme auf die Inflation auf stagnierendem Niveau zu halten.

    Während das "bessere" Fünftel seit drei bis vier Jahrzehnten unverhältnismäßig reicher und reicher wird. Ich bezweifle außerordentlich, dass das an den immensen Produktion-Steigerung eben jenen Gruppe liegt. Ich getraue mich sogar zu wetten, dass man die faulsten Exemplare des Menschen dort finden wird - man kann sich das Nichtstun ja "leisten".

    Aber die Yacht des einen ist schon die Gehaltskürzungen hunderter Anderer wert.
  8. #47

    Zitat von johann_krautmann Beitrag anzeigen
    Erstaunlich, wie sich ein ganzes Volk freiwillig zu Arbeitssklaven ohne jegliche Sicherheit, Freiheit oder gar anständiger Bezahlung degradieren lässt.
    Das ist wahrlich der amerikanische Traum.
    In der DDR gabe es die Zwangsmitgliedschaft im FDGB.
    Das war auch nicht so toll.
  9. #48

    Immer die gleichen Argumente gegen Gewerkschaften

    Wenn sich Gewerkschaftsmitglieder nicht an Gesetze halten, dann werden sie in einem Rechtsstaat auch verurteilt, genauso wie Banker, die sich nicht daran halten. Aber das ist kein Grund Gewerkschaften zu vernichten. Die das tun haben in einer Demokratie nichts verloren und sollten in das Land ihrer Wahl, die sich nicht demokratisch verhalten, ausgewiesen werden. Dort können sie sich austoben.
  10. #49

    Logik

    Zitat von kuac Beitrag anzeigen
    das können wir von unseren Freunden in den USA lernen. Gewerkschaften haben in einer freien Marktwirtschaft nichts verloren. Sie verhindern nur die Entfaltung der Kräfte des freien Marktes und damit den Wohlstand.
    Seltsam, in D waren die Gewerkschaften nach dem Krieg recht stark. Hat das den Wohlstand behindert?
    In den USA waren die Gewerkschaften bis vor ca. 20 Jahren ebenfalls stark. Hat das deren Wohlstand/Entwicklung behindert? Seit ebenfalls ca. 20 Jahren wird der massive Abbau von Produktionsarbeitsplätzen betrieben.
    Das Ergebnis kennen wir ja nun.
    Oder meinen Sie den Wohlstand der 'oberen' x-Pozent (hier kann sich jeder die Prozentzahl ausdenken)?








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