US-Gerichtsurteil: Programmcode kann man nicht stehlen

DPAAls er seinen Job wechselte, kopierte er eine interne, extrem wertvolle Software: Ein ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs wurde deswegen zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt - nun kassierte ein Gericht das Urteil, weil die Gesetze einfach zu alt sind.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...827177,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schließlich habe Aleynikov weder die physikalische Kontrolle über irgendetwas übernommen, noch Goldman Sachs die Nutzung der Software unmöglich gemacht..

    US-Gerichtsurteil: Programmcode kann man nicht stehlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Die armen Plattenfirmen. Wenn jemand also Songs aus dem Internet herunter lädt, hat er auch nicht die physikalische Kontrolle über die Original-Datei übernommen, und die Nutzung der Daten ist ebenfalls nicht unmöglich gemacht worden. Da müssen aber einige Gesetze schnell neu geschrieben werden in den USA.
  2. #2

    Da freuen sich aber ganz bestimmt...

    ..die Chinesen und Karl Theodor von und zu Guttenberg.

    "Weil Software-Codes kein physisches Ding sind, kann man sie auch nicht stehlen. " Microsoft ist da sicher anderer Meinung und die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland auch. Programm-Code ist geistiges Eigentum (übrigens nicht des Programmierers, sondern der Firma, für die er entwickelt wurde), genau wie eine Doktorarbeit oder vergleichbare Schriften. Ansonsten dürfte es keine Industriespionage geben können, denn da wird ja auch nicht die z.B. Maschine geklaut, sondern "nur" die Entwürfe.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als er seinen Job wechselte, kopierte er eine interne, extrem wertvolle Software: Ein ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs wurde deswegen zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt - nun kassierte ein Gericht das Urteil, weil die Gesetze einfach zu alt sind.

    US-Gerichtsurteil: Programmcode kann man nicht stehlen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Zitat von SPON
    "Wir lehnen es ab, geltendes Recht zu beugen oder zu aktualisieren, damit es besser ins digitale Zeitalter passt", heißt es in der Urteilsbegründung.
    Sieh an! Ganz meine Meinung. Aber wahrscheinlich ist der Richter ein Pirat und Anhänger jener Umsonstkultur die für das Internet ja so typisch ist.
  4. #4

    falsch!

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Sieh an! Ganz meine Meinung. Aber wahrscheinlich ist der Richter ein Pirat und Anhänger jener Umsonstkultur die für das Internet ja so typisch ist.
    es ist doch so, das goldman sachs die software nicht verkaufen wollte.... daruf bezieht sich das urteil.
    bei microsoft will man das produkt windows verkaufen...

    und jetzt mal weg von den piraten und der falschen vorstellung die würden die umsonstkultur etablieren!!!
  5. #5

    ...

    Zugegeben, ich kenne das US Amerikanische Rechtssystem zu wenig im Detail um das beurteilen zu können... Daher die Frage:

    Schneidet sich die Justiz damit nicht selbst ins Fleisch und schafft so einen Präzedenzfall auf den sich jeder Raubkopierer in den USA berufen kann?

    Immerhin ist so ziemlich alles was im Internet getauscht wird ebenfalls nicht "physisch vorhanden" - und "kann" demnach gar nicht geklaut werden...

    Also so sagt mir das zumindest meine Logik,
    in Kombination mit dem Urteil.
  6. #6

    Zitat von Tiananmen Beitrag anzeigen
    ..die Chinesen und Karl Theodor von und zu Guttenberg.

    "Weil Software-Codes kein physisches Ding sind, kann man sie auch nicht stehlen. " Microsoft ist da sicher anderer Meinung und die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland auch. Programm-Code ist geistiges Eigentum (übrigens nicht des Programmierers, sondern der Firma, für die er entwickelt wurde), genau wie eine Doktorarbeit oder vergleichbare Schriften. Ansonsten dürfte es keine Industriespionage geben können, denn da wird ja auch nicht die z.B. Maschine geklaut, sondern "nur" die Entwürfe.
    Die Frage ist, wessen geistiges Eigentum. Wenn der ehemalige Mitarbeiter die Software entwickelt hatte, wie es im Artikel heißt, so ist das *sein* geistiges Eigentum, es sei denn, Goldman & Sachs hätte die Software unter ihrem Namen irgendwo registrieren lassen.
  7. #7

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Sieh an! Ganz meine Meinung. Aber wahrscheinlich ist der Richter ein Pirat und Anhänger jener Umsonstkultur die für das Internet ja so typisch ist.
    Was hat das mit dem Internet zu tun? Es ging um bankeninterne Software, die, so wie es im Artikel heißt, von dem ehemaligen Mitarbeiter entwickelt worden war.
  8. #8

    das halte ich für ganz schön treuherzig

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, wessen geistiges Eigentum. Wenn der ehemalige Mitarbeiter die Software entwickelt hatte, wie es im Artikel heißt, so ist das *sein* geistiges Eigentum, es sei denn, Goldman & Sachs hätte die Software unter ihrem Namen irgendwo registrieren lassen.
    Wir können doch wohl davon ausgehen dass der Mitarbeiter bezahlt wurde, oder nicht? Und wenn nicht für die Entwicklung der Software, wofür dann? Was glauben Sie, wieviele Firmen intern Software entwickeln und nirgendwo "registrieren" lassen. Wo überhaupt? Viele Software mit speziellem Branchenwissen würde niemand registrieren und patentieren lassen, weil auf diese Weise dir Funktionalität offen gelegt werden müßte.
  9. #9

    Muuuuuuh

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, wessen geistiges Eigentum. Wenn der ehemalige Mitarbeiter die Software entwickelt hatte, wie es im Artikel heißt, so ist das *sein* geistiges Eigentum, es sei denn, Goldman & Sachs hätte die Software unter ihrem Namen irgendwo registrieren lassen.
    Bist du dir da sicher? Wenn mich mein Arbeitgeber dafür bezahlt, eine Software zu schreiben, dann wird die in aller Regel ihm gehören, denk ich mal.