Zitat von
Rodelkönig
Meiner Meinung nach ist aber genau diese Praxis richtig in Deutschland. Die Selbständigen haben ja die Wahl, ob sie von Anfang an gesetzlich oder privat versichert sein wollen. Viele versichern sich dann privat, weil es billiger ist und sie dadurch in unserem Zwei-Klassen-Medizinsystem einige Vorteile haben, wenn sie noch jung sind. An der Solidargemeinschaft beteiligen sie sich aber nicht.
Und wenn sie sich plötzlich später aus welchen Gründen auch immer die Beiträge für die PKV nicht mehr leisten können, soll plötzlich die Solidargemeinschaft der GKV-Beitragszahler für sie einspringen? Eine solche Praxis würde ich als äußerst ungerecht empfinden.
Erst sich in jungen Jahren aufgrund niedrigerer Beiträge aus der Solidargemeinschaft verabschieden und dann am lautesten nach Hilfe der Solidargemeinschaft rufen, wenn man alt ist und sich die PKV-Beiträge nicht mehr leisten kann. Ich bin froh, dass das in Deutschland soo einfach nicht geht.
Am einfachsten und am besten für alle wäre es, wenn es eine Bürger-Krankenversicherung gäbe, in die jeder einzahlen müsste. Dann hätte auch jeder, auch Selbständige wenn sie im Alter verarmen, ein Anrecht darauf, daraus auch Leistungen zu beziehen.
Aber jeweils zwischen den beiden Systemen (PKV und GKV) hin- und herspringen, um sich immer die momentan billigste Lösung auszusuchen, wäre einfach untragbar.
Viele Grüße