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US-Gesundheitspolitik: Republikaner signalisieren Einlenken bei Obamacare

AFPDie USA steuern auf die "fiskale Klippe" zu - es drohen gewaltige Finanzeinschnitte. Nun versuchen Demokraten und Republikaner doch noch einen Sparkompromiss auszuhandeln. Dabei deutete das konservative Lager sogar ein Einlenken bei Präsident Obamas Gesundheitsreform an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-866218.html
  1. #1

    Obamacare die größte Bedrohung für Republikaner

    2014 wird die Healthcare-Reform endgültig etabliert, da sie dann auch für Erwachsene gilt. Dann werden die Amerikaner sehen, wieviel besser das ist gegenüber dem gegenwärtigen System.

    Der Effekt wird so nachhaltig sein, dass ihnen auch der beste R-Kandidat 2016 nichts nützt, auch wenn sie die GOP bis dahin von der Tea-Party-Bewegung distanziert haben sollte.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA steuern auf die "fiskale Klippe" zu - es drohen gewaltige Finanzeinschnitte. Nun versuchen Demokraten und Republikaner doch noch einen Sparkompromiss auszuhandeln. Dabei deutete das konservative Lager sogar ein Einlenken bei Präsident Obamas Gesundheitsreform an.

    Gesundheitspolitik: Republikaner signalisieren Einlenken bei Obamacare - SPIEGEL ONLINE
    Eine schlankes Sozial-/Gesunheitsheitsreform ist unabdingbar für ein System
    welches die Geldmenge nach der Warenproduktion ausrichtet. Solange es effizient gestaltet ist, wird die Gesundheitsheistreform eine enormes, unverzichtbares wirtschafltiches Potential darstellen.
  3. #3

    Vermittlungsausschuss?

    Gibt's sowas im US-amerikanischen Politiksystem?
    Warum sollte man auch etwas von uns totalitär regierten Europäern lernen wollen? In Freiheit leben wollen setzt Mündigkeit voraus!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA steuern auf die "fiskale Klippe" zu - es drohen gewaltige Finanzeinschnitte. Nun versuchen Demokraten und Republikaner doch noch einen Sparkompromiss auszuhandeln. Dabei deutete das konservative Lager sogar ein Einlenken bei Präsident Obamas Gesundheitsreform an.

    Gesundheitspolitik: Republikaner signalisieren Einlenken bei Obamacare - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube das die USA ihr Schuldenproblem nicht werden lösen können.

    Allein das jährliche Haushaltsdefizit von 1,1 Billionen Dollar ist enorm.
    Dazu der Gesamtschuldenstand von knapp 16,3 Bio. Dollar.
    Das entspricht etwa 106 % des BIP, was bedeutet das die USA ins spät. 2 Jahren einen Schuldenstand wie Italien haben, wenn sich nichts groß ändert und in 5 Jahren könnte der Schuldenstand auf einem Niveau wie das von Griechenland heute liegen.

    Selbst wenn die gefürchtete Fiscalcliff eintreten würde gehen Experten davon aus das sich das jährliche Haushaltsdefizit dadurch nur um etwa 500 Mrd. Dollar verringern würde(immerhin fast die Hälfte).

    Aber man kann davon ausgehen das die Fiscal-Cliff nicht kommt, es wird eine mildere Form der Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen geben, was aber auch bedeutet, dass das jährliche Defizit in geringerem Umfang abgebaut werden kann.

    Aber die ganze Sache veranschaulicht auch die Schuldendramatik in den USA, wenn selbst so ein radikales Maßnahmenpaket wie die sog. Fiskalcliff es nur vermag das jährliche Defizit um knapp die Hälfte zu begrenzen. Das Paket ist ja eigentlich nur zur Abschreckung verabschiedet worden und sollte die Parteien dazu zwingen andere Kompromisse zu finden.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA steuern auf die "fiskale Klippe" zu - es drohen gewaltige Finanzeinschnitte. Nun versuchen Demokraten und Republikaner doch noch einen Sparkompromiss auszuhandeln. Dabei deutete das konservative Lager sogar ein Einlenken bei Präsident Obamas Gesundheitsreform an.

    Gesundheitspolitik: Republikaner signalisieren Einlenken bei Obamacare - SPIEGEL ONLINE
    Was gibt es da einzulenken? Obamacare ist wie Boehner schon ganz richtig bemerkte "geltendes Recht" und durch die Wiederwahl Obamas haben die Republikaner ihre letzte Chance verspielt, es rückgängig zu machen. Was gibt es da also noch zu verhandeln?

    Obama braucht doch nur abzuwarten, dann tritt zum einen sein Gesundheitspaket in Kraft und zum anderen fallen die Steuersenkungen für die Reichen weg, wodurch sein Budget entlastet wird.
  6. #6

    Zitat von kleenermann Beitrag anzeigen
    Ich glaube das die USA ihr Schuldenproblem nicht werden lösen können.
    Sie sind ja schon dabei. Seit Ende 2009 sinkt die Gesamtschuldenquote von privaten Haushalten, Unternehmen und Staat.

    Allein das jährliche Haushaltsdefizit von 1,1 Billionen Dollar ist enorm.
    Das Defizit im Bundeshaushalt wird im kommenden Jahr unter 1 Billion liegen und die Neuverschuldungsquote wird nur minimal über dem Anstieg des nominalen BIP liegen, mit anderen Worten die Schuldenquote steigt nur minimal weiter und wird ab 2014 sinken.
  7. #7

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Sie sind ja schon dabei. Seit Ende 2009 sinkt die Gesamtschuldenquote von privaten Haushalten, Unternehmen und Staat.

    Das Defizit im Bundeshaushalt wird im kommenden Jahr unter 1 Billion liegen und die Neuverschuldungsquote wird nur minimal über dem Anstieg des nominalen BIP liegen, mit anderen Worten die Schuldenquote steigt nur minimal weiter und wird ab 2014 sinken.
    Zu Punkt 1
    Privat Haushalte und Unternehmen bauen Ihre Verschuldung zu Lasten des Staates ab, weil die Besteuerung zu gering ist oder wie erklären Sie sich das der Schuldenstand der USA von 13,8 Biol. $ zu Ende 2010 auf nun 16,3 Bio. $ gestiegen ist. Also eine Steigerung um 18% in 24 Monaten.

    Zu Punkt 2
    Annahmen die auf wackeligen Fundamenten stehen, niemand kann seriös beurteilen wie sich die Weltwirtschaft von der auch die US-Konjunktur abhängig ist entwickelt weder 2013 noch 2014

    Im Übrigen ist es eigentlich pervers den Schuldenstand im Verhältnis zum BIP auszuweisen. Ein Staat kann sich nicht zügellos am Volkseinkommen bedienen. Denn wenn der Staat sich wirklich daran macht das Volkseinkommen abzuschöpfen und gleichzeitig an seinen Ausgaben spart dauert es nicht lange bis die Volkswirtschaft am Boden liegt(kann man derzeit ja in Südeuropa beobachten), das geht nur in sehr begrenztem Umfang.

    Man sollte den Schuldenstand eher mit der Einnahmesituation des Staates vergleichen. Und da sind die USA gegenwärtig mit dem knapp 7fachen Ihres jährlichen Steueraufkommens verschuldet, während es in Deutschland nur das 3,5 fache ist.
  8. #8

    Zitat von kleenermann Beitrag anzeigen
    Zu Punkt 1
    Privat Haushalte und Unternehmen bauen Ihre Verschuldung zu Lasten des Staates ab, weil die Besteuerung zu gering ist oder wie erklären Sie sich das der Schuldenstand der USA von 13,8 Biol. $ zu Ende 2010 auf nun 16,3 Bio. $ gestiegen ist. Also eine Steigerung um 18% in 24 Monaten.
    Also halten wir nochmal fest: Die Gesamtschuldenquote sinkt. Und natürlich wurde der Rückgang der privaten Verschuldung erkauft von einer steigenden öffentlichen Verschuldung. Anders geht es nicht, es ist unmöglich, dass private Haushalte, Unternehmen und Staat gleichzeitig Schulden abbauen. In der Rezession sind die Steuereinnahmen weggebrochen (das ist der Hauptgrund für das Defizit) und da die Arbeitslosigkeit noch hoch ist, bleibt das Degizit noch eine Weile bestehen.

    Zu Punkt 2
    Annahmen die auf wackeligen Fundamenten stehen, niemand kann seriös beurteilen wie sich die Weltwirtschaft von der auch die US-Konjunktur abhängig ist entwickelt weder 2013 noch 2014
    Klar, es könnte auch besser laufen. Prognosen sind immer unsicher. Wenn der US-Staat nun aber versuchen würde, zügig weniger auszugeben und mehr einzunehmen, wäre die Rezession sicher und damit genau das Gegenteil erreicht.

    Im Übrigen ist es eigentlich pervers den Schuldenstand im Verhältnis zum BIP auszuweisen. Ein Staat kann sich nicht zügellos am Volkseinkommen bedienen.
    Nur weil man zwei Zahlen miteinander in Verbindung setzt, heisst das doch nicht, dass man die Steuenr auf 100% erhöhen kann, wo ist da der Zusammenhang? Das BIP ist jedoch die Grundlage für die Steuererhebung, je höher das BIP, desto höher könnten die Steuereinnahmen sein. Was wäre denn Ihres Erachtens eine sinnvolle Bezugsgröße?

    Man sollte den Schuldenstand eher mit der Einnahmesituation des Staates vergleichen.
    Nein, das macht eben keinen Sinn, da die Einnahmen volatiler sind als das BIP und gerade dann neidrig sind, wenn die Schulden steigen, d.h. in der Rezession würde man so einen besonders starken Anstieg des Quotienten sehen. Welche Information hätte man so gewonnen?

    Und da sind die USA gegenwärtig mit dem knapp 7fachen Ihres jährlichen Steueraufkommens verschuldet, während es in Deutschland nur das 3,5 fache ist.
    Was u.a. zeigt, dass die Steuerquote dort niedriger ist.


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